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Hundeforum Der Hund
Corinna77

Wie erreicht man einen "abgestumpften" Hund?

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Hi, Ihr Lieben!

Ab heute habe ich für 9 Tage die Hündin einer Freundin in Pflege. Nicht das erste und wohl auch nicht das letzte Mal.

Eine weiße Schäferhündin, wird dieses Jahr neun, die bis vor einem Jahr ein eher trauriges Dasein fristete. Wenig Erziehung, im Zwinger weggesperrt und Auslauf nur sporadisch an der Flexi.

Der Hund zieht wie Bolle, ist im Freilauf unzuverlässig, geht wildern und jiefelt den ganzen Tag.

Artgenossen gegenüber ist sie kritisch: Selbstbewußte Hunde sind okay, da spielt sie manchmal sogar (Wobei man sehen kann, daß sie wenig Erfahrung mit anderen Hunden hat), devote Artgenossen scheucht sie und mit gleichstarken Hündinnen würde sie raufen...

Meine Freundin hat sehr viel erreicht in dem Jahr seit sie sie hat, aber die Maus ist und bleibt anstrengend.

So, jetzt sitze ich hier bereits das dritte Mal mit dieser Hündin und finde keine Kommunikationsbasis.

Drinnen geht es einigermaßen, aber draußen geht so gar nix. :(

Ich bin inzwischen dazu übergegangen, sie an die schleppende Schlepp zu nehmen und sie immer wieder ab einem bestimmten abzurufen, denn sobald man die Leine in die Hand nimmt, kippt der ganze Hund auf die Vorderhand und zerrt einen mit Tunnelblick hinter sich her.

Leider ist sie so dann aber nicht zu stoppen, wenn ein Reiz am Horizont erscheint und die Abrufbarkeit ist dann auch flöten...

Man merkt, daß der Hund viel angebrüllt wurde, denn jegliche Modulation ist ihr völlig wurst. :Oo

Für mich ist es nur entspannt, wenn ich auf die Einhaltung der "roten Linie" bestehe.

Für sie ist das aber der reine Frust und sie schleicht nur geduckt hinter mir her.

Das größte Manko aber ist, daß ich absolut keine Möglichkeit finde, ein Abbruchsignal zu etablieren.

Der Hund ist so schwer zu beeindrucken, das jeder Abbruch von mir verpufft.

Sie ist grob, rüppelig und blendet einen permanent aus.

Sie ist so stumpf, daß die Versuchung groß ist, auf den "Affen" in mir zu hören, heißt sie anzupöbeln und viel zu viel zu zugreifen, rucken, zerren, im Nacken packen, ihr Dinge hinterher zu werfen und furchtbar, furchtbar sauer zu werden. :motz:

Ja, das ist kontraproduktiv und armselig.

Und übrigens auch sinnbefreit: Madame schreit, wenn man sie im Nacken anfasst und macht sofort weiter mit dem sanktionierten Mist! :wall:

Vorhin ist sie mir einmal abgezischt wegen einer anderen Hündin und ich hatte wirklich Glück, daß sowohl ich, als auch die andere Halterin jeweils ihren Partner dabei hatten. Der meine hat unsere anderen Hunde gehütet und der andere Herr hat super geschaltet und sich die Schleppleine gegriffen, so daß es nicht eskalieren konnte.

Ich habe sie dann die halbe Stunde bis zum Auto über Bodyblocks hiner mir gehalten.

Das ging dann ganz gut.

Ich habe ihre Sympathie, bekomme aber keinen Respekt.

Das macht mich doch langsam etwas hilflos...

Hat jemand einen guten Rat?

Frustrierte Grüße

Corinna

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Huhu Corinna,

dein Ansinnen in allen Ehren, aber wie willst du in 9 Tagen das erreichen, was in 9 JAHREN versäumt wurde?

Evtl. wird die Zeit für dich und deine Freundin arbeiten, du schreibst ja auch, dass sie schon viel erreicht hat.

Wie das aber auf die Schnelle, dann noch bei dir als Urlaubsvertretung klappen soll, das stelle ich mir fast unmöglich vor.

