Jump to content
Hundeforum Hundeforum
Sartis

Beziehung wegen eines Hundes beenden?

Empfohlene Beiträge

Guten Abend,

vorab das wird ein reiner Heulpost (wörtlich) und ich weiß nur grad nicht wo ich es sonst loswerden soll.

Hat sich von euch schon wer wegen eines Hundes so arg gestritten, dass eine Trennung die Konsequenz war? Mir kommt vor da läuft was ganz arg schief aber vielleicht bin ich auch zu überzogen in meiner Vorstellung.

Also kurz die Geschicht. Ich bin seit 1,5 Jahren ca. mit meinem Lebensgefährten zusammen und er lebte nach wenigen Wochen ganz bei mir, hat aber seine Wohnung behalten. Das wollten wir beide so. Nach meiner Scheidung 2010 wollte ich nicht wieder in der Situation sein ev. getrennt in der gleichen Wohnung leben zu müssen. Das war schrecklich. Obwohl es meine Wohnung war und mein Exmann damals zu mir zog musste ich ihn einiges Geld geben dass er auszog. Mein Freund arbeitet in der gleichen Firma wie und wir kennen uns seit 5 Jahren.

Also er wollte schon immer einen Bullterrier und sagte immer er überlegt schon seit Jahren aber geht ja nicht weil er immer mal über Nacht beruflich wegbleibt. Eines Abends im März stießen wir im Inet auf Bullterrier in Not und sahen Weppy. Er hat sich sofort in die Kleine verliebt und das Überlegen ging los. Tagelang hörte ich nur die ist aber so lieb, so einen Hund wollte ich schon immer usw. bis ich sagte ruf mal an vielleicht ist die ja schon auf einen guten Platz und du machst dich umsonst verrückt.

Er rief und eine wirklich sehr liebe Pflegemami erzählte ihm einiges zur Maus und dann wars ganz vorbei. Er hat wirklich tagelang hin und her überlegt wegen seines Jobs. Da er ja praktisch bei mir lebte bot ich ihm natürlich an zu helfen. Hier lebt schon ein Hund, bis zur Scheidung waren zwei Hunde hier und wenn sie sich verstehen habe ich kein Problem wenn ich auf sie mit aufpasse wenn er unterwegs ist.

Ich habe aber auch klar gemacht - ICH will keinen zweiten Hund. Es ist seiner und er erzieht, bildet aus, geht Gassi und hilft beim Dreckwegräumen. Ich helfe wenn es nötig ist, habe aber schon einen Problemhund und nicht die Kraft und die Zeit für einen Zweiten. Ich erwarte mir dafür aber auch dass er mich mit dem Training mit Ares unterstützt so wie ich ihn unterstützen würde wie ich kann. Deutlicher kann man nicht sagen - ich will nicht wieder einen Hund umgehängt bekommen nur weil er Arbeit macht als ich es tat. Das hat mein Exmann schon gemacht und ich lasse das nicht noch einmal zu. Wir habe das wirklich sehr lange und ausführlich diskutiert und ich bekam das Versprechen das dies nicht passieren würde. Ein Bully war sein Herzenswunsch.

Also einmal den Hund bei der Pflegimami besucht und uns vorgestellt. Salzburg - Graz sind mal eben so 3 Stunden Autofahrt je Richtung. Dann nochmal hin mit Ares ob sich die auch verstehen. Das klappte erstaunlich gut und so kam die Maus auf Pflegevertrag mit uns bis zur Nachkontrolle und dann erst die off. Übernahme. Uns wurde klar gesagt die Maus ist ein Jahr alt und kann nichts. Eine Hundeschule wäre angeraten.

Jetzt kommt der schon oft hier im Forum angesprochene Unterschied zwischen Erziehung und Ausbildung. Die Info war ist nicht ausgebildet. Die Wahrheit war ist 0 erzogen. Jeder von euch kann sich sicher einen Bully vorstellen mit der Überzeugung die Welt sei nur für ihn gemacht. Rein in die Wohnung und alles war ihres. Wir mussten anfangen ihr beizubringen dass es höchst unfein ist so fest nach einem Leckerli zu schnappen dass die Finger Löcher bekommen.

