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Hundeforum Der Hund
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Probleme oder Schwierigkeiten mit Wällern

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Hallo zusammen,

 

ich weiß, dass die Einträge alle sehr viele Jahre alt sind, aber dennoch würde ich gerne was dazu schreiben, um des Wäller Willen.

 

Wir haben seit 2,5 Jahren einen Wäller.

Er wird jetzt 3.

 

Die Beschreibung vom Wäller war uns bekannt. Aber auch die Beschreibung eines Briards.

Unser Wäller hat einen reinrassigen Briard als Vater.

Er hat nicht nur das Aussehen eines Briard, nein beinahe alle Eigenschaften passen auf ihn.

ABER er ist verschmust, sehr freundlich und offen gegenüber Menschen und absolut willig sich führen zu lassen.

(Einige der positiven Eigenschaften)

 

Als Welpe war es nicht einfach. Ehrlich gesagt glaube ich, dass es schlimmer nicht mehr geht und das einen nicht mehr viel schocken kann,

wenn man diesen Welpen hinter sich hatte.

Er hat gebissen, war wild, eine zeitlang extrem anstrengend und vieles mehr.

Aber wir wollten keine Couchpotaoe, einen sportlichen Hund, einer der nicht nervös ist.

Nach diesen Eigenschaften wurde Muffin vom Züchter für uns ausgesucht und er ist genauso, wie wir ihn wollten.

 

Es war schwierig, aber wir hatten genaue Vorstellungen, was unser Hund soll und was wir absolut nicht wollen.

(Kein Leinenpöbler, abrufbar, nett zu anderen Hunden und vieles mehr).

Wir haben das hinbekommen, weil wir immer daran gearbeitet haben und die Dinge die uns nicht gefallen haben, haben wir verändert.

Wir haben so ein Verhalten niemals hingenommen. Wir haben eine gute Trainerin, aber wir tun nicht alles, was sie sagt.

Wir kennen unseren Hund am besten und wissen was wir mit ihm machen können und was nichts bringt. Wir haben immer einen Weg gefunden.

 

Er ist ein hochintelligenter Hütehund, der unbedingt im Kopf ausgelastet werden muss.

Ein Wäller ist Arbeit und davon sehr viel. Wie bei jedem Hund muss man einfach kontinuirlich mit dem Hund arbeiten und ihm seine Grenzen aufzeigen.

Wenn man den Willen hat und die Zeit und Arbeit gerne investiert, ist der Wäller ein Wahnsinnshund.

 

Die Macken die unserer hat sind nicht gezüchtet, man sollte ein Stück weit darüber nachdenken, welche Dinge habe ich dem Hund angezogen.

Alles was wir haben schleifen lassen, kam irgendwann zurück.

Er hat auch irgendwann angefangen an der Leine zu rüpeln, er ist unkastriert, da ist das doch kein Wunder.

Wäre aber bei jeder anderen Rasse genauso. Wir haben daran gearbeitet und ihn korrigiert.

 

Wir würden den Wäller niemals tauschen und werden einen zweiten hinzuholen.

Einmal Wäller, immer Wäller.

Auch wenn es anstrengend ist, auch wenn es bis nach dem Junghundalter oft frustrierend war, auch wenn er unermüdlich ist.

Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden.

 

Ich muss sagen, dass ich die Beschreibung über die Wäller auch echt nicht unterschreiben kann, zumindest nicht was meinen Wäller betrifft!
Aber wir sind mehr als happy und es ist eine tolle Rasse!
 

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Schön, dann hast du einen freundlichen, tollen Vertreter seiner Rasse erwischt, das freut mich für dich :)

Ja die gibt es, gut führbare, fast unkomplizierte, nette Wäller, ich kenne auch welche.

