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Dein Hundeforum  Der Hund
Jasy

Jagdtrieb beim Podenco-Mix

Empfohlene Beiträge

gast   

:winken:

da ich selbst zwei Podencos habe und dadurch sehr viele Podencohalter kenne, kann ich dir folgendes dazu sagen:

Die meisten Podencos verbringen ihr ganzes Leben an der Schleppleine. Freilauf ist nur in Windhundausläufen möglich. Rennbahn und Coursing zur Auslastung wurden dir ja bereits empfohlen, dem schließe ich mich an.

Auch das von Steffen empfohlene Themenheft solltest du dir zulegen; dort sind auch Berichte einiger Podencohalter aus Deutschland zu finden.

"Antijagdtraining" führt dazu, dass der Podenco seinen Menschen unterwegs auch mal anschaut, mehr erreicht man meistens damit nicht.

Normale Hundeschule kannste vergessen, wurde schon gesagt. Was habt ihr denn da gemacht? Unterwegs aus dem Beutel gefüttert? Bringt bei Podencos eher weniger, auf keinen Fall eine sichere Abrufbarkeit.

Es gibt ein paar Podencohalter, die es schaffen, ihre Hunde in wildfreien (!!) Gebieten abzuleinen. Auch bei meinen zwei Podencohündinnen ist das möglich.

Diese haben entweder etwas Glück, dass ihr Podenco nicht diesen starken Drang, einfach so abzuhauen, hat und spätestens bei einem Superpfiff zurückkommt, oder sie sind in der Lage, Unmut zu zeigen und ihrem Hund auch mal die Leine oder etwas anderes vor die Füße zu knallen, sprich, bei der Erziehung nicht nur mit positiver Verstärkung zu arbeiten.

Bei meiner Silvi war es relativ einfach, da sie immer darauf achtet, mich nicht zu verlieren und keine Rennflashs bekommt (Rennflash: Hund rast einfach los und entfernt sich sehr schnell sehr weit und geht dann erst mal jagen).

Gwenda, meine andere Hündin habe ich durch anfängliche strenge Einschränkung in den Freilauf bekommen.

Das habe ich hier beschrieben:

http://www.polar-chat.de/topic_71333.html

Im Wald ist aber die Leine immer dran, da ich mir nicht sicher bin, ob ich die beiden stoppen kann, wenn sich plötzlich ein flüchtendes Reh vor ihnen zeigt.

Melde dich doch im Podencoclub an, dort findest du viele Freud- und Leidensgenossen und sehr viel Tipps zur Beschäftigung und Auslastung.

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gast   
Podis sind sehr selbstständig, sie haben wenig Lust auf Kommandos und wenn dann nur auf die, die sie auch ausführen wollen.

Den Satz würde ich ändern in " Kommandos die ihnen nachvollziehbar erscheinen" . Ewiges ran rufen ohne Grund, da freut sich der DSH und der Podi zeigt dir alsbald einen Vogel :)

Hat es aber einen Grund, den der Hund begreift sieht die Sache schon ganz anders aus.

Und sicher gibt es Abrufbare Windis/ Podis. Hab selber einen nur sollte man auch ganz klar sehen, dieser Hund hat nicht die jagdliche Veranlagung, wie sie meine Russin hat. Da liegen Welten zwischen.

Gruß Iris

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gast   

Mein Paco ist ein Podi Mix. Es hat über zwei Jahre gedauert das ich ihn Offline führen kann.

Im Wald No go... Auch weil er dort Jagderfolg hatte.

Ich habe hier keinen eingezäunten Platz oder Rennbahn in der Nähe.

Ich fahre mit Paco deswegen öfters mal mit Fahrrad, nicht jede Woche, zu zwei Stellen wo ich ihn ableinen kann.

Wild gibt es da und die Gefahr das er da mal was er blickt ist natürlich immer da (aber es sind schon mal keine Straßen in der Nähe was einen "Abflug" ihm gefährlich werden kann).

Aber dort beschäftige ich ihn sofort wenn ich ihn ableine nur SEHR gering lass ich ihn selber entscheiden was er will, zb. Sprinten liebt er, lasse ich aber nicht wirklich zu. Ich weiß das er da zu sehr abschweift und dann auf Tour geht.

Er hat immer wieder "schlechte Tage" wo keinen Bock hat auf mich zu achten, mit mir was zu tun.

Dann nicht, Leine dran, fertig.

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gast   

Mein Podenco pequeno Mix stand auch in der Vermittlung als Labbimix, sah auch als kleiner Welpe so aus. Ich hatte echt keine Ahnung, was ich mir da eingehandelt habe :Oo .

Und der Knirps ist auch hinter Autos, Joggern und Fahrrädern her, alles was schnell ist. Hundeschule und sämtliches Training brachten nichts, der Kerl ist eigenwillig. Also läuft er halt auch überwiegend an der SL, an manchen Wiesen, wo kein Wild und keine Jogger usw. in die Nähe kommen, darf er auch schon mal sausen. Windhundausläufe gibts hier leider nicht.

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criol   

Vielen der Antworten, die Du bisher bekommen hast, kann ich voll und ganz zustimmen. Du solltest aber vor allem bedenken, dass Dein Hund erst wenige Monate bei Dir ist.

Bei einem Windhund- oder Windhundmix der starken Jagdtrieb hat brauchst Du viel länger, um den Hund richtig lesen zu können und eine wirklich gute Bindung zu ihm zu haben. Noch dazu ist Dein Hund noch sehr jung, also auch gerade in dem Alter, wo er am meisten Energie hat und gelegentlich auch wieder vergisst, was er schon gelernt hat.

