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Hundeforum Der Hund
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Anerzogene Distanzlosigkeit?

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Meint ihr, Hunde, die sich respektlos dem HH gegenüber zeigen, sind es auch anderen Hunden gegenüber und umgekehrt?

Hm - das kann ich so nicht sagen.

Meine Hunde sind mir / uns gegenüber ja nicht respektlos. Sie haben Freiheiten, die ich aber willkürlich einsetze. Wenn ich etwas verbiete akzeptieren sie das problemlos.

Es ist eher ein *aus der Führung lassen*, wenn sie den Blödsinn machen.

Wenn ich mit dem Kopf dabei bin, passiert das nie. Wenn ich aber mit allem anderen beschäftigt bin und sie sich unbeobachtet wähnen ...

Das würde ich mir gegenüber aber nicht als respektlos bezeichnen.

LG, Nessie

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meist ganz einfach: man hat ihnen im entsprechenden Alter die verdiente Kloppe der Althunde vorenthalten.

Junghunde müssen mit Althunden aufwachsen und von denen auch die entsprechenden Antworten bekommen können.

Nur stehen dem meist die Besitzer im Weg, dann die Althunde sind "ja so böse zu dem Kleinen"

Das bringt es auf den Punkt.

Ich würde einen Welpen aber auch nicht von jedem x-beliebigen Althund verkloppen lassen. Woher weiß ich, dass er das kann? Hier wurde ein Aussie im Alter von drei Monaten von einem Schäferhund so "verkloppt", dass er ein paar Tage in der Klinik lag (und heute richtig zubeißt, wenn ihm Hunde zu dicht auf den Pelz rücken).

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Man darf jetzt einfach nicht den Fehler machen pauschal zu sagen: Althund muss Junghund korrigieren.

Man sollte das genauer formulieren. Denn nicht JEDER Althund darf Junghund korrigieren.

Will ich das mein Hund sozialkompetent wird, muss ich mir Hunde aussuchen die es ebenso sind und mit denen regelmäßig und viel unterwegs sein (sollte ich selber nur den einen Hund haben). Von denen soll Hund lernen.

Man sollte also nun nicht jeden kontrollwütigen Fremdhund auf der Gassirunde an seinen Hudn ranlassen.

EDIT: Kristin war etwas schneller mit dem gleichen Gedankengang ;)

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meist ganz einfach: man hat ihnen im entsprechenden Alter die verdiente Kloppe der Althunde vorenthalten.

Junghunde müssen mit Althunden aufwachsen und von denen auch die entsprechenden Antworten bekommen können.

Nur stehen dem meist die Besitzer im Weg, dann die Althunde sind "ja so böse zu dem Kleinen"

Das alleine kann es nicht sein.

Unsere beiden hatten in ihrem ersten halben Jahr bei uns noch die 12,5 jahre alte Labbidame, die sich von den Rüpeln nix hat bieten lassen.

Genauso, wie wir ausgewählten Hundekontakt mit Althunden immer zugelassen haben. Und die sind auch nicht alle Lämmchen ;)

Es kam einfach nie zu Situationen, die wirklich gefährlich waren. Vielleicht reagieren unsere beiden auch einfach gut auf die Signale, wenn sie dicht genug am anderen Hund sind.

Auf die Ferne scheints ja weniger zu klappen :D

LG, Nessie

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wenn mein Junghund in einen Althund reinrennt, dann ist es genau dieser Hund der korrigieren soll.

Wäre ein wenig albern zu sagen "nee, Moment, du bist jetzt nicht in den Althund reingerannt, den ich für deine Erziehung ausgesucht habe" und dann bleibt das folgenlos bzw. für den Junghund ein Heidenspaß, den er sich merkt.

Es versteht sich von selbst, dass man bei Überreaktion einschreitet. DAs habe ich als selbstverständlich vorausgesetzt.

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was bringt es aber, wenn fast alle Hunde nur noch in Welpengruppen gehen, dann sind sie im höheren Alter immer noch Rüpel und wie sollen die dann welpen erziehen, wenn sie es selber nie gelernt haben ?

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als Frida so 3 Monate alt war,

bin ich mit einer älteren BorderCollie-Dame und deren Besitzerin spazieren gegangen.

(Beide kannte ich von der Zeit VOR Frida; eine tolle ruhige Hündin.)

Die Besitzerin selber sagte: "o gott, meine Hündin beisst Welpen!"

Diese Hündin hat Frida nicht gebissen.

sie hat sie sehr gut und nur, wenn es notwendig wurde, korrigiert.

Frida war danach kein Haar gekrümmt, und sie trifft heute diese Hündin immer noch freundlich und nicht etwa mit Angst und Schrecken.

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Ich sehe einen starken Zusammenhang zwischen Haltern, die ihren Hunden nichts entgegenzusetzen haben und Hunden, die distanzlos, aufdringlich und größenwahnsinnig sind.

Was ich häufig in Hundeausläufen beobachtet habe, sind Halter, die ihren Hund durchknuddeln, wenn er in ungezogener Weise am Halter hochspringt. Dieses Verhalten sehe ich auch häufig bei Tierschützern oder Tierheimmitarbeitern im Fernsehen. Ganz verwunderlich.

Eine mögliche Ursache sehe ich darin, dass es oft Einzelhunde sind, die sich nicht in eine hündische Struktur einordnen mussten, es einfach nicht gelernt haben, und als Verstärker noch zuhause eine großen Status innerhalb der Familie haben. Da prallen dann draußen übermäßig viele Prinzen und Prinzessinnen aufeinander, wo jeder Hund in dem Glauben ist, er ist die absolute Nr. 1 im Universum.

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wenn mein Junghund in einen Althund reinrennt, dann ist es genau dieser Hund der korrigieren soll.

Sehe ich auch so.

Früher habe ich immer gehofft, endlich auf einen Hund zu treffen, der meinem mal klar macht, dass seine unhöfliche Annäherung eine blöde Idee ist.

Ist nie passiert.

Würde aber doch auch dafür sprechen, dass den anderen Hunden kommunikationstechnisch auch irgendwas abhanden gekommen ist, oder?

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Es ist nicht immer nur anerzogene distanzlosigkeit ;) ich verweise gerne auf den Fall meiner Ebby die genauso 'respektlos' ist weil sie es einfach nie gelernt hat , sie wurde mit 4 Wochen von der Mutter getrennt.

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