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Bärenkind

"Ich bin mit Hunden aufgewachsen und hab IMMER Hunde gehabt..."

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Ja, diese Hunde Kenner gibt es wohl überall. Die kommen regelmäßig ins Tierheim und erzählen uns, sie haben schon immer einen Hund gehabt, und kennen sich aus.

Sie wollen dann natürlich einen Hund haben, der schwierig ist. Und siehe da, bei den ersten Schwierigkeiten kommt der Hund zurück. Er hat genau das getan, was wir vorher bereits angekündigt haben und was ü b e r h a u p t kein Problem ist.

Fürchterlich, aber nicht zu ändern.

LG Iris

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Ich bin zu wenig unter HH um zum eigentlichen Thema was zu sagen....aber diese Aussage hat mich aufgeruettelt.

Originalbeitrag

@ KleineBürste: Es ist genial, was Du schreibst. Einfach genial.

Dein kleines Kind wurde noch nicht versaut durch das ganze Pseudorücksichtnehmen, dieses ich darf nicht sagen, was ich will, ich darf nicht egoistisch sein, sondern "ich möchte eigentlich, vielleicht, wenn es Dir nichts ausmacht, möglicherweise..." bla bla bla.

Kinder wollen, oder sie wollen nicht. Hunde wollen oder sie wollen nicht.

Die Motivation ihres Tuns kommt von innen heraus. Nicht, weil irgendjemand gesagt hat, meint, möchte...

HansGeorg hat ja schon einiges geschrieben, warum das so nicht passt.

Mir ist es wichtig hervorzu heben, dass kleines Kind ein sehr weiter Begriff ist. Fuer mich Kleinkind=1-5 jaehrig

Fuer jemand ohne Kinder vielleicht alle Kinder die noch 3Koepfe kleiner sind als sie selber?

Darum bitte ich Euch genauere Altersangaben zu machen, wenn ihr ueber Kinder schreibt. Damit der Leser weiss, in welchem Entwicklungstadium das Kind sich befindet.

So koennen sich unter 4jaehrige noch nicht in andere Menschen und Tiere hineindenken. zB wenn mir jemand am Haar zieht bereitet es mir Schmerzen. Folglich bereitet es dem Hund auch Schmerzen, wenn ich an seinem Haar ziehe. Dieses ist noch zu komplexes Denken fuer Kleinkinder.

QuelleBuch

Es gibt hier Menschen mit viel fundierterem Wissen in Sachen Kinderentwicklung. Meine Aussagen hier beziehen sich auf was ich mit Hund und Kleinkind Interaktionen beobachten kann.

Wir haben ein 3jaehriges Kind, dass Hunde faszinierend findet. Sie ueberall anfassen will, sie fuettern will. Probiert ob man mit denen Fangen und Raufen kann, wie mit anderen Kindern. Ausprobiert, wie reagiert Hund, wenn ich mich setze, stehe, weglaufe, nachrenne usw

Sie versteht nicht, dass Hunde ihr furchtbare Verletztungen zufuegen koennen, wenn ihnen etwas nicht passt.

Beispiel, Unsere Tochter will einen Hund streicheln (HH stimmt zu)

Sie lernt gerade, wie unterschiedlich Hunde auf sie reagieren. Dass einer zu ihr laeuft wenn sie die Hand ausstreckt und ein anderer sich zurueckzieht. Sie hat gelernt, dass sie den, der sich zurueckzieht eher streicheln kann, wenn sie sich an den Boden setzt. Aber nur, weil ich ihre erste Loesung, ich verfolge den Hund bis er ein Ort erreicht hat, wo er nicht weiter fliehen kann, unterbunden habe.

Ich hoffe niemand der Deine Worte liest versteht es als alle kleine Kinder handeln instenktiv richtig mit Hunden und man soll sie einfach machen lassen. Es ist auch ein Lernprozess bei ihnen. Manche versuchen zuerst Loesungswege, die Lebensgefaehrlich sind, wenn sie etwas vom Hund wollen oder nicht tun wollen, was der Hund von ihnen will.

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Puh... ja... so gesehen waren meine Worte natürlich purer Unsinn. Das, was ich dabei im Kopf hatte, sind völlig andere Voraussetzungen.

Meine gedanklichen Voraussetzungen waren, dass Menschen Kindern altersgerecht das richtige Verhalten in Bezug auf andere Lebewesen erklären und sie nicht sich selbst und ihren eigenen Erfahrungen überlassen.

Habe natürlich auch schon in Familien, mit denen ich arbeitete, Kinder mit sehr fragwürdigem Umgang mit den Tieren erlebt und das dann durchaus kommuniziert.

Eigentlich sollte klar sein, dass man niemals 100% über einen Kamm scheren kann. Ich sehe eben häufig Eltern, wie sie mit dem Hund kommunizieren, und parallel dazu ihre Kinder, die eben oft einen anderen Zugang haben und schneller am Ziel sind, als die Erwachsenen.

LG Anja

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Shyla da hast du recht.

Kleinkinder würden aus den von dir genannten Gründen nicht in dieses Schema passen.

