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Mal neutrale Meinungsfrage - wie würdet ihr reagieren?

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Hi!

Ich habe momentan ein dickes Problem an der Backe - und weiß nicht mehr ob ich das richtige getan habe oder nicht - daher würde ich euch gerne einfach mal den Fall vortragen - ohne Namen na klar - und mich würd einfach mal interessieren wie ihr, wenn ihr in meine Rolle schlüpft, reagiert hättet....

Ok - ich bin Pflegestelle und habe Anfang Dezember 06 eine sehr ängstliche Hündin, schon älter - auf eine Stelle vermittelt die weit von mir weg ist (Sie im Süden Deutschlands - ich im Norden) ...

Die Frau der Familie in die ich die Hündin vermittelt habe "kannte" ich durch ein Internetforum, ausserdem war sie sehr intensiv vorkontrolliert durch eine recht zuverlässige Orga - die Hündin von mir sollte die Zweithündin werden.

Nun war ich eigentlich fast täglich in Kontakt mit ihr - und hatte nie wirklich einen schlechten Eindruck von der Entwicklung der Hündin - zumindest von dem was mir die Besitzerin erzählt hatte...

Ein paar Sachen machten mich stutzig - und auch ärgerlich: der Hund wurde nicht stubenrein - sondern machte sogar tagsüber groß und klein ins Haus - obwohl sie oft genug raus kam.

Für mich sehr seltsam - weil die Hündin relativ lang bei mir war - und zu 99% Stubenrein.

Ok - aber ich bekam die Botschaft dass dies schon werden würde....

Dann kams jetzt vor ein-zwei Wochen knüppelhart.

Die Besitzerin äußerte sich nur noch negativ über besagte Hündin, es kamen keine Fotos mehr von ihr - nur noch von ihrem Ersthund und als dann ein Pflegehund in die Familie einzog schrieb sie sogar öffentlich dass ihr Mann rät doch die Hündin weiter zu vermitteln - und den Pflegi der ja sooo süß sei zu behalten.

Zudem kam von ihr eine PN ob ich ihr helfen könne die Hündin zu vermitteln.

Ich bin irgendwie aus allen Wolken gefallen - weil mir erst da bewußt wurde dass es der Hündin wohl nicht sehr gut dort ging - plötzlich hieß es sie würde Mann und Kinder hassen wie die Pest, nach wie vor nicht stubenrein sein, sich nur zurückziehen etc...

.....

Ok - bis dato waren wir internettechnisch befreundet.....

Ich habe reagiert - jetzt hasst mich die Besitzerin und es ist ein Kampf um den Hund losgebrochen und dass sie die Hündin weitervermitteln wollte habe sie NIE geäußert - habe es aber zum Glück abgespeichert....

Jetzt seid ihr dran - wie würdet ihr reagieren wenn diese Hündin eure Pfelgehündin gewesen wäre? Was hättet ihr getan...?

Bin gespannt!

Liebe Grüße

Hilde

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Eine VK wurde gemacht wie ich gerade lese und eine NK?

Nach allem, was ich so lese, scheint die Hündin dort nicht in der richtigen Familie zu sein.

Die Nicht- Stubenreinheit ist dafür ein Zeichen!

Ich muss aber sagen, wenn es eine ältere und dazu noch eine sehr ängstliche Hündin

ist, hätte ich sie nicht in einen Haushalt mit Kindern vermittelt! Sondern sie viel lieber in

einen ruhigen Haushalt vermittelt!

Das ein Zweithund da ist, ist völlig ok, an dem kann sie sich gut orientieren!

Und jetzt will sie die Hündin nicht wieder hergeben, oder wie verstehe ich das?

Schutzvertrag hat doch die Orga oder Verein?

Ich würde mir das Verhalten der Hündin vorort ansehen und wenns sein muss, sie zurückholen. Egal, ob es da Streit gibt. Es geht nur um das Wohl des Hundes!

LG Conny und Jule

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Hi Conny!

Es wurden sowohl VK als auch NK gemacht!

Erst schrieb sie mir PN dass sie sie wieder hergeben will - ich habe alles in die Wege geleitet mit Orga etc. und jetzt lüge ich sozusagen!

Die Hündin hatte sich bei mir sehr gut entwickelt gehabt - daher - schien mir auch eine Familie mit Mann und Kids ok - vor allem weil diese laut Beschreibung ruhig und Hunde gewohnt seien!

Bei mir reagierte die Hündin auf Besucherkinder sehr normal - auf Männer unterschiedlich.

Mir wurde versichert dass es kein Problem sei - man würde daran arbeiten!

NK bei einem ängstlichen Hund der sowiso auf Fremde scheiße reagiert ist immer schwierig - man kann von außen nicht bewerten ob der Hund sich wohl fühlt oder nicht - weil dieser sich immer zurückzieht wenn Fremde im Haus sind...

