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Hundeforum Der Hund
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Belohnung und Überforderung!

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Das perfekte Beispiel, weshalb ich denke dass Training mit der Schleppleine angebracht ist:

Wir waren zum Pipi machen draußen. Dafür laufen wir immer ein Stückchen. Nachdem er mir immer an der Leine nach gelaufen ist (Leckerlis) habe ich die Leine los gelassen. Auch da ist er immer mal wieder zu mir gelaufen. Aber nach einer gewißen Zeit hat er sich zwischen Mülleimer versteckt gehabt und ich bin zum Haus gelaufen, so dass er mich nicht gesehen hat. Ihm hat das überhaupt nichts ausgemacht. Bin dann wieder in Sichtweite und auf die Knie und habe ihn gerufen dann ist er gekommen. Aber von allein hat er keine Angst und läuft nur bedingt hinter mir her. Ist das normal?

Grüße

max

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Kann ich verstehen - 5 Leute und mindestens 8 Meinungen... :D

Wichtig ist, daß der Hund nicht reizarm, aber eben auch nicht reizüberflutet aufwächst. Bei den Mini-Gassi-Runden passiert oft soo viel Spannendes, daß man nicht noch extra was machen muß.

Man kann aber, und das hängt auch vom Welpen selber ab. Von daher ist eigentlich eines besonders wichtig: Ruhephasen müssen sein.

Wenn du einen Draufgänger hast, probier mal ein bißchen aus und lerne deinen Hund zu lesen. Wenn der Hund zur Ruhe kommen kann und nicht überdreht ist, war das Pensum richtig.

Ein Welpe ist mit 9 Wochen noch ein Baby - da ist eh schon alles spannend genug, finde ich. Erwarte einfach nicht zuviel und versuche jetzt schon Dinge abzutrainieren, die absolut normal sind. :D Mülleimer sind nunmal spannend.

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Würde die Leckerchen-Manipulation weglassen.

Ansonsten nimm den Hunde überall hin,

jetzt schon mit und trage Ihn am Bauch unter der Jacke,

und von der Position kann er die vielen Reize erleben.

Wenige Minuten mal an einer ruhigeren Stelle auch laufen lassen,

an einer "Flexi-Leine für Kleinsthunde" damit er sich auch zwischendurch lösen kann.

Mit überall hin nehmen, ist nicht ein DISCO-Besuch gemeint !

LG :winken:

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Damals noch mit meiner Francis.. da sind wir sogar auf den Weihnachtsmarkt gegangen.. in Einkaufscenter... Rolltreppe.. Tankstelle (Türen öffnen automatisch)

ich fand es super!

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Ich mache das jetzt mit meinem 4. Hunde genauso wie beschrieben, überfordert war keiner.

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lacht gerade, nach diesen vielen Meinungen. du hast recht, da ist man überfordert, ich empfehle dir einfach mal, such dir in deiner Gegend einen vernünftigen Hundeclub, geh dahin und da gibt es Trainer. Such dir den sympathischen für dich aus, und das machst du dann.

10 Trainer 10 Meinungen, die Fehler habe ich alle schon hinter mir. Und vor allem schau auf deinen Hund und horch auf deinen Bauch. Du machst das dann schon richtig.

In einem muss ich mich aber doch einklinken, ich habe Welpis immer zuerst auf mich fixiert, das dauert ned soo lange, und dann habe ich ihnen die große weite Welt gezeigt.

Gassi gehen, ein gutes Thema, ich musste ja auch arbeiten, also der Hund muss sich an meine Zeiten gewöhnen, das geht auch normalerweise beim Welpi ganz gut.

Überfordern durch Gassigehen tu ich normalerweise keinen Hund, und spielen ist immer toll. Aber sie brauchen halt auch noch ihre Ruhephasen. Schau auf deinen Hund dann wird das schon klappen.

Jeder macht Fehler beim ersten, aber das ist kein Problem im Normalfall, Fehler macht man auch beim ersten Kind........

Also mach dir keinen Kopf, lies alles, bilde dir eine Meinung, und dann viel Glück und viel Spaß

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Finde ich wieder sehr interessant, welche pauschalen Meinungen vertreten werden.

Ich kenne Hunde, die sind erst als Erwachsene erstmals aus der "Pampa" in die Stadt oder zu Veranstaltungen gekommen - haben es an der Seite ihres Menschen total souverän gemeistert.

Und ich kenne Hunde, die gehören eigentlich dringendst in die Pampa - obwohl (oder weil?) sie von Welpenbeinen an überall hin mitgeschliffen wurden - volles Programm inklusive Welpen"spiel"gruppen. Ergebnis sind teils hysterische Angsthunde, teils asoziale Hunde, die sich möglichst alles vom Leib halten.

DAS Patentrezept gibt es meines Erachtens eben NICHT.

Hat man einen insgesamt eher mutigen/draufgängerischen Welpen, der auf alles neugierig und unvoreingenommen zugeht, kann man nach ein paar Tagen - neben viel Ruhe und vielen eingeführten häuslichen Gewohnheiten/Ritualen (!) und miteinander Spielen - sicher auch immer mal wieder Neues zusammen entdecken, wobei ich die Betonung auf "zusammen" legen möchte - also nicht Hund entdeckt und Halter folgt. Den Folgetrieb sollte der Hund haben und wenn der sich lieber eigenständig beschäftigt, dann ist DAS die Baustelle, wo der Halter an sich arbeiten und interessanter werden sollte.

