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Hundeforum Der Hund
hundeloseSteffi

Geruchsidentifikation

Empfohlene Beiträge

Mal wieder ne Frage:

Wie bringt man einem Hund das unterscheiden von Gerüchen bei?

Hab es schon versucht aber obwohl Momo eigentlich gute Nase und hohe Intelligenz vorzuweisen hat hat sie nicht verstanden was ich von ihr wollte :??? . Wahrscheinlich hab ich es irgendwie falsch gemacht. :(

Also wer kann mir erklären wie wir die Sache am Besten angehn?

Freue mich auf Antworten

Stefanie und Momo (die endlich mal müde und zufrieden schläft)

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Was hast du denn genau gemacht?

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Und worauf möchtest Du hinaus? Mantrailing? Duftstoffsuche?

Ich kann Dir sonst gerne mal meinen Bericht zum Go Sniff Seminar - Duftstoffsuche einstellen. Habe ich in einem anderen Forum geschrieben und muß nur kopiert werden.

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Weiss noch nicht so genau was wir später mal wirklich machen wollen. Momentan testen wir alles son bißchen aus. Es geht mir hauptsächlich darum Momo auszulasten und da ist Nasenarbeit glaub ich genau das Richtige für uns.

Ich hab unbenutzte Bierdeckel genommen, einen für einige Minuten unter die Achsel gesteckt. Zwei geruchsneutrale mit Handschuh auf den Boden gelegt, hab sie an dem "Schweiß-" Deckel schnüffeln lassen und ihn zu den anderen auf den Boden gelegt und sie dann einfach zum Suchen geschickt. Sie hat auch ganz toll die Deckel eins nach dem anderen apportiert, aber halt nicht verstanden was ich wollte.

Davor kannte sie nur die Suche nach Futterbeutel oder Ball und ab und zu Fährten.

@daggi: Ja das wäre super wenn du den Bericht einstellen könntest, das hört sich so an als ob es genau das ist was ich suche!

Vielen Dank

Stefanie

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(bearbeitet)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die du trainieren kannst.

Eigengeruchsidentifikation ist eine der schwereren Übungen und für den Anfang wirklich kompliziert.

Vor allem, wenn du gleich DREI Auswahlmöglichkeiten hinlegst.

Clickerst du?

Du kannst z.B. Interesse für den *Schweiß*-Deckel klicken, bis dein Hund begriffen hat, dass es eben genau DARUM geht.

Dann solltest du dir vorher überlegen, ob du Apportieren lassen oder Anzeigen lassen willst.

Ich arbeite z.B. mit kleinen Gläsern... die zu apportieren macht nicht viel Sinn, ich lasse meine Hunde also *anzeigen*, welches das richtige ist.

Meine Hunde lernen, Erdnussöl von anderen Ölen und später auch anderen beliebigen Gerüchen zu unterscheiden.

Das ist wieder eine andere Übung.

Hast du irgendwo eine Anleitung? Ein Buch oder so? Schnüffelstunde oder auch Spurensuche?

So ganz allein ist das nicht so einfach.

Ach ja.. und was ich ganz wichtig finde ist, dass man VORHER weiß, was man üben will.

Denn nur dann kann man einen wirklich sauberen Übungsaufbau planen.

LG Antje

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(bearbeitet)

Hallo Steffi,

hier der Bericht:

Go Sniff Seminar Teil I

Freitag:

Wir sind Freitag um 14.30 Uhr zu unserem Seminar gestartet. Leider begann es etwas spät für uns, denn Diana, die Veranstalterin des Seminars, hatte uns leider nicht über eine wahnsinnige Umleitung ( 30 KM über die Dörfer, schlappe 30 Minuten mehr) informiert, geschweige denn den kürzesten Weg um die Baustelle herum ( 2 KM! ) mitgeteilt. Wir also spät angekommen, Dany nach 2 Stunden schlafen im Auto voll fit in den Seminarraum und sofort wieder ablegen. Hat sie etwas gestresst, denn sie durfte weder die Menschen noch die Hunde begrüßen.

Dann ging es also los. Ute erklärte super verständlich den Aufbau der Nase und die bei Geruchsaufnahme ablaufenden Prozesse. Hat den Bio-Unterricht aus der Schule kräftig aufgefrischt und somit die Grundlage für den Aufbau der Nasenarbeit gelegt. Nach ca. 1 Stunde ging es dann raus mit den Hunden zur praktischen Arbeit. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten anwesenden Hunde ein Aggressionsproblem hatten und Dany nur Kontakt zu einem Labbi, einem Hovi und einem Schäferhund-Mix haben durfte. Alle anwesenden Ridgebacks ( 6 Stück) mussten gemieden werden. Dadurch bedingt bekam man leider wenig von den Korrekturen an anderen Hunden mit, welche man vielleicht auch für sich selbst hätte nutzen können.

