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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

"Ich bin mit Hunden aufgewachsen und hab IMMER Hunde gehabt..."

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Ich hab heute leider auch so ein Exemplar getroffen.

Vor einem Laden angebunden, stand ein kl. kurzhaariger Mix. Er war im Gesicht schön völlig ergraut und man konnte deutlich sehen, dass er schon ein Hunde-Opi ist. Der arme Kerl schlotterte am ganzen Körper. So einen schrecklich frierenden Hund hab ich selten gesehen.

Ich hab dann vor dem Laden auf die Hundehalterin gewartet und sie freundlich angesprochen. Sie hat bestätigt, dass er schon betagt ist, hatte aber keinerlei Problem damit, dass der arme Kerl friert ohne Ende. "Das ist nunmal so, dass ein Hund im Winter friert." Meinen Vorschlag, ihm doch einen Mantel anzuziehen, wies sie entschieden zurück. "Das ist ein Hund und ein Hund braucht keinen Mantel - Feierabend."

Die dicke Olle war eingemummt ohne Ende. Am liebsten hätt ich ihr die Klamotten runtergerissen. Schließlich weiß doch jeder, dass Speck auch wärmt. Oder etwa nicht?

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Ich hatte schon mal gaaaaanz große Augen und einen offenstehenden Mund als ich mit meiner "Wattebausch-Methode", die ja völlig ungeeignet ist, einen Hund zu erziehen, bei einem einfachen Schnalzlaut einen sitzenden aufmerksamen Hund hatte, nachdem der Herr innerhalb der letzten 3 Minuten ca. 15 Mal seinen Hund mit Brüllen und Rucken wieder ins Sitz gebracht hatte.

Ich begegne hier immer gerade dem Gegenteil - der absolut überzeugten Wattebausch - oder Leckerlifraktion. Hund wird z.B. mit Leckerlis vollgeschaufelt, damit er ruhig an anderen Hunden (Bürste bleibt dabei aber aufgestellt) vorbeigeht.

Aber ich glaube, das sind zum größten Teil Ersthundbesitzer. ;)

Sie würden es aber trotzdem niemals anders machen, einfach aus der Überzeugung heraus, dass man zu Hunden nie, aber auch nie ein böses Wort sagen darf, weil sie dann traumatisiert sind und ihrem Menschen nie mehr vertrauen können.

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Ich bin ganz entspannt aufgestanden, habe Mausi aufgefordert, mir ihr Stofftierchen zu geben,

Heißt Dein Hund wirklich Mausi?

Nein, Mausi heißt nur Mausi, solange ich nicht sauer bin auf sie. Wenn ich sauer bin, heißt sie Mistkröte. In ihrem Ausweis steht allerdings Chrystal.

Viele Grüße Chrystal

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Ich hatte schon mal gaaaaanz große Augen und einen offenstehenden Mund als ich mit meiner "Wattebausch-Methode", die ja völlig ungeeignet ist, einen Hund zu erziehen, bei einem einfachen Schnalzlaut einen sitzenden aufmerksamen Hund hatte, nachdem der Herr innerhalb der letzten 3 Minuten ca. 15 Mal seinen Hund mit Brüllen und Rucken wieder ins Sitz gebracht hatte.

Ich begegne hier immer gerade dem Gegenteil - der absolut überzeugten Wattebausch - oder Leckerlifraktion. Hund wird z.B. mit Leckerlis vollgeschaufelt, damit er ruhig an anderen Hunden (Bürste bleibt dabei aber aufgestellt) vorbeigeht.

Aber ich glaube, das sind zum größten Teil Ersthundbesitzer. ;)

Sie würden es aber trotzdem niemals anders machen, einfach aus der Überzeugung heraus, dass man zu Hunden nie, aber auch nie ein böses Wort sagen darf, weil sie dann traumatisiert sind und ihrem Menschen nie mehr vertrauen können.

Leider trichtern es dir die meisten Hundeschules nicht anders ein. Als Ersthundebesitzer saugst du jeden Rat auf wie ein Schwamm (weil du ja noch keine Ahnung hast). Mir wurde damals erklärt, dass ich es schleunigst ändern soll, dass Jackson sich nicht mit Leckerchen aufgeilen lässt (ja er gehört zu den 0,0000000001% der Hunde, die absolut nicht verfressen sind), weil mein Hund sonst NICHT erziehbar ist. Wir haben's dann ohne Hundeschule, mit spielen probiert & siehe da geht auch ;)