Es gibt aber nicht DEN Wäller (genausowenig wie es DEN Schäferhund, DEN Dackel oder DEN Cocker gibt) und ich kenne leider auch einige, die das Gegenteil eines netten, einfachen Hundes sind und deren Besitzer sagen: einmal Wäller- nie mehr Wäller. Und das ist nicht die Folge von Erziehungsdefiziten oder -fehlern, sondern die Folge ...ich nenne es mal unliebsamer Rasseeigenschaften (zB. starke Territorialität, Unsicherheit und Misstrauen gegen Fremde, Artgenossenunverträglichkeit, eine gewisse Eigensinnigkeit, Schutzverhalten, Jagdtrieb usw.)

 

Es war schwierig, aber wir hatten genaue Vorstellungen, was unser Hund soll und was wir absolut nicht wollen.

(Kein Leinenpöbler, abrufbar, nett zu anderen Hunden und vieles mehr).

Wir haben das hinbekommen, weil wir immer daran gearbeitet haben und die Dinge die uns nicht gefallen haben, haben wir verändert.

Sicher ist vieles über Erziehung lenkbar, deine Sätze klingen aber so, als bekäme man das mit gutem Geschick bei jedem Hund hin. Dem ist aber nicht so. Manche Hunde sind tiefverankert misstrauisch/unsicher/territorialaggressiv/was auch immer, die bekommst du nicht durch Erziehung "nett". Außer du verbiegst sie mit Gewalt, aber das brauchen wir hier nicht zu diskutieren, und wirklich nett werden sie ja dadurch auch nicht, nur still.

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Hallo Juline,

ich gebe die in den meisten Punkten recht!

Ich hab ja gesagt,Muffin ist auch nicht leicht.Testet immer wie weit er gehen kann.Bis nach dem Junghundaltee war er auch nicht leicht. Wir haben gelernt mit ihn umzugehen.

Auch wenn er jetzt nett ist usw. habe ich mir unter einem Anfängerhund auch was anderes vorgestellt.

Wie du sagst,du kannst sie alle nicht über einen Kamm scheren. Hattest du auch Pech mit deinem?

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Und ehrlich, ich bin selber erstaunt bei der großen Packung Briard,dass er nicht misstrauisch ist. Über unsichere Hunde und deren Führung kann ich leider nichts sagen, da muss ich dir auch recht geben,dass ich da vll falsch liege,dass man das mit Erziehung hinbekommt.

Ich kann nur das sagen wie es bei unserem ist und wie wir es hinbekommen haben.

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Wie du sagst,du kannst sie alle nicht über einen Kamm scheren. Hattest du auch Pech mit deinem?

Pech nenne ich das nicht, sondern riesengroßes Glück, ich durfte sehr viel über Hunde lernen :)

Nein meine Jule entspricht so gar nicht dem, was in den schönen Seiten im Internet so über die Wäller geschrieben steht... leichtführiger, freundlicher, sportlicher Familienhund... außer sportlich, das ist sie. Ich beschreib sie mal: sie ist eigensinnig, laut, schnell, explosiv, kontrolletti, territorialaggro, dabei unsicher, misstrauisch gegen ALLES Fremde (also egal ob Hund oder Mensch), in ihrer Empörung praktisch unbeeinflussbar.

 

Mit Hunden kommt sie nur klar, wenn sich diese ihr komplett unterordnen oder so obersouverän sind, dass sie nicht auf Tschulis Chefgetue reagieren. Oder wenn es sehr kleine Hunde sind, das klappt inzwischen.

Lässt sich nicht gern anfassen, ich sitz also abends allein auf dem Sofa, sie kann Kinder nicht besonders ausstehen, sie hat ordentlich Schutz- und Jagdtrieb.

Aber sie ist natürlich irgendwie auch klasse, ich liebe sie. Jetzt, wo sie 7 wird, hat sich schon einiges entschärft, obwohl die Grundzüge ihres Wesens trotz intensivem Training und Beeinflussung im Prinzip unverändert sind. Nur die Performance ist erträglicher geworden :)

Dennoch hat sie`s nach wie vor schwer in der Welt, was mir im Herzen leid tut.

