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Hundeforum Der Hund
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Diskussionen und Fragen zu Erfahrungsbericht Experiment vererbte Rudelstellung bei Caniden

Empfohlene Beiträge

Auch wenn Anita wahrscheinlich in ihre Tastatur beisst, ich hänge mich immer noch an dem Wort "abhängig" auf.

Wie soll ich denn meinen Hund eigene Entscheidungen treffen lassen? Der Hund wiegt 60 kg. In unserer Gesellschaft darf er sich nicht selbständig anderen Menschen und Hunden nähern. Die Anhänglichkeit/Abhängigkeit meines Hundes erleichtert mir mein Leben sehr, ist aber der Grund, warum ich noch nicht zu einem Treffen gefahren bin.

Bei Treffen mit anderen fremden Hunden kommt es oft vor, dass mein Hund sich sehr bald von diesen wieder abwendet und zu mir kommt um mir das Gesicht zu lecken. Bisher habe ich ihr das (zum Unverständnis meiner Umwelt) immer erlaubt. Halte ich sie dadurch künstlich abhängig? Natürlich möchte ich einen gesunden, selbstsicheren, erwachsenen Hund. Aber wie das umsetzen?

Mich würde es treffen, wenn ich nicht mehr mitlesen dürfte.

Es ist verständlich für Dich so zu handeln, aber kein Ansatz um einen Hund wieder zurück aus seiner natürlichen Verbandsstellung (vererbte Rudelstellung) handeln zu lassen. Wenn er es wieder kann, geht er ganz natürlich nicht zu anderen - weil er wieder in der Lage ist aus seiner Distanz alles genauso zu erfahren, als wenn er real sich in die Situation begibt. Er muß nicht erst über Geruch und Kontakt sich das Wissen aneignen.

Was soll ein Hund mir noch zeigen, der keinerlei selbständige Abläufe mehr zeigen kann.

Es ist keine Kritik sondern einfach nur in so kurzer Zeit eines Treffens für Dich und mich und die anderen nicht produktiv, weil ich Deinen Hund erst wieder daraus lösen müßte durch andere Hunde und das kann dauern.

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Es geht weiter:

Aber ich habe mir ganz persönlich Mitte Oktober 2011 als Stopp gesetzt, damit die Kernmannschaft alle Erfahrungen verarbeiten kann und zwar so, dass es positiv sich entwickeln kann.

Einfach nur wissen, was der Hund für eine natürliche Verbandsstellung (vererbte Rudelstellung) hat kann nicht das Ende des Weges sein. Es müssen daraus auch Handlungspakete erarbeitet werden, die den Haltern in der Realität weiterhelfen können.

Vielleicht eine Kombination aus örtlichem Tierheim und Hundeschulentreffen. Ich weiß noch nicht, aber ich brauche stellungsstärkere Hunde als die Realität mir häufig bietet. Damit den realen stellungsschwachen Hunden es leichter gemacht wird, in ihre Stellung zurückzugehen und auch dort zu bleiben und um den Haltern noch viel deutlicher die Vorteile daraus zeigen zu können.

Diese bisherigen Treffen waren wichtig und sind auch in der Zukunft notwendig, aber ich weiß es noch nicht, ob es nicht besser wäre, das noch mit weiteren Komponenten zu verändern.

Vielleicht bin ich auch nur zu ehrgeizig, weil ich das Perfekte kenne und mit dem, was ich am Ende eines Treffens sehe, es nicht mal als ausreichend einstufen kann.

Wir werden schauen was sich realisieren läßt.

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Wenn ich richtig gelesen habe, ist der vorerst letzte Termin im Oktober.

Da stehen bei mir leider andere Dinge im Vordergrund.

Geht es im nächsten Jahr weiter?

Huhu,

Barbara geht dann in Urlaub und ich denke danach wird sie unermüdlich interessierte Menschen zu sich einladen.... Kann mir nicht vorstellen, dass sie Pause macht ... ;)

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Es geht weiter:

Aber ich habe mir ganz persönlich Mitte Oktober 2011 als Stopp gesetzt, damit die Kernmannschaft alle Erfahrungen verarbeiten kann und zwar so, dass es positiv sich entwickeln kann.

