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Hundeforum Der Hund
Kimba 14.9.10.

Kind vom Nachbarshund gebissen (nicht gezwickt!)

Empfohlene Beiträge

Ich würde mich da auf nichts einlassen. Anzeigen und schauen das der Hund weg kommt !!!

Zur Not auch mit eigen Initiative !!!

Grüße Alex

Soll heißen, Du würdet Dich an dem Hund vergreifen wenn die Behörden nicht nach Deiner Pfeife tanzen würden?? :o Dir ist aber schon klar, dass dann auch Du vor dem Auge des Gesetzes straffällig wärst?

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Ich denke doch mal, dass Petty nicht der Meinung ist, dass es so ist, aber dass das bei Rechtstreitigkeiten eventuell von der Verteidigung so dargestellt werden könnte und man dadurch sich auch ´ne Menge Ärger einhandeln kann, den kein Mensch braucht :kaffee:

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Vor dem BGB sind Kinder ab 6 Jahren bedingt straffähig.

D.h., je nach Straflage wird geprüft in wieweit das Kind altersgerecht entwickelt und die

Folgen seines Handelns absehen kann.

Das stimmt so nicht.

Das BGB (Bürgerliche Gesetzbuch) hat mit Strafrecht oder Straffähigkeit überhaupt nichts zu tun.

Du meinst vermutlich die "Deliktfähigkeit" nach BGB, z.B. von Kindern - die betrifft aber die Haftung bzw. Schadensersatzpflicht von Personen oder deren Aufsichtspflichtigen und somit Zivilrecht.

Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr (nicht ab 6 Jahre) sind nicht einmal deliktfähig (verantwortlich und haftbar), danach bis zur Volljährigkeit nur sehr bedingt, geschweige denn straffähig. Straffähig sind (psychisch gesunde) Personen erst ab 14, nach Jugendstrafrecht, ebenfalls nicht nach BGB und voll deliktfähig / selbst haftbar erst ab Volljährigkeit.

Kinder bis 14 haben also quasi "Narrenfreiheit", dürfen also auch unberechenbar sein - wobei sich dann aber letztendlich jeweils die Frage von Verletzung der Aufsichtspflicht und dadurch Haftung (strafrechtlich und zivilrechtlich) der Eltern stellt.

Würde man es als Verletzung der Aufsichtspflicht werten, wenn Kinder in der Nachbarschaft Freunde besuchen oder auch mal Kleinigkeiten einkaufen gehen (verminderte Geschäftsfähigkeit), dann dürfte man sie als Eltern wohl auch nicht alleine und ohne Begleitung zur Schule gehen oder sogar fahren lassen. ;-)

LG

Marita

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Das mit der Aufsichtsflichverletzung ist eine sehr schwirige Rechtliche Geschichte sie ist sehr variabel und wird auch genauso eingesetzt. Wann wie und ob sie zur Wirkung kommt hängt eben im wesentlichen davon ab wie alt das Kind ist welchen Entwicklungsstand es hat und ob dem Kind etwas passiert ist. Man geht davon aus as Kinder unter 10 Jahren bei Unfällen im Staßenverkehr nicht haftfähig sind die Eltern jedoch schon wenn sie die Aufsicht verletzt haben. Eltern haben die sorge dafür zu tragen das das Kind wenn es sich in der Öffentlichkeit bewegt mit den Gefahren die von der Straße etc ausgehen auskennen und sich dementsprechend verhalten. Sind die Kinder nicht danach expliziet unterrichtet worden und auch das Verhalten des Kindes überprüft worden ist es schon eine Aufsichtspflichtverletzung. Bei Kindern unter sechs Jahren geht man davon aus das sie nicht allein am Straßenverkehr teilnehmen können. Kinder bis drei müssen an einer Ampel an die Hand genommen werden. Bis Zwei müssen sie generell an Straßen an der Hand geführt werden. Erst im Schulalter gibt es die alleinige Teilnahme als Füßgänger im Straßenverkehr hirzu muß der Aufsichtspflichtige expliziet das Kind eben auf die Gefahren des Schulweges etc hingewiesen und auch das Kind auf die Einhaltung der Anweisungen überprüft haben. Kindergartenkinder bringt man zur Einrichtung außnahme vielleicht man wohnt direkt daneben kind muß keine Straße überqueren oder es habdelt sich um eine Fußgängerzohne bzw Spielstraße.

