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Anerzogene Distanzlosigkeit?

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Ich habe mich in letzter Zeit des Öfteren gefragt, ob der HH eine gewisse Distanzlosigkeit des Hundes (unbewusst) fördert.

Ich beobachtete gestern beim Spaziergang mit Baghira, wie fast alle Hunde Anderen (zumeist Angeleinten) volle Lotte ins Gespann rannten.

Jeder hier kennt dieses "Phänomen" und jeder ärgert sich darüber.. meistens (berechtigterweise) über die (uneinsichtigen) Halter.

Doch wie sieht es mit den Hunden aus?

Was stimmt mit denen nicht, dass sie solch ein Verhalten an den Tag legen und vor allem: Woher rührt es?

Junghunde, die voller Übermut und ungebremst in deutlich größere Althunde rein brettern- Größenwahn ist da wohl noch ein zu schwacher Ausdruck..- sind diese Hunde lebensmüde?!

Meine Überlegungen gehen dahin, anzunehmen, dass viele Welpen-, und Junghundebesitzer dieses Verhalten fördern, weil sie denken, der Hund müsse "sozialkompetent" werden und mit Hinz und Kunz Kontakt haben.

"Geh spielen!"

Wo ist da aber die natürliche (?) Höflichkeit des Hundes geblieben, der wie ein geölter Blitz möglicherweise in sein Unglück rennt?

Gestern sind zwei Jungspunde zu wirklich jedem Hund auf dem Feld gerannt (teils 100-200m von Frauchen entfernt) und die anderen Halter hatten Mühe, die zwei loszuwerden, weil sich diese zudem noch als extrem respektlos erwiesen.

Solch ein Verhalten würde doch "in der Natur" zum baldigen Tode führen?!

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Ein Problem könnte sein, dass Hunde die solches Verhalten nicht dulden (wie

meiner) als unsozial angesehen werden. Sandro versenkt jeden Jungspund der

ihm so kommt unter die Grasnarbe. Ohne ihnen ernsthaft was zu tun, wohlgemerkt.

Dieses Verhalten wird aber von anderen Hundehaltern nicht als normale Erziehungs-

maßnahme angesehen.

Auch in den Welpengruppen gibt es nur selten erwachsene Althunde, die die Jungspunde

in ihre Grenzen verweisen. Also lernen die Welpen keine Grenzensetzung durch

erwachsene Hunde.

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@ Sabine: sehe ich ähnlich!

Man sieht oft Welpenspielgruppen in denen getobt wird was das zeug hält, ohne einen souveränen und erwachsenen Hund dabei. Davon MUSS man jedem Hundehalter abraten. Ganz einfach.

EDIT: man muss sich Hundekontakte gezielt aussuchen und dabei die Frage im Hinterkopf behalten "was soll mein Hund lernen?".

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Auf jeden Fall wird es den Welpen heute von klein auf beigebracht, dass Artgenossen zum Spielen und Toben da sind.

Hunde, die anders ticken, sind asozial, ganz einfach. ;)

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Anerzogene Distanzlosigkeit - ich glaube, ich würde das eher in führerlose Distanzlosigkeit abändern.

Distanzlosigkeit setzt voraus, dass mein Hund machen kann was er will, dass ihm Führung durch den Hundehalter fehlt und er ein bestimmtes Verhalten nicht gelernt hat.

Ich halte solche Hunde für "führerlos", "unerzogen" und "sie wissen nicht was sie tun".

Es ist ein normales Verhalten vom Hund auf andere Hunde zu zugehen, jedoch das hinein Brettern ist wiederum - ja, wie soll ich das schreiben, da fehlt dem Hund der notwendige Respekt gegenüber den Althunden/Fremdhunden.

Welpen müssen im Zusammenhang mit Althunden Respekt erlernen. Viele Welpenspielstunden bieten Spielstunden an, jedoch, wer soll den Kleinen Distanz und Respekt einflößen?

Das kann nur der Hundehalter in dem er seinen Hund rechtzeitig ausbremst, ihm aufzeigt, wie er sich verhalten soll oder souveräne Althunde die notwendigen Grenzen setzen.