Mit der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes, entwickeln sich auch (entsprechend den sozialisatorischen Umweltfaktoren) die Stufen des moralischen Empfindens und Handelns.

Hierfür gibt es verschiedene Stufen (wen es interessiert, dem kann ich Literatur angeben) und wenn ich es auf das Wesentliche herunterbreche, dann muss bei einem Kind als Voraussetzung für dieses vermeintlich "intuitive" Handeln mindestens ein Sinn für Gerechtigkeit, für "gut" und "böse", "richtig" und "falsch" und für Fairness vorhanden sein.

Damit einher geht auch eine gewisse Empathiefähigkeit, die allerdings in frühen Stadien eher aufgrund des Unrechtbewusstseins vorhanden ist, weniger weil wirklich Werte internalisiert worden sind.

Was aber viel entscheidender ist und vermutlich dazu beiträgt anzunehmen, Kinder hätten einen unbefangenen Umgang, der von "Intuition" geleitet ist, ist die Tatsache, dass der Außenfokus bzw. das sich-spiegeln und reflektieren können aufgrund des Verhaltens und der Aussagen der Umwelt, noch nicht ausgeprägt ist und das Kind tatsächlich einen "unbefangenen" Eindruck macht, weil es für sich genau kategorisiert "richtig" und "falsch" und sich somit nicht zur Reflexion (zu der es ausserdem nicht in der Lage ist), aufgefordert sieht.

*so.. zuende geklugscheißt*

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Schade, ich wuerde noch gerne mehr lesen.

Originalbeitrag

Ich sehe eben häufig Eltern, wie sie mit dem Hund kommunizieren, und parallel dazu ihre Kinder, die eben oft einen anderen Zugang haben und schneller am Ziel sind, als die Erwachsenen.

LG Anja

Kannst du eine ungefaehre Altersangabe machen?

Was aber viel entscheidender ist und vermutlich dazu beiträgt anzunehmen, Kinder hätten einen unbefangenen Umgang, der von "Intuition" geleitet ist, ist die Tatsache, dass der Außenfokus bzw. das sich-spiegeln und reflektieren können aufgrund des Verhaltens und der Aussagen der Umwelt, noch nicht ausgeprägt ist und das Kind tatsächlich einen "unbefangenen" Eindruck macht, weil es für sich genau kategorisiert "richtig" und "falsch" und sich somit nicht zur Reflexion (zu der es ausserdem nicht in der Lage ist), aufgefordert sieht.

Ab welchem Alter ist ein Mensch in der Lage alle Aussagen der Umwelt in Entscheidungen mit einzubeziehen?

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Ab welchem Alter ist ein Mensch in der Lage alle Aussagen der Umwelt in Entscheidungen mit einzubeziehen?

Das kann man so gar nicht am Alter festmachen.

Es kommt auf die individuelle Entwicklung des Kindes an und den Sozialisationskontext.

Wächst es beispielsweise in einer Familie auf, in der allgemein sehr viel reflektiert und auch das eigene Verhalten und Handeln dem Kind zugänglich gemacht wird (Vorbildfunktion) und erfährt es durch die Eltern (und durch das restliche Umfeld) in erklärender Weise die Konsequenzen seines Handelns, so wird es sicherlich schneller moralische Stufen durchlaufen können.

Ein simples Beispiel hierfür wären die, die du selbst schon angeführt hast.

"Wenn du dem Hund am Schwanz ziehst, tut es ihm weh".

Anstatt: "Hör auf damit!"

Oder: "Der XY ist traurig, wenn du ihm seine Schaufel einfach wegnimmst, deshalb möchte ich, dass du sie ihm zurück gibst".

Das hört sich im ersten Moment hochtrabend an und wird vielleicht in den einen oder anderen Momenten trotzdem zu Konflikten kommen (weil das Kind es noch nicht wirklich empfinden und verstehen kann), aber es ist nachhaltig.

Werte und Normen müssen ja auch wirklich internalisiert und nicht nur "befolgt" werden, weil XY das so will.

Irgendwann wendet sich das Befolgen ("Ich darf dem Hund nicht am Schwanz ziehen, sonst ist Mama böse/sonst darf ich nicht weiterspielen usw.") in ein tatsächliches (und fast schon selbstverständliches) "Empfinden" von "Ich ziehe dem Hund nicht am Schwanz, weil ich ihm nicht wehtun möchte".

Das ist aber ein Prozess und auch einer, der sich nicht von selbst vollzieht, sondern die Unterstützung der Erziehenden braucht.

Zunehmend wird das Kind auch lernen, was "gut" und was "böse" ist, indem es belohnt wird oder nicht. Ein "gutes" Verhalten äußert sich dann in der Wertschätzung des anderen (spätere Entwicklungsstufe), zunächst aber in simplen Belohnungsmomenten.

Tut das Kind also etwas "gesellschaftlich richtiges", bekommt es Anerkennung.

Hier lernt es also zum ersten Mal, dass die Meinung und die Ansichten der Anderen bezüglich des eigenen Verhaltens/Handelns etwas zählen und wichtig sind.

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