Einfach nur wissen, was der Hund für eine natürliche Verbandsstellung (vererbte Rudelstellung) hat kann nicht das Ende des Weges sein. Es müssen daraus auch Handlungspakete erarbeitet werden, die den Haltern in der Realität weiterhelfen können.

Danke Barbara. :)

Das klingt prima. Männlein und ich würden gerne nächstes Jahr kommen.

Schreibst du es hier im Thread, wenn es weiter geht oder soll ich mich dann einfach per PN bei dir melden?

Edit: Danke Katja. :)

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Schreibe mir erst dann per PN wenn es zu realisieren ist bei Euch.

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Alles klar. Mache ich. :)

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alte Brille ... Hund hat Stress' Aussies bellen halt oft

neue Brille ... MBH´s mögen kein Chaos

Stress haben sie auch mit der neuen Brille, nur man versteht jetzt besser warum.

Nelly konnte ich in solchen Situationen nie zur Ruhe bringen, früher hieß es Schäfer halt und nun haben wir halt eine sehr schmeichelhafte Erklärung. ;)

Das Handeln ändert sich aber in keinster Weise, entweder für Ordnung sorgen oder den Hund aus der Situation nehmen. ;)

*unterschreib ich*

Ja, ich habe ja letztes Jahr auf einem Seminar gesagt bekommen:

in großen Hundegruppen hat dein Hund Stress -- geh besser mit wenigen Hunden

durch die neue Brille kann ich es nun noch besser machen

wir gehen mit passenden Stellungen spazieren ;)

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@ Barbara/Kage:

Ich war ja mit meinen beiden Hündinnen am 26.09. bei Dir.

Du hattest meine Labradorhündin (gelb) Luna (Arbeitslinie) als V2 eingestuft, Nelly (Labrador-DSH-Mix) als V3.

Seit dem Besuch bei Dir sehe ich meine Hunde mit ganz anderen Augen und verstehe viele Beweguns- und Handlungsabläufe von ihnen auch viel besser.

Was mich aber nach wie vor stutzig macht, ist Nellys Verhalten bei Spaziergängen (wenn ich berücksichtige, dass sie ein V3-Hund ist).

Egal, ob wir allein laufen (also, ich allein mit meinen Hunden), oder andere Hunde mit ihren Besitzern gemeinsam mit uns gehen - Nelly ist IMMER vorneweg.

Wenn nur Luna mit dabei ist, beträgt ihre Distanz zu uns (Luna ist im Umkreis von ca. 5 m um mich rum) im Vorlauf max. 15 m.

Als wir neulich in einer größeren Gruppe liefen, hat Nelly sich sofort an die Spitze gesetzt (sonst kein anderer Hund), und eine sehr große Distanz zu uns aufgebaut (ca. 25 m).

Ich konnte sie da nur stoppen, indem ich kurz pfiff. Dann blieb sie an Ort und Stelle stehen/sitzen und ließ uns wieder aufschließen. Wenn wir wieder näher bei ihr waren lief sie wieder weiter, ließ uns also nur bis ca. 10 m wieder aufschließen.

Sie lief sehr ruhig (ist ja sowieso ein Hund, der stark in sich ruht), und nicht so, also wolle sie die Kontrolle übernehmen und nach möglichen Gefahren Ausschau halten. Eher so, als wäre das einfach ihre Position.

Wenn ich nur mit Luna und Nelly laufe, und Nelly doch mal zu weit vorn ist, pfeife ich kurz.

Daraufhin macht sie nicht auf dem Absatz kehrt, sondern läuft einen kleinen Bogen und kommt dann zu uns, bis ich sie wieder freigebe. Sie läuft dann aber nicht gern auf einer Höhe mit Luna und mir (das merkt man stark). Es drängt sie wieder nach vorn.

Sind mehrere Hunde dabei, kommt sie nicht bis zu mir (s.o.), als wolle sie mir sagen, dass sie ihre Position nicht verlassen könne.

Ach ja, noch etwas ist mir aufgefallen. Treffen wir auf dem Spaziergang mal andere Hunde (was in unserer Gegend sehr selten ist), dann sind es meist Hunde, die wir kennen.

Luna und Nelly nehmen kurz Kontakt auf, fangen dann aber umgehend an, "nach Mäusen zu buddeln", während ich noch ein paar Sätze mit dem Besi wechsele.