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@ Corrina 77

Da DU ja nur sporadisch/vertretungsweise mit dem Hund umgehst,

macht es viel Sinn wenn die Freundin zunächst

die VOR-Arbeit für ein anderes Verhalten,

welches Du dann aufnehmend bei Dir auch weiterführst

etablieren würde......

Wenn Du eine stark führende HH-Persönlichkeit bist,

kannst Du mit geschicktem und intelligentem Bemühen

zügig Einiges gleich Bewirken.

Halte es für sinnvoll Dich mit Deiner Freundin zu verabreden,

wie der Hund bei Dir + IHR ungefähr gleichförmig angeleitet/geführt wird.

Ist dann einfacher für den Hund.

Traue Dir es aber auch zu (nach Deiner hier gegebenen Situationschilderung)

das DU es unabhänig von Deiner Freundin hinbekommen würdest.

Dann solltest DU Deine Freundin mit ins Boot holen, damit Ihr auch zukünftig Freundinnen bleiben könnt,.....?

LG :winken:

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Hallo Corinna

ich schließe mich der Vorrednerin an.

In 9 Tagen schaffst du garnichts..... .

Nimm sie so wie sie ist, und gibt sie wieder ab.

Ich habe im Bekanntenkreis eine Freundin deren Hund hört auch nur das allernötigste und ist sehr dick.

Ich hatte ihren Hund ganze 3 Monate in Betreuung wegen Klinikaufenthalt. Und bis auf ein paar Sachen dir mir beim laufen wichtig sind habe ich nicht viel gemacht mit dem großen. Mehr hätte er garnicht zugelassen.

Und ich hatte wesentlich mehr Zeit. Aber die Hunde spüren das es nur auf Zeit ist und tuen alles um ihren gewohnten Film zu fahren. :redface

Abgenommen hat er übrignes in der Zeit einfach nur durch kontrolliertem füttern und viel bewegung fast 5 kg (die er locker wieder drauf hat).

Seid einem Jahr habe ich einen Sitterhund. Auch er kennt nur das nötigste.

Auch ihn habe ich inzwischen so das er weis es gibt keine Diskussionen bei einigen wichtigen Sachen.

Aber den rest blende ich aus.... .

Denn er muss wieder zu seinem zu Hause und da ist alles wieder wie es es kennt. Da bringt ein andere Weg nix. Leider wohl, aber das dicke Fell bekommt man mit der Zeit.

Der andere Weg ist wie schon angemerkt das du deine Freundin mit einbeziehst und zusammen etwas mit dem Schäfi machst.

Auch im höherem Alter lernen Hunde noch gerne und gut. Halt nur was langsamer. Aber das ist als Lebensqualität bereichern der geringste Punkt.

Da müsste die Freundin nur mitziehen, sehe selbst das das oft der schwerste und fast unmöglichste Punkt ist :motz: .

Viel Glück noch mit deinem Gasthund

Vg Sandra

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Wenn ich ganz Ehrlich bin würde ich diese Aufgabe deiner Freundin überlassen.

Vor allem weil sie ja schon so gut vorran gekommen ist wie du sagst.

Mache doch für die 9 Tage kein großes Fass auf, sie wird nicht sterben wenn sie die Tage nur normal an der Leine gassi geht und versuche sie Zuhause etwas zu bespaßen.

Ansonsten, wenn dir das nicht reicht und du meinst das ist dem Hund zu wenig, würde ich deine Freundin drauf ansprechen und vielleicht für das nächste mal eine andere Lösung finden.

Lg Sandra

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Ich habe ihre Sympathie, bekomme aber keinen Respekt.

Sympathie bekommt man auch geschenkt, Respekt muß man sich verdienen ;)

Da es kaum möglich sein wird den Hund körperlich zu beeindrucken und darüber seinen Respekt zu bekommen... guckt mal nach ihren Interessen und versuch sie da zu packen.

Du schreibst sie Zieht , wie ein Ochse... okay. Geschirr drum , Band dran, Reifen dran und dann bitte soll sie und du könntest ihr dafür sogar Anerkennung schenken ;) Lass den Hund was tun, was er kann und nutze es.

Du schreibst sie jagt ganz gern... Reizangel und nur mit ihr angeln und dann kannst du sie vllt auch dafür loben...oder du lässt sie spüren, das sie das Ding eben nicht erwischt...

