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Hundeforum Der Hund
Caiphas

"Problem" meines Vierbeiners ... Alleine bleiben

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hallo zusammen,

ich hoffe das damit mir der ein oder andere eventl. ein paar hilfestellungen geben kann was die weitere erziehung meines hundes betrifft.

ich werde mal einen kleinen "lebenslauf" meines vierbeiners hinterlassen damit man auch einen einblick bekommt.

mein rüde "zeus" (unkastriert) ist mittlerweile 3 jahre alt und ist ein schäferhund / richback mix.

er wiegt ca 40kg und hat eine schulterhöhe von 70cm!

er wurde 2008 von meiner damaligen freundin von einem bauernhof gerettet da der bauer keine kontrolle mehr auf seinem hof hatte, da er im sterben lag. das muttertier ist auch direkt verstorben und der gesamte wurf wurde in einer scheune abgetrennt gehalten und täglich nur mit rohem hühnerfleisch gefüttert.

also bekamen wir "zeus" im alter von ca. 4-6 wochen und er war damals der hund meiner damaligen freundin gewesen und sie kümmerte sich um alles. welpenschule und war auch eine kurze zeit in der hundeschule. ich selbst war nie die direkte bezugsperson gewesen ausser um mit ihm lange spaziergänge zu machen da meine damalige freundin schwer herzkrank war.

im alter von 7 monaten habe ich dann den hund komplett übernommen da meine freundin durch eine herz op gestorben ist und ich 2 optionen hatte.

tierheim oder er bleibt bei mir.

ich hatte mich eben dafür entschieden das er bei mir bleibt und wir kamen eigentlich so gut es ging sehr gut miteinander aus. wir lebten einfach die letzten 2,5 jahre nur für uns alleine. ich selbst bin durch einen herzinfarkt vor 2,5jahren (kurz nach dem tod meiner damaligen freundin) erstmal ins leere geflogen und beginne jetzt erst langsam wieder auf die beine zu kommen auch beruflich bin ich gerade dabei mich neu zu orientieren...

nun habe ich mittlerweile doch wieder jemand neues kennengelernt und stehe nun mehr oder weniger vor dem größten problem das man bekommen kann. entweder meine beziehung oder ich soll mich von meiner treuen seele trennen!!!

der grund ist eben das "zeus" absolut auf mich fixiert ist, sprich sobald ich aus dem zimmer gehe oder die wohnung verlasse obwohl meine freundin noch mit im raum dabei ist dreht er hohl. verkratzte bei ihr sämtliche türen in der mietwohnung. das nächste problem ist, es ist noch ein 8 monate alter kater mit im haushalt und "zeus" jagd ihn ständig und bellt. räumliche trennung hatten wir zwar auch schon probiert aber dann haben wir eben wieder problem nummer eins. ich kann den raum nicht verlassen ohne ihn. somit sind wir einfach gezwungen uns immer im selben raum aufzuhalten damit es stressfrei bleibt...

da wir die türen abschliessen müssen weil er sie sonst öffnet und der terror von vorne beginnt...

nun wurde mir versucht zu erzählen, ich solle ihn erstmal kastrieren lassen somit würde er ruhiger werden und er würde somit auch das interesse an dem kater verlieren...

ich habe aber persönlich hier meine zweifel und erhoffe mir doch von dem ein oder anderen erfahrenen hundebesitzer etwas rat?!

ich denke man kann meine situation verstehen das ich auf der einen seite nicht meine neue beziehung den bach runtergehen lassen möchte aber auf der anderen seite den hund nicht abgeben will.

ich bedanke mich schonmal im vorfeld.

lg sven

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Hallo Sven!

Eine Kastration wird Dir bei der Lösung der Probleme nicht helfen, da meiner Meinung nach diese sicher nicht sexuell, also hormongesteuert sind.

Ich denke eher, dass Dein Zeus der Meinung sit er müsse Dich kontrollieren, da Du ihm gegenüber nicht als sichere Führungspersönlichkeit rüberkommst. Daher kann er Dich nicht aus den Augen lassen - woher soll er wissen, dass Du auch alleine ohne ihn klarkommst.

Da liegt dann der Ansatz um das Problem zu lösen.

Als sichere Führungspersönlichkeit musst Du weder Kraft noch Härte beweisen, aber ruhig und selbstbewusst Deinen Willen konsequent durchsetzen.

So könntest Du Deinem Hund vermitteln, dass es Dein Wille ist, dass er so lange auf einer Decke liegen bleibt auf die Du ihn schickst bis Du ihn wieder dort abholst. Anfangs musst Du jedes Aufstehen und Verlassen der Decke sofort korrigieren, also ruhig und selbstsicher Zeus wieder auf die Decke legen. Klappt das dann wenn Du bisher immer im selben Zimmer warst, so fange an das Zimmer zu verlassen, anfangs nur kurz damit Du Zeus sofort wieder auf seine Decke legen kannst, wenn er sie verlassen sollte.