Offensichtlich wollen sie weitere Kontaktaufnahme vermeiden. Es erscheint mir gerade bei Nelly so, als sei der Hundekontakt "unter ihrer Würde".

Das ist auch bei fast allen Hunden so. Ist das auch ein normales Verhalten für vorrangige Hunde oder hat das damit zu tun, welche Positionen uns begegnen?

Nelly ist da äußerst extrem und schottet sich von anderen Hunden immer sehr weit ab, indem sie extrem zu buddeln beginnt, oder sich weit von allem entfernt und dort wartet, bis wir weitergehen.

Barbara, Du hattest Nelly ja nicht so lange gesehen, wie meine Luna.

Als ich Nelly aus dem Auto ließ, nach der ersten Einschätzung durch Dich, wurde sie ja massiv attackiert von Zwergschäfchens Borderhündin, worauf ich Nelly sofort wieder ins Auto packen sollte.

Als sie dann noch einmal in einer anderen Gruppe mitlaufen sollte, war sie, glaube ich, noch so verschreckt durch den vorhergehenden Vorfall (hatten wir bis dato noch nie), dass sie recht nah bei mir lief (was sie sonst ja nie macht), und ihr tägliches Laufverhalten so gar nicht zeigte.

Ich würde mich freuen, wenn es noch einmal die Möglichkeit/einen Termin geben würde, dass Du Dir noch einmal meine Nelly anschaust.

Aber vielleicht reicht ja auch schon die obige Beschreibung, dass Du noch mal etwas zu ihrer Position sagen kannst. :)

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Es ist keine Kritik sondern einfach nur in so kurzer Zeit eines Treffens für Dich und mich und die anderen nicht produktiv, weil ich Deinen Hund erst wieder daraus lösen müßte durch andere Hunde und das kann dauern.

Keine Sorge, ich bin durchaus kritikfähig.

Hoffe mal, ich darf noch mal fragen, weil ich nicht sicher bin, ob ich auf dem Schlauch stehe. Wirkt der Hund verunsichert, so hatte er eine Hundebegegnung, der er normalerweise von sich aus aus dem Weg gegangen wäre?

Was Menschen betrifft, wie handelt ein stellungsstarker Hund in folgender Situation:

Wir gehen am Flussufer entlang. Unten auf einer Kiesbank befindet sich eine Familie mit 2 kleinen Kindern. Mein Hund bleibt stehen und beobachtet durch Bäume hindurch die Familie mit langem Hals.

Ich bleibe auch kurz stehen. Hund sieht ganz kurz zu mir, ich drehe mich leicht von den Leuten weg und gehe einen kleinen Bogen von ihnen weg. Darauf löst sich auch der Hund und geht weiter.

Weiss der stellungsstarke Hund von sich aus, dass er da nicht hingeht?

Sorry, falls meine Fragen nerven, aber ich send das jetzt trotzdem ab.

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@ Barbara/Kage:

Ich war ja mit meinen beiden Hündinnen am 26.09. bei Dir.

Du hattest meine Labradorhündin (gelb) Luna (Arbeitslinie) als V2 eingestuft, Nelly (Labrador-DSH-Mix) als V3.

Seit dem Besuch bei Dir sehe ich meine Hunde mit ganz anderen Augen und verstehe viele Beweguns- und Handlungsabläufe von ihnen auch viel besser.

Was mich aber nach wie vor stutzig macht, ist Nellys Verhalten bei Spaziergängen (wenn ich berücksichtige, dass sie ein V3-Hund ist).

Egal, ob wir allein laufen (also, ich allein mit meinen Hunden), oder andere Hunde mit ihren Besitzern gemeinsam mit uns gehen - Nelly ist IMMER vorneweg.

Wenn nur Luna mit dabei ist, beträgt ihre Distanz zu uns (Luna ist im Umkreis von ca. 5 m um mich rum) im Vorlauf max. 15 m.

Als wir neulich in einer größeren Gruppe liefen, hat Nelly sich sofort an die Spitze gesetzt (sonst kein anderer Hund), und eine sehr große Distanz zu uns aufgebaut (ca. 25 m).