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(Zum ersten Post) Wie wahr, wie wahr.. Ich kenne jedoch auch eine ganze Stange von positiven Beispielen an Leuten, die sehr lange Hundeerfahrung haben. Es gibt sie tatsächlich, diese Menschen, die einach ein "Händchen" für Hunde haben, ohne jemals einen Hundeplatz betreten zu haben oder zig Bücher zu lesen und die noch nie davon gehört haben, dass es sowas wie Hundetrainier für Privatmenschen gibt. Sowas gibt's höchstens bei der Polizei. ;) Und es gibt Menschen, die zum "Händchen" für Hunde noch dazu nicht stur auf ihren Ansichten beharren und auch neues zulassen können und umsetzen, wenn sie sehen, dass es dem Hund gut tut. Ich hab so einen Menschen in der Verwandtschaft und finde es bis heute faszinierend, wie der mit Hunden umgehen kann. Das ist der mit den hier schon vielzitierten Schäfis.

Hatte sein ganzes Leben lang welche, ist mittlerweile um die 70. Früher "wohnten" die Schäfis draußen. Also sie durften tagsüber auch ins Haus (außer ins Wohnzimmer), liefen drinnen oder draußen rum, wie sie lustig waren und nachts schliefen sie eben in ihrer "Höhle" im Zwinger. Diese "Höhle" ist eine dick mit Stroh ausgelegte in die Scheune reingebaute Hütte, Hund kann also rein oder raus, wie es ihm beliebt. Naja, vor bestimmt zehn Jahren fing es dann an - ach, ist ja so kalt draußen, dann soll der Hund lieber drinnen schlafen... Dann ging es weiter mit - ach, ist ja Besuch da und der Hund freut sich so darüber, dann darf er halt mit ins Wohnzimmer.. :D Naja, so hat der Hund dann auch die letzten Winkel des Hauses erobert. Nun hat die Verwandtschaft seit einigen Monaten einen Dackel, einen ehemaligen Jagdhund (erst drei, vier Jahre alt), der dann einfach im Zwinger "vergessen" wurde. Hab ihn noch nicht gesehen, aber was meine Cousine so berichtet, klingt sehr lustig (DER FRISST JA GAR NIX!! - Na doch, nur eben nicht so viel, ist ja kein Schäferhund *kicher*) und ich glaube, auch dieser Hund wird dort wieder ein glückliches Leben führen. :)

Man war da auch erst skeptisch, als ich den Schnuffi bekam, ob man den überhaupt in der Wohnung halten kann.. Aber sie haben dann gesehen, dass es geht und dass es dem Hund nicht schadet. Dass er trotzdem glücklich und gut ausgebildet ist - und waren tatsächlich in der Lage, ihre Meinung zum Hund in der Wohnung zu überdenken. Natürlich finden sie es immernoch schöner, wenn der Hund Haus und Hof hat, aber sie sind doch davon abgerückt, dass es Quälerei wäre, den Hund eben in der Wohnung zu halten, solang man sich genug mit ihm draußen aufhält.

So. Wollt auch mal ein schönes Gegenbeispiel angebracht haben.

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Sie haben sehr häufig sehr "temperamentvolle" Hunde, und sind da irgendwie stolz drauf, weil "der freut sich ja immer so". Ich sehe nur Stress, Stress, Stress.Du siehst Stress? Kennst weder Mensch, noch Hund. Vorurteile?

Sie reißen an ihren Hunden herum, 12 Mal hintereinander vom selben Reiz weg, schaut der Hund sie dann endlich mal an, brüllen sie ihm ein "NEIN" ins Gesicht und drehen sich weg.Sieht man das im Forum?

Hallo Christa,

in diesem Fall meint Anja sicher die Leute, die zu ihr in die Hundeschule kommen. Und daher kennt sie bestimmt Mensch und Hund.

Es ist eigentlich nicht ihre Art, sich über Hund und Halter ein Bild zu machen, die sie noch nie persönlich gesehen hat.

LG Manuela

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@Bärenkind

Danke für diesen Eingangsthread.

Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man glatt drüber lachen, denn solche Leute kenne ich ebenfalls reichlich, sogar in meinem Verwandtenkreis: 40 Jahre Hundehaltung und das Wissen über Hunde begrenzt sich darauf, dass hinten wieder raus kommt, was vorne reingeht. ;)

Genauso gibt's aber nicht nur reine Hundehalter, die mit (angeblicher) Erfahrung glänzen, aber nie wirklich etwas dazugelernt haben, weil "Das war schon immer so, also bleibt das auch so!" - solche Leute gibt's auch unter Hundetrainern und unter Hundezüchtern.

