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Hundeforum Der Hund
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Zuchtideale beim Deutschen Schäferhund

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Hallo Hundefreunde,

ich stimme euch voll und ganz zu, dass sich über Geschmack nicht streiten lässt, aber ich denke mir, wenn solange an einer Hunderasse rumgezüchtet wird bis sie dem "Schönheitsideal"mancher Menschen entspricht, ohne Rücksticht auf das Wesen und die Gesundheit des Hundes zu nehmen, ist dies einfach nicht mehr rechtens gegenüber des Hundes... Nicht der Mensch, der den Hund züchtet wird dann später die Wesensauffälligkeiten und die Schmerzen haben, nein es ist der Hund und dieser Mensch schehrt sich am Ende einen Dreck darum...

Gut der SV/VDH hat mittlerweile schärfere Vorschriften als früher, was die Zuchtzulassung von Schäferhunden angeht, aber reicht das? (Da hier gleich sehr viel über die HD beim DHS geschrieben wurde, gehe ich darauf ein) Wenn der Verband Paarungen von Rüde - HD A3 (also HD C = leichte HD) und Hündin A2 (also HD B = Verdacht auf HD) zulässt, wird der Gesundheit dieser Rasse nichts gutes getan. Naürlich können die Welpen auch gute Hüften haben, aber die Wahrscheinlichkeit dass die Hüften der Welpen schlechter sein werden, als die von Welpen aus einer HD A1 x HD A1 Verpaarung ist doch um ein wesentliches höher...

Ich würde mir keinen Welpen aus einer solchen Verpaarung kaufen... ich würde dies nicht unterstützen

Auch würde ich mir keinen Welpen von aus einer Verpaarung kaufen, wo ich weiß, dass die Eltern Wesenauffälligkeiten aufweisen...

Für mich persönlich käme nur ein DHS aus der Leistungszucht in Frage, dessen Eltern und Großahnen "gesund" sind, HD und ED frei und Wesensfest, da spielt das Aussehen keine all zu große Rolle für mich, Fakt ist, dass ich dadurch die Chance erhöhe einen doch evtl. "gesunden" und "wesensfesten" DHS zubekommen. Was das Wesen angeht möchte ich noch hinzufügen, liegt vieles auch daran, was ich aus dem Hunde mache, aber ich bin der Meinung, dass einige Verhaltensmerkmale doch in den Genen festgelegt sind...

Hier noch ein Link, der vll. ganz Interessant sein könnte, dort steht einiges über die Hochtzucht und die Veränderungen beim Zuchtziel des DHS

http://hund.ch/insider/owsv.htm

(hoffe es ist okay, wenn ich den Link hier einstelle)

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Ist zwar etwas off-topic, aber als Nackthundbesitzerin muss ich auch eben noch meinen Senf dazugeben :so Ich kann zwar verstehen, dass viele Menschen die Rassen auf den ersten Blick für eine Qualzucht halten. Meiner Familie ging es genauso. Allerdings kann ich gegen Sonne, Kälte und Regen leicht etwas tun um einen Nackthund durch ungemütliches Wetter zu bringen. Keiner dieser Hunde leidet bei halbwegs vernünftigen Besitzern!

Bei den Rassen mit weggzüchteten Schnauzen, kranken Rücken, Haut oder Muskelmasse für zwei etc. bin ich mir da nicht so sicher. Diese Hunde sind durch menschliche 'Ideale' (nicht durch eine Laune der Natur wie bei den Nackten) so geworden und ihr Leid kann nicht mir-nichts-dir-nichts gelindert werden. Wie kann ich als Besitzer meinem Hund mit einfachen Mitteln beim Atmen und Laufen helfen? Das können allein verantwortungsvolle Züchter über Generationen, und von denen gibt es anscheinend leider zu wenig!

Ich höre es daher immer nicht so gerne, wenn Nackthunde mit solch 'gehandicapten' Rassen wie dem DSH oder Mops in einen Topf geworfen werden.

PS: Übrigends ist es ein Ammenmärchen, dass man immer behaart x nackt verpaaren muss um die Tiere gesund zu halten. Das wird bei den Chinesen nur gemacht, weil man ja die Haare an Kopf, Rute und Beinen erhalten will. Bei den Mexikanern und Peruanern sind Haare unerwünscht und es wird in den Herkunftsländern schon immer fast ausschliesslich nackt x nackt verpaart, ohne negativen Konsequenzen für die Gesundheit der Tiere.

