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melone

Wer ist der Boss?

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Hallo zusammen,

ich würde gerne mal euere Meinung höhren.

Wir haben unseren Sam (Labradormix) nun vor knapp einem Jahr aus dem Tierheim geholt. Seinem Verhalten nach ist er in seinem ersten Lebensjahr, also in seiner "alten" Familie sehr schlecht behandelt worden - ziemlich sicher auch geschlagen worden. ?!?

Aber jetzt gehts ihm doch sehr gut - hier bei uns. :P

Er fühlt sich offensichtlich wohl; er ist sehr verspielt und schußt auch ganz gerne. Er braucht auch viel Körperkontakt. Er schläft auch beim "Rudel", naja halt bei uns im Bett und kuschelt sich sehr dicht an mich. :knuddel

Ich denke mal, er hat mich auch als "Rudelführer" akzeptiert. Er geht erst nach mir durch die Türen und wenn er schon im Bett liegt und ich auch komme, dann geht er raus und wartet bis ich drin liege und kommt dann erst wieder rein.

Jetzt meine Frage: ab und zu (ich glaube meist bei Vollmond :Oo ) stellt er sich manchmal vor mich und knurrt mich an und fletscht sehr bedrohlich die Zähne. (Meist gehts dann um Entscheidungen, wer zuerst auf Seite geht oder zuerst an der Türe ist wenns klingelt oder solche Sachen) ich zeige dann natürlich keine Angst (und habe auch keine). Ich befehle ihm dann in ruhigem Ton "Sitz" oder "Platz" zu machen - was manchmal ein paar Minuten dauert - aber ich geb auf keinen Fall nach. Dabei schaue ich ihm fest in die Augen - und er schaut genauso fest zurück. Er gibt dann nach ner Zeit auf, schaut weg und setzt (oder legt) sich hin. Nach ein paar Minuten kommt er dann von sich aus an und stupst mich mit seiner Nase an als wollte sich entschuldigen. :redface

Das ganze Verhalten zeigt er aber nur bei mir und manchmal auch bei meiner Frau. Bei unserem Sohn (16) macht er das überhaut nicht. Mit dem spielt er auch oft und der geht auch ganz oft mit im Gassi. Der meint: Sam würde halt ihn mehr akzeptieren als mich und er würde in Sam´s Hirarchie weiter oben stehen als ich. =)

Wie seht ihr in unserem Fall die Rangfolge aus der Sicht von Sam?

:danke für euere Beiträge

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Hallo Melone,

also das erinnert mich verdächtig an unseren aktuellen TH-Hund Raudi.

Der muss es früher auch mal nicht gut gehabt haben, was genau dort passiert ist weiß man nicht - ist aber mindestens 5 Jahre her.

Zu Anfang konnten wir den Hund zwar anfassen, aber er hat dann unvermittelt angefangen zu knurren und die Lefzen bewegten sich nach oben.

Inzwischen darf ich bei ihm so ziemlich alles machen - sogar ihn von einem seiner heißgeliebten Buddellöcher wegziehen. Allerdings darf meine Frau das nicht im gleichen Ausmaß. Und da sehe ich dann schon ein Rangordnungsproblem. Raudi hat mich offensichtlich als höherrangigen akzeptiert. Das gilt jedoch nicht für andere, auch wenn er diese sehr of sieht. Aber er bestimmt in diesem Fall, was erlaubt ist und was nicht.

So könnte man das auch in deinem Fall interpretieren. Betonung liegt auf KÖNNTE.

Gruß

Axel

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Das Du ruhig in dieser Situation bleibst ist gut. Nur ruhige souveräne Hundeführer werden auch als Führer akzeptiert. Warum er in bestimmten Situationen mit knurren und Zähnefletschen reagiert kann ich nur mutmaßen. Aber anscheinend sind bei euch die Fronten noch nicht richtig geklärt.

Das dein Sohn über Dir im Rang stehen soll kann ich nicht glauben. Dein Sohn wird eher nur vorhandene Kommandos einfordern und ansonsten Dinge mit dem Hund machen die ihm Spass machen. Spätestens wenn dein Sohn anfängt Erzieherisch ein zu wirken, wird sich herausstellen wer der Ranghöhere in den Augen eures Hundes ist.