Was macht mein Freund, verbringt das Wochenende allein in seiner Wohnung weil es zu stressig ist und er mal eine Auszeit braucht. Nach der ersten Woche war Gassigehen in der Früh zu stressig - Garten reicht ja auch. Hundeschulen hatten grad alle Kurse schon am Ende und einen HT braucht man nicht. Sie ist ja eine Liebe. Ist sie auch. Mittlerweile weiß sie, das das Essen am Teller keine Aufforderung ist auf den Tisch zu springen, sie vorsichtig sein muß, sie auf ihren Platz zu bleiben hat etc. Leider hab das fast alles ich ihr beigebracht. Der liebe Mann muss ja nach der Arbeit noch ein Bier mit den Kollegen trinken, oder mal nachhause fahren - mann braucht auch seine Ruhe ab und an. 10 Minuten Gassi gehen am Abend reicht - der Hund will nicht mehr.

Ich habe sie dann für eine Junghundekurs gesucht und meinen Freund mit Weppy angemeldet. Er war sogar die ersten vier Kursabende da. Den vierten schon unwillig. Er wollte auf den Weg schon umdrehen denn wenn der Hund so zieht an der Leine hat er keine Lust mit ihm in die Hundeschule zu gehen so genervt wie der Herr schon ist. Die kleine Maus ist mittlerweile ein Traumhund. Sie kuschelt gerne, folgt gerne, ist begeistert am lernen, an der Leine zieht sie zumindest bei mir nicht.

Also seit April letztens Jahres habe ich so alle zwei Wochen richtig Zoff hier weil ich die Idee habe dass ein junger einjähriger Hund mehr als 10 Minuten morgens und 10 Minuten abends Auslauf braucht. Ich der Meinung bin dass ein Hund auch ausgebildet gehört besonders wenn man schon das Rießenglück hat ein Exemplar zu erwischen das wirklich die ganze Welt liebt. Mittlerweile muss ich meinen Freund extra bitten sich um seinen Hund zu kümmern wenn ich mal was vorhabe. Die bitte verhallt leider meist in einem leeren Raum.

Im November musste ich mal an einem Freitag auswärts arbeiten. Zu meinen Fraund sagte ich extra ich muss um 8 Uhr los und komme vor 21 Uhr sicher nicht nach Hause. Bitte fahr gleich nach der Arbeit heim und kümmere dich um die Hunde. Ich erhielt um 16 Uhr eine sms er ist in seiner Wohnung und bleibt über Nacht. Ich also um 21 Uhr den Output von zwei Hunden aus dem Wohnzimmer gewischt, mit beiden Hunde getrennt je eine Stunde Gassi und bin dann heulend ins Bett gefallen.

So etwas ähnliches hat sich seither noch zweimal ereignet und heute leider wieder. Ich wollte mit Ares draußen trainieren solange es noch hell ist. Die alte Graunase findet die "Fährte" zwar auch sicher im Dunkeln ich aber die Fläche nicht mehr. Ich stehe extra um 05:30 auf um mit meinen Dicken in der Früh eine halbe Stunde zu gehen und dann ja um 7 Uhr im Büro zu sein damit ich um 16 Uhr wieder zuhause bin. Als Führungskraft muss mein Freund ja nicht stempeln und wenn er um 9 ins Büro kommt sind die Hund gerade noch erträglich lang allein zuhause. Ich bat also meinen Freund heute auch früh zu gehen, weil ich mit Ares trainieren will und Weppy nicht soviel allein bleiben soll. Er sagte er ist eh schon fertig und passt. Bis 19 Uhr habe ich gewartet. Der Herr war auf ein Bier noch schnell - wenn ich eh Ares holen war hätte es ja gereicht Weppy kurz in den Garten zu lassen.

Kurzum ich fand seine Haltung richtig verantwortungslos und habe das wieder einmal deutlich gemacht. Es kann doch nicht sein einen Hund von 9 bis 19 Uhr "allein" zu lassen. Klar wäre ich dazwischen kurz zu Hause gewesen - aber wenn ich nicht wieder das Training verschoben wäre ich auch wieder 1,5 bis zwei Stunden weg gewesen und nicht viel vor ihm wieder zuhause. Er fand ich würde wieder mal total übertreiben und ging. Wenigtens hat er seinen Hund diesmal nicht vergessen wie sonst auch.