Nun ging es erstmal um die Einschätzung der einzelnen Teilnehmer in der Kommunikation mit dem eigenen Hund. Jeder sollte etwas mit seinem Hund machen, was dieser gerne und bereitwillig in jeder Situation tut, dann loben und belohnen. Hier wurde die Art der Belohnung über das Markerwort und das Leckerchen trainiert, damit der zeitliche Ablauf stimmt. Ich war sehr stolz auf Dany, denn Ute meinte, dass unser Trainingsstand schon sehr hoch wäre. Anschließend gab es eine Besprechung und Zusammenfassung.

Samstag bis zum Mittag :

Am zweiten Tag ging es in der Theorie um die Arbeit mit Duftstoffen. Wie wird diese aufgebaut, welche Hilfsmittel werden benötigt etc. Anschließend ging es wieder raus mit den Hunden und der erste Duftstoff ( bei uns Vanille ) wurde trainiert. Hierfür wurde ein Stück Mullbinde in eine Wasser-Vanille Mischung getaucht und dann in eine Plastiktüte gesteckt. Dazu kam noch ein Plastikröhrchen - ebenso befüllt - und mit einem Schaumstoffstopfen verschlossen. Die Hunde sollten ein bestimmtes Verhalten beim Auffinden des Plastikröhrchens zeigen( bellen, sitz, Platz, Dummy holen o.ä. ) Es wurde auf engstem Raum geübt. Hund steht beim Besitzer, Plastiktüte in der Hand und am Boden (ca. 50cm entfernt ) liegt das Röhrchen. Hund bekommt die Tüte geöffnet gezeigt, geht zum Röhrchen und bekommt das Kommando für das gewünschte Verhalten ( Sitz, gib laut etc. ) Es folgt das Markerwort und die Belohnung. War ein Dummy im Spiel, so wurde dieser neben das Röhrchen gelegt. Bereits die Aufnahme des Dummies wurde nun belohnt. So verknüpften die meisten Hunde sehr schnell, was hier gefordert ist. Diese Übung wurde – je nach Hund – 2-3x gemacht, Pause mit Spaziergang zur Entspannung der Hunde und dann ging es wieder von vorne los, allerdings wurde das Röhrchen nun weiter entfernt hingelegt.

Anschließend Zusammenfassung und Besprechung des praktischen Teils sowie Mittagessen (Echt wichtig, frische Luft macht hungrig!)

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Go Sniff Teil II

Samstagnachmittag:

Nach dem Mittagessen hatten wir 1 Stunde Zeit für einen Spaziergang. Dann ging es weiter mit den Erläuterungen für die praktischen Übungen.

Wir gingen auf einen Feldweg und versteckten die Röhrchen auf Distanz in Grasbüscheln, Gebüsch o.ä. Danach bekamen die Hunde die Geruchsprobe gezeigt und wurden zur Suche geschickt. Fast alle Hunde fanden sie auf Anhieb. Um den Duft von dem Röhrchen und bestimmten Untergründen zu lösen wurden der Asphalt, Holzpfeiler, Steine etc. mit den Geruchsproben besprüht und die Hunde sollten diese finden. Dies gestaltete sich etwas schwieriger, denn die Hunde waren tatsächlich fixiert auf das Erlernte. Trotzdem wurde mit Geduld und Spucke der jeweilige Sprühpunkt gefunden.

Im theoretischen Teil wurden nun die wieder die Ergebnisse besprochen. Weiter ging es mit Infos, warum Hunde im Zickzack suchen ( Vermeidung der Adaption von Gerüchen ) oder aber stöbern. Mit Rätseln in Diagrammen und Bildern wurde dann das Verständnis der Teilnehmer überprüft – lustig gemacht und effektiv.

Sonntag:

Nach einer kurzen Begrüßung und Besprechung gingen wir mit den Hunden auf eine Wiese. Hier wurden Sprühfährten am Boden gelegt, denen die Hunde nach Vorhalten der Geruchsprobe folgen sollten. Dany fand es urkomisch, dass die nächste Fährte ( Anis ) 1m neben ihrer Fährte ( Vanille ) lag. Unsere Schleppfährten machen wir normalerweise mit einem in Anis und Sonnenblumenöl eingelegten Dummy. Also hat sie sich entschlossen, die Fährten im Zickzack parallel abzusuchen. Dies war definitiv nicht zur Vermeidung der Adaption, sondern sie fand beide Endpunkte sehr zielsicher. Natürlich lag nur am Ende ihrer Fährte der Dummy. Diesen brachte sie sehr stolz.

