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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

"Ich bin mit Hunden aufgewachsen und hab IMMER Hunde gehabt..."

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Originalbeitrag

... hinter diesem Totschlagargument verbergen sich die gruseligsten Haltungsbedingungen, die schlimmsten Missverständnisse und die unverstandensten Hunde.

Hier m Forum iregen wir uns oft über Ersthundehalter auf, die uninformiert und ahnungslos in ihre erste Hundebeziehung purzeln, anfangs so ziemlich alles verkehrt machen und dann um Hilfe schreien,

Ja... aber sie schreien um Hilfe. Sie suchen sich welche, so holen sich welche, sie erkennen an, dass sie Hilfe brauchen.

Nur was ist mit den anderen? Die hocken breit und bräsig auf ihrer jahrzentelangen Hundeerfahrung und haben dabei doch so wenig Ahnung. Also natürlich nicht alle, auch nicht viele, aber dennoch (nach meiner Erfahrung) erschreckend viele.

Sie haben oft immer dieselbe Rasse, sie nutzen auch gerne die gängigen Ausreden für die Rassen, weil "die nun mal so sind".

Sie haben sehr häufig sehr "temperamentvolle" Hunde, und sind da irgendwie stolz drauf, weil "der freut sich ja immer so". Ich sehe nur Stress, Stress, Stress.

Sie reißen an ihren Hunden herum, 12 Mal hintereinander vom selben Reiz weg, schaut der Hund sie dann endlich mal an, brüllen sie ihm ein "NEIN" ins Gesicht und drehen sich weg.

Sie glauben daran, dass rohes Fleisch Hunde aggressiv macht.

Sie glauben daran, dass vor der Türe sitz machen zu lassen und als erstes hindurch zu gehen, einen guten Chef ausmacht.

Sie glauben, dass Hunde sich immer freuen, wenn sie mit dem Schwanz wedeln.

Und sie glauben noch viele andere, "lustige" Dinge.

Die Frisur sitzt, die Barbour-Jacke auch. Hundi fehlt es an nix, er bekommt das teuerste Futter.

Nur das, was er WIRKLICH kommuniziert, was er WIRKLICH braucht, das interessiert keinen, und das bekommt er nicht...

Ich kann reden, zeigen, beweisen, vorführen, filmen, argumentieren... die eigene Komfortzone scheint so muckelig schön zu sein, man wird einen Teufel tun, diese zu verlassen...

Schade eigentlich.

LG Anja

PS. Es mögen sich diese Schuhe hier bitte nur Menschen anziehen, denen sie ausdrücklich passen ;) .

=)=)=) MUSS dir leider sagen

dass ich von Dir nun

auf ganzer Linie im höchsten Maße

sowas von enttäuscht bin =)=)=) .

Wie kann man nur so untertreibend über die tatsächliche Realität schreiben.

ES ist noch viel, viel schlimmer ....... !

Es gibt Menschen, die würden sich selbst und den Hunden den größten Gefallen tun

wenn Sie selber keinen Hund hätten, wenn keine Veränderungen im Eigenverhalten stattfinden können .

Man kann Ihnen ja durchaus helfen, wenn Sie es den dann am Ende doch wollen,

allerdings nicht mit den "TV-Rütter &Co.-Methoden" .

Es liegt an uns dann so einfühlsam-strategisch den Zugang zu finden.....

und der "Komfort-Mensch" dann "anfängt Hunger" auf eine anhaltende Lösung zu bekommen.

Gibt da noch viel zu Tun .......!!!

LG :winken:

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@ Christa: Es geht mir tatsächlich bei meinem Posting um Menschen, die ich persönlich treffe. Sei es nun im privaten Umfeld, sei es auf Spaziergängen, wenn man ins Gespräch kommt, oder sei es eben am Telefon, wenn jemand ein Problem abgestellt haben möchte, oder in meinen Kursen.

Natürlich kann ich hier im Forum manches vermuten, aber sicher nichts diagnostizieren. Das habe ich aber auch noch nie behauptet.

Nur wenn ich ein Team persönlich treffe, dann sehe ich Stress und dann sehe ich auch meist sehr schnell die Bedürfnisse des Hundes.

@ Peter: Nein, es soll kein weiterer Beitrag sein, um zu pauschalieren, denn es gibt GsD tausendfache Gegenbeispiele und Ausnahmen, die die Regel bestätigen ;) .

Was ich gestern nicht schrieb sind die Hundehalter, die schon einige Hunde hatten, sich selbst eingestehen, dass die zwar lieb waren, aber nicht wirklich erzogen, und dann mit einem Welpen bei mir aufschlagen. Manche schaffen es tatsächlich, sich auf Neues einzulassen. Sie tun sich schwer. Ja. Das würde ich umgekehrt auch tun. JEDER ist irgendwo in Denk- und Verhaltensmustern gefangen, auch ich. Logisch. Aber man kann sie durchbrechen.