Es gibt allerdings auch wirklich Leute - alle Hochachtung ! - die haben schon vor einem ersten Hundekauf - oder spätestens nach einem halben Jahr als Hundehalter - mehr gelernt (in Theorie und Praxis!), als manche, die selbst mit dem 5. oder 6. Hund in Folge nichts weiter als der Dosenöffner sind. Einer Tante von mir sage ich zum Beispiel seit Jahren, sie möge mir ihren Hund mal drei Wochen in Erziehungsurlaub geben, aber selbst das würde den kleinen Terroristen nach Heimlehr wohl nicht mehr interessieren. Ich mag solche Leute nicht mal "HundeHALTER" nennen, denn oft genug können sie ihre Hunde nicht mal (z.B. an der Leine) HALTEN.

Ich habe meine guten Gründe, warum ich nie und nimmer gewerblicher Hundetrainer werden möchte - ich würde verhungern. Nicht wegen Inkompetenz, sondern es reichen mir meine diversen Erfahrungen aus Gefälligkeit wirklich aus, wo ich dann selbst (da von Einnahmen unabhängig...) entscheiden konnte, wann's mir mit der Lern- oder Beratungsresistenz ausreicht, weil es ja für alles eine Ausrede in Form von "nur der Hund ist schuld" gab. ;)

Da bleibe ich doch lieber bei Seminarveranstaltungen für Hundehalter, die ich vor Jahren anfing, weil ich dachte, die möhten alle dazu lernen ... und die aber "merkwürdigerweise" viel mehr von Hundetrainern zur Weiterbildung als nur reinen Hundehaltern besucht werden.

Für mich und andere engagierte Hundehalter gibt's eigentlich nichts Interessanteres, als über diese faszinierenden und liebenswerten Wesen, die wir "Hund" nennen, immer mehr dazu zu lernen - insofern bin ich auch ganz weit von Pauschalisieren entfernt.

LG

Marita

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"Hunde müssen mit anderen Hunde spielen und ihnen wenigstens 'Hallo sagen', sonst werden sie aggressiv!".

"Ihr armer Hund, das weiß doch jeder, dass die sonst sozial verkümmern!"

"Hunde lernen nur, wenn sie auch Bestätigung bekommen- oder arbeiten Sie etwa umsonst?" (empörter und verständnisloser Blick) ... übrigens mein Lieblingsspruch.

"Ja wenn der an der Leine ist, dann bellt der natürlich- ohne Leine wäre das nicht passiert!"

"Der kommt aber gleich wieder".

"Das macht der nur, weil... (Passendes einsetzen): 'der jetzt spielen will'/'er Hunger hat'/'Sie Leckerchen in der Tasche haben'/'er heute noch nicht draußen war'/'es regnet'/'es schneit'/es regnet nicht'/'es schneit nicht'.... Liste kann beliebig fortgesetzt werden.

"Bei meinen anderen Hunden hat das auch immer funktioniert aber der ist irgendwie anders".

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"Ich bin mit Hunden aufgewachsen und hab IMMER Hunde gehabt..."

Das haben meine Frau und ich auch gedacht.

Und nach unserm „Ersthund“, der wirklich leichtführig war, kam - Pia!

Die hat uns dann mal so richtig gezeigt, wo der Frosch die Locken hat.

Das ganze Programm, inklusive verzweifelt schauender Hundetrainer.

Pia hat mir alles beigebracht was ich über Hunde weiß.

Ob sie das ist, was man Seelenhund nennt?

Gruß Wolla

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"Ich bin mit Hunden aufgewachsen und hab IMMER Hunde gehabt..."

Das haben meine Frau und ich auch gedacht.

Und nach unserm „Ersthund“, der wirklich leichtführig war, kam - Pia!

Die hat uns dann mal so richtig gezeigt, wo der Frosch die Locken hat.

Das ganze Programm, inklusive verzweifelt schauender Hundetrainer.

Pia hat mir alles beigebracht was ich über Hunde weiß.

Ob sie das ist, was man Seelenhund nennt?

Gruß Wolla

Interessante Aussage ...

Ich setze noch einen drauf ;) : Ich habe über Hunde und Hundeerziehung erst "wirklich" viel gelernt, als damals zu einem Hund ein Zweithund (Welpe) kam und der mir ständig vorführte, worauf es "wirklich" ankommt.

Bis dahin hatte ich "nur" Wissen aus Einzelhundehaltung, Büchern, Seminaren und Hundeplätzen - die hätte ich mir im Grunde fast alle sparen können, denn dieser Seelenhund war ein perfekter Lehrmeister. Ich brauchte nur beobachten und lernen.

LG

Marita

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