Ich konnte sie da nur stoppen, indem ich kurz pfiff. Dann blieb sie an Ort und Stelle stehen/sitzen und ließ uns wieder aufschließen. Wenn wir wieder näher bei ihr waren lief sie wieder weiter, ließ uns also nur bis ca. 10 m wieder aufschließen.

Sie lief sehr ruhig (ist ja sowieso ein Hund, der stark in sich ruht), und nicht so, also wolle sie die Kontrolle übernehmen und nach möglichen Gefahren Ausschau halten. Eher so, als wäre das einfach ihre Position.

Bist Du Dir sicher, dass da kein 2. V3 mit dabei war. bzw. Unstruktur auf Struktur getroffen ist. Diese beiden Hunde leben ja für sich innerlich in Sturktur, auch wenn durch den fehlenden MB keine Rückzugskraft für den V3 vorhanden ist. Der braucht einfach vor und nach sich am besten Hunde. Ich kenne deren Probleme zu genüge, ist das gleiche mit N3

Wenn ich nur mit Luna und Nelly laufe, und Nelly doch mal zu weit vorn ist, pfeife ich kurz.

Daraufhin macht sie nicht auf dem Absatz kehrt, sondern läuft einen kleinen Bogen und kommt dann zu uns, bis ich sie wieder freigebe. Sie läuft dann aber nicht gern auf einer Höhe mit Luna und mir (das merkt man stark). Es drängt sie wieder nach vorn.

Sind mehrere Hunde dabei, kommt sie nicht bis zu mir (s.o.), als wolle sie mir sagen, dass sie ihre Position nicht verlassen könne.

Ich glaube, Du kannst erst es wirklich beurteilen, wenn ihr einen MB habt, mit dem ihr lauft.

Ach ja, noch etwas ist mir aufgefallen. Treffen wir auf dem Spaziergang mal andere Hunde (was in unserer Gegend sehr selten ist), dann sind es meist Hunde, die wir kennen.

Luna und Nelly nehmen kurz Kontakt auf, fangen dann aber umgehend an, "nach Mäusen zu buddeln", während ich noch ein paar Sätze mit dem Besi wechsele.

Offensichtlich wollen sie weitere Kontaktaufnahme vermeiden. Es erscheint mir gerade bei Nelly so, als sei der Hundekontakt "unter ihrer Würde".

Das ist auch bei fast allen Hunden so. Ist das auch ein normales Verhalten für vorrangige Hunde oder hat das damit zu tun, welche Positionen uns begegnen?

Nelly ist da äußerst extrem und schottet sich von anderen Hunden immer sehr weit ab, indem sie extrem zu buddeln beginnt, oder sich weit von allem entfernt und dort wartet, bis wir weitergehen.

Alleine dadurch das Deine 2 Stellungen passen, werden diese Hunde nur sich mit Hunden abgeben, die Stellungsmäßig ihnen direkt fehlen. Also außer Leithund und MB gibt es da einfach nichts.

Barbara, Du hattest Nelly ja nicht so lange gesehen, wie meine Luna.

Als ich Nelly aus dem Auto ließ, nach der ersten Einschätzung durch Dich, wurde sie ja massiv attackiert von Zwergschäfchens Borderhündin, worauf ich Nelly sofort wieder ins Auto packen sollte.

Als sie dann noch einmal in einer anderen Gruppe mitlaufen sollte, war sie, glaube ich, noch so verschreckt durch den vorhergehenden Vorfall (hatten wir bis dato noch nie), dass sie recht nah bei mir lief (was sie sonst ja nie macht), und ihr tägliches Laufverhalten so gar nicht zeigte.

Ich würde mich freuen, wenn es noch einmal die Möglichkeit/einen Termin geben würde, dass Du Dir noch einmal meine Nelly anschaust.

Kein Problem jeder Hund hat das Recht bei mir zu zeigen, dass ich mich geirrt habe. Kommt zwar selten vor, meistens bestätigt es sich im nachhinein doch, wenn man dem Hund mal konsequent wirklich das anbieten kann, was er real benötigt. Aber jeder der schon mal da war, kann wiederkommen. Schreibe mir per PN.

Aber vielleicht reicht ja auch schon die obige Beschreibung, dass Du noch mal etwas zu ihrer Position sagen kannst. :)

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