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Hi Caro,

es ging ja um die Ausgangsfrage, worin der Sinn solcher Züchtungen liegt.

Und diese Frage stelle ich mir nun mal nicht nur beim DSH.

Das man die Hunde aufgrund ihrer Gesundheit nicht vergleichen kann, ist mir klar und darum ging es mir auch nicht.

Bei dem Dialog mit Tanja über Nackthunde ging es größtenteils darum, ob diese Hunde auch ohne Mensch überlebensfähig wären.

Aber sagst du ja selber: "Allerdings kann ich gegen Sonne, Kälte und Regen leicht etwas tun um einen Nackthund durch ungemütliches Wetter zu bringen.".......

Damit bestätigt sich meine Meinung. ;)

Und das auch diese Rasse nach dem Schönheitsideal des Menschen gezüchtet wurde. Denn einen Sinn hat die Nacktheit meiner Meinung nach nicht wirklich.

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Hi Ricky,

da stimme ich Dir zu, einen Sinn hat die Nacktheit in dem Sinne nicht! Allerdings ermöglicht sie einer Allergikerin wie mir einen Hund zu haben, das ist zwar egoistisch, aber mir persönlich viel Wert!

Und wie gesagt, die Hunde leiden nicht, und haben keine gesundheitliche Probleme, deswegen kann ich es mit meinem Gewissen gut vereinbaren einen Nackthund zu halten.

So gesehen, sind ja auch fast alle Hunde aus einem Schönheitsideal (oder Nutzbedürfnis) des Menschen entstanden. Schade, dass das dann immer so extreme Formen wie der Rücken des DSH annehmen muss!

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Danke für Eure Antworten.

@Susanne: Klasse Link!!

Der DSH ist ja leider ziemlich kaputtgezüchtet (nicht nur der Rücken),

und gleiches - sagt man - gilt für ziemlich alle Rassen die in Mode gekommen sind.

Wenn eine Rasse beliebt wird (z.B.: durch eine Fernsehserie...) dann dauert es in der Regel nicht lange und die Tiere sind reichlich krankheitsanfällig etc...

Warum eigentlich??

Ich habe noch nie gehört, dass beliebte und sehr viel gezüchtete Pferderassen wie z.B. der

Hannoveraner kaputtgezüchtet wären und nicht mehr für den Leistungssport zu gebrauchen

sind!?

Warum kriegt man das bei den Hunden nicht auch vernünftig hin???

LG

Rike mit Meggie

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Hallo ihr Lieben!

Ihr habt hier ein Thema aufgegriffen, bei dem ich das rote Hasskäppchen auf bekomme und mir fast wieder die Tränen laufen. 1994 holte ich mir meinen ersten DSH, natürlich vom Züchter, mit roten Papieren... ich wollte ja einen supiguten Hund haben ( Grundgütiger wie naiv ich damals war!!!).

Die Geschichte begann damit, dass der Züchter mir einen Rüden nahe legte: Hodenhochstand beidseits! Pah- für mich keine Frage, denn züchten wollte ich eh nicht und genau dieser kleine Kerl hatte sich eh schon in mein Herz geschlichen. Also kam Quart in mein Haus- 11 Wochen alt. Zuerst stellte ich fest, dass keiner meiner männlichen Mitbewohner an ihm Hand anlegen durfte- Schiss hatte der Hund ohne Ende. Mhm...warum nur? Mit 8 Monaten bekam Quart stumpfes, gebrochenes Fell, Ekzeme und übelsten Juckreiz. Meine Tierarztodysee begann! Mit 11 Monaten dann Not-OP wegen abwandern der im Bauchraum liegenden Hoden. Mit ca. 1,5 Jahren dann Vorstellung in der Uni Klinik wegen immer noch anhaltendem Juckreiz und Ekzembildung, Diag.: Seborrhoe und nicht wie von allen anderen Tierärzten gemeint eine Futterallergie.

Mittlerweile hatten wir dann irgendwann unsere Begleithundprüfung und arbeiteten auf die SchH1 hin. Immer öfter, auch beim normalen Gassi gehen, quitsche der Hund, lahmte immer wieder im Vorderbein: Ellenbogendysplasie rechts! Mit 5 Jahren kam dann die EP links hinzu und mit 7 Jahren prägte die HD unser Leben!

