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Allergie gegen Hausstaub- und Futtermilben

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Allergie gegen Hausstaub- und Futtermilben

Meiner Erfahrung nach ist dies eine häufige Diagnose von Tierärzten. Somit sollte das Thema für viele Hundehalter interessant sein.

Ich konnte schon mehrere Hundehalter über Jahre nach dieser Diagnose begleiten und möchte hiermit mein Wissen und meine Erfahrungen mit Euch teilen.

Es handelt sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion. Auslöser sind die Proteine in den winzigen Kotbällchen der Milben.

Anatomie der Milben:

Milben zählen zu den Spinnentieren. Hausstaubmilben sind nur Mikroskopisch sichtbar. Die Futtermilbe hingegen kann man mit blossem Auge erkennen.

Wie diese Proteine in den Organismus gelangen:

Hauststaubmilben

Deren Kot wird meist eingeatmet und gelangt somit in die Atemwege.

Futtermilben

Der Kot der Futtermilbe hingegen gelangt eher durch die Nahrungsmittelaufnahme in den Organismus.

Die Symptome:

Nase: Allergischer Schnupfen (Rhinitis) mit Niesreiz, Schleimhautschwellung, verstopfter oder laufender Nase

Augen: Allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) mit Juckreiz, Rötung, Augentränen

Lunge: Allergisch bedingter Husten (Bronchitis) und Verschleimung

Haut: Juckreiz, Ausschlag, Nesselfieber

Wie und wo sich Milben wohl fühlen:

Hausstaubmilben

Milben mögen es gerne warm (ca. 25-30 Grad) und sie mögen eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit (ca. 60-80 %).

Somit sollte klar sein wieso man das höchste Aufkommen an Hausstaubmilben im eigenen Bett vofinden kann.

Futtermilben

Sie bevorzugen in etwa die selbe Temperatur und Luftfeuchtigkeit wie Hausstaubmilben.

Halten sich aber am liebsten in der Nähe von Nahrung auf. Etwas wie Haferflocken, Cornflakes und ähnlichem scheint den höchsten Beliebtheitsgrad zu geniessen.

Wie man eine Umgebung schafft die für Milben unattraktiv ist:

- kühle und trockene Räume

- eine gute Luftzirkulation

- Sauberkeit

- keine offenen Futterquellen

- keine unnötigen Textilien (Decken, Bettchen, Teppiche, etc.)

- verbleibende Textilien nach Möglichkeit häufiger waschen als üblich

Bitte nehmt einen Hund der gegen Hausstaubmilben allergisch ist unter keinen Umständen mit ins Bett!

Ich hoffe diese Zusammenfassung ist hilfreich für den ein oder anderen.

LG

Sascha

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Persönlicher Anhang:

Das einfrieren von Trockenfutter stoppt die Vermehrung von eventuellen Milben im Futter. Die bereits enthaltenen, allergenen Proteine werden jedoch nur konserviert.

Davon schliesse ich die klassische Futtermilbe aus. Denn diese könnte man mit blossem Auge erkennen.

Einen Tipp hätte ich dazu. Es gibt Trockenfutterhersteller die aus ihren kleinen Gebinden (z.b. 3 kg) den Sauerstoff absaugen und durch Stickstoff ersetzen. Wo kein Sauerstoff ist existiert auch kein Leben! Somit wäre das einfrieren gespart.

Was aber wenn diese Proteine bereits vor dem "Eintüten" in den Rohstoffen enthalten sind?

So frage ich mich auch wieso diese ausgeschiedenen Proteine in Dosenfutter komplett auszuschliessen sein sollen.

Ausserdem weiss ich das Geflügel fast immer von Milben befallen ist. Wenn das liebe Huhn nun mit Füssen und Federn geschreddert wird um in Nass- und Trockenfutter verarbeitet zu werden war es ja auch mit diesen allergenen Ausscheidungen behangen. Macht sich das auch allergen bemerkbar?

Ich kann zu meinen offenen Fragen leider keinerlei Texte finden.

LG

Sascha

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Hi Sascha,

soweit ich weiß, ist Dosenfutter auch luftfrei verschlossen.

Und wird erhitzt. Gibt es Studien darüber, wieviel Hitze solche Milbern überleben können?

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Bei welcher Temperatur die von Milben ausgeschiedenen Proteine kaputt gehen. Das wäre interessant.

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Ich habe jahrelang einen futtermilben-allergischen Hund gehabt (ich bin kein Barfer, fütter immer Fertigfutter); ursprünglich wollte ich dann auf Dosenfutter umsteigen, ging aber nicht, da der Hund es zwar gerne frass, es aber 5 Minuten später nach einen tiefen Rüpser wieder ausgespuckt hat.

Habe mich dann also weiter informiert und bin auch auf das einfrieren gekommen - klappte für den Hund eigentlich auch ganz gut, nur mir ging es nach einer Weile auf den Keks, den 15kg-Sack in 300gr Portionsbeutel einzutüten und einzufrieren.............. ( bin nun mal eine faule Socke, kann ich nicht ändern)

Bin dann auch zu der Erkenntnis gebracht worden: Fertigfutter füttern, dass beim verpacken mit flüssigem Stickstoff abgefüllt wurde. Der Hund vertrug das Futter, keine allergischen Reaktionen mehr, aber nur dann, wenn ich die Packung unmittelbar nach dem Öffnen sofort in den Kühlschrank gepackt habe; wenn ich die Packung auch nur für 2 Tage in der normalen Raumtemperatur aufbewahrt habe, fing die Juckerei wieder an.

Habe mir dann einen grossen Kühlschrank angeschafft (die 3kg-Säcke waren mir auf Dauer ein zu grosses Sponsering der Hersteller), habe den 15kg Sack sofort nach dem Öffnen in die relativ dicht abschliessende Schublade (mit Gummiabdichtung) des Kühlschrankes gepackt und ab sofort hatte ich bzw mein Hund keine Probleme mehr mit der Futtermilbenallergie.

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Guten Morgen!

Mein Wutz ist auch lt. Test ein Hausstaub- und Futtermilbenallergiker. Maßnahmen wie Futter einfrieren oder vor der Fütterung abwaschen brachten bei uns leider keinen Erfolg.

Habe gestern (*glaub* oder war es vorgestern?) schon mal einen Link von Laboklin eingestellt. Der beschreibt zwar nicht wieviel Hitze die Milben *vertragen* können, ist aber insgesamt sehr interessant: "Vorkommen und Bedeutung von Vorratsmilben" von Dr. Regina Wagner - ich hoffe das klappt jetzt mit dem Link?!

Liebe Grüsse Marie

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Hallo,

dieses Thema ist auch für mich aktuell sehr interessant :)

Ich denke, dass Milben, wie auch Mikroben, ab einer Temperartur von 86 Grad absterben?!

Liebe Grüsse,

Tina mit Sammy

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