Erneut wurden die Ergebnisse besprochen und die nächste Übung in der Theorie erläutert. Wir wollten unsere Hunde nun endgültig von den gewohnten Bodenfährten lösen und die Duftröhrchen an ungewohnten Plätzen verstecken.

Zuvor jedoch zeigte uns ein Teilnehmer ( Hundeführer am Flughafen Hamburg mit seinem Sprengstoffhund ) wie sein Hund arbeitet. War toll anzusehen.

Um so stolzer war ich, als Dany das von mir im Baum versteckte Röhrchen ( lag dort bereits 30 Minuten und Dany hat nicht gesehen, wohin ich gehe ) auf Anhieb im Baum anzeigte! Leider flog das Röhrchen dann aus der Astgabel, aber alle waren von der kleinen Spürnase beeindruckt. Ha, noch ein Grund zum Platzen vor Stolz. Vielleicht sollte ich eine Umschulung mit Hund machen???? Spaß!

Im weiteren Theorieteil sprachen wir über Hunde, die im Naturschutz eingesetzt werden, über den Einsatz beim Mantrailing, über mögliche Duftstoffe und Eigengeruch.

Ute wollte zum Schluß von jedem Teilnehmer wissen, welche Infos er für sich speziell mitgenommen hat, wie er die Arbeit fortsetzen will und ob noch Fragen sind. Ich habe dann für Dany und mich festgestellt, dass die Arbeit mit Duftstoffen als Sprühfährte ausfällt, da wir bereits Schleppfährten und frei-verloren-Suche machen. Ich werde mich zukünftig auf das Verstecken von Gegenständen mit Duftstoffen an ungewöhnlichen Orten und auf unterschiedlichen Ebenen konzentrieren. Im Winter werden wir das Training mit Eigengeruch an versteckten Spielzeugen im Haus üben, damit haben wir eine schöne und sinnvolle Beschäftigung für die dunkle Jahreszeit. Ute sah es genauso und hat uns in diesem Vorhaben bestärkt.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass die Einstellung von Ute mir sehr gut gefällt. Es wird nicht mit Zwang gearbeitet, die Übungen werden in aller Ruhe trainiert, die Motivation der einzelnen Hunde den Menschen näher gebracht und ihr Umgang mit Mensch und Tier ist nett und liebevoll. Sie ermutigt und hilft jedem Halter, die vom Hund vorhandenen Anlagen zu erkennen, zu fördern und sich nicht durch Regelwerke einengen zu lassen. Sie kann die Tiere sehr schnell einschätzen und nicht nur unter rassespezifischen Eigenschaften einsortieren.

Es waren einige Dinge dabei, die man bereits wusste, aber die Auffrischung wurde so gut verpackt, dass die Teilnehmer einfach mit Spaß bei der Sache waren. Gut gefallen hat mir die reichliche Praxisarbeit, bei der individuell auf die Anlagen von Mensch und Hund eingegangen wurde. Ich werde sicher mal wieder ein Seminar bei ihr belegen.

Ich habe alle mir relevant erscheinenden Dinge aufgeführt, erhebe aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Habt ihr Fragen ? Immer her damit.

Bilder folgen in den nächsten Tagen noch.

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Erst nochmal Danke für eure Tipps!

Werd mich erst nochmal etwas genauer belesen bevor wir das ganze nochmal in Angriff nehmen.

Aber: Bevor ich mit Momo rausgehe darf sie meist meine Schuhe aus dem Flur apportieren. Normalerweise stehen dort nur meine Schuhe, heut standen die Schuhe meiner Mutter direkt daneben, von Größe und Aussehen ähnlich. Momo hat ohne groß zu überlegen meine Schuhe gebracht- =)=) dickes Lob!

Vielleicht war es Glück aber vielleicht auch ein erster Erfolg bei der Geruchsunterscheidung?!

LG Stefanie

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Gestern hat Momo aus ca 7-8 Tannenzapfen durch schnüffeln ganz gezielt den rausgesucht, den ich vorher in der Hand hatte! =):megagrins

Mann bin ich stolz aufs Hundi! :respekt:

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