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Ich sehe das auch so, das Du es richtig machst, das Du immer ruhig und konsequent auf das ausführen Deines Kommandos bestehst. Nur ruhige und souveräne Hunde werden als Rudelführer respektiert, denn kein Rudel kann einen nervösen und überreizten Rudelführer brauchen. Der Hund braucht die Sicherheit von Dir, das Du alles im Griff hast.

Mir scheint, das es Deinem Labbimix mittlerweile verdammt gut bei Euch geht und er versucht seine Stellung auszubauen. Besteh weiter auf das Ausführen Deiner Kommandos, ruhig und konsequent. Mach auch mal so Futterspiele wie: Dein Hund macht sitz und Du legst ein Leckerchen auf den Boden vor ihn. Am Anfang vielleicht nicht ganz so dicht vor ihn, sonst ist die Versuchung zu groß es eigenmächtig zu nehmen. Dann soll er Dich anschauen und Du lobst ihn und sagst dann "Nimm", dann darf er auf Dein Kommando das Leckerchen nehmen. So erweiterst Du Schritt für Schritt die Zeit des Wartens. Wichtig: Er soll Dich vorher an sehen!

Ich spiele dieses Spiel sehr gerne mit Mailo unserem Labbi.

Dein Hund muss auch klar wissen was er darf und was nicht. Weniger ist oft mehr. Beachte ihn auch ruhig mal zuhause nicht wenn er kommt und will Aufmerksamkeit. Du bist der Verwalter der Resourcen. Und Hunde denken halt nur an Ihren Vorteil. Du bestimmst den Anfang und das Ende des spielens, am Ende wird das Spielzeug wieder weg gepackt.

Was passiert eigentlich, wenn Du Deinen Hund wenn ihr im Bett liegt wieder aus dem bett raus schickst?

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Erst mal Danke für eure Beiträge.

@KarmaKiller Wenn wir im Bett liegen und wir ihn rausschicken (egal ob ich oder meine Frau) dann geht er nach murren und mehrmaliger Aufforderung raus.

Bei mir dauert es nicht so lang; meine Frau muß in schon etwas öfter dazu auffordern. In dem Fall halte ich dann auch raus, sie muß sich selbst durchsetzen - was auch ganz gut klappt. :so

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Dann würde ich ihn erst mal nicht ins Bett lassen einige Zeit. Wenn Ihr das Gefühl habt, das er sich wieder besser einordnen kann, dann könnt Ihr ihn ja wieder ins Bett lassen, aber ihn immer wieder auffordern auch wieder raus gehen zu müssen, im besten Fall natürlich ohne murren und mehrmaligem Auffordern. Wenn's gar nicht anders geht, dann sollte er besser nicht mehr ins Bett gehen.

Bin gespannt was Du erzählst. Die Kerlchen sind ganz schön gerissen. Aber Kopf hoch! Das wird schon. Ich denke Du musst einfach mehr Zeichen im Alltag setzen das Du der Boss bist. Dann wird sich Euer Hund schon einordnen.

Wenn Du noch Fragen hast und Tipps für Übungen zum unterordnen suchst, nur zu. a040.gif

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Hallöchen,

Wow, einen Labbi-Mix im Bett und dann noch 2 Menschen? Wie groß ist denn euer Bett? Naja, auf jeden Fall dem Hund nicht in die Augen schauen. Das ist wohl für den Hund eine Kampfaufforderung aber bestimmt eine Bedrohung....Drohung!

Ich gestehe: Meine Lilli schläft auch bei mir im Bett

Grüßlies L.A.:redface :redface :redface :redface :redface

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Im Bett mitschlafen ist nichts schlimmes finde ich. Solange die Rangordnung geklärt ist, denn es ist schon ein Privileg für den Hund! Er muss also ohne weiteres das Bett verlassen, wenn es sein Besitzer im sagt.

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Hey zusammen,

im Bett mitschlafen ist nichts Schlimmes - aber in diesem Fall würde ich es nicht erlauben.

Der Hund stellt in den beschriebenen Situationen eindeutig die Rangordnung zur Disposition. Bei dem Sohn braucht er das nicht - da ist die Rangordnung geklärt. Das spricht für seinen grundsätzlich guten und ehrlichen Charakter (wir haben einen geschlagenen TH-Hund auf dem platz, da ist es umgekehrt: Der Hund geht an die Kinder und hält sich an ihnen schadlos!)

