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Hundeforum Der Hund
Noire

Sehr dominanter Rüde

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Hallo Fories :(

Jetzt muss ich doch auch mal euren Rat suchen.

Also mein Lou ist ein extrem dominanter Rüde. Ich hab das mit ihm eigentlich gut im Griff, er gehorcht bis ein anderer Wuff auf den Plan tritt (allerdings erst solche ab Kniehöhe, alle anderen ignoriert/toleriert er).

Dazu muss ich sagen, ich hab ihn von Leuten übernommen, die so ziemlich alles verpasst haben, was ein Junghund an Erfahrungen mitnehmen muss, sprich er ist so gut wie garnich sozialisiert gewesen und ich musste ihn erst ziemlich langsam an andere Hunden heranführen (was ja folglich nicht einfach ist, wenn es ständig Terror an der Leine gab).

Bisher probieren wir das ganze nur mit Hündinnen, da mir das erstmal sicher erscheint und ich hier leider noch keinen getroffen habe mit dessen Rüden man so was mal probieren kann. Wie gesagt mit kleineren Rüden hat er auch keine Probleme, die stellen sich ja freiwillig schon wegen der Größe unter seinen Scheffel.

Nun ist es aber so, dass er die Mädels (z.B. eine sehr genügsame ältere Rottidame) doch ziemlich hart anpackt und die ein oder andere Schürfwunde dabei rauskam. Zusammen spielen (Stöcke ect) ist unmöglich, da er alles als seins ansieht und es extrem verteidigt. Ansonsten springen die beiden locker flockig durch die Gegend und haben kein Problem miteinander bis eben das Mädel mal auf den Gedanken kommt ihn zu necken, dann gehts von vorne los.

Für ihn ist es auch wichtig regelmäßig Hundekontakt zu haben. Vielleicht gibt sich das auch mit der Zeit :???

Jedenfalls ist er nach Hundekontakten (rumrennen usw) extrem relaxt an der Leine und da interessiert in auch nicht der kläffende Dalmi von gegenüber, wo sonst ein Riesenterror ausgebrochen wär.

Naja, und nu sitz ich hier und weiß nicht so recht was tun. Irgendwann mag ja dann keiner mehr seine Hündin mit meinem zusammen lassen, wenn deren Wuff ständig irgendwelche Blessuren davon trägt (auch wenn geringfügig, aber sie sind eben da) :heul:

Nu helft mir mal bitte :( Irgendwelche Tipps wären toll... Auch wenns schwer ist

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Hallo Noire

Dein Hund hat keine Dosierung im Spiel erlernt.

Das liegt daran das man ihn entweder in entscheidenen Phasen seines Lebens,zum Beispiel zwischen der fuenften und siebten Lebenswoch nicht korregiert hat.

Leider ist es nicht moeglich eine wirklich guten Fernratschlag zu geben ,zumal ich nicht weis wie alt ist dein Hund welche Rassetypischen Eigenschaften der ihn ihm vertretenen Rasen stecken in ihm usw.

Grundsaeztlich begruesse ich Domianz bei einem Hund da ich finde das diese wesentlich leichter zu erziehen sind als schuechterne oder gar aengstliche Hunde.

Mein Rat ist dich an eine gute Schule zu wenden in der man Erfahrung mit Raufern hat.

Eines ist auf jedenfall sicher wenn du in einer Schue den Rat bekommst zwecks Verhaltensaenderung kastrieren zu lassen dann bist du dort verkehrt.

L.G.

Wotan

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Hallo Wotan

und danke für deine Antwort

Es ist ein Labrador-Weimaraner Rüde und 4 Jahre alt.

Eben doch ein quirliger Kerl, der gefordert werden muss. Arbeiten tu ich mit ihm jeden Tag, also ist er da zumindest ausgelastet. Nur eben mit anderen Hunden haperts.

Ich hab hier in der Gegend auch diverse Hundeschulen angerufen, aber bisher konnte mir so wirklich keine helfen.. Ich werds wohl nochmal versuchen müssen.

