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Hundeforum Der Hund
Mark

Zwischen Leben und Tod - zwischen Bangen und Hoffen

Empfohlene Beiträge

(bearbeitet)

Liebe Hundefreunde,

sicherlich habt ihr bemerkt, dass ich seit zwei Wochen nicht mehr das Forum besucht habe und somit auch keine E-Mails und persönliche Mitteilungen an mich beantworten konnte. Ich habe Ricky gebeten, dass Sie zunächst einmal neutral darauf hinweist und dafür berufliche Gründe angibt.

Diese Zeit war von Bangen und Hoffen geprägt und von einer nervlichen Anspannung, die ich niemandem je wünschen würde. Rasputin ist sehr schwer erkrankt, wie schwer kann sich sicherlich niemand von euch ausmalen. Nachdem sich vor ca. 5 Wochen erste Krankheitssymptome einstellten und Raspu zunächst nicht mehr gefressen hat und lethargische Anzeichen sich bemerkbar machten, sind wir zu unserer Tierärztin gefahren. Ich wies zunächst darauf hin, dass ich gerne sicher gehen möchte, dass keine organische Ursache hierfür verantwortlich ist. Die Tierärztin indes "tippte" auf ein Problem der oberen Wirbelsäule und brachte auch Spondylose als Ursache ins Spiel. Da ich immer sehr kritisch bin, wies ich ihre Diagnose bezogen auf die Spondylose als Unsinn zurück, ließ aber gleichwohl zunächst eine Schmerzbehandlung zu.

Nachdem sich die Symptome kurzfristig gebessert hatten, wurde sein Zustand nach ca. einer Woche deutlich schlechter. Raspu hatte nun Probleme beim Joggen mitzuhalten und er ließ sich nur per Hand dazu überreden zu futtern. Da mir die Symptome Sorgen bereiteten und ich selbst meinen Hund am besten kenne, bin ich erneut zur Tierärztin, auch mit dem Hinweis, sie möge doch zur Sicherheit ein Blutbild machen. Sie hielt das allerdings nicht für notwendig und verschrieb weiterhin ein Schmerzmittel. Ich erläuterte ihr, dass sie sich vorstellen müsse, dass Raspu normalerweise die "Power" von fünf Maliniois habe und ich nun den Eindruck gewinne, einen 17 - jährigen Hund neben mir zu haben. Wir haben es jedoch noch einmal mit dem Medikament probiert, als mir dann einige Tage später der Kragen platzte und ich erneut zu der Ärztin fuhr um einen Bluttest zu machen.

Hierbei ist nun auch klar geworden, dass ein Bluttest zwar hilfreich ist, aber keinesfalls immer darüber Aufschluss gibt, ob ein Hund krank oder sogar todkrank ist (-> als Hinweis an Catwoman, die irgendwann mal hier davon ausging, dass nur ein Bluttest Ausschluss darüber geben könne, ob ein Hund gesund ist). Also kurzum: Ein Bluttest ist in keinster Weise eine Grantie gafür, dass der Hund gesund ist. So auch hier: Alle Blutwerte völlig top, Raspu jedoch todkrank.

Nachdem wir nun den Bluttest haben vornehmen lassen, hatte ich trotz allem ein so ungutes Gefühl, dass ich einen anderen Tierarzt aufgesucht habe und ihm alles soweit schilderte. Dieser untersuchte Raspu und stellte nichts fest. Im Gegenteil, der Hund mache doch einen guten Eindruck. Mit der Erkenntnis bin ich dann nach Hause gegangen. Gegen Abend jedoch hatte Raspu wieder diesen Ausdruck in seinen Augen, der ganz klar formulierte: "Hilf mir - ich kann nicht mehr". Nachdem wir Fieber gemessen hatten, sind wir dann sofort zur nächsten Tierklinik mitten in der Nacht gefahren.

