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Hundeforum Der Hund
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Anerzogene Distanzlosigkeit?

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Melanie wir haben in Italien Def. Das Problem das echt jeder seine Hunde zu unseren lässt .

Da unser Italienisch nicht exestiert :) ist das echt schwierig.

Egal wo wir sind der Schäfer wird einfach angepackt. ...Aber die Leute sind immer total nett und freuen sich :).

Tutnixe auf zwei Beinen :)

 

Das habe ich ganz anders erlebt.

 

Wir waren an der Strandpromenade am Gardasee zwischen Riva und Torbole unterwegs, es kamen uns wirklich viele Hunde entgegen, teils mit, teils ohne Leine. Chrystal war an der Leine. Es waren kleine Hunde dabei, große, ältere Menschen, jüngere, es war auffallend so, dass jeder seinen Hund bei sich behielt.

 

KEIN einziger Hund hat uns belästigt. Alle Halter haben ihre nicht angeleinten Hunde bei sich behalten, manche Hunde haben das von selbst gemacht, anderen haben die Halter unmissverständlich klargemacht, das sie hierzubleiben haben. Ein älterer Mann war mit 3 kleinen Hunden unterwegs, alle ohne Leine, die hat er alle drei mit seinem Spazierstock in Schach gehalten (die kannten das wohl schon) und wir sind unbehelligt vorbeigegangen.

 

Wir konnten SICHER sein, mussten nicht ständig Spießruten laufen, das hat uns entspannt und die Chrystal auch.

 

Bei Menschen sah es da schon anders aus. Das ist wohl wahr. Viele Menschen wollten die Chrystal gerne anfassen - aber das haben wir immer gut und freundlich verhindern können und alle hatten Verständnis dafür, dass dieser Hund sich nicht anfassen lässt. Tut-Nixe auf 2 Beinen trifft es. Wobei auch die Mausi da sehr entspannt ist und wir dann auch mal loslassen konnten während die Mausi den Pizzabäcker anschmust.

 

Unsere Überlegung dazu war, dass wir in Italien keine einzige Hundeschule gesehen haben und dass es vllt. unüblich ist, in eine Hundeschule zu gehen und dass die Hunde damit den ganzen Mist von schlecht geführten Welpenstunden nicht mitmachen in denen man den Hunden als erstes mal beibringt, dass sie 1. sich nicht auf ihren Halter verlassen können und es 2. ok ist, sich völlig ungehemmt anderen Hunden zu nähern und 3. - 99. noch viel anderen Mist.

 

Das war unsere Erklärung, die wir dazu gefunden haben, denn es war wirklich extrem auffällig.

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Unsere Überlegung dazu war, dass wir in Italien keine einzige Hundeschule gesehen haben und dass es vllt. unüblich ist, in eine Hundeschule zu gehen und dass die Hunde damit den ganzen Mist von schlecht geführten Welpenstunden nicht mitmachen in denen man den Hunden als erstes mal beibringt, dass sie 1. sich nicht auf ihren Halter verlassen können und es 2. ok ist, sich völlig ungehemmt anderen Hunden zu nähern und 3. - 99. noch viel anderen Mist.

Solche Hundeschulen kenne ich nicht. Gerade Leute, die mit ihren Hunden in die Hundeschule gehen, haben ja einen gewissen Anspruch an den "Gehorsam" ihres Hundes und unter Hundetrainern herrscht schon fast eine zu verkrampfte Meinung, dass Hunde an der Leine absolut keinen Kontakt haben dürfen und Hunde nix selbst regeln dürfen. Entweder ich lebe auf dem Mond oder ihr. 

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Und zum anderen denke ich auch, dass viele schlecht geführte Welpen- und Junghundstunden auch einiges zum Verhalten beitragen. Spielen um jeden Preis, auf vielen Plätzen gelten keine Regeln - andererseits wird auch jedes Knurren oder jede Form der aggressiven Kommunikation (die meistens erst mal deeskalierend eingesetzt wird) im Ansatz unterbunden.

