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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

2 Wochen nach der Diagnose - nichts ist mehr wie es war

Empfohlene Beiträge

Nun ist es 14 Tage her, dass uns eröffnet wurde, dass Sherlock Spondylose hat. Seit 11 Tagen wissen wir, dass es zusätzlich eine Schilddrüsenunterfunktion zu medikamentieren gibt.

Vor 8 Tagen habe ich mit den ersten Tablettengaben begonnen... es war nicht wirklich lustig. 2x am Tag habe ich nun einen Hund, der es sichtbar unglücklich über sich ergehen lässt, dass ich ihm zuerst 2 Tabletten so in den Rachen werfe und ihn zum Schlucken nötige und danach darf er sich auf die Seite legen und ich streue ihm 2 kleingemörserte, homöopathische Pillen unter die Lefzen, weil diese über die Schleimhäute aufgenommen werden sollen und nicht geschluckt gehören.

Seit heute kommt nun noch 2x eine Schilddrüsentablette und eine halbe Eisentablette dazu. Die SD-Tablette muss 15 Minuten vor dem Essen genommen werden. Essen findet nur für meinen Hund generell abends statt und niemals morgens. Also gibt es jetzt wohl lebenslänglich morgens ein Leberwurstbrötchen, denn das ist noch am ehesten etwas, was überhaupt eines Blickes gewürdigt werden könnte.

Ob es nun an dieser Tablettenquälerei liegt oder an den Schmerzen, die er beim Spielen mit mir vor knapp 4 Wochen und auch danach wohl noch einmal gehabt haben muss, weiß ich nicht. FAKT ist, dass Sherlock und ich team-technisch seit dem Vorfall beim Spielen in der absoluten Vertrauens-Steinzeit gelandet sind. Er hat offensichtlich mit mir sehr heftig diese Schmerzen verknüpft, es mag auch zwischenzeitlich noch wieder etwas vorgefallen sein, was das aufgefrischt hat, jedenfall verweigert er inzwischen jegliches Spiel, jeglichen Spaß, jegliche Arbeit, longieren, Unterrichtsforführungen, was auch immer. Wer Sherlock kennt, der weiß, dass er das in der Regel hoch motiviert und gerne alles gemacht hat. Er betritt seit neuestem noch nicht einmal mehr den Hundeplatz, er bleibt mit traurigem Blick auf dem Vorplatz stehen und kommt nicht rein, wenn ich ihn rufe.

Draußen, wenn wir stinknormal spazieren gehen (was wir früher fast NIE getan haben, kein Gassi ohne Action) hört er wunderbar. Er schaut nach mir, er ist aufmerksam, schnüffelt, reagiert sofort auf seinen Namen oder auf Sicht/Hörzeichen... Nur sobald ich mit ihm etwas machen möchte, spielen, rennen, etwas apportieren oder suchen lassen... NICHTS mehr. TOTALE Verweigerung mit einer Körpersprache, die vermuten lässt, dass ich ihn tagelang nur verprügelt habe. Selbst wenn kein Ball im Spiel ist, ich ganz ohne alles rumalbere, nur mit Futter spiele, nach allen Regeln der Kunst motiviere. Er reagiert einfach nicht mehr.

Ich brauche wahrscheinlich niemandem zu erklären, wie traurig ich bin. Wie oft ich deshalb schon still in sein Fell geweint habe, weil der Bär und ich einfach nicht mehr das Bärenteam sind, das wir noch vor 4 Wochen waren. Gerade jetzt, wo wir in den letzten Wochen aktuell so viel neues wieder erarbeitet hatten. ALLES WEG. Ich steh mir irgendwie emotional selbst im Weg, habe keine Ideen mehr, was ich noch machen könnte, ob ich momentan überhaupt noch was machen, oder einfach nur warten soll. Für meine "Kunden" hätte ich vermutlich längst eine Idee gestrickt, nur bei mir versage ich da völlig. Es ist unterträglich für mich, in diese traurigen "ich will ja schon, aber ich kann nicht" Augen zu sehen, ihn mit meinem Mann, unseren Freunden, den Kindern wie immer spielen zu sehen, nur mit mir nicht mehr. Er verweigert sich nur bei mir... aber das konsequent.