Und das mit der Kastration würde niemals in Frage kommen. Ich finds grausam (vorallem auch in Katzenforen, da muss die Katze nicht mal was haben und gleich wird einem von jeder Seite zur Kastration geraten :??? wie dämlich is das denn, egal, anderes Thema)

Ich hab mal irgendwo gelesen, dass in solchen "speziellen" Gruppen alle Hunde mit Maulkörben zusammen gelassen werden, damit eben nichts passiert.

Hat denn damit schon jemand Erfahrungen gemacht mit sowas?

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Hallo Noire,

aus der Ferne ist so etwas immer sehr schwer zu beurteilen.

Das dein Hund extrem dominat ist bezweifle ich jetzt erst mal,an welchen Handlungen/Verhalten machst du das fest.

Die Biologie ist so vielfälltig.

Ich meine auch dein Hund hatte in der Welpenzeit/Jugendzeit sehr starke,derb spielende Partner,

so ein Verhalten kenne ich sehr gut von meiner Hündin.

Was noch hinzu kommt,toben und rennen ist natürlich schön für Hunde und sollen sie auch haben.Nur wenn du einen Hund hast der sehr schnell in seinem Erregungsnivou hochfährt

solltest du lieber ruhige Spaziergänge mit anderen unternehmen.

Du wirst sehen dann tragen seine Kumpels auch keine Schürfwunden mehr davon.

Suche dir eine gute Hundeschule,(was schwierig ist) natürlich wäre eine gut geführte

Spielgruppe für euch sehr gut,dort lernst du deinen Hund im Umgang mit Artgenossen auch besser einzuschätzen.

LG Andrea

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Hallo Noire,

wir haben Balou seit dem 15.12.2006 - da war er 15 Monate alt.

Wir haben relativ schnell bemerkt, das sein "auf andere losgehen" ohne lange zu fackeln eher aus Angst heraus kam und er nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" vorgegangen ist.

Kannst du eventuell sein Verhalten auch auf Angst oder Unsicherheit zurückführen?

Wir hatten und haben zum Glück hier mit anderen Hunden trainieren können.

Wenn möglich suche einen souveränen Rüden.

Unser Balou ist auch nicht wirklich sozialisiert und wir haben schon und müssen noch einiges nachholen.

Zum Thema Rangverhalten und Dominanz lies mal hier

http://www.hovawart-info.de/hovawart.html

Ich finde, dass da ganz gute Hinweise enthalten sind,

die zum Überdenken/Analysieren des Verhaltens des eigenen Hundes anregen.

Natürlich ist am besten eine gute Hundeschule zu finden dazu -daumdrück-

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Ich kann Wotan da nur zustimmen...

Leider können wir dir von hier aus nicht wirklich helfen...

Ich drück dir aber die Daumen, dass du doch noch eine gute Hundeschule findest, die dir dann helfen kann!

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Ich dank euch allen sehr für die Posts

Also mit Angst hat das bei ihm wenig zu tun. Der is die Manneskraft in Person :D Zurückhaltung kennt er nicht und ist da eben alles andere als ängstlich. Das jetzt mal auf Hunde bezogen.

Ich schau mir den Link mal an.. Hab grad überflogen und sieht sehr interessant aus, danke dir dafür ;-)

Werd die Tage mal anfangen Hundeschulen und -Plätze abzutelefonieren :(

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Hallo Noire,

das was Du schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Ich habe seit 7 Wochen auch so ein Exemplar. Die Vorbesitzer haben ihn als er klein war nicht ausreichend mit anderen Welpen spielen lassen. Es hieß er wäre nur bedingt mit Artgenossen verträglich. Nachdem ich jetzt Einzelstunden bei einem Hundetrainer nehme, ist herausgekommen, dass er einfach nicht weiß wie er sich anderen Hunden nähern soll - erst schnüffeln, dann spielen. Er hat stattdessen die anderen immer erst angesprungen und umgeworfen und wollte dann erst Geruch aufnehmen. Mit Unverträglichkeit oder auch Dominanz hat dieses Verhalten nicht unbedingt etwas zu tun - zumindest bei Jerry ist es einfach ein forderndes, überzogenes Verhalten. Jetzt, nach der 3. der 8 Einzelstunden, ist es schon viel besser geworden. Mittlerweile weiß er, dass er zuerst schnüffeln und dann erst zum Spiel auffordern sollte. Allerdings ist er immer noch sehr rüpelhaft beim Spielen aber auch das bessert sich schon.