Von den Kosten bis dahin möchte ich hier gar nicht reden- denn zu dieser Zeit hatte kaum einer einen Plan von EP und HD. Mit 9 Jahren und einem Monat musste ich meinen Dicken einschläfern lassen, er konnte überhaupt nicht mehr hoch! Schreiben und Nachfragen an den SV, den Züchter und den Geschwisterbesitzern meines Hundes blieben bis heute unbeantwortet! Denn auch ich fragte nach, welches Zuchtziel mit welchem Hintergrund denn überhaupt verfolgt wird und welche Begründungen und medizinischen Hintergründe dies belegen. Dieses Nichtreagieren bestätigt meine Meinung dahingehend auch nur, dass es auch hier mal wieder nur um die dicke Kohle geht und nicht um die Artenerhaltung dieser Rasse!!! Des Menschen kranken Egos muss doch bestärkt sein.

Hier bei uns im Ort gibt es auch einen Hupla, einen SV-Platz. Wenn ich heute mit meinen Belgiern an denen vorüber gehe, dann spüre ich die Neidblicke der Besitzer und gebe denen auch immer wieder Contra, denn die Idioten nutzen das herrliche Wesen des DSH schamlos aus. Einen guten Malinois könnte nicht einer von den Egotriplern führen, da sie das gefühl im Umgang mit den Tieren nicht beherrschen. Ich liebe nach wie vor die Schäferhunde sondergleichen und mir kommen die Tränen wenn ich sehe wie diese missbraucht werden.

Für andere Rassen seh ich das ganz genauso und seitdem ich aktiv im Tierschutz arbeite noch mehr. Massenware und Modeerscheinung Hund!!!

Das fängt an, bei der bekloppten Alten Paris mit ihrem Chihuahua, geht über den Film 101 Dalmatiner, weiter zum "Mercedes" Malinois unter Hundesportlern, etc. etc.etc.....

Neverending Story....... denn der mensch ist die eigentliche Bestie!

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Hallo zusammen,

Ich hab mal gegoogelt, und mich würde intressieren, wie man so einen Schäferhund erkennt. Ab wann ist er denn so gezüchtet?

Ist dieser Hund z.B. auch so gezüchtet?

http://www.schaeferhund-online.de/bilder/Xiros.jpg

Wie ich sehe, sind schon bei den Rassenmerkmalen solche Hund zu sehen.

Ich finde es auch nicht okey, ... Bei uns auf dem Hundeplatz hat es auch 2 Schäferhunde, einer davon hat einen geraden Rücken, der andere nicht.

Was die Nackthunde betrifft, ich find es nicht wirklich toll, wenn man den Hund so züchtet nur wegen einem Schönheitswahn. Allerdings find ich das Argument mit der Allergie ist überzeugend. Doch das ist bei Pudeln doch auch so, und die friehren nicht...

Naja ist halt Ansichtssache.

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Nackthunde werden nicht nackt gezüchtet.

Nackthunde sind eine Laune der Natur. Eine Gen - Mutation.

Und Nackthunde gehören zu den ältesten Hunderassen. Nix Mode.

@carole, dazu das man Nackthunde im Winter anziehen muss und im Sommer eincremen, da streiten sich aber auch die Gemüter. Ich tu es so gut wie gar nicht. Und mein Chinese ist kerngesund.

@Ricky daher auch meine Aussage das ein Nackthund auch alleine klarkommt. In den Anden zb leben zum Teil immer noch nackte Hunde. Dort ist es warm und kalt. Sicherlich nicht vergleichbar mit Deutschland. Aber die Xoloitzcuintle dort überleben dennoch.

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Ich glaube nicht das ,das Problem in den Züchtern liegt.

Ich denke es ist ein Problem in SV/VDH/FCI.

DEr SV stellt mit seinen über 100000 Mitgliedern die stärkte Lobby in der FCI weltweit und der VDH ist mit insgesamt 650000 Mitgliedern der stärkste Mitgliedsverband in der FCI.

Der VDH zeichnet sich für viele Rassen als Standartgebend.

Würde der VDH die FCI verlassen wäre diese Pleite und wenn der SV den VDH verlässt ebenso.

Züchter die einem Rasseverband angeschlossen sind müssen die Regeln dieses Verbandes einhalten.

Gehen sie andere Wege werden sie mit Ausschluss bedroht

Es wird unter den Züchtern ganz klar die Angst geschürrt,das Sie ohne ihren Vereein ihre Welpen nicht verkaufen können und Menschen die einen welpen bei einem nicht angeschlossenen Züchter kaufen,der also eine Ahnentafel von einem anderen Verband besitzt und die zufällig auf einem Hupla trainieren wollen auf dem sie Vereinsleuten begegnen,denen wird eingeredet,das sie für ihren Hund zuviel bezahlt haben ,da die Papiere ja nicht anerkannt seien sie also angeblich betrogen wurden.

