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Hundeforum Der Hund
Meike Hempel

Dem Hund ins Auge geschaut

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Beim Lesen eines Hundeausbildungsbuches stieß ich auf die Aussage, es sei absolut zu vermeiden dem Hund länger in die Augen zu schauen, es würde als massive Drohgebärde gewertet werden und der Beziehung Hund - Mensch bleibend schaden.

Das Fixieren, das ist mir klar, ist eine Drohgebärde. Dem Hund in die Augen zu schauen - auch einen längereren Blickkontakt empfinde ich jedoch nicht als bedrohlich.

Gioconda sucht ja auch oft meinen Blick und ohne das sie mich fixiert, schauen wir uns oft länger an.

Ist es nicht so, dass der Hund auch unsere Mimik mitwertet? Was meint Ihr dazu?

LG Meike und Gio

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Hei Meike.

Hunde können lernen, dass wir Menschen halt *Augentiere* sind und es ertragen lernen, dass wir ihnen in die Augen schauen.

Sie können lernen, dass wir über die Augen kommunizieren und es als weniger bedrohlich ansehen.

Gerade der eigene Hund.. der dich besonders gut kennt.. kann sicherlich längeren Augenkontakt herstellen mit dir.. mit mir wäre es vermutlich wieder was anderes ;) .

Es gibt dennoch viele, viele Hunde, die auch das *in die Augen schauen* von Menschen als überaus bedrohlich bewerten.

Viele Hunde wenden sich ab...

Zwei meiner Hunde können gut Augenkontakt halten, der dritte mag es überhaupt nicht und von Fremden schon mal gar nicht.

Also.. die Aussage in dem Buch stimmt schon! *find*.

Nur einen *Fels* daraus zu machen und zu sagen: Nur so, anders nicht, halte ich für falsch.

Gruß

Antje

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Hallo Meike!

Grundsätzlich halte ich die Aussage, dass langer Blickkontakt für Hunde bedrohlich ist, auch für richtig. Aber man kann gezielt dran arbeiten, dass der Hund Blickkontakt positiv besetzt.

Ich selbst halte es für vorteilhaft, wenn Fanja mich gerne anschaut, weil ich kaum mit verbalen Kommandos, sondern fast nur mit Gesten arbeite. (Klar würde es dafür auch reichen, wenn sie auf meine Hand schaut und nicht in die Augen, aber ich habe einfach das Gefühl, sie konzentriert sich besser, wenn sie mich vorher anschaut). Deswegen habe ich von Anfang an immer gelobt, wenn sie mich von sich aus angeschaut hat. Jetzt haben wir auch ein Kommando "schau mal", auf das hin sie mir in die Augen guckt. Das Anschauen kommt mir auch an der Leine zu Gute: immer, wenn Fanja neben mir geht und mich ansieht, gibt's ein Leckerchen. So konzentriert sie sich auf mich und zieht nicht. =)

Ich habe auch den Eindruck, dass Hunde unsere Mimik lesen lernen können. Das heißt, wenn man immer lächelt und mit freundlicher, hoher Stimme spricht, wenn der Hund schaut, lernt der Hund Lächeln als positives Signal kennen. Kann aber auch sein, dass ich da zuviel in meinen Hund reininterpretiere. :???

Viele Grüße, Iris

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Allein der Satz, den wir Menschen untereinander verwenden "Jetzt schau mich nicht so XXX an..." gibt doch hier schon die Antwort.

Ich kann auf zig verschiedene Arten schauen, mein Hund kann auf zig verschiedene Arten schauen. Bin mir sehr sicher, dass Hunde Mimik deuten können und lernen, sie zu interpretieren.

Sherlock und ich lieben es, uns "anzustrahlen". Dabei lächeln wir beide und freuen uns an dem Band, was zwischen uns ist. Bleibende Schäden habe ich davon bisher keine finden können.

Allerdings setze ich auch den sogenannten "Schwiegermutterblick" auf, wenn ich ihm mitteilen will, dass ich was nicht so gut fand. Auch das wird verstanden.

Meike... darf ich fragen, um welches Buch es sich handelt?