Und endlich fand sich mal ein kompetenter Tierarzt, der Vorschlug eine komplette Diagnostik zu machen. Ebenfalls stellte sie eingangs fest, dass sich die Lunge und das Herz sehr dumpf anhörte (was natürlich die zwei Tierärzte vorher nicht gehört hatten - da fragt man sich schon, was der ganze Blödsinn mit dem Abhören von Herz und Lunge soll, wenn Tierärzte es offensichtlich eh nicht deuten können). Nach einer Röntgenaufnahme des Thorax, kam der Schock: 1,5 Liter Gewebsflüssigkeit unterhalb der Lunge und die Diagnose, dass dies zu 90% von einem Tumor herrührt. Wir waren völlig fertig, jedoch konnte ich mir einfach nicht vorstellen, dass Raspu einen Tumor hatte. Ich, der peinlichst darauf achtet, dass die Rahmenbedingungen stimmen, damit das Risiko so gering wie möglich gehalten wird. Aus meiner Sicht sprachen einfach viele Dinge dagegen: Zum einen ist Raspu erst 4,5 Jahre alt, zum anderen ein "doppelter Mischling", soll heißen seine Mutter war auch ein Mischling. Darüber hinaus habe ich ihn immer absolut fit gehalten. Jeder, der sich mit Krebs auseinandergesetzt hat weiß, dass erhöhte Sauerstoffaufnahme Krebszellen zerstört. Im Verhältnis dazu hatte er immer ausreichend Ruhepausen. Und zu guter Letzt, habe ich auf seine Ernährung geachtet und ihn dünn gehalten.

Aber die 90% standen im Raum und das Ergebnis dauert eben, so wie bei uns ca. 1 Woche, bis der Pathologe, die 90% entkräftete und zweifelsfrei feststellte: Kein Krebsgewebe.

Aber es kam noch viel schlimmer. In der Zeit wurde deutlich, dass bei Raspu ein Fremdkörper eingedrungen war, der mit einer ganz schlimmen Bakterienart verseucht war. Was genau Raspu gefressen hat, war leider nicht mehr nachvollziehbar, weil sich bereits alles völlig zersetzt hatte. Die ganze Lunge war befallen, sein Zwerchfell, das Herz und der Thorax hatte sich ergossen. Wir mussten innerhalb von einer Stunde entscheiden, ob wir einer OP zustimmen. Nach langem Überlegen, haben wir unsere Einwilligung erteilt. Es war eine der schwersten Operationen, die ein Tier überstehen kann. 4,5 Stunden wurde operiert. Die Chirurgen erläuterten uns daraufhin, dass wir uns gar nicht vorstellen könnten, wie schwierig die OP war. Die OP wurde zudem auch noch am offenen Herzen ausgeführt, da sich auch bereits um das Herz Bakterien gesammelt hatten.

Ich bin wirklich ein kommunikativer Mensch, aber in so einer Situation habe ich mich völlig zurück gezogen und meine ganze Kraft versucht zu sammeln und auch mein Forum gemieden. Hier war einzig Raspu wichtig und sonst überhaupt nichts. Da geht sicherlich jeder anders mit solchen Extremsituationen um.

Zurück zur Nach - OP Zeit.

Die Tierärzte dort kannten Rasputin natürlich auch nicht. Ganz neutral betrachtet und völlig objektiv kann man sicherlich sagen, dass es kaum einen Hund auf dieser lieben Welt gibt, der von solcher Energie und Willensstärke geprägt ist wie Rasputin. Ich selbst habe in den ganzen Jahren keinen Hund getroffen, der annähernd so eine Fitness, Power, Energie und Willensstärke besitzt wie er. Das sagt man dann den Ärzten und weiß, dass sie vilefach denken, dass man spinnt und übertreibt. Aber ich selbst weiß ja am besten, dass dem nicht so ist. Der Anruf am Tag nach der OP war dann auch von blankem Erstaunen geprägt: "Ihr Hund steht bereits und dass direkt nach einer 4,5 Stunden OP an inneren Organen und am Herzen" und weiter "Jetzt macht sich bezahlt, dass Sie Ihren Hund so topfit gehalten haben". Nun war auch klar geworden, dass Raspu in der Zeit vorher, als die Tierärztin uns noch sagte, dass es kein Problem sei mit ihm zu joggen, unerträgliche Schmerzen hatte. Und er hat trotzdem all seine Kraft zusammen genommen und mich beim Joggen begleitet - ein Joggen, dass viele andere Hunde noch nicht einmal im gesunden Zustand bei der Hitze durchhalten.

Nachdem nun auch die Tierärzte in der Klinik merkten, dass Raspu kein Durchschnittshund ist, wuchs ihr Begeisterung. Sie gaben uns zu bedenken, dass ein schier unglaublich ist, was sich dort abspielt. Wenn Sie nicht wüssten, wie krank er war, müsste man nun meinen, dass man es mit einem ganz jungen, verspielten Hund zu tun hat. In der ganzen Zeit durften wir ihn allerdings nicht mehr besuchen - das schwerste überhaupt für uns.

Was Raspu durchmachen musste - auch wegen der verachtenswerten Unfähigkeit von zwei Tierärzten ist unfassbar. Als uns gestern eine Freundin besuchte und Raspu erstmals sah, liefen ihr die Tränen über die Wange. Er ist an insgesamt drei Seiten völlig aufgeschnitten worden. Auch sie fand es unbeschreiblich, welche Konstitution Raspu mitbringt.