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Meint ihr, Hunde, die sich respektlos dem HH gegenüber zeigen, sind es auch anderen Hunden gegenüber und umgekehrt?

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Ich denke, es liegt daran, dass die allermeisten unserer Hunde nicht mehr viel mit Natur zu tun haben.

Unsere beiden Hunde waren weder in einer Welpengruppe noch in einer "Hundeschule". Soziales Verhalten wurde in der Staffel auf "miteinander auskommen" beschränkt und beide reagieren völlig unterschiedlich (und beide falsch) wenn man sie *machen* läßt.

Elmo liebt alles und jeden. Er rennt zu jedem Hund und findet alles Klasse.

Er hat noch nie schlechte Reaktionen geerntet, selbst bei Hunden, die sonst eher abschreckend reagieren - so wie Sabine S. ihren Hund beschreibt. Elmo würde hin rennen und ich gehe davon aus, dass auch Sabines Hund kaum reagieren würde. Keine Ahnung warum.

Elli macht das ganz anders. Sie würde zu JEDEM Hund pöbelnd hinlaufen *nerv*.

Selbst wenn sie ihn kennt. Beim Hund hört sie dann auf und beschwichtigt - schlimmstenfalls tritt sie die Flucht nach hinten an. Auch sie hat unverständlicherweise noch nie eine dafür gehustet bekommen. Als würde sie einfach nicht ernst genommen.

Erlären kann ich mir das nicht. Nur verhindern, in dem ich sie halt nicht in andere Hunde reinrennen lasse.

An der Leine oder im Kommando stehend gehen sie wie Lämmchen an anderen Hunden vorbei. Aber frei laufend haben sie schon oft mit ihrem Leben gespielt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das irgendwie gefördert haben könnte :???

Und so unterschiedllich bei Wurfgeschwistern mit der gleichen Prägung und Erziehung *hmpf*

Es sind halt Aufgaben... langweilig kann ja jeder.

LG, Nessie

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meist ganz einfach: man hat ihnen im entsprechenden Alter die verdiente Kloppe der Althunde vorenthalten.

Junghunde müssen mit Althunden aufwachsen und von denen auch die entsprechenden Antworten bekommen können.

Nur stehen dem meist die Besitzer im Weg, dann die Althunde sind "ja so böse zu dem Kleinen"

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hat sich mit Paiges Antwort überschnitten.

Paige bringt es sehr viel kürzer und konzentrierter auf den Punkt.

Für mich der Grund:

weil Hunde von Anfang an ferngehalten werden von anderen Hunden,

wenn diese sich "wehren" würden, also korrigieren würden.

Das sind die bösen Hunde, mit denen darf der Kleine dann nicht "spielen".

außerdem DÜRFEN Hunde ja auch JANICHT korrigieren.

Das ist nicht gern gesehen, also unterbindet man das auf Teufel komm raus.

ich glaube, Hunde korrigieren dann irgendwann, wenn ihnen der Kragen platzt und sich die Gelegenheit ergibt, übertrieben.

Dieses Verhalten,

wie du es vermisst, daß Junghunde sich angemessen nähern und benehmen,

ist ja garnicht notwendig.

Sie bekommen für ihr Daneben-Verhalten erstens nie eins auf die Mütze vom anderen Hund,

und wenn doch, dann greifen die HH ja rettend laut zeternd sofort ein.

ist doch schon so, wenn man mal einen Welpen trifft.

Der Welpe wird doch geschützt wie es nur geht.

wenn ich mit Turron auf einen Welpen treffe, wird der meistens sogar hochgehoben.

Turron ist superfreundlich mit Welpen.

naja.

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ich merk das auch oft.

Und wenn man dann fragt und etwas "nachhackt" dann erfährt man oft dass diese leute in einer Welpenstunde waren und sonst kein Kontakt zu erwachsnen Hunden suchen oder wollen.

Und wie soll ein Welpe oder Junghund benimm lernen, wenn er nur mit gleichalten Rüpeln in einer Gruppe ist ?

Bei Hunden die z.b auf der Straße gelebt haben, hab ich so was noch nie erlebt

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