Ich möchte hier kein falsches Bild zeichnen. Er liebt die Maus über alles, kuschelt stundenlang mit ihr. Fährt mit ihr auf die Freilaufwiesen etc. Nur in der Alltagsverantwortung scheiden sich unsere Vorstellung gewaltig.

Und ich sitze hier und heule. Es kann doch nicht sein sich wegen eines Hundes so zu zerstreiten. Meine Freunde sagen schon seit Monaten Weppy müsse wieder gehen wenn er sich nicht kümmert und wir ständig wegen des Hundes streiten. Aber sie ist ja schon lange eine liebe, süße Maus. Sie ist keine Belastung mehr sondern die Einstellung meines Freudes seines Hundes gegenüber.

Ah ja beim Training mit Ares bekam ich auch keine Hilfe. Wenn ich krank bin habe ich Glück wenn er mal 15 Minuten mit vor die Tür geht.

Wie gesagt ich will mich einfach grad nur ausheulen hier, tut mir leid. Was ich von meinen Freunden höre weiß ich eh. Gib den Bully ab und dann passts wieder.

Ich glaube nicht, das Vertrauen habe ich verloren. Nach jeden großen Streit hat sich zwar die Lage gebessert. Nach einem wurden die Spaziergänge morgens wieder aufgenommen, nach dem Nächsten die Abends wieder verlängert, nach dem nächsten Streit und einem Übungsplan auf der Kühlschranktür wurde tägliche Übungseinheiten ausgeführt, nach dem nächsten Streit konnte man auch Suchspiele machen, nach dem nächsten Streit konnte man sogar einmal im Monat selbst die Hundehaufen im selbst Garten wegmachen, nach dem nächsten Streit wurde mal der Tierarzt aufgesucht nachdem die Kleine schon einige Tage leicht hinkte beim Laufen, usw.

Aber was erfreuliches auch. Da ich heute nicht Fährte üben konnte war nur so schnell eine halbe Stunde mit dem Leinenkläffer drauße. Was passiert ein unangeleinter Hund geht auf uns zu. Ich krieg schon einen Streß weil sich der Hund nicht verscheuchen lassen wollte. Jedoch haha meine Fellnase blieb ruhig. Ich also die Leckerli ausgepackt und Ares gelobt. Der andere kommt näher ich pack die Leckerli weg und die Babysprache aus, nicht das noch Resourcen das wieder verschärfen. Ares ließ sich Knurr - und Belllos an der Leine anschnüffel. Ich hab mich fast überschlagen vor Fein und guter Junge rufen. Hinten beschnuppert werden fand er dann nicht so toll und hat kurz gebellt aber war gleich wieder Ruhe und ohne Agression. Morgen erwarte ich also den Rückschlag. Das war so gar nicht nach Training und ich hätte den anderen nie so ran lassen sollen ich weiß.

Liebe Grüße

Susanne

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Susanne,

ich glaube bei dieser Konstellation würde ich auch heulen.

Und wenn ich ganz ehrlich sein soll, ist für mich an dieser Geschichte auch nicht der Hund das Problem, sondern dein Freund...

Er wollte doch den Hund und nun hängt doch alles an dir.

Du schreibst, dass du sein Verhalten als verantwortungslos erlebst. Das sehe ich leider genauso.

Ein Hund ist halt ein Lebewesen und kann nicht nach Belieben aus dem Schrank geholt werden, wenn es grad reinpasst.

Würde er den Hund denn wieder abgeben wollen?

Gruß,

Michaela

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

Wie gesagt ich will mich einfach grad nur ausheulen hier, tut mir leid. Was ich von meinen Freunden höre weiß ich eh. Gib den Bully ab und dann passts wieder.

Meine Meinung - gib den Freund ab,dann passts.

So eine egoistische und selbstsüchtige Person hätte bei mir keine Chance mehr.

