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Hundeforum Der Hund
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Anerzogene Distanzlosigkeit?

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Ich glaube es kommt stark darauf an, wo man wohnt bzw. mit dem Hund läuft. Bei uns (eher ländlich) habe ich in den ganzen Jahren kaum Ärger mit Hunden gehabt und jetzt mit Bolle auch nicht, der ja durchaus distanzlos ist als Junghund. :) Aber: zum einen bemühe ich mich dem Hund Rückruf beizubringen, zum anderen achte ich darauf, was zwischen den Hunden abgeht und dränge Bolle ggf. ab wenn er zu penetrant wird. Im Zweifel wird sich entschuldigt. Damit fahre ich bei uns ausgesprochen gut.

Ute (denny) war gestern mit uns unterwegs und hat erlebt, dass es bei uns recht entspannt zugeht, auch mit den Reitern.

Ich hatte mit Jacki einen recht großen Hund und wenn es Ärger gab, dann mit kleinen Hunden (an der Flexi)... :) Es macht aber bestimmt einen Unterschied, ob ich mit kleinen Hunden unterwegs bin oder mit (mittel)großen.

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Ja, KleinEmma, das glaub ich dir ungesehen, wie gesagt, wenn ich mit großen unterwegs bin, seh ich ja auch, wie die diese Rüpel erziehen und genau das ist es doch, erwachsene Hunde sind nicht vorhanden, die die Erziehung naturgemäß übernehmen und die HH machen nichts oder nur halbherzig, also hat man unerzogene Hunde, die zwar Sitz, Fuß und Platz ohne Ablenkung beherrschen, evt. auch Dogdance und Agility, aber eben nicht erzogen sind.  Und natürlich meine ich damit nicht 100 % der Hunde, aber es sind eben zunehmend mehr.  Meine Hunde sind im Rudel aufgewachsen, die haben sich gegenseitig erzogen,Mutter mit Welpen und Tanten. Die sind leider auch so drauf, dass sie zusammenhalten und falls sie merken, dass ich nicht aufpasse und es kommt so ein Tutnix, den erkennen sie auf 200 m Entfernung, dann wird der auch mal verjagt, nach dem Motto, Angriff ist die beste Verteidigung, Erfolgserlebnisse spornen an. Mittlerweile hab ich das sehr gut im Griff, eben weil ich keine Risiken mehr eingehe, aber 100 % wird es wohl nie geben, d.h. Management muss sein.

 

Problem ist, dass man in der Stadt Hunde nicht überall freilaufen lassen kann. Und dass in der Stadt alle Leute Hunde halten, obwohl sie meistens den ganzen Tag arbeiten gehen, di eHunde also unter Stress zu Hause warten, dann zum Auspowern raus kommen. Auf dem Land begegne ich wesentlich mehr Hunden, die Kontakt mit meinen Hunden aufnehmen dürfen. 

ja Hilde, ich bin ja schon dankbar wenn ich seh, dass jemand so wie du reagiert. Natürlich hab ich Verständnis für junge Hunde, aber nicht dafür, dass man zusieht und noch lacht und meint, das regeln die schon unter sich und bei der nächsten Begegnung dann wieder derselbe Scheiß und wenn ich dann blocke oder vertreibe, werd ich angepampt.

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Umgekehrt wurde ich mal angepampt, als ich den kleinen Hund von Jacki weggeschoben habe weil der an der Flexi an Jacki hing und keine Ruhe gab ... :(:)

Es ist eine Gratwanderung und in der Stadt möchte ich nicht mehr leben wollen (mit Hund), um ehrlich zu sein.

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Also fass ich mal zusammen. Mit Zwergen unterwegs darf man weder auf den Arm nehmen, noch anleinen, noch darf man aus dem Weg gehen, noch darf man vertreiben, die Hunde haben es unter sich zu klären, weil alle so sozial kompetent sind und Erziehung ist, wenn man wartet, bis das erwünschte Verhalten gezeigt wird, um zu loben, unerwünschtes Verhalten wird ignoriert, dann regelt sich alles sehr schnell im gewünschten Sinne. Dann haben wir das was sich alle Wünschen und überall zu sehen ist, Hunde, die sich prima verstehen, keine Probleme untereinander haben und wer auf der Strecke bleibt ist selber Schuld.  Wer was anderes wahrnimmt lebt auf einem anderen Planeten oder ist anmaßend.