Eine Kundin von mir, die eigentlich nur einen Welpenkurs mit ihrem Eurasier machen wollte, davor auch einen Eurasier hatte, und auch genau "wusste", was diese Rasse so mag und nicht mag, hat es geschafft und kommt fröhlich und begeistert seit 2 Jahren bei Wind und Wetter mit ihrem wirklich toll erzogenen Hund, der sogar Spaß am Agility hat, sich inzwischen von Fremden sogar mal anfassen lässt und Aufgaben angeht, die eines Eurasiers eigentlich gar nicht würdig sind ;) . DAS macht Spaß!

@ kage: Ja, es ist ein Wandeln auf des Messers Schneide, im Vorfeld die Bereitschaft zur Flexibilität der Hundehalter so weit einschätzen zu können, um ein gemeinsames Arbeiten zuzulassen, oder eben auch schon mal im Vorfeld zu sagen, dass man wohl nicht zusammen finden wird.

Dazu habe ich mich im laufenden Jahr einige Male durchgerungen. Letztlich weiß ich nicht, zu wessen Gunsten. Wenn ich mit jemandem eine Arbeitsbeziehung eingehe, möchte ich keine Illusion verkaufen, und ich möchte eine faire Chance haben, Erfolge sehen zu können. Man kann nicht für jeden die richtige Trainerin sein.

Weil einige die Hundehalter ansprachen, die noch nie eine Hundeschule von innen gesehen haben, bei denen es aber immer klappt, egal welcher Hund, egal, welche Vorgeschichte, egal welche Rasse... Ja, die gibt es auch. Sie sind aber sehr selten. Sie haben einfach ein unglaubliches Gespür, oft ohne dass sie sich dessen selbst bewusst wären.

Bei Kindern sieht man einen solchen Umgang auch manchmal bzw. wenn man mit Kindern und Hunden arbeitet, dann liegen diese Fähigkeiten oft nur ganz knapp unter der Oberfläche, und man kann sie mühelos hervor holen.

Ich bin mal gespannt, ob ich mir mit 70 auch noch mal einen Hoviwelpen kaufen werde, um dann die Welt nicht mehr zu verstehen, weil er mir auf der Nase rum tanzt. Und ich weiß schon jetzt eins ganz genau, in etwa einem halben Jahr werde ich aus meiner eigene Bären-Komfort-Zone ganz gewaltig heraus katapultiert werden, wenn hier ein Hovibaby einzieht, das mit Sicherheit völlig andere Ideen hat, als diejenigen, mit denen wir in den letzten 10 Jahren konfrontiert wurden. Manchmal macht es mir Angst, denn Komfort ist schon was Nettes, aber unter dem Strich freue ich mich sehr auf die Herausforderung...

LG Anja

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Und ich weiß schon jetzt eins ganz genau, in etwa einem halben Jahr werde ich aus meiner eigene Bären-Komfort-Zone ganz gewaltig heraus katapultiert werden, wenn hier ein Hovibaby einzieht, das mit Sicherheit völlig andere Ideen hat, als diejenigen, mit denen wir in den letzten 10 Jahren konfrontiert wurden. Manchmal macht es mir Angst, denn Komfort ist schon was Nettes, aber unter dem Strich freue ich mich sehr auf die Herausforderung...

LG Anja

Oh JA, Anja!

Ich kann Dir nur aus ganz eigener Erfahrung sagen, das wird eine längere Zeit ohne jegliche Komfortzone werden :D

Und auch Du wirst sicher den ein oder anderen Blick vom Bären ernten, den ich jetzt von Luke ernte: "Mhhm...ICH habs vorher gewusst, aber du wolltest es ja nicht anders...."

Ich kann ein Lied davon singen.

Was bei Luke klappte und selbstverständlich war, kann ich bei Jack vergessen...

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Dazu habe ich mich im laufenden Jahr einige Male durchgerungen. Letztlich weiß ich nicht, zu wessen Gunsten. Wenn ich mit jemandem eine Arbeitsbeziehung eingehe, möchte ich keine Illusion verkaufen, und ich möchte eine faire Chance haben, Erfolge sehen zu können. Man kann nicht für jeden die richtige Trainerin sein.

LG Anja

Es muß Erfolg auf beiden Seiten sich einstellen. Es hat keinen Zweck wenn man reine Konsumkanditaten hat, die mehr passiv sich einfach alles nur ansehen und dann doch aus ihren alten Schuhen nicht rauskommen. Besser sie bekommen eine klare Absage, als wenn man endlos weitermacht mit innerlicher Anstauung. Manche wachen auch erst auf, wenn sie mal so richtig gesagt bekommen, tut mir leid - mit mir geht das nicht - was sie hier mir zeigen. Kann auch ein Lernprozess auslösen, häufiger besser als weiterzumachen.

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Besser sie bekommen eine klare Absage, als wenn man endlos weitermacht mit innerlicher Anstauung. Manche wachen auch erst auf, wenn sie mal so richtig gesagt bekommen, tut mir leid - mit mir geht das nicht - was sie hier mir zeigen. Kann auch ein Lernprozess auslösen, häufiger besser als weiterzumachen.