Und auf jeden Fall fehlen die alten und souveränen Hunde, die einfach durch pure Anwesenheit Ruhe in zu heftig agierende Gruppen bringen.

So kenne ich das aus eigener Erfahrung und von vielen Erzählungen.

 

Das war mit ein Grund warum ich nicht mehr auf Hundeplätze gehe. Dazu kommen dann noch die absurden "Erziehungsmethoden" der Trainer.

 

Wenn Menschen untereinander oft schon so rücksichtslos sind - dann darf man von den Hunden natürlich auch keine Rücksicht erwarten.

Stimmt, zumal sie ja davon überzeugt sind alles richtig zu machen.

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Solche Hundeschulen kenne ich nicht.

 

Ich schon. Möchte sie jetzt hier aber nicht aufzählen. Ich war hier im Umkreis von 30 km bei 5 Hundeschulen und Vereinen als Chrystal noch klein war.

 

In der ersten war von 60 Minuten vllt. 10 Minuten Training, den Rest der Zeit standen die Damen des Münchner Umlandes beim Ratschen zusammen und haben sich über die "In"-Themen ausgetauscht während die Hunde irgendwas machten, die Trainerin stand bei den Damen statt sich anzusehen, was die Hunde so treiben. Das war eine sog. Welpenstunde, die Hunde waren zwischen ein paar Wochen und 4 Monaten alt.

 

Bei der 2. durfte man die Hunde noch nicht mal schief anschauen, weil das ist aversiv und ich habe eine Rüge bekommen weil ich nicht hoch genug quietschen konnte um die Chrystal zu loben. Ein einfaches "fein Mausi" galt nicht als Lob. Man muss quietschen dabei... und zwar dann, wenn der Hund herkommt nachdem man ihn freundlichen dazu aufgefordert hat. Was zu tun ist, wenn der Hund nicht hört und kommt, darauf wusste die Trainerin auch keine Antwort.

 

3. war eine Rettungshundestaffel - die waren ganz merkwürdig drauf - aber auch da stand bei der Anfängertruppe (Hunde bis so 6 Monaten) Hunde spielen und Menschen ratschen im Vordergrund.

 

4. war ein Schäferhundeverein - ganz gruselig - wenigstens stand Spielen nicht im Vordergrund.

 

5. war dann eine Trainerin bei der wir mehrere Jahre waren. Die Hunde hatten auch Kontakt zueinander, aber das war auch keine Hundeschule sondern eine Art begleiteter Spaziergänge. Im Vordergrund stand auch Ratschen - aber es ware eine sehr nette Truppe und die Trainerin hat auch meistens gut auf die Hunde geachtet - trotzdem gab es so alle paar Monate mal eine Rauferei zwischen zwei Hunden. Mal mit Verletzungen, mal ohne.

 

So sieht es also aus in unserer Hundeschul-Landschaft. 

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Kontakte an der Leine sind bei uns auch nicht erlaubt.

 

Einfach aus dem Grund, weil wir viele unverträgliche Hunde haben. Z.T. auch mit Beißvorfällen bei anderen Hunden.

 

Wenn allerdings HH ihre Hunde, die sich kennen, an der Leine zusammen lassen, springt auch kein hysterischer Trainer dazwischen.

 

Aber "neue" halten wir schon dazu an, ihre Hunde an kurzer Leine über das Gelände zu führen :)

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Also am besondersten reagierten die Menschen in GB und Irland auf Arvid.

Ein" Giant Snauzer":)!!!!Ich hatte manchmal Angst das sie ihn mir von der Leine klauen :).

Aber dieses superfröhliche ,freundliche manchmal schon distanzlose erleben wir primär in Italien.

Ist ja letztlich auch egal vielleicht liegt es echt auch am eigenen Hund oder Halter oder oder .

Wenn ein Hund angerannt kommt denke ich an die blöden Sachen die mir schon passiert sind ,nun denn.

Mich ärgert allerdings total wenn jemand einfach ignoriert wenn was doof läuft.