Klappt das dann auch wenn Du das Zimmer verlässt, so könntest Du kurzzeitig die Zimmertür schliessen. Anfangs wieder nur kurz, damit Du gleich korrigieren kannst, wenn Zeus die Decke verlässt.

Klappt das mit der Decke bei Dir zu Hause, so nimmst Du diese mit zu Deiner Freundin und fängst dort aber wieder von vorne an - Decke im selben Raum - Raum verlassen bei offener Tür - Tür schliessen.

Konsequent durchgeführt braucht es einige Zeit, aber danach kannst Du den Hund mit der Decke überall hinlegen und er lernt darauf liegenzubleiben.

LG Heike

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vielen dank für deine schnelle antwort heike.

daran arbeite ich schon seit einigen wochen wenn ich ehrlich bin. da mir ja gesagt wurde er leidet unter kontrollverlust und muss mich eben "beherrschen".

in meiner wohnung darf er nur auf "seinen" platz sprich es ist ein riesen sessel für ihn ganz alleine.

daheim klappt es auch wunderbar nur sobald ich mit ihm eben bei meiner freundin bin hat er zwar auch seinen platz in dem zimmer in dem wir uns immer aufhalten nur macht er da eben immer wieder terror. piensen, bellen, türen kratzen etc.

er hat bei ihr eben nur seine gewohnte hundedecke die er schon als welpe hatte.

nun kommt aber das komische an der sache, wenn wir uns schlafen legen bleibt er alleine in dem zimmer und kommt nicht mit ins schlafzimmer bis ich ihn morgens abhole.

genauso das problem mit dem kater von ihr, er darf eben überall in die wohnung da sie sagte, er war erster in der wohnung somit mehr rechte. sobald er eben den kater sieht ist sofort sein jagdtrieb in vordergrund und festhalten oder auf seinen platz schicken bringt nichts da er alles und jeden über den haufen rennt...

10-20x am tag (wochenende) ist noch wenig das ich ihn wieder auf seinen platz zurück bringe ausserdem rennt er dann ständig so um tische herum das er es wieder als spiel ansieht.

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Wahnsinn... deine Freundin ist ja wirklich sehr hilfreich bei dem Katzenproblem *Ironie*

Egal, wenn du es alleine nicht hin bekommst , dann such dir doch bei einem Hundetrainer Hilfe. Aussenstehende sehen manchmal besser, woran es hapert und auf manche Lösung kommt man alleine nicht.

Gruß Iris

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du hast ja schon sehr hilfreiche Antworten bekommen1

Zum Katerproblem:

meine Erfahrung ist,

daß Hunde eine Katze nicht mehr jagen und als "Rudelmitglied" akzeptieren,

wenn sie ständig zusammen sind.

Zeus trifft den Kater ja nur bei deiner Freundin, oder?

So versteht er nicht, daß der Kater "mit dazu gehört".

Ich denke, man kann die beiden nur aneinander gewönen, wenn

sie immer zusammen, also in einem Haushalt, sind und

wenn man Zeus bei seinen Jagdansätzen sofort korrigiert.

Du schreibst, daß du noch nicht so lange zusammen bist mit deiner Freundin.

Da kann Zeus noch keine Beziehung zu ihr aufgebaut haben.

vielleicht geht sie mit euch mit zum Spazieren , sie könnte ihn füttern,

versuch, sie einzubinden in euren Tagesablauf.

Allerdings klappt das nur, wenn sie das auch will, wenn sie Zeus MAG!, und wenn sie mitmacht.

Zeus hatte dich jetzt lange Zeit "ganz für sich" -

und jetzt gibt es da jemanden. das kennt er nict, daß er dich mit jemandem teilen muß!

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Mal eine allgemeine Frage: wie wird dein Hund denn ausgelastet und beschäftigt?

gruß

sabine

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Hmm, dein Hund wurde mit 4-6 Wochen von den Geschwistern getrennt, davor hat er sogar seine Mutter verloren. Dass er Probleme mit Alleinebleiben hat, ist ja dann ganz klar. Du musst dir bewusst werden, dass das Alleinebleiben ein sehr hohes Ziel ist, das schwer zu erreichen wird, da die Anfangsbedingungen sehr sehr schlecht waren. Kastrieren wird nichts helfen, auch nicht für das Katerproblem.

Wenn er irgendwann mal alleine bleiben soll, dann muss für ihn die Wohnung angenehm sein, er muss sich da (auch alleine) wohl fühlen können. Was da hilft? DAP Stecker, Beschäftigung (Kong,...), das Alleinsein sehr langsam Schritt für Schritt wieder aufbauen, filme ihn, damit du genau siehst was er macht (eventuell kannst du das ja hier einstellen, dann kann man besser beurteilen). Es gibt noch viele andere Ansätze, aber bei jedem Hund funktionniert was anderes. Und manche Hunde können einfach nicht alleine bleiben. Daran sind die Hunde aber nicht schuld, sondern in deinem Fall, der Bauer, der sich überhaupt nicht um die Welpen gekümmert hat.