Manchmal habe ich es geschafft, Menschen erst einmal weg zu schicken, um den Wunsch zu wecken, es doch lernen zu WOLLEN. So blöd es klingt, zuweilen war ich mit dieser Arroganz des "Neins" erfolgreicher, als wenn ich mich auf den Kopf gestellt hätte, um den Kunden "positiv" zu erreichen. Meine Ablehnung hat dann das hervor gebracht, was ich brauchte, um eine Lernbereitschaft zu finden.

Die, die dann gehen, sind Reisende, die ich nicht aufhalten möchte. Mein Bestreben ist es dann nur, so gut zu kommunizieren, dass man sich auch einmal wieder über den Weg laufen kann, und sich trotzdem ehrlich gemeint freundlich zu grüßen vermag.

LG Anja

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Anja, deinen Eingangspost kann ich unterschreiben! Ich erkenne so einige Leute wieder und denen gehe ich aus dem Weg, das ist mir zu anstrengend!

Eine Kundin von mir, die eigentlich nur einen Welpenkurs mit ihrem Eurasier machen wollte, davor auch einen Eurasier hatte, und auch genau "wusste", was diese Rasse so mag und nicht mag, hat es geschafft und kommt fröhlich und begeistert seit 2 Jahren bei Wind und Wetter mit ihrem wirklich toll erzogenen Hund, der sogar Spaß am Agility hat, sich inzwischen von Fremden sogar mal anfassen lässt und Aufgaben angeht, die eines Eurasiers eigentlich gar nicht würdig sind smilie_24.gif . DAS macht Spaß!

Ich bins nicht, meinen Hund kannst du nicht zum Alility bewegen. :D Hatten aber auch eine nicht sehr qualifizierte Trainerin!

Wir hatten als Ersthund einen Chow und dann lange Zeit gar keinen Hund. Als dann Baruk kam hat er uns vor so manche Herrausforderung gestellt. Was beim Chow selbstverständlich war, stellte er in Frage. Aber wie sagt man so schön, man wächst mit seinen Aufgaben. Und wir lernen täglich von einander!

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Originalbeitrag

"Ich bin mit Hunden aufgewachsen und hab IMMER Hunde gehabt..."

Das haben meine Frau und ich auch gedacht.

Und nach unserm „Ersthund“, der wirklich leichtführig war, kam - Pia!

Die hat uns dann mal so richtig gezeigt, wo der Frosch die Locken hat.

Das ganze Programm, inklusive verzweifelt schauender Hundetrainer.

Pia hat mir alles beigebracht was ich über Hunde weiß.

Ob sie das ist, was man Seelenhund nennt?

Gruß Wolla

DAS finde ich ein sehr interessantes Argument!

Kann gut sein.

LG, Nessie

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Eigentlich SIND Hunde die besten Trainer, wenn man in der Lage ist, ihnen zuzuhören. Ob der jeweilige Hund dazu DER Seelenhund sein muss, oder nicht, halte ich gar nicht für so entscheidend. Verstehen muss man ihn können.

Und auch dafür habe ich in manchen Bereichen bei meinem eigenen Hund viele Jahre gebraucht, bis sich Konflikte lösen ließen, bis ich verstand, wann und warum er sich manchmal entzieht, sich zuweilen verweigert, was ihn stresst...

Man steht sich auch als Trainer emotional zuweilen gehörig im Weg.

LG Anja

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Ich habe jetzt nicht jeden Post mitgelesen und vielleicht wurde es auch schon geschrieben...

Aber steckt hinter dieser Einstellung der "Unbelehrbaren" nicht vor allem die Nicht-Bereitschaft an sich zu arbeiten, zu reflektieren, zu entwickeln? Mal den Hund außen vor gelassen.

Ich find nämlich, wenn man es "richtig" macht mit Hund oder auch Pferd z.B., dann muss man ja schon innerlich total bereit dafür sein, immer und ewig an sich und seinen Beziehungen zu arbeiten...Und dann muss man sich auch ständig hinterfragen und das kann verdammt weh tun.

Ich glaube manche Menschen haben den Zug einfach verpasst.

Ich finde es ist nicht nur eine große Bereicherung, sondern auch ein wunderschönes Abenteuer durch seine Tiere zu lernen und sie dadurch immer artgerechter halten zu können, sie besser zu verstehen, mit ihnen zu kommunizieren...

Zumindest waren die ersten Monate als Ersthundehalter wohl die absolute Therapie in Sachen "If you change, they change"... :-)))

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Hallo,

ich denke die meisten Menschen die an den alten Mustern festhalten haben schlicht Angst und sicher keine Geduld, nicht mit sich selbst und erst recht nicht mit ihren Hunden.

Das Neue, Unbekannte fühlt sich auch erst einmal Fremd an und da fehlt halt die Geduld und der Mut neue Erfahrungen den alten "ach so Sicheren " Platz zu machen.

Ach ja und Ben geht bei mir auch hinter mir aus der Tür, aber auch nur weil unser Flur sehr eng ist und direkt auf den Treppenaufgang führt. ;)

In meinem Leben hat es auch immer Hunde gegeben und mit jedem weiteren hat sich mein Blickwinkel verändert aber auch ich habe nur vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

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