Das ein Hund mal nicht hört finde ich nicht schlimm, passiert. Wichtig ist aber den richtigen Schluss zu ziehen und sich zu entschuldigen.

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Hundeschulen predigen ihren Schülern doch nicht, und das kann mir keiner weiß machen, dass man seine Hunde auf angeleinte Hunde zustürmen lassen soll. 

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Aber Hundeschulen predigen, dass jede Äußerung von Aggression (und dazu zählen aus meiner Sicht normale Signale wie Lefzen hochziehen und knurren) bäh ist und man das dem Hund aberziehen muss indem man ihm jeden anderen Hund schönfüttert.

 

Und Hundeschulen lehren auch - und damit schaffen sie sich ihre Folgeaufträge - dass Hunde miteinander spielen müssen.

 

Eine Kombination daraus und dass die meisten unfähig sind, ihre Hunde zurückzurufen führt dann dazu, dass sie eben doch in angeleinte Hunde rennen.

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Ach so, nein, das lehren wir nicht, Eva :lol:

 

Bei uns dürfen Hunde ihren Unmut bekunden. Und sie müssen auch nicht freudestrahlend mit jedem Hund spielen.

 

Maya und Sammy spielen so gut wie nie.

Manche Neulinge finden das "merkwürdig".

Benny knurrt mich an, wenn ihm was nicht passt.

 

Wenn ich den Leuten erkläre, dass das aus meiner Sicht völlig ok ist und WARUM, dann verstehen sie das auch :)

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Ich fasse mal zusammen (Achtung, überspitzt formuliert):

 

Unangeleinte Kontakte sind rücksichtslos.

Angeleinte Kontakte sind gefährlich.

 

Fazit:

Gar keine Kontakte sind einfach sicherer.

 

Kontakte zwischen angeleinten und unangeleinten Hunde sind tatsächlich manchmal Mist. Das heißt aber, dass Hunde, die meistens angeleint spazieren geführt werden, eigentlich keinerlei Kontakte zu Artgenossen haben können. 

 

Aber das kann's doch nicht sein. Hunde sind hochsoziale Wesen. Und natürlich müssen die spielen, wenigstens als Junghunde. Danach müssen diejenigen weiterhin spielen, die es gern tun, die anderen nicht. 

 

Wer früh nicht lernen kann, wie man mit Gleichgroßen, Größeren, Kleineren, Andersgeschlechtlichen, Dümmeren, Klügeren, Schnelleren, Schwereren, Schnarchenden, Sicheren und Unsicheren spielt, der wird später mal einer, der mit anderen Hunden, nämlich den Gleichgroßen, Größeren, Kleineren, Andersgeschlechtlichen, Dümmeren, Klügeren, Schnelleren, Schwereren, Schnarchenden, Sicheren und Unsicheren ein Problem hat und keinen unkontrollierten freien oder angebundenen Kontakt zu ARTGENOSSEN haben kann oder darf oder nur mit sehr wenigen handverlesenen. Das wünscht man seinem besten Freund doch aber nicht. 

 

Kein Hund mag alle anderen Hunde gleich gern, aber ein Hund, der im (Kinder-) Spiel gelernt hat, sich seiner Haut zu wehren und dies auch von anderen zu akzeptieren, hat die besseren Karten, auch als erwachsener Hund den richtigen Ton zu treffen, wenn er in Ruhe gelassen werden möchte. Ohne, dass der Huha ständig aufpassen muss und auch ohne dass sich der Hund deswegen im Stich gelassen fühlt. Hunde sind von Haus aus viel mehr Fachleute für Artgenossenfragen als wir!

 

Nein, die sollen nicht alles unter sich ausmachen, denn es gibt leider auch schlecht sozialisierte Hunde, die kein rechtes Maß kennen, oder kranke Hunde, die sich nicht mehr verständlich ausdrücken können u.s.w., aber die meisten Hunde sind wirklich in der Lage, mit ihren Artgenossen friedlich und sinnvoll zu kommunizieren. Ohne, dass Menschen ständig da hinein regieren müssen.

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