Zur Katze: Auch hier sollte er verknüpfen, dass die Katze etwas schönes bedeutet. Wenn du ihn ständig korrigierst, wird er die Katze als "blöd" abstempeln. Ein richtiges Vertrauen wird so bei den beiden nie auftauchen. Wichtig ist es die beiden räumlich abzutrennen, damit dein Hund gar nicht in dieses Jagdfieber kommt. Ein paar Mal am Tag würde ich dann für 1-2 Minuten mit Käse oder Wurst üben. Katze gucken, Käse, Katze gucken, Wurst, usw...damit er die Katze mit dem leckeren Essen verknüpft. Das kann man dann immer mehr steigern, bis man schlussendlich immer näher an die Katze ran kann. Irgendwann belohnt man dann nur noch sporadisch und irgendwann nur noch, wenn die Situation schwierig ist (wie z.b. Katze flitzt schnell an Hund vorbei und er bleibt liegen). Und irgendwann dann gar nicht mehr.

Mein Hund wollte unsere Katze am Anfang fressen. Nicht zum Spielen, sondern er wollte sie hetzen, packen und töten. Er war total im Jagdfieber, sobald er die Katze sah, er zitterte, sabberte, usw...Wir haben es mit Geduld und Konsequenz hingekriegt und natürlich viel Belohnen. Anfangs auch räumlicher Trennung (mit Kindersicherheitsgitter, wo er durchschauen kann), damit er nicht ins Jagen kommt, und er nicht korrigiert werden muss.

Es steht eine Menge Arbeit vor dir, aber du hast die Verantwortung zum Hund übernommen, also denke ich wirst du dir die Arbeit in Kauf nehmen. Wenn deine Freundin denkt, die Katze war zuerst da, dann darfst du auch denken, der Hund war vor ihr da ;o) Nee, spass beiseite, wünsche dir viel viel Erfolg...

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Es ist schon ein Unterschied ob ein Hund zu Hause einen eigenen Sessel als Schlafplatz hat und woanders dann nur eine auf den Boden gelegte Decke. Entweder schaffst Du zu Hause den "Zeussessel" ab oder es sollte ein zweiter in der Wohnung Deiner Freundin aufgestellt werden - ich würde zur ersten Lösung tendieren.

Macht Zeus ein Jagdspiel daraus, wenn Du ihn korrigieren und auf seinen Platz zurückbringen willst, so solltest Du über eine Hausleine nachdenken ( die permanent am Hund hängst, natürlich eine ohne Schlaufe ). Dann braucht man den Hund nicht mehr zu jagen - nur noch abwarten bis ein Stück Leine in Reichweite ist.

LG Heike

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Hallo.

Ich finde das Verhalten von Deinem Hund eigentlich nicht wirklich unnormal wenn man die Vorgeschichte bedenkt. Erst recht schlechtes Aufwachsen, ohne viel Prägung durch Geschwister etc. dann verliert er sein Frauchen, dann hat er zwar Dich aber ist anscheinend extrem fixiert auf Dich, weil ihr für Euch gelebt habt....und dann soll er plötzlich ein normaler Hund sein, der ruhig alleine bleibt in einer für ihn noch relativ fremden Wohnung und die Katze in Ruhe lassen?

Das ist ein bisschen viel verlagt!!! Mag sein, dass es Hunde gibt die das können, aber es wäre eher die Ausnahme wenn es gleich klappen würde.

Ich habe meinen Hund mit 10 Jahren aus dem Tierheim geholt, ein richtiger Wanderpokal gekrönt von 5 Jahre Zwinger im Tierheim. Es hat bei Ramses fast 2 Jahre gedauert bis er bei mir zuhause alleine bleiben konnte und ruhig auf seinem Platz blieb. Heute bleibt er locker 4 - 6 Stunden alleine.

Aber in einer relativ fremden Wohnung hat er immernoch Probleme Ruhe zu finden. Bei meinem Vater wo Ramses oft im Urlaub ist kommt er zwar zur Ruhe aber alleine in einem Raum schlafen würde er nie ganz ruhig...würde auch piensen. Und dort ist er öfters im Urlaub.

Das gleiche bei der Schwester von meinem Freund, da bleibt er nur alleine weil er da andere Hungesellschaft hat.

Gib dem Hund mehr Zeit. Und ich denke die Katze ist auch eines der "Probleme", Hunde die nicht an Katzen gewöhnt sind, jagen sie halt und er wird bestimmt irgendwann lernen sie zu akzeptieren, aber wohl wirklich erst wenn sie zusammen in einem Haushalt leben. Und so lange würde ich sie räumlich getrennt halten. Da sollte Deine Freundin auch ein bisschen Verständnis haben.

Ansonsten laste den Hund gut aus, gib ihm Zeit, richte ihm einen festen Platz bei Deiner Freundin ein und auch bei Dir zu Hause und zwar nicht auf einem Sessel, sondern auch auf einer Hundedecke, dass er zwei gleichwertige Liegeplätze hat.

LG, Svenja und Ramses

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