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Hundeforum Der Hund
Darkangel89

Psychisch kranke Menschen und Tierhaltung

Empfohlene Beiträge

Heikles Thema ;)

ich bin psychisch krank und war es auch schon als ich mir Anfang 2009 Kiwi in die Wohnung geholt habe.

Ich bin damit immer offen umgegangen, was ich mir (gerade hier im Forum) teilweise dazu angehört habe ging nicht nur knapp sondern mehr als deutlich unter die Gürtellinie.

Da wurde pauschalisiert bis zum Äquator und das "beste" was ich mir anhören durfte war das ich meinen Hund ja quasi ... achtung .... jetzt kommt es ..... VERGEWALTIGE ...

Und dann hab ich es auch noch gewagt meinen damaligen Pflegi wieder abzugeben weil ich mit ihm überfordert war .... jedem "normalen" Menschen wird dann größtenteils zuspruch gegeben a la "das war das beste so und du kannst nichts dafür" ... ich hab mir angehört dass das ja sowieso klar war das ich das nicht schaffen würde.

Ergo .... ja ... ich glaube das psychisch kranke Menschen Tiere halten dürfen ;) wenn nicht sogar sollten.

Warum ich mir Kiwi damals geholt hab ?

Ganz einfach ... ich war auf dem besten weg in ne Sozialphobie zu gleiten, hab teilweise wochenlang die Wohnung nicht verlassen usw. ... damit war mit Hund dann schluss.

Mit meinem nicht vorhandenen Tag / Nachtrhythmus kommen meine beiden Hunde bestens klar, sogar die Urlauber gewöhnen sich meist bestens daran und wenn nicht dann muss ich mir halt mal ein paar Wochen selber in den Arsch treten ;)

Was das angeht das Hunde ja auch damit "Umgehen" müssen wenn sein Mensch dann mal in einer Krise steckt ... meine "regeln" das ganz unterschiedlich.

Ich finde nur wichtig das man (ich) Hund dann nicht zu irgendwas zwingt.

Meine Kiwi, absolute Kuschelmaus und eigentlich IMMER in Körperkontakt mit mir zieht sich zurück sobald sie merkt es geht mir schlecht (mittlerweile habe ich sogar gelernt teilweise ne kommende Panikattacke daran zu erkennen (und dann gegensteuern zu können) das Kiwi schlicht weggeht und sich in Flur legt) .... Black hingegen, eher der "Herr Antikuschel" besteht dann darauf in meiner Nähe zu sein.

Und das ist auch okay so ;)

Mh. Ich weiß jetzt nicht ob ich ohne meine Hunde heute da wäre wo ich bin, ob ich mich nochmal aufgerafft hätte (ohne Hunde) was aus meinem Leben machen zu wollen .... keine Ahnung ... ist aber auch unerheblich ...

Ich habe an meine Hunde keinerlei Ansprüche das sie mir irgendwie "helfen" wenn es mir scheisse geht.

In unserem Haushalt läuft es wie in jedem normalen durchschnitts Hundehalterhaushalt.

Ich habe aber Ansprüche an MICH, ich habe Verantwortung, ich habe gewisse Dinge die ich täglich erledigen muss (eher möchte) die ich ohne Hunde schleifen lassen würde.

Somit, wenn man es so drehen will "helfen" meine Hunde mir schon, aber einfach indem ich halt ihre Grundbedürfnisse (und natürlich noch mehr ;) ) befriedige.

Puh, ich könnt Romane Schreiben zu diesem Thema weil ich mich logischerweise auch viel damit befasse aber ich glaube ich belasse es nun erstmal dabei.

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ich bin psychisch krank und war es auch schon als ich mir Anfang 2009 Kiwi in die Wohnung geholt habe.

Ich bin damit immer offen umgegangen, was ich mir (gerade hier im Forum) teilweise dazu angehört habe ging nicht nur knapp sondern mehr als deutlich unter die Gürtellinie.

Da wurde pauschalisiert bis zum Äquator und das "beste" was ich mir anhören durfte war das ich meinen Hund ja quasi ... achtung .... jetzt kommt es ..... VERGEWALTIGE ...

Und dann hab ich es auch noch gewagt meinen damaligen Pflegi wieder abzugeben weil ich mit ihm überfordert war .... jedem "normalen" Menschen wird dann größtenteils zuspruch gegeben a la "das war das beste so und du kannst nichts dafür" ... ich hab mir angehört dass das ja sowieso klar war das ich das nicht schaffen würde.