 

und wer es wagt, diese Einstellung zu kritisieren, ist pöse!

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naja, ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht... :D

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ja Hilde, ich hab auch schon Kleinhunde massiv abwehren müssen, siehe ShitTzu, auch JRT hatte ich schon am Kragen gepackt. Natürlich sind die kleinen im selben Verhältnis unerzogen, nur muss ich da nicht gleich um das Leben bangen und kann die auch besser abwehren. Und genau was du sagst, hab ich mir auch schon vorgenommen, nach meinen Hunden wird es keine mehr geben, solange ich arbeiten muss und in München bin. Aber diese sind nunmal da und als ich sie angeschafft habe, waren die Verhältnisse noch völlig anders.

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Unser Glück ist, dass Männe den Hund mit auf die Arbeit nehmen kann. Und da müssen sich die Hunde irgendwie arrangieren. Aber man sieht ja wo es passt und wo nicht, bislang gab es da keine Probleme. Die Hunde gehen sich einfach aus dem Weg wenn sie keinen Bock auf Kontakt haben, Platz ist ja genug.

Im Großen und Ganzen soll Bolle den Umgang mit allen Hundetypen lernen, denn wie bei Jacki auch brauche ich dann keine Angst haben, dass Aggression ein Thema ist wenn er denn mal unerlaubt zu einem Hund läuft.

Insofern ist schon irgendwie richtig, dass Distanzlosigkeit ein Erziehungsthema ist.

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Ja Hilde, das ist es. Die Hunde können sich dann aus dem Weg gehen. Wenn wir in Frankreich sind, muss Emma teilweise (je nachdem wo wir gehen) an die Leine. An einem Ort war nur ein schmaler Weg und dort waren viele Hundehalter unterwegs. Emma wurde bei zwei Hunden ziemlich nervös. Hunde scheinen von Weitem zu erkennen, wer nett und wer weniger nett sind. Diese beiden Hunde konnten dann kaum von ihren Menschen gehalten werden, als wir dann aneinander vorbei gingen. Im Freilauf wäre Emma auf Distanz gegangen. An der Leine hatte sie diese Möglichkeit nicht.

 

Und zu kleinen Hunden: Dooferweise hat Emma in ihrer Welpen- und Junghundzeit nur kläffende Yorkshire kennengelernt, die ihr ins Gesicht gesprungen sind oder sie gezwickt haben. Sie reagiert heute ziemlich allergisch auf Yorkshire oder Mischlinge, die wie Yorkshire aussehen. Auch andere, keifende Kleinsthunde sind ihr ein Dorn im Auge. Sie beißt nicht, aber versucht diese Hunde wegzujagen (sieht bei Emma etwas unbeholfen aus). 

 

Ein Yorkshire gehörte Bekannten. Die fanden das eher lustig, wenn ihr Hund anderen Hunden zwickend ins Gesicht sprang. Wenn das ein größerer Hund machen würde, wäre aber Holland in Not.