Was soll ich tun?

Liegt es an der Tablettenquälerei?

Bin ich aufgrund der Diagnose selbst noch so aus der Spur, dass ich ihm irgendetwas komisches signalisiere?

Ist alles nur eine Frage der Zeit?

Ich weiß einfach nicht mehr weiter... und musste das nun nach tagelanger Grübelei einfach mal hier los werden. Sorry, ist lang geworden. Danke an alle, die bis hierher durchgehalten haben.

Traurige Grüße

Anja

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Oh man Anja...ich kann mir gut vorstellen wie es dir geht....ich hab euch beide ja über Jahre hinweg erlebt...erleben dürfen.

Im Moment fällt mir auch nicht wirklich eine Idee ein, aber ich werde grübeln...und bis dahin wünsch ich euch trotz allem ganz viel Kraft und Energie diese "Talfahrt" zu überstehen!

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Oh Anja! :(

Ich drück dich mal aus der Ferne, ganz dolle!

Einen Rat kann ich dir leider keinen geben, kann mir aber vorstellen, wie verzeifelt du dich fühlst, da ihr beiden wirklich ein Dream-Team seid!

Sorry, im Trösten war ich noch nie gut, aber ich denke an euch!

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(bearbeitet)

Oh Anja das tut mir leid, ich kann mir vorstellen wie du dich jetzt fühlst

*lass dich mal knuddeln*

Ich kann dir da auch nicht weiter helfen, aber kann mir nur denken das es vielleicht mit den Tabletten zusammen hängt die du den Bären jetzt gibst, er findet das sicher nicht so toll und somit nun dich auch nicht mehr, aber ich weiß nicht ob das stimmt, da bin ich überfragt, kann es mir nur so vorstellen, da du sagst er spielt mit allen anderen, nur mit dir nicht!

Vielleicht benimmst du dich aber auch einfach anders als sonst, und das merkt er nun.

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Hallo, dasist ja traurig aber bestimmt legt sich wieder, wenn es mit den Tabletten zu tun hat da gewöhnt er sich doch dran. Gibst du ihm die tabletten nicht in super leckerer Wurst?? dann merkt er sie doch gar nicht, oder? Wahrscheinlicher ist eher das er diese Schmerzerinnerung hat und viell etwas zu sehr beleidigt ist?? Das wird sicher wieder normal mit der Zeit. Ich hoffe es f euch beide, lb Gruss Ver u Arkan

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Hallo Anja

Tut mir leid das zu hören :(

aber versuche mal in dich hinein zuhören.

Gerade weil ihr ein so eng verbundenens Team seind wies dein Bär das seit dem Tag wo es ihm so weh getan hat alles sich geändert hat.

Möglicherweise verknüft er seine Empfindung Schmerz beim Spiel mit deiner Veränderung.

Es kommt natürlich auch noch hinzu das sich durch die SD Tabletten sein Hormonhaushalt ändert was auch Veränderungen im Wesen nach sich zieht.

Bei SDU dauert es eine Weile bis die Medi Einstellung richtig ist und sich alles normalisiert.

Ich hoffe das der Bär bald wieder auf seinem alten Level ist und ihr dieses Trauma ad acta legen könnt;

L.G.

Wotan

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Hallo Anja,

zum Tablettengeben habe ich Dir nur den Tipp, die Tabletten in etwas Mettwurst oder Leberwurst zu verstecken - die meisten Hunde nehmen Tabletten so problemlos.

Du kannst sie auch in ein Stück Käse schmuggeln - kleinen Schlitz mit dem Messer in den Käse machen, Tablette reinschieben.

Ist Dein Hund ganz raffiniert, dann lass ihn nicht dabei zusehen, wie Du diesen "Happen"

vorbereitest. Gib die Happen zwischen anderer Belohnung bei einem Clicker-Training :D .

In nächster Zeit würde ich dem Hundeplatz fernbleiben, wenn Dein Hund den Schmerz mit dem Hundeplatz in Verbindung bringt dann versuch an anderen Orten zu üben oder lass ihm einfach etwas Zeit, bis die Medikamente wirken.