[ALIGN=justify]Und das genau meinte ich, als ich erwähnte das solche Leute pauschalisiert über einen Kam gescheert werden und sich die übelsten Sachen bzw. Beschimpfungen anhören müssen. Das finde ich mehr als nur daneben. Zumal, wie du schon gesagt hast, ganz oft zwischen psychisch krank und gesund unterschieden wird in einem Sinne den ich nicht verstehe ( das von dir genannte Beispiel )

Ich finde dein Beitrag ansich sagt soviel aus. Und ich gehe mit dir einer Meinung. Noch dazu finde ich es überaus mutig offen preis zu geben das man psychisch krank ist. Das ist ja leider auch heutzutage nicht so einfach, wo man doch überall auf Vorurteile, Unverständnis usw. trifft.

@DogOnTour

Habe deinen Beitrag erst gesehen nachedem ich meinen Post schon abgeschickt hatte. Ich kann auch nicht viel dazu sagen außer das ich dich verstehen kann. Und das ich es auch bei dir mutig finde damit so offen umzugehen, besonders so verdammt hart ehrlich ( das es dir gerade **** geht usw. ). [/ALIGN]

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Ich hab meine Krankheit jahrelang geheim gehalten ... da wurde sich dann halt gewundert warum ich so "komisch" bin .. warum ich im Hochsommer Armstulpen oder Pullover trage (auch noch, als Narben schon lange verheilt waren - bin seit 4 Jahren "clean") ...

Dann hab ich irgendwann für mich beschlossen das ich das so nicht mehr will und habe mich schritt für schritt "geoutet" .... und was soll ich sagen?

Mir geht es damit viel viel besser!

Ich mein, natürlich binde ich das nicht jedem meiner Kunden gleich auf die Nase, aber einige Kunden von mir wissen es und **oh schreck** sie vertrauen mir trotzdem ihre Hunde an ;)

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[ALIGN=justify]Immer wieder schön positive Erlbnisse vom Outen zu hören. Leider sieht man aber immernoch weit verbreitet viel mehr negative als positive Fälle, jedenfalls kommt mir das so vor. Kann vielleicht auch nur in meinem Umfeld so sein.[/ALIGN]

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Originalbeitrag

Man darf es wirklich nicht über einen Kamm scheren. Es kommt auf das genaue Krankheitsbild an.

Eine Magersüchtige wird nie ein Tier verhungern laßen,da sie gegen sich selber angeht.Es ist ein Kontrollpunkt über ihren Körper.

Aber eine Magersüchtige hat vielleicht viele Klinikaufenthalte vor sich, vielleicht stationäre Therapien...

Es ist eine sehr schwere Krankheit, die oft tödlich endet. Gerade in so einem Fall würde ich bei einer Vermittlung z. B. darauf achten, dass jemand da ist, der sich um den Hund kümmert, wenn es hart auf hart kommt. Und zwar verbindlich!

Nachtrag: Das würde ich aber einem anderweitig Schwerkranken genauso erwarten.

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Na das ist aber wirklich ein Thema, das zu heißen Diskussionen anregt ;)

Ich denke der Vorteil an offiziell psychisch kranken Menschen ist, dass man von vornherein damit rechnet, dass der Hund/das Tier es ggf. nicht gut haben wird. Bei "normalen" Menschen, gibt es dieses Indiz nicht immer - schade. :zunge:

Dieser Punkt ist aber sehr (sehr sehr...) nachteilig für die offiziell psychisch kranken Menschen, weil nunmal viele der Meinung sind, dass psychisch krank = Leben nicht im Griff und verantwortungslos oder nur gering belastbar (oder, oder, oder) bedeutet.

Natürlich ist das bei manchen psychisch Kranken der Fall. Natürlich ist das aber auch bei manchen "gesunden" Menschen der Fall. Die haben bloß dieses "blöde Anhengsel" nicht, das darauf hindeuten kann.

Ich finde, es sollte nicht pauschaliert werden und keine Vorverurteilung stattfinden. Es muss individuell betrachtet und geprüft werden (und mit "prüfen" meine ich durchaus zB bei einer Tiervermittlung, dass diese sich nach Einverständnis des "Kranken" mit dessen Umfeld / Ärzten in Verbindung setzt oder selbst vorerst regelm. Kontakt mit der Person hat, um ihn einzuschätzen).