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ja Emma, wieder geb ich dir recht. Das Problem bei diesen Einzelfällen ist halt, dass durch den Teufelskreis dann wieder andere drunter leiden, die gar nicht ins Gesicht springen und die wiederum dann allergisch gegen den Typus Hund wird, der sich gegen Yorki & Co allergisch gezeigt hat. Und genau deshalb muss dann der HH eingreifen, um den Teufelskreis zu unterbrechen, was wir ja auch tun, aber eben nicht immer alle. Denn es gibt ja kaum noch Orte, wo man Hunde einfach frei herumlaufen lassen kann und die Hunde alle Typen Hund kennenlernen und immer die souveränen Althunde vorhanden wären, die dann frühzeitig schlichtend abdrängend umlenkend eingreifen. Es ist schon so, dass Hunde das aus großer Entfernung ausmachen, was passt und was nicht und es ist auch so, dass souveräne Hunde noch bevor wir irgendwas erkennen können, solche Hunde daran hindern, weiter in der Art und Weise vorzugehen, dass es zu Problemen käme. Es soll sich bitte auch nicht jeder den Schuh anziehen, alle haben wir solche oder solche Hunde mal kennen gelernt. Übrigens würde ein Teil meiner Hund sicher auch deinem ins Gesicht springen, wenn ich es soweit kommen ließe und wenn er ungebeten zu schnell und aufdringlich an sie ranschnuppern könnte, mit der Schnauze unter den Hintern hochlupfend, dass sie umfallen, oder ihnen die Pfote aufs Kreuz hauen wollte, um sie festzuhalten. Vielleicht hatte dieser Yorki auch solche Erfahrungen zuvor gemacht und ist jetzt präventiv unterwegs. Es gibt aber genauso auch gut erzogene Yorkis. Es ist ja auch so, dass die Zwerge nicht kläffend zur Welt kommen, die werden auch dazu gemacht, durch Umwelterfahrungen und falsche Handhabe der HH! Meiner Meinung nach eben zu wenig Schutz und früh mit Umwelt auf sich gestellt, nach dem Motto, da muss er durch, das muss er lernen, auch Welpenspielstunden haben da oft fatale Auswirkungen, nicht wenige, die kläffende Zwerge haben, haben sie erst durch die Welpenspielstunde bekommen.

 

Die Frage hier war, ob Distanzlosigkeit anerzogen ist und im weiteren Verlauf, ob es eine Zeitentwicklung ist, darauf hab ich aus meiner Sicht geantwortet und Beispiele hab ich gegeben, weil danach gefragt wurde. Die Masse der Hundehalter ist nicht hier im Forum unterwegs, die werden sich also erst gar nicht den Kopf darüber zerbrechen und daher werd ich auch in Zukunft weiter mit dem Problem arrangiert leben und mein Management notgedrungen betreiben, obwohl ich mich nach den Zeiten zurücksehne, wo ich mit zwei Chis und drei Welpen im Ostpark ohne Leine spazieren gehen konnte und alle Leute nur freundlich auf uns reagiert haben, aber es ist wie es ist und ich hab auch einen Weg gefunden, der einigermaßen befriedigend ist.

 

Gestern bin ich aus dem Haus gegangen, meine Hunde artig an der Leine laufend, da werd ich von einem alten Mann kopfschüttelnd entrüstet angeblafft, wie unmöglich das doch sei, dass man mit 3 Hunden unterwegs ist, "nicht zu fassen, drei Hunde", das hat der mindestens 3 mal gesagt und der ist uns schon mal begegnet vor zwei Wochen, da hat er ähnlich reagiert. Es gibt auch noch freundliche Leute, die sich über die Hunde freuen, das genieße ich immer, aber so Reaktionen kommen eben auch immer mehr, obwohl meine Hunde wirklich niemanden ankläffen und auch nicht aufdringlich sind, die sind völlig unauffällig mit Menschen und die Häufchen mach ich auch immer weg und da will ich auch nicht wissen, wie es da HH großer Rassen geht, die als gefährlich gelten, die haben noch mit viel mehr Anfeindungen zu rechnen und dann bin ich froh, dass ich doch nur kleine Hunde hab. Die Giftleger sind ein weiteres Kapitel, wird ja auch immer mehr zur Mode, kommt auch nicht von ungefähr, sicher nicht weil alle Hunde so gut erzogen sind und alle HH ihre Häufchen immer weg machen.

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Oh nein, Lorena, ich wollte auch nicht behaupten, dass alle kleinen Hunde Kläffer oder unerzogen sind. Ich kenne natürlich auch eine ganze Reihe Kleinhunde, die nicht so sind.

 

Außerdem hatte ich selbst eine Hündin, die alles andere als nett zu Artgenossen war. Sie hatte scheinbar schon so eine Ausstrahlung, dass sich ihr kein Hund genähert hat (außer unbedarfte Junghunde). 

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