Das hat nichts mit dem Hund zutun,sondern wie der ganze Mensch gestrickt ist.

Mir tut es leid, das du und die Hunde so drunter leiden müssen - aber mach dich doch nicht selbst kaputt, weil duimmer wieder so enttäuscht wirst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich seh das genau so wie Melendi und findet Deinen Freund reichlich unreif

Wenn er nun ein Kind hätte haben wollen - wäre es ihm dann auch nach kurzer Zeit zuviel und er geht in seine Wohnung und läßt Dich alleine? Nicht fair und nicht erwachsen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich kann dir sagen, was ich machen würde:

- wenn mich ein Mann so verarschen würde,

- wenn mich ein Mann so wenig ernst nehmen würde,

- wenn mich ein Mann so wenig respektieren würde,

- wenn der Kerl so verlogen wäre,

- wenn der Kerl so unzuverlässig wäre,

- so egoistisch

- so verantwortungslos

- so sehr nur auf seine eigenen Vergnügungen aus wäre

- wenn der Schuft mich so im Stich lassen würde

- ... ... ...

- Liste beliebig fortsetzbar...

ich würd ihn in die Wüste schicken, in seine Wohnungvon mir aus, auf jeden Fall rausschmeißen.

Wie soll man denn mit so jemandem eine gemeinsame Zukunft planen?

Du kannst dich bei dem auf NIX verlassen.

Glaubs mir.

Behalte den Hund und schick IHN weg.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Weißt du, es ist keine Schande sich einzugestehen das man feststellen muss das ein Hund vlt doch nciht das Richtige gewesen ist ... eine Schande ist nur, wenn man dann nicht korrekt handelt und das Tier in einen adequaten Haushalt vermittelt ...

So geht das nicht weiter, das solltest du ihm klar machen. Entweder er kümmert sich oder der Hund bekommt ein richtiges neues zu Haus

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Nicht Trennen wegen des Hundes, sondern wegen dem fehlenden Respekt dir gegenüber.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich schließe mich mit voller Überzeugung an: Mann weg, Hund behalten!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Du hast doch am Anfang gesagt das es sein Hund ist dann halt dich auch daran !!!

Es ist seine Sache ob er denn Hund abgibt !!!

Grüße Alex

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Nein, er würde Weppy nicht abgeben weil er das Problem nicht sieht. Die Maus macht ja keinen Ärger (mehr).

Wenn ich ihm vorhalte, dass ich mich um alles kümmern muss sieht er die Arbeit nicht. Weil erledigen tu ich sie ja. Ich kann nicht einfach gehen und die Kleine und ihre Bedürfnisse ignorieren. Das schaffe ich nicht. Klar müsste ich nicht nach einem langen Tag nicht noch mir ihr auch eine Stunde gehen wenn mein Freund unterwegs ist. Hat sie bei ihrem Herrchen auch nicht. In meiner Vorstellung braucht der Hund aber die Bewegung. In meiner Welt hat ein Hund nicht nur ruhig auf seinen Platz zu liegen bis man ihm zum Kuscheln rausholt. Es macht Freude zu sehen wie sie sich auf Brettspiele konzentiert usw. Nur gäbe es die auch hier nicht ohne mich. Ich kann nicht einfach die Häufchen im Garten liegen lassen dazu ist er zu klein und mein Hund tritt nichtmal auf eine Wiese sollte es da nach Pipi riechen. Er ist da ziemlich heikel.

Hmm wie gesagt ich wollte mich einfach ausheulen. Wenn ich mich trenne wird er Weppy abgeben anstatt sich einen Hundesitter zu besorgen. Er wird heulen und ewig traurig sein den geliebten Hund zu verlieren und mir das nie verzeihen. Ist aber auch nicht bereit sein Leben ein wenig umzustellen. Mittlerweile liebe den Hund auch und es würde mir sehr weh tun sie zu verlieren.

Ein Krampf halt...

Edit: Ich danke auch dafür das ihr den Roman gelesen habt. WOW ich bin echt beindruckt von euch. Vielen Dank auch für die ehrlichen Antworten. Im Grunde weiß ich leider das sie stimmen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.