Die Rangordnung will er zu seinen Gunsten geklärt wissen - aufgrund seienr Erfahrung war wohl nicht viel "zu seinen Gunsten".

Konsequente und ansonsten klare und ehrliche - für den Hund verständliche - Weiterführung eines gewaltfreien, aber strikten Rangordnung! Dazu gehört auch: Raus aus dem Bett! Das ist sicher ein guter Weg!

Liebe Grüße

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Hallo

Bevor ich auf diesen Beitrag antworten wollte habe ich mir ihn mehrfach durchgelesen da ich es fuer sehr schwer halte Ferndiagnosen zum Verhalten eines hundes innerhab seiner Familie( Rudel ) zu stellen;

Und da sind mir zwei Dinge aufgefallen.

1. Du meinst beobachtet zu haben das sich das negative Verhalten bei Vollmond verstaerkt.

Das ist durchaus moeglich wenn deine Frau ungefaehr in dieser Zeit ihre Menstruation hat.

auch wenn euer Ruede kastriert sein sollte sind durchaus Geschlechtstriebe in abgeschwaechter Form vorhanden,beim unkastrierten Rueden natuerlich der ausgepraegte Normalfall.

Der Hund sieht uns als Artgenossen und so benimmt er sich auch ,wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege,dann stellt er die Frage,wer ist hier fuer die Vermehrung zustaendig und somit wer fuehrt.

Dieses Problem kann nur deine Frau klaeren.

Dazu musst man wissen das Huendinnen wenn sie zwar heiss aber noch nicht Deckbereit sind sehr unfreundlich zum Rueden sind und ihm massiv das heisst mit Bissen klarmachen das sie nicht belaestigt werden wollen.

Um zu erreichen das euer Labbi akzeptiert das in diesem Rudel kein Fuehrungswechsel ansteht muesst ihr euch ueber die Erziehung konsequent einig sein und ihn n einer solchen Situation gemeinsam an den Rand des Rudels stellen.

An einem solchen Tag ,wenn er aufmuckt, muss er in den Platz gelegt werden und diesen Befehl darf er nciht aufheben. Steht er von selbst wieder auf ,heftig und durchaus sauer nachsetzen.

Auch der Sohn darf diesen Befehl nicht aufheben.

Wenn du dann den Befehl aufhebst laesst du ihn einige Sekunden stehen und legst ihm fest die flache Hand auf den Ruecken,waehrend du selbst in Drohhaltung an seiner Flanke stehst.

Sinnvoll ist wenn deine Frau dabei euch beobachtet und den Hund fixiert.

danach sollte sie sich demonstrativ an deine Seite stellen.

Besitzergreifendes Verhalten wie zwischen euch draengen oder im Bett schlafen duerft ihr ihm zur Zeit nicht gestatten

und wenn sich sein Verhalten bessert ihn auch immer mal wieder voellig willkuerlich aus Schlafzimmer und Bett schicken.

Das Zweite was mir auffiel war das dein Sohn der Meinung ist das er in der Rangfolge hoeher steht weil der Hund das bei ihm nicht macht.

Das wage ich anzuzweifeln .

Ich denke euer Sohn ist in seiner Sicht gleichrangig oder unterlegen also nicht wichtig genug um sich mit ihm auseienanderzusetzen.

Eine weitere Methode um einem Hund klar zu machen wo er steht ist die Fuetterung;

eine alten Cowboyregel sagt erst das Pferd versorgen dann selber essen,beim Hund gilt es umgekehrt.

ERST essen die Menschen dann die Hunde.

Ich wuerde bei der Menschenmahlzeit eine Scuessel mit Hundefutter mit auf den Tisch stellen und zwar so das der Hund sie sieht.;

Dann nimmt die Familie in aller Ruhe ihre Mahlzeit ein und erst wenn alle ihren letzten Bissen verzehrt haben wird der Hund herangerufen und ihm die Schuessel gegeben

Bei alledem sind das nur Erziehungstips und koennen eine gute Hundeschule nicht ersetzen.

Ich wuerde mir auf jeden Fall die Hilfe eines guten Trainers besorgen.

L.G.

Wotan

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