Ob Du in eine Gruppe in der Hundeschule gehen kannst bezweifel ich. Mein Trainer würde mich mit meinem Hund momentan keinesfalls in eine seiner Hundegruppen lassen. Wobei Jerry laut dem Trainer gutmütig und sein Sozialverhalten bis auf seine Ungestümheit in Ordnung ist. Jerry muss allerdings erst noch ruhiger werden und das kann ich verstehen. Ein aufgedrehter Hund würde viel zuviel Unruhe in eine Gruppe bringen. Ich denke, dass das bei deinem Hund ähnlich sein dürfte. Das Hunde in einer Gruppe mit Maulkorb miteinander spielen habe ich noch nie gehört. Möglicherweise wirst Du auch erst einmal Einzelstunden nehmen müssen.

Wie hier auch immer gesagt wird, sind Ferndiagnosen eigentlich nicht möglich aber so wie Du deinen Hund beschreibst erinnert er mich eben irgendwie an meinen. ;)

Seltsam, dass dir keine Hundeschule helfen konnte. Wenn man bei meiner HS anruft, dann wird erst einmal ein Einzeltermin (45 Minuten) vereinbart, bei dem der Hund beobachtet und eingeschätzt wird und dann wird entschieden, ob sich ein Unterricht lohnt oder nicht und welcher Art dieser Unterricht sein sollte. Du findest sicher noch eine gute Hundeschule. :)

LG Linda

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Hallo Noire,

ich tu mich etwas schwer mit der Aussage, dass der Rüde extrem dominant ist. Woran machst Du das fest?

Dass er große Hunde anpöbelt und kleine ignoriert? Dass er an der Leine Pöbelt?

Sei mir nicht böse, aber aus meiner Erfahrung heraus würde ich mit Dir fast eine Wette abschließen, obwohl ich den Hund nie gesehen habe, dass er nicht ansatzweise dominant sondern nur furchtbar unsicher ist.

Wissenschaftlich definiert sich Dominianz bei Hunden, wenn bei praktisch JEDER Zweierbegegnung mit anderen Hunden immer derselbe Hund dominiert. DER ist dann dominant. So zumindest habe ich es auf einem G. Bloch Seminar gelernt. Mit Gehorsam hat Dominanz also nichts zu tun... auch nicht mit nicht oder nur mäßig erlernter innerartlicher Kommunikationsfähigkeit.

Ich vermute, dass Du seine Hundebegegnungen für wohl dosieren solltest. Als erstes müsste der Hund aus meiner Sicht Sicherheit durch Dich bekommen. Die erhälkt er, in dem Du im Alltag mehr für ihn regelst und ihn nicht in Situationen alleine lässt, die nicht nötig sind. Hundebegegnungen würde ich nur mit Hunden gestatten, die er kennt, und mit denen alles harmonisch läuft. Andere Auslastung nicht über Spiel mit Hunden, sondern über Spiel und Arbeit mit Dir.

Eine sogenannte Raufergruppe... hmm... es gibt nur wenige, die wirklich gut geführt sind, und in denen der Hund wirklich was lernen kann. Schwierig...

In jedem Fall würde ich mir einen Profi suchen, der sich den Bub mal ansieht und Dir sagt, wo das Problem wirklich liegt.

LG Anja

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Hallo,

ich geb Anja Recht.

Ich hab auch immer gedacht das meine Hündin dominat ist und was du schreibst spiegelt sich da sehr aber sie ist keinesfalls dominat sonder eher Unsicher und da ist Angriff die beste Verteidigung.Ein souveräner Hund oder von mir aus auch dominater Hund hat es nicht nötig zu pöpeln oder zu stänkern sondern steht über den Dingen.

Lg Birgit

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