LG Anja

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Hmmm.... bei meinem eigenen Hund habe ich noch nie darüber nachgedacht. Ist doch "nur" Shelly. :D

Wenn sie auf meine Körpersprache, Mimik und meinen Blick so sensibel reagieren würde.... ääääähhmm ja. :Oo Sie weiß mich schon ganz gut einzuschätzen und auch ein "böser" Blick aus Spaß versteht sie richtig.... Daher gehe ich mit deiner Vermutung mit und denke, dass ein Blick allein nicht ausreicht.

Und was Antje sagt finde ich auch sehr einleuchtend. (eigener Hund versteht dich sicher viel besser, als ein Fremder)

Fremde Hunde starre ich nicht an, (außer Kenay, aber der zählt nicht *hihi*) wüßte gar keinen Grund dazu. Schließlich hab ich ja meinen Hund, den ich im Auge behalten muss.

Das komische ist, Shelly kann es sehr gut, das Anstarren/Fixieren und das ist echt nervig (vor allem, wenn man versucht Fernsehen zu gucken). Gucke ich dann mal zurück, guckt sie kurz weg.

Einen ernsten Blickkontakt gibts zwischen uns, wenn ich etwas nicht will, z.B. Betteln am Tisch (was sie sich leider in letzter Zeit angewöhnt hat :[ ). Funktioniert auch so, wie er soll.

Ansonsten beim Arbeiten eben ein freudigen, auch langen Blickkontakt. Aber das hat NIX mit drohen zutun!

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Ich halte das auch so ähnlich...fremde Hunde starre ich nicht an!

Meine eigenen schon und die haben, ähnlich wie Bärenkind, auch gelernt verschiedene Blicke zu unterscheiden - sie reagieren dann dementsprechend!

Aber wirklich bedroht fühlt sich keiner von den Beiden...wie gesagt, bei anderen Hunden, fremden Hunden vermeide ich es sie anzusehen bzw. ihnen direkt in die Augen zu schauen.

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Moin,

bei uns ist es genauso, starre auch fremde Hund nicht an

und meine eigenen wissen genau was gemeint ist, wenn ich

z.B. böse gucke oder lache..

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Hiho!

Ich glaube dass Hunde sehr wohl bewerten können welche Qualität ein Augenkontakt hat!

Ein Teil meiner Hunde reagiert alleine auf Augenkontakt.

Wenn ich z.B. zu Bonita hinsehe und nur aufmunternd ein "Komm" mit meinen Augen andeute - steht sie bei mir!

Ich habe auch schon versucht "zugeb" meinen Rüden mit einem richtig bösen Augenkontakt - also ihn anstarren - aus der Reserve zu locken. Hat nicht geklappt -im Gegenteil.... er hat sich eingerollt und hat geschlafen...

Ein großer Teil meiner Hunde sucht meinen Blick - weil ich denke dass sie ergriffen haben dass man den Menschen im Gesicht und vor allem im Blick ansieht was sie wollen...

Ich kann superzornig sein und in dieser Situation so nett wie möglich zu sein - aber ein Blick meiner Hunde in meine Augen sagen ihnen - ohoh -lieber Abstand halten - lach!

Also ich denke - es kommt auf die Qualität des Blickkontaktes an - starre ich bedrohlich und zielgerichtet oder schaue ich einfach nur....

Liebe Grüße

Hilde

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Danke erstmal für Eure Antworten.

LG Meike und Gio

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Denkt ihr es gibt da Rassenunterschiede?

Mir scheint unser BorderColli mix starrt uns gerne direkt an, wenn sie was von uns, oder auch von anderen Hunden und Menschen die sie kennt moechte.

Fremde Hunde, die auf mich zukommen, schaue ich bewusst einen Moment (1sec) in die Augen, blinzle und drehe meinen Kopf ein wenig weg. Meist begleited mit einem langgezogenen"hallo".

In dem Moment kann ich meist Einschaetzen, was der Hund von mir will. Dabei bleibe ich stehen und warte. Ich behalte sie aber auf jeden Fall im Auge ohne anzustarren.

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