Auch ne Möglichkeit aber etwas gewagt, ab ans Rad und ihr zeigen , das du schnell sein kannst... mit ihr.

So was in der Richtung. Das der Hund merkt , was er kann wird geschätzt und Mensch macht mit ihm und nicht immer nur gegen ihn.

Gruß Iris

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Hallo Corinna

ich schließe mich der Vorrednerin an.

In 9 Tagen schaffst du garnichts..... .

Nimm sie so wie sie ist, und gibt sie wieder ab.

Klingt nun absolut zu sehr pessimistisch ?

In 9 Tagen kann man ganz, ganz, ganz viel Bewirken,

und den Hund im Verhalten schon stark umlenken.

Macht dann aber nur Sinn wenn die uneingeschränkte Unterstützung

der Freundin da ist und die dann auch weitehin ins gleiche Horn stößt !!!

LG :winken:

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Oh, ich habe mich unklar ausgrückt!:redface

Wir arbeiten zusammen an dem Hund und ich mache laufend die "psychologische Betreuung" für die beiden. Schatz rollt schon die Augen, wenn die Nummer auf dem Telefondisplay erscheint...

Ich bin diejenige, die Hund und Halterin zu gelungenen Sozialkontakzten verhilft.

Ich habe einen Schlüssel und hole den Hund in Notfällen auch spontan ab(Baby im haus, da kann man mal spontan 4 ungeplaten Stunden beim Arzt hocken..).

Die Hündin kennt mich, freut sich 'nen Kullerkeks, aber ich fühle mich nicht ernst genommen.

Das kratzt dann doch an meinem Dogsitter-Ego! :zunge:

Ich habe nur immer noch nicht das passende "Nein" für die Knalltüte gefunden... *seufz*

Und ich will nicht wütend werden - verdammt! *lol*

LG Corinna

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lässt sie sich denn irgendwie motivieren?

Ich würde sie für alles was sie kann recht überschwenglich loben, also wenn die Leine durchhängt oder sie mal Sitz gemacht hat.

Alles positive Honorieren - n bissl Fun mit ihr haben.

Clicker bringt da auch recht viel,wenn du sie konditionierst.

<- war bei meiner ehemaligen Pflegehündin so.

Ich würde mit ihr draussen nur gassi gehen - Geschirr dran,Schlepp oder Flexi dran und den Hund kontrolliert das machen lassen was er möchte .....such dir ne leine aus an der sie ziehen darf -> Flexi ist da z.B. ja wirklich top für :D und eine wo nicht.

Hunde sind kontextlerner können das also sehr gut unterscheiden.

Die muss sich ja auch erstmal an dich gewöhnen.

Wie die andren schon vorgeschlagen haben :

Reizangel und Suchspielchen im Garten/geschützen Bereich und einfach versuchen ein bissl Vertrauen aufzubauen.

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Fahrrad ist defintiv geplant, sobald der Beagle morgen abgeholt ist.

Der Kurze hält das Tempo der Damen nicht durch. :D

OT: Der Gastbeagle ist allerdings der netteste "Fahrradwander-Begleithund", den ich je in Pflege hatte. Der ist für 7 km/h am Spriger geboren!

Ich kenne sie ja nun schon 'ne Weile und muß sagen, sie ist wenig begeisterungsfähig...leider!

"Will work for food" ist in die Hose gegangen, für's Clickern mangelt es ihr an Konzentration und mit mir Spielen tut sie nur sporadisch. Das ist alles eher unspannend.

DRINNEN buhlt sie laufend um Aufmerksamkeit *fiepnölquengel*

Ist irgendwie ein komischer Hund, sonst wäre die auch keinen Beitrag wert. :Oo

Ich hasse es, Ausflüchte in der Vergangenheit eines Hundes zu suchen, wenn etwas nicht klappt, aber ich glaube, sie ist die eine von Hundert, wo es stimmen könnte.

Ein entspannter Hund ist sie nur im Haus oder im Garten - abgesehen von der "Permanent-Laberei".

Ich habe irgendwie Mitleid mit dem groben Trampel und würde ihre Situation gern verbessern.

Vermutlich ist es in zwei Tagen schon viel besser, weil sie mehr Bewegung kriegt als Zuhause, aber ihre Ignoranz ist zum Spucken!

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