Wenn Du bei HTS bist (das habe ich jetzt mal so raugelesen) können sie Dir sicher schon mal Tips zur Hand geben, die Dir in wildarmen Gebieten weiterhelfen. Dann würde ich Dir Buch und DVD Antijagdtraining empfehlen. Dort sind viele Tipps und Ideen, wie man jagdlich ambitionierten Hunden Ausgleich bieten kann (bin ich auch gerade dran und die DVD fand ich schon mal echt gut).

Wenn Du dann noch Deinem Hund regelmässig in gesicherten Ausläufen die Möglichkeit zum Toben mit Artgenossen bieten kannst, steht einem sehr glücklichen Hundeleben sicher nichts im Weg. Und vielleicht kannst Du Deinen Hund dann auch irgendwann in den passenden Gegenden ableinen.

Es ist in der Tat so, dass viele Tierschutzvereine nicht genügend darüber aufklären. Aber das ist in deutschen Tierheimen nicht anders. Und ich kenne viele Windhunde, die frei laufen dürfen, aber sogar Pudel, die wegen Jagdtrieb nicht von der Leine dürfen. Von den vielen Beagles, Settern, Huskys etc. mal ganz abgesehen ;) .

Stimmt.Es stellen sich mir die Nackenhaare, wenn ih z.B. sehe, dass in manchen Schutzverträgen verboten wird, den Hund bei Rennen und Coursings laufen zu lassen.

Finde ich auch total doof, insbesondere, wo sie ohne Papiere eh nicht an den richtigen Rennen der Vereine teilnehmen dürfen. Und es würde ja auch reichen, wenn man bei Greys, die mit Papieren direkt von der Rennbahn kommen, diese Rennen untersagen würden, wenn man die Hunde vor Ausnützung schützen will....

Aber es gibt sogar Vereine, die vermitteln Windhunde nur unter der Bedingung, dass man sie nie ableint :wall:

Meine kleine Galgomixhündin ist 1,5 Jahre und hat seit ein paar Monaten leider auch recht starken (Katzen-)Jagdtrieb. Daher kann ich sie zur Zeit auch nicht überall frei laufen lassen. Aber wir arbeiten dran.... Ich habe nicht vor, so schnell aufzugeben. Die Greyhündin läuft 95 Prozent der Zeit frei. Und mein ehemaliger Pflegling, ein Seguigo Italiano, die rassebedingt oft auch alleine über lange Strecken jagen gehen, kann inzwischen auch sehr oft frei laufen.

Also, Kopf hoch!

Ein geretteter Hund ist mit einem warmen Bett und 'nem vollen Futternapf noch lange nicht gerettet. Das sichert nur seine Existenz, nicht sein Leben.

Klar, die Hunde würden viel lieber verhungern oder in irgendeinm 2qm Zwinger ihr Leben fristen, als nur 1-2 mal die Woche mit den Hundekumpels frei rennen zu können und ansonsten ganz, ganz schrecklich nur 5 x am Tag an der Schleppleine rauszukommen, medizinisch gut versorgt, geliebt und beschäftigt zu werden .... :Oo . Kommt doch mal von der Illusion weg, dass die Hunde in Ihrem Heimatland frei und sicher als Selbstversorger leben und ihren Jagdtrieb in Ruhe ausleben können!

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gast   
Stimmt.Es stellen sich mir die Nackenhaare, wenn ih z.B. sehe, dass in manchen Schutzverträgen verboten wird, den Hund bei Rennen und Coursings laufen zu lassen.

Warum?

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gast   

Es gibt Podis/Windis die wollen das nicht mehr. Weder Bahn noch Coursing, warum auch immer.

Das allerdings Grundsätzlich zu verbieten ist genau das selbe als würde man einem Borderhalter untersagen mit seinem Hund zu hüten...

Deswegen.

Gruß Iris

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gast   
Originalbeitrag
Stimmt.Es stellen sich mir die Nackenhaare, wenn ih z.B. sehe, dass in manchen Schutzverträgen verboten wird, den Hund bei Rennen und Coursings laufen zu lassen.

Warum?

Soweit ich weiß, gehen einige Leute davon aus, dass Podencos und Galgos aus Spanien - vor allem, wenn sie schon ein paar Jahre alt sind - durch suboptimale Ernährung und Haltung nicht zu diesen Höchstleistungen in der Lage sind.

Ich kenne allerdings genügend Gegenbeispiele zu dieser Theorie. :zunge:

Dass man einen schon gebrechlichen Hund nicht mehr laufen lässt oder einen mit einer alten Verletzung, sollte sich von selbst verstehen.

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steffen   
(bearbeitet)
Originalbeitrag

Kommt doch mal von der Illusion weg, dass die Hunde in Ihrem Heimatland frei und sicher als Selbstversorger leben und ihren Jagdtrieb in Ruhe ausleben können!

Diese Illusion habe ich nicht.

Nur ist ein Hund, der mehrere Jahre in einer anderen Umwelt und Gesellschaft gelebt hat, mit der hier existierenden Umwelt und Gesellschaft meist erstmal extrem überfordert. Kommt er dann noch in inkompetente underfahrene Hände, bleibt diese Überforderung (dieser psychische Knacks) bestehen und verstärkt sich. Dafür gibt es etliche Beispiele.

Das meine ich mit:

Originalbeitrag

.......und bei deren Vermittlung nicht auf Kompetenz und Fachwissen der neuen Besitzer geachtet wird. Mit Tierschutz hat das nichts zu tun.

Ein geretteter Hund ist mit einem warmen Bett und 'nem vollen Futternapf noch lange nicht gerettet. Das sichert nur seine Existenz, nicht sein Leben.

Manche "gerettete" Hunde wären besser dran, wenn man sie an Ort und Stelle erschießen würde, als sie hier her zu holen.

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HugoundUschi   

Da geb ich Steffen absolut recht! Dieser Meinung bin ich auch.

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