Das geht sogar so weit das sich deutsche Fernsehsender dazu breitschlagen lassen ,den VDH als alein seligmachend hinzustellen.

Verbands gebundene Rüdenbesitzer,die ihre Rüden in der sogenannten Dissidenz cdecken lassen wollen werden mit Geldstrafen und Ausschluss bedroht und wenn jemand mitbekommt das sie Kontakte zu den andersdenkenden haben werden ihre Hunde bei Prüfungen und Ausstellungen runtergewertet.

Wenn ein Hund in Mode kommt verliert eine Rasse schnell an Qualität ;

Warum ist das so?

Diese Frage ist einfach zu beantworten. Der Markt wird von Angebot und Nachfrage geregelt. Wenn Züchter auf ihrem Nachwuchs sitzen bleiben dann stellen sie die Zucht der Rasse ein.

Ein Neuling der eine Zucht beginnt,hat in der Regel eine gute Hündin,und bekommt die Empfehlung für den möglichen Deckrüden von seiner Ortsgruppe. Das ist meistens dann ein bekannter Rüde,ein Vieldecker wie ich das nenne.

Genetische oder Anatomische Grundkenntnisse werden von dem Zuchtneuling nicht verlangt.

Hauptsache er bezahlt die Gebühren für die Eintragung seines Zwingers.

Der Rest ist eine Farce. Ob das Elternpaar genetisch zu einander passt,welche Merkmale rezessiv oder Dominant verebt werden,ob es in der Linie mehrfach Erbschäden gegeben hat alles uninterressant.

Entscheidend sind für den Neuling was in der Ahnentafel der Eltern steht;

Was aus deren Wurfgeschwistern geworden ist und ob die Grosseltern noch leben und gesund sind,all das lässt sich kaum nachprüfen und die Fehler werden unter den Tisch gekehrt;

anfargen diesbezüglich beantwortet der Verein in der Regel nicht und man muss als Züchter selbst die Detektivarbeit erledigen.

Wenn dann ein Welpenkäufer seine Züchter anruft,das sein Junghund mit einem Jahr auf HD- D geröngt worden ist,dann ist die Reaktion in der Regel fogende:

Das kann ich mir gar nicht erklären,bestimmt habt ihr ihn überlastet oder am Futter gespart.

alle anderen aus dem Wurf sind HD-frei.

Wenn man dann nach den Kommissionsauswertungen der anderen fragt und ob man eine Kopie davon bekommen könnte,bricht der Kontakt in der Regel ab.

Zwei Jahre später liesst man dann in der Vereinszeitung das die Schwester meines erkrankten Hundes glückliche Mutter von neun Welpen geworden ist,der Vater weil die Linie ja so schön und arbeitsfreudig ist ist ein Sohn des Vaters aus einer anderen Verbindung.

So läuft das.

Und solange die FCI weltweit der grösste Dachverband Für Hundezucht ist wird sich auch nichts ändern.

Und wenn die Menschen einen Hund nicht mehr kaufen wollen,weil kaputtgezüchtet und aus der Mode,dann werden eben schnell ein bis zwei weitere Rassen anerkannt und das Spiel geht von vorne los.

L.G.

Wotan

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Klasse Bericht Elvira.

Das klingt wie Mafia :o

Aber ich finde es auch befremdlich, das die Hunderassen, wie zb Schäferhunde und auch andere alte Rassen einfach tot gezüchtet werden.

Normalerweise denkt man doch, also ich, wenn ich jetzt mal völlig naiv denke.... Jemand der züchtet, der möchte die Art erhalten. Viele Rassen wären sonst vielleicht auch schon ausgestorben. Nicht nur in der Hundewelt, auch in der freien Wildbahn wird ja mit Züchtung versucht den Tierbestand zu erhalten.

Für mich war Zucht immer ein "aufpassen" das die Rasse erhalten bleibt. Kein kaputtzüchten, weil man Gott spielen will. Auch finde ich es Wahnsinn wie viele neue Rassen in den letzten Jahren an Hunden dazu gekommen sind. Grad dieses ganze Hybrid...

Ich finde die meisten Züchter handeln einfach zu leichtsinnig, es wird zuviel vertuscht und runtergespielt.

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