Alle Ärzte in der Klinik erwähnen es bei jedem Gespräch: Es ist unglaublich wie er das verpackt hat und selbst vor der OP noch gelaufen ist.

Ich sage aus tiefstem Herzen: Ich bin stolz auf Raspu - Raspu ist einzigartig.

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Hallo Mark,

das ist eine sehr aufwühlende Nachrricht.

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und freue mich, dass Ihr es bis hier her geschafft habt.

Ich werde an Deinen Rasputin denken und Ihm Kraft und Liebe senden.

Liebe Grüße

Dagmar

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Hallo Mark

Ich kann absolut nachvollziehen was Du im Augenblick durchmachst.

Auch ich habe in den letzten10 Tagen alle Höhen und Tiefen mit Fee durchgemacht.

Ich wünsche Rasputin und dir das alles gut ausgeht und er bald dich wieder auf deine Wegen begleitet.

Rasputin und Fee,die beiden wollen leben und Gottseidank hast Du die richtigen Tierarzt noch rechtzeitig gefunden und meine Tierarzt kiämpft wie eine löwin um Fees Leben.

Laast uns alle gemeinsam hoffen das die Bemühungen von Erfolg gekrönt sind.

L.G.

Wotan

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Hallo Mark,

Dein Beitrag hat mich gerade völlig mitgerissen und tief berührt.

Mit Rasputin hast Du wohl echt einen ganz teuen ,,Kämpfer".

Aber auch Rasputin hat Glück ein so engagiertes und aufmerksames Herrchen zu haben. Das macht euch zu einem Dreamteam! Der Spruch ,,Zusammen sind wir stark" klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber ich wünsche Euch von Herzen diese Stärke! Ich wünsche Euch eine gute Genesung und weiterhin so einen tollen Zusammenhalt, dass ihr das gut verpackt und noch weiter zusammenschweißt und noch eine lange, gemeinsame, wundervolle Zeit miteinander verbringt.

Die Kleine mit Luna

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:( Mein Gott, da habt ihr ja einiges hinter euch!!! Wir wünschen euch ganz ganz viel Kraft!!! Du hast einen tollen Hund!!!!

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HI Mark!

Als ich deinen Beitrag gelesen habe liefen mir am Ende Tränen durchs Gesicht,

ich war so gerührt da drüber wie du deinen Beitrag geschrieben hast.

Ich kann mir vorstellen wie man sich bei so etwas fühlen muss und nicht nur die Wochen vorher sondern auch die OP das muss eine total schwere Zeit gewesen sein, wenn man das so liest kann man echt Froh sein das es auch noch Ärzte gibt die wissen was sie tun und wie sie es tun, obwohl es zur Zeit genug Ärzte gibt die Fehldiagnosen geben.

Auch wenn ich euch noch nicht kenne fühlt euch ganz lieb Umarmt

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Lieber Mark,

auch mich hat Dein Beitrag gerade sehr berührt.

Ich drücke die Daumen, das Rasputin schnell wieder gesund und fit

wird. TOI TOI TOI.

So was ist ein Albtraum für jeden Hundebesitzer und leider haben wir

hier in den letzten 2 Wochen viele schlechte Nachrichten bekommen.

Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Kraft

Jasmin

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Auch wenn das, was ich mit Gismo in den vergangenen Wochen durchgemacht habe, nicht annähernd so schlimm war wie euer Erlebnis kann ich sehr gut nachempfinden wie es dir bzw. euch ergangen ist!

In deinem Raspu hast du wohl den stärksten Kämpfer, den ich je erlebt habe!!

Ich drücke euch ganz doll die Daumen, dass sich ihr euch alle schnell von den schlimmen Erlebnissen erholt und wünsche euch ganz viel Kraft, um das alles zu verarbeiten und auch die nächste Zeit noch durchzustehen!

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Oh das tut mir sehr leid.

Ich hoffe Dein Raspu wird ganz schnell wieder fit und ganz der Alter sein und das auch Du wieder beruhigt schlafen kannst.

Fühlt Euch geknuddelt :knuddel

liebe grüße Tanja

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Hallo Mark,

ich freue mich sehr, dass Du wieder die Kraft hast zu uns ins Forum zu kommen.

Ich wünsche Euch, dass ihr diese schlimme Zeit gut verkraftet und es ab jetzt nur noch aufwärts geht.

Drücke weiterhin ganz feste die Daumen und "erwarte" jetzt nur noch gute Nachrichten :):)

Schön das Du wieder da bist !!!!!!!!

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