Von daher:

KEINE VORVERURTEILUNG PSYCHISCH KRANKER MENSCHEN. =)

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Ich finde, es sollte nicht pauschaliert werden und keine Vorverurteilung stattfinden. Es muss individuell betrachtet und geprüft werden (und mit "prüfen" meine ich durchaus zB bei einer Tiervermittlung, dass diese sich nach Einverständnis des "Kranken" mit dessen Umfeld / Ärzten in Verbindung setzt oder selbst vorerst regelm. Kontakt mit der Person hat, um ihn einzuschätzen).

[ALIGN=justify]Das persönlich find ich nicht wirklich gut ( das was in Farbe steht ), denn das geht ganz schön ins Private einer Person. Ärzte haben nicht umsonst Schweigepflicht. Und ich glaub ich würde mich ziemlich unwohl fühlen als psychisch kranker Mensch ( immerhin war ich schon verdammt ehrlich und habe das den Leuten schon mitgeteilt, sonst wüssten sie es ja nicht, denn direkt ansehen tut man das Vielen ja nicht ) und mir würde als "Auflage" für die Vermittlung gemacht das man sich in meinem Umfeld bzw. bei meinen Ärzten kundig macht ( vllt. noch ala "Entweder so oder sie bekommen den Hund bzw. das Tier nicht" ). Vorherigen Kontakt ( und auch hinterher Kontakt ) usw. find ich dahingehend schon besser. Da kann man sich selber ein Bild machen. Meiner Meinung nach sollte das sowieso gemacht werden, nicht nur bei kranken Menschen, aber was zählt schon meine Meinung ^.^ [/ALIGN]

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Natürlich ist das ein ziemlich großer Eingriff ins Privatleben, deshalb habe ich auch geschrieben "nach Einverständnis". Ich denke es kommt da auf die Menschen an. (Das Verlangen eines Tiervermittlers mit dem Arzt Rücksprache zu halten kann auch in Bezug auf die "kranke" Person nach hinten losgehen, da hast du vollkommen Recht). Wenn Zweifel bestehen, sollte vllt eher die "kranke" Person mit diesem Angebot auf die andere Person zukommen (falls diese es denn möchte).

Ich finde auch den regelm. Kontakt sehr wichtig, da ja "immer irgendwas sein kann" und man sich so auch besser kennen lernt. Wenn jmd. zB ehrenamtl. im Tierheim hilft, kann sich dort ein Bild gemacht werden. Das wäre eine Möglichkeit.

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Es gibt ja verschiedene Magersuchten.ZB.A-Typisch.Auch hier sollte man unterscheiden.

.Richtig ein Klinikaufenthalt kann man nicht ausschließen.

Aber, gibt es eine Garantie das nicht psychisch Kranke nicht ins Krankenhaus müßen.Nein.

In besonders schweren Fällen wäre ein Tier fehl am Platz.

Wenn jemand unter schweren Medikamenten steht und somit die Versorgung beiderseits nicht gewährleistet ist.

Ansonst sehe ich nicht ein ,das ein Mensch kein Tier halten soll.

Positiv...Kontakt zu anderen.

Fast geregelter Tagesablauf usw.

Es sprechen viele Gründe dafür.

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Erstens sollte bitte für jede Pelznase in einer Notfallsituation - also Spital, etc. eine Lösung im Vorhinein vom Tierhalter geplant und vorhanden sein - denn die kann ja immer und jederzeit eintreten.

Zweitens habt ihr euch schon mal überlegt warum soviele Tiere im Tierschutzhaus sind - sicher nicht weil sie psychisch kranke Halter hatten - sondern ganz "gesunde" egoistische Menschen die sich nichts um sie geschert haben bzw. sich im vorhinein keine Gedanken darüber gemacht haben - denn wir leben ja in einer Wegwerfgesellschaft.

Zu sagen - der darf ein Tier halten, der nicht - das finde ich sehr anmassend - Tatsache ist die Pelznase muss immer gut versorgt sein.

Ich denke das viele Leute in unserer Gesellschaft Angst vor psych. Erkrankungen haben weil sie sie nicht verstehen - es ist noch immer ein grosses Tabu in unserer Leistungsgesellschaft - obwohl soviele davon betroffen sind.

Eine Tier akzeptiert einen Menschen so wie er ist und das tut einem Menschen gut und gibt oft wieder neuen Lebenswillen - das sind wichtige Therapiebestandteile - aber nur Bestandteile - denn ohne Ärzte und Medikament gehts nicht und der Weg ist sehr steinig.

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