Kleinkinder sind so zu sichern das sie das Grundstück das Haus nicht verlassen können und nicht auf die Straße gelangen. Kindern ab 4 erlaubt man das allein Spielen in gesicherten Bereichen wie zum Beispiel ener Spielstraße oder ein Spielplatz. Dabei ist es wichtig das eben die kInder diesen gesicherten Bereich nicht verlassen und das es dort keine Gefahren gibt. Ist der Spielplatz zum Beispiel durch Bruchglas verunreinigt oder ein Klettergerüst schadhaft kann dies nicht der geeignete Aufenthaltsort für das Kind sein und man verletzt seine Sorgepflicht.

Das übertragen der Sorgepflicht ist nur an eine geeignete Person möglich dies kann stillschweigend ( zum Beispiel Oma ist im Zimmer und man geht hinaus, Kind bleibt bei Nachbarn oder Freuden) oder mit Vertrag ( Kindergarten, Babysitter, Lehrer, Krankenhaus...) Dabei bleibt bei einem zu Schaden kommen des Kindes bzw. bei einem von Ihmverursahten Schaden ( spielen mit Feuerzeug und dadurch verursachter Brand) immer eine Restverantvortlichkeit bei den Eltern.

Bei einem Neunjährigen kann man nicht von der Verletzung der Aufsichtsplicht sprechen wenn dieser z.B von einem Hund auf der Straße angefallen wird. ( Vorrausgesetzt ihm wurde der Umgang mit Hunden erläutert und er hat das Tier nicht gequält) läßt man jedoch sein neunjähriges Kind allein im Haus und hat einen gefährlichen Hund (ein agressives Verhalten aufgefallenen Hund) in einem unverschlossenen Raum untergebracht ist dies schnell eine grob fahrlässsige Aufsichts- / Sorgeverletzung.

Einem Neunjahrigen die Aufsicht zu übertragen ein 5 jähriges im Straßenverkehr zu beaufsichtigen ist Fahrlässig jedoch wäre der Freund den sie Besuchen wollen in der Selben Straße und dies eine Spielstraße kann man nicht mehr von einer Aufsichtspflichtverletzung ausgehen.

Ob oder nicht die AUfsichts- und Sorgepflicht verletzt wurde ist von unglaublich vielen Faktoren abhängig, wird sehr unterschiedlich ausgelegt. So sieht man eben gerne wenn das Kind Alters und Entwicklungsgemäß gemäß zur Selbständigkeit hin erzogen wird. Doch niemals darf dem Kind ein Leid geschehen denn damit hat der Sorgepflichtige seine Aufsicht mehr oder weniger verletzt weil er die Situation und die möglichen Gefahren nicht zu genüge abgewägt hat. Trotzdem ist nicht jedes zu schaden kommen des Kindes eine Aufsichtspflichtverletzung. So geht man zum Beispiel auch vom davon aus ob dem Sorgepflichtigen die Gefahr bewußt war. Ist ihm zum Beispiel bekannt das ein gefährlicher Hund im Nachbargrundstück lebt und dieser auch das Grundstück verlasssen kann und man läßt sein Kind (Bis 18 Jahre!) ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen und Anleitungen) einfach dort hin bzw vorbei und denkt sich wird schon gut gehen oder hoffentlich bleibt der Hund diesmal drin hat mein seine Aufsichtspflicht verletzt.

Hier in der von der Threaterstellerin geschilderten Fall wird man es zumindest überprüfen ob oder nicht eine solche Pflichtverletzung vorliegt. Mag sein, da das Kind trotz der Verletzung nicht nachhaltig schaden haben wird, das es sofort niedergeschlagen wird. Kommt es zu einer Verhandlung wird ein Anwalt der Hundehalter diese Punkte aber sicher zur Sprache bringen schon allein um nicht die gesamte Schuld auf seine Mandaten zu legen.

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