Man fängt aber auch bei solchen Welpen mit "offenen Wesen" nicht mit dem Hauptbahnhof oder einem Großflughafen an, sondern steigert die Anforderungen langsam, begrenzt solche Stressreize auch zeitlich, z.B. auch, indem man den Welpen nicht ständig kilometerweit laufen lässt, sondern auch mal trägt, ihm die Welt von oben zeigt und ihn damit auch unterwegs mal zur Ruhe "zwingt".

Hat man aber einen Welpen, der schon in naher häuslicher Umgebung Unsicherheiten zeigt, sich z.B. schon vor Mülltonnen ängstigt oder bei vorbei fahrenden Autos erschreckt, nicht gerne seinem Menschen von allein folgt, sondern den eher ausbremst, Mitlaufen verweigert, dann geht man mit dem bitte auch entsprechend sensibler um, also nicht heute Schreck vor der Mülltonne und morgen dann eben trotzdem schon Fußgängerzone oder Einkaufscenter.

Das allerwichtigste ist, dass man Stress, Überforderung, Müdigkeit als Hundeneuling sofort erkennen können muss - meist wird viel zuviel auf einmal oder kurz hintereinander gemacht, obwohl man MEHRERE Wochen Zeit hat und eher die Gewohnheit und Erfolg (statt Rückschritt/Angst) eine Rolle spielt, an Sicherheit zu gewinnen, als ständig neue Umgebungen.

Wenn man sich 3 x in der Woche Neues aussucht mit langsamen Steigerungen und ansonsten viele gemeinsame Erfolge /positive Erfahrungen bei Wiederholungen hat, ist das 100 x mehr wert, als jeden Tag Neues und dabei aber fast jedesmal Angst und Stress für den Welpen - nur weil Mensch meint, der Welpe muss das JETZT aber mitmachen und lernen. Jeder Misserfolg (in Hundeaugen) macht aufkeimendes/wachsendes Vertrauen zu seinem Menschen leicht wieder kaputt, wenn der seinen Hund falsch versteht und - je nach Situationen - oft vollkommen überfordert. Bestes Beispiel für sowas sind übrigens Welpen"spiel"gruppen, in denen man auch mehr kaputt machen als fördern kann.

LG

Marita

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Ich finde es nicht dramatisch einen Welpen die Welt zu zeigen,es sollte nur nicht übertrieben werden wenn es um die Dauer geht.

Ich habe meine Maus gleich in "Tiefe"geworfen-gut sie war schon 3 Monate alt daher hatte ich ein wenig mehr Druck,den sie kannte bis Dato nicht wirklich viel.

Ich habe die "Einheiten" aber nie länger als eine halbe Stunde dauern lassen und wenn sie Angst bekam habe ich sie Wortlos zwischen meine Beine gesetzt oder auch getragen (puh-sie wog schon 10kg-war manchmal anstrengend :) )

Bindung kann man so prima mit aufbauen-so lernt das Hundi gleich:" Die passen auf auf mich"

Wo ich vorsichtiger wäre ist mit Kommandotraining-Grundbegriffe-gut sollte man zeitgleich mit einbauen aber eben immer eins nach denn anderen,zb erst sitz lernen und nicht gleich noch Platz-Fuß oder Komm-da kann man einen Welpen schnell überfordern.

Soziale Kontakte unter Hunden,da bin ich auch vorsichtiger geworden-lieber zu wenig Kontakt bzw ausgesuchten als den Falschen-denn das kann nämlich langfristig gesehen in die Hose gehen dh nicht jeder Hund sollte an meinen "schnüffeln"auch wenn deren Besitzer noch so oft sagen:"Der tut nix"-da reicht nur einer der plötzlich schnappt.Sätze wie "Da muß er durch"oder "das schadet denn nix"halte ich für Kontraproduktiv.

Das ist aber nur meine Sicht der Dinge ;)

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Hallo ihr Lieben,

vielen vielen Dank für den Kommentar und die Ratschläge die ihr mir alle gegeben habt. Habe sehr interessiert gelesen und mir Gedanken gemacht wie und ob ich diese umsetzte. Wie an manchen Stellen durchgedrungen ist werde ich irgendwie unseren Weg finden, der für alle beteiligten am Besten klappt. Was natürlich nicht heißt, dass ich nichts mehr fragen werde, ganz im Gegenteil ;) aber dazu mehr in einem neu verfassten Thema mit neuer Überschrift.

Danke :kuss:

Grüße

Max

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Ich habe mir auch grade einen kleinen Welpen geholt, er hält mich wirklich gut auf Trapp muss ich sagen, aber das ist ja auch gut so :)) Das mit dem Belohnen darf man wirklich nur machen, wenn der Hund eine von ihm geforderte "Leistung" gut gemacht hat. Sonst bringt das gar nichts, aber das kommt eigentlioch mit der Zeit und ein fiffiges Hündchen lernt das schnell, die fangen dann auch an zu tricksen :D Achtung !! ;)

LG

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