Grüße

Hilde

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Hallo Hilde,

ich war ja auch schon öfter Pflegestelle, mache sowohl Vor-, als auch Nachkontrollen. Es ist aber leider so, man kann den Menschen nur vor den Kopf gucken. Es ist auch müßig lange zu streiten und persönlich angefressen zu sein, wenn es dann nach einer Weile doch nicht klappt. Selber hatte ich die Situation zum Glück noch nicht, aber ich glaube dem Hund ist dann wirklich am meisten geholfen, wenn man nach einem anderen Platz Ausschau hält, wo es dann hoffentlich besser passt.

Das sehr ängstliche Hunde nur in ruhige Familien vermittelt werden sollten, kann ich so allerdings nicht bestätigen - beinahe das Gegenteil ist der Fall. Nach meiner Erfahrung legen ängstliche Hunde vieles an Meideverhalten schneller ab, wenn sie in Familien sind, wo ein bisschen Trubel ist und nicht jede Geste überdacht wird, sondern einfach ganz selbstverständlich mit dem Hund umgegangen wird und der Hund auch nicht pausenlos unter Beobachtung und Analyse steht. Natürlich ohne ihn zu überfordern und mit der Möglichkeit von Rückzug. Versteht ihr was ich meine? Ich habe das wirklich schon oft positiv erlebt.

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Ich denke die Problematik an der Geschichte ist - dass diese Frau selbst Tierschützerin und Pflegestelle ist und es irgendwie "Ehrenrührig" und "Peinlich" ist wenn sie einen Hund wieder abgibt - wobei ich sie in dem Punkt wirklich versucht habe runter zu holen - ich selbst hatte auch schon eine ältere Pointerhündin adoptiert und erst nach 6 Monaten war klar dass mein Rudel sie nicht akzeptiert - und sie sich nicht integriert...

Also habe ich sie schweren Herzens wieder vermittelt und das Fazit: ein agiler, glücklicher Hund auf seinem neuen Platz....

Auf alle Fälle droht die Gute mir nun mit Anwalt und Co...

Hilde

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Das Problem wird die rechtliche Seite sein Hilde. Wenn bei NK nichts negatives gefunden wird und sie die PN an Dich, vielleicht als "Durchhänger" erklärt, wie wollt ihr dann reagieren? Ich verstehe Dich sehr gut, bei mir würden alle Antennen auf Alarm stehen, aber letztendlich ist es Sache der Orga, die vermittelt hat und mit denen die Verträge bestehen. Weswegen droht sie mit Anwalt und Co? Aus welchen Gründen? Weil Du die Orga darüber informiert hast, dass für den Hund eine neue Stelle gesucht wird oder noch wegen anderer Dinge? Mein persönlicher Rat - ohne dass ich die Einzelheiten kenne:

Du erwähnst ein Internetforum, über das ihr Euch kennen gelernt habt. Halte Dich bei öffentlichen Schlammschlachten raus. Ich habe das zu oft erlebt, es war meist gruselig und zog oft Kreise, die unglaublich waren. Verfolge die Dinge so gut es geht, halte mit Deiner Orga Kontakt - aber wie es weiter gehen soll, kann nur diese entscheiden.

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Ich frage jetzt einmal ganz vorsichtig, ob es einfach auch mal sein kann, dass Hund und Familie von der Chemie her nicht zusammen passt???

Mal ganz davon abgesehen, dass ich "hassen" in solchen Zusammenhängen ein sehr starkes Wort finde, warum sollte die Familie sich so lange vorher und nachher so viel Mühe geben, es gut und richtig machen zu wollen, wo es doch eigentlich so einfach ist, einen Hund zu bekommen.

Für mich liest es sich, wenn man emotionslos an die Sache ran geht, als ob da irgendwas schief gelaufen ist und man einfach mit dem Tier nicht zusammen kommt. DANN finde ich es für die Hündin am besten, wenn sie da raus kommt. Man sollte, vielleicht über eine neutrale dritte Person, ein offenes Gespräch führen, in dem es nicht darum geht, ob und was falsch gemacht wurde, sondern ob es noch denkbar ist, dass die Hündin in der Familie bleibt, oder ob sie besser weiter vermittelt wird.

Das Tier tut mir leid, möge das alles ein gutes Ende nehmen bei dem alle beteiligten Menschen ihre Eitelkeiten in den Hintergrund stellen können.

LG Anja

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"Das Tier tut mir leid, möge das alles ein gutes Ende nehmen bei dem alle beteiligten Menschen ihre Eitelkeiten in den Hintergrund stellen können."

Ganz genau so geht es mir auch!

Im öffentlichen Forum schreibe ich sowiso nichts über die Geschichte! Ich war Mod in deren Forum - und wurde sofort gekickt als ich reagiert habe - ihr gehört das Forum.

Ich bekomme üble Emails - und reagiere schon nicht mehr...

Es ist alles ziemlich blöd gelaufen - hm...

Ich hoffe es wendet sich zum Guten - vor allem für den Hund!

Hilde

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Ich kann mich Anja da eigentlich nur anschließen...

Und drück natürlich alle Daumen, dass das ganze geklärt werden kann und es der Hündin wieder besser geht.

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