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Hundeforum Der Hund
Cruby

Alleine bleiben / Trennungsangst?

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Hallo ihr Lieben!

Ich würde gerne mal eure Meinungen hören zum Thema Trennungsangst bzw. zu Hunden, die nicht gut alleine zu hause bleiben.

Meine Hündin ist ca. 3,5 Jahre alt. Und obwohl wir das Alleine-Bleiben lehrbuchmäßig aufgebaut haben (also die Zeit gesteigert, der Hund war satt, zufrieden, hatte sich vorher gelöst und es gab keine Interaktionen mehr, bevor wir gegangen sind, sie hatte was zum Kauen da, war räumlich eingeschränkt (also ein Zimmer), etc etc.), hat sie es nie wirklich gut gelernt, was mich immer schon sehr belastet hat.

Ich filme sie, wenn sie alleine ist, damit ich weiß, wie es gelaufen ist.

Seit ca. 6 Monaten ging es wirklich sehr gut.

Im April war sie scheinträchtig und hatte den letzten schlimmen "Rückfall" - also ein Video mit einem gestressten Hund, der herumtigert und langes, lautes Wofsgeheul von sich gibt.

Wir haben mehr oder weniger wieder bei null angefangen, konnten es aber schnell steigern, so dass sie nun auch mal 4-5 Stunden alleine bleiben konnte. Sehr schöne Videos - die langweiligsten homevideos der Welt :)

Sie bleibt nicht regelmäßig alleine, da sie mit mir ins Büro geht. Es fehlt also sicherlich auch die Routine, oder der alltägliche Tagesablauf, wo sie bspw. jeden Tag von - bis alleine bleibt, das gibt es bei uns einfach nicht.

Gestern Abend war sie wieder alleine und ich war 3 Stunden und 45 Minuten weg.

Das Video ist schlimm :( alle paar Minuten stößt sie schreckliches Wolfsgeheul aus. Andererseits, was mich verwirrt, wirkt sie nicht sooo gestresst, denn sie heult auch, während sie, von der Körperhaltung her, recht entspannt auf dem Boden liegt.

Sie ist gerade wieder läufig, Tag 12/13 der Läufigkeit.

Glaubt ihr, das hängt mit den Hormonen zusammen?

Hat noch jemand gute Tipps, um ihr das Alleine Bleiben zu erleichtern?

Ich habe allerdings das Gefühl, ich habe alles darüber gelesen und ausprobiert.

Ich weiß einfach nicht mehr, wie ich ihr beibringen soll, dass es ok ist, hin und wieder wenige Stunden alleine zu bleiben.

:(

Mit lieben, verzweifelten Grüßen

Cori

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Hallo Cori,

aufgrund der Erfahrungen mit meiner ersten Hündin denke ich, dass das Alleinbleiben-können sehr damit zusammenhängt, wie emotional abhängig der Hund von dir ist.

Meine war in den ersten Jahren sehr unselbständig, fast ein schüchternes "Mamakindchen".

In der Zeit bekam sie regelrecht Panik, wenn sie allein bleiben musste (war immer nur kurz).

Je älter, eigenständiger und selbstsicherer sie wurde, desto besser lief es.

Mit 8 wurde sie kastriert, was ihr viel Mut und Lebensfreude verschaffte. Ab da war Alleinbleiben kein Thema mehr.

Wie ist das bei euch, welche Rolle spielst du im Leben deiner Hündin?

Vielleicht könnte man da ansetzen.

LG

Antonia

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Hallo Cori,

aufgrund der Erfahrungen mit meiner ersten Hündin denke ich, dass das Alleinbleiben-können sehr damit zusammenhängt, wie emotional abhängig der Hund von dir ist.

Meine war in den ersten Jahren sehr unselbständig, fast ein schüchternes "Mamakindchen".

In der Zeit bekam sie regelrecht Panik, wenn sie allein bleiben musste (war immer nur kurz).

Je älter, eigenständiger und selbstsicherer sie wurde, desto besser lief es.

Mit 8 wurde sie kastriert, was ihr viel Mut und Lebensfreude verschaffte. Ab da war Alleinbleiben kein Thema mehr.

Wie ist das bei euch, welche Rolle spielst du im Leben deiner Hündin?

Vielleicht könnte man da ansetzen.

LG

Antoniazitieren

Hallo Antonia,

also es ist so, dass Ruby, seit sie mit 9 Wochen bei uns eingezogen ist, ihre Zeit, quasi rund um die Uhr mit mir verbringt.

Sie hat mich immer im Blick und liegt gerne dicht bei mir, egal, wo wir sind.

Trotzdem ist sie absolut keine unsichere Hündin, sie geht schon recht selbstbewusst durch`s Leben, hat keine Schwierigkeiten mit der Umwelt, Menschen und auch sehr selten Zickereien mit anderen Hunden. Es ist eher so, dass ich immer bemüht bin, dass sie keine Dinge regeln muss, dass sie weiß, dass ich mich schon kümmern werde. Ob sie mir das immer so abnimmt, weiß ich nicht ;)

Finde ich eine interessante Frage, aber schwierig zu beantworten. Sie geht auch mit anderen Menschen mit, geht ganz normal mit meinem Freund spazieren. Wir haben sie nur wenige Male wirklich für ein paar Tage abgegeben oder mal eine Nacht. Da hat sie keine Probleme gemacht und ist normal mitgelaufen.

Ich würde sagen, wir haben eine gute Beziehung miteinander, aber ob sie emotional abhängig von mir ist....?

Woran hast du das bei deiner Hündin festgemacht oder bemerkt?

LG

Cori

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Woran hast du das bei deiner Hündin festgemacht oder bemerkt?

Naja, ihr ganzes Wesen war unselbständig. Sie war mein Schatten, vermenschlichend könnte man sagen, sie hat mir jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Ich war ihre Göttin und die einzige von uns beiden, die sagte, was wie getan wird. Nie hätte sie eine eigene Entscheidung getroffen. Sie ging auch nicht mit anderen Leuten. Mit meinem Mann ging sie erst, als er schon 1,5 Jahre bei uns wohnte.

Mir gefiel das nicht, und ich tat mein Bestes, ihr zu helfen, selbständiger zu werden. Stellte ihr Aufgaben, die sie alleine bewältigen musste. Wie gesagt, der Durchbruch war die (tumorbedingte) Kastration mit 8. Danach entwickelte sich zu einer souveränen, selbstbewussten Hündin, die sogar wieder mit Hunden spielte -bis zu ihrem Tod mit 15.

Es ist eher so, dass ich immer bemüht bin, dass sie keine Dinge regeln muss, dass sie weiß, dass ich mich schon kümmern werde

Vielleicht ist das für sie zu viel Fürsorge? Ich weiß es nicht.

Vielleicht würde es ihr gut tun, auch mal selbst etwas in die Pfote zu nehmen? Alt genug dazu ist sie.

Sind nur Ideen, vielleicht liegt`s auch wirklich nur an der Läufigkeit.

Wir Mädels sind dann ja schon ziemlich schräg drauf zuweilen :zunge:

12./13. Tag könnte Standhitze sein, da geht`s schon rund im Kopp.

LG

Antonia

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