Ich würde  mir nicht wieder einen Wäller holen, denn erstens wird der nächste ein Tierschutzhund, aber auch wenn der nächste ein Welpe werden würde, wäre es kein Wäller. Denn zweitens bin ich -wenn nix dazwischen kommt- dann Ü50 und mein Nervenkostüm auch ^_^

 

Über meinen Wäller kann ich also sagen, dass ihr das enge Kleinstadt-Leben mit vielen Fremden um uns herum nicht gut tut, sie bräuchte einen abgelegenen Hof oder eine Herde zum Bewachen und Beschützen, dann wäre sie wahrscheinlich glücklich.

 

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Und ehrlich, ich bin selber erstaunt bei der großen Packung Briard,dass er nicht misstrauisch ist.

Oh ich kenne Briards, die superfreundlich zu jedermann sind. Sind zwar nicht rassetypisch und von einer Züchterin weiß ich, dass sie diese Eigenschaft gar nicht schätzt und diese Verpaarung allzu netter Eltern nicht wieder wählen wird.

Aber: es gibt sie, und vllt sind welche bei Muffins Vorfahren dabei gewesen :)

Sei froh drüber, ihr habt`s so beide leichter.

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Higgins ist ja auch nicht wirklich leicht... Also leichtführig schon, er ist super erziehbar und auch wenn er nicht der schnellste ist beim Denken - WENN er es gerafft hat, dann ist er wirklich wie ein Elefant. Nur da gibt es so Dinge... Das was Juline beschreibt haben wir zum Glück nicht alles ,aber

 

 "in der Empörung praktisch unbeeinflussbar" OH JA! Das ist eigentlich das doofste an der ganze Chose. Egal ob Keks oder "harte" Maßnahmen: ist er erstmal empört hilft nur noch Abstand gewinnen. VOR der Empörung kann man arbeiten, aber mittendrin? Keine Chance...

 

Er ist schon ein Knuffeltier, wirklich. So ein Spinner und süßer Hund, und eigentlich mit seinen 6 Jahren auch immer noch ein Kindskopf. Er wurde kastriert mit 3 Jahren, wir hatten extra gewartet, aber "erwachsen" kann man den Kerl nicht nennen :D

 

Territorial ist er bei anderen Hunden, bei Menschen zum Glück gar nicht. Die findet er spitze. Wenigstens etwas :lol: Bei uns hat's nichtmal mit dem Fell richtig hingehauen... totales Montagsmodell :D

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zu den Rassestandards nur ganz kurz. Der Rassestandard beschreibt das IDEAL-Bild, das ist in aller Regel nicht der Ist-Zustand der Rasse, sondern das, wohin die Selektion die Rasse irgendwann mal bringen soll, sowohl in optischen, als auch in charakterlichen als auch in gesundheitlichen Aspekten. Den perfekten Hund innerhalb seiner Rasse gibt es aber nicht, wie langjährige Züchter immer sagen, jeder Hund hat gewisse Defizite in Bezug auf das Standard-Bild. wenn eine Rasse noch im Aufbau ist, ist das natürlich besonders ausgeprägt im Bereich Optik und Wesen. 

 

Man muss sich auch klar darüber sein, dass jede Selektion auf ein Merkmal (und in der Regel wird ja immer auf mehrere Merkmale selektiert), immer auch Defizite in anderen Merkmalen ergeben wird, die man zum Zeitpunkt der Selektion noch gar nicht absehen kann, man merkt es also immer erst wenn es zu spät ist, meistens gehen diese durch Selektion erfolgten Defizite auf Kosten der Gesundheit, Intelligenz und des Wesens. Somit ist sowohl eine Rasse, die erst im Aufbau befindlich ist, als auch eine Rasse, die angeblich gut durchgezüchtet ist, immer mit ganz typischen Problemen behaftet.

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