Kann man bei Spondylose mit Physiotherapie eine Besserung oder ein Hinauszögern der

Krankheit bewirken - was sagt Dein Tierarzt dazu?

Ansonsten kann ich mit Dir fühlen, was Deinen Seelenzustand angeht. Mir ging es auch ganz schlecht, als ich erfahren habe, dass mein gerade mal 2jähriger Hund eine schwere Hüftgelenkdysplasie hat.

Inzwischen habe ich mich damit abgefunden und den Traum von Agility aufgegeben und versuche Ersatzbeschäftigung zu finden, die dem Hund nicht schadet.

Natürlich merkt Dein Hund, dass Du bedrückt bist und im Moment nicht nur mit ihm etwas nicht stimmt, sondern dass ihr "ausserhalb der Spur" lauft.

Hattest Du schon mal einen Hexenschuss oder etwas Ähnliches, dann weisst Du, wie vorsichtig man sich damit bewegt wegen der Schmerzen oder auch der Angst, dass eine falsche Bewegung diese höllischen Schmerzen auslösen kann - so geht es vermutlich zur Zeit Deinem Hund.

Wegen der homöopathischen Mittel, die man zermörsern muss, frag doch mal, ob man das Medikament nicht auch in Tropfenform bekommen kann.

Mein Hund hätte Bachblütentropfen (auf Alkoholbasis) zu sich nehmen sollen. Da er die Tropfen pur auf die Schleimhaut verweigert hat, weil er schon den Alkohol nicht riechen konnte, habe ich die Tropfen auf einen Streifen Schmackos aufgebracht und die Tropfen haben auch gewirkt, obwohl der Hund die Schmackos runtergeschluckt hat und die Aufnahme nicht direkt über die Schleimhaut geschah.

Einen Versuch wäre es wert - notfalls pack die homöopathischen Tabletten in Leberwurst,

Hauptsache der Hund frisst es!

Lass Deinem Hund etwas mehr Zeit und dräng ihn nicht, damit hilfst Du ihm im Moment mehr - der Rest findet sich wieder!

Cony

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Das tut mir leid Anja :heul::heul:

Fühl Dich ganz doll gedrückt. Ich kann mir auch nur vorstellen, das es vielleicht an den Tabletten liegt. Vielleicht schmollt er, gibt ja manche die einen nur noch mit Popo anschauen dann.

Vielleicht mal das Männlein die Tabletten geben lassen und schauen ob das was ändert.

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Hallo Anja,

schau mal unter

http://www.linder-dog.de

unter Krankheitsbildern, die ein Hundephysiotherapeut behandeln kann, wird auch

Spondylose aufgeführt.

Frag bei Deinem Tierarzt, ob so eine Behandlung in diesem Fall helfen könnte und zu welchem Zeitpunkt es machbar wäre, wo in Deiner Gegend ein Therapeut arbeitet.

Cony

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Ach Anja...

ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schlimm das für Dich sein muss. :(

Sei erst mal gedrückt! :knuddel

Und dann lasse Dir Mut zusprechen! Ich weiß natürlich auch nicht, woran das liegen kann. Aber ich hab mir folgende Gedanken während des Lesens dazu gemacht:

1. Die Tablettengabe:

Das ist sicher etwas, was Sherlock als unangenehm empfindet, aber er wird sich daran gewöhnen. Der überwiegende Teil aller Tiere, die regelmäßig Medikamente bekommen müssen, gewöhnt sich daran, und Hunde sind Meister im Anpassen.

Er wird das natürlich immer blöd finden, aber sollten die anderen Schwierigkeiten daran liegen, wird das irgendwann von selbst wieder werden.

2. Die Medikamente an sich:

Möglich wäre es ja auch, dass er aufgrund der Einstellungsphase der SD-Medis so reagiert. Dass einfach sein physisches und damit auch sein psychisches Gleichgewicht im Moment einfach durch den Wind ist, und sich erst wieder neu einpendeln muss.

Dazu könnte man zwar einwenden, dass er die Schwierigkeiten scheinbar nur mit Dir hat, aber zum einen sage ich bewusst scheinbar, zum anderen weiß ja kein Mensch, was dann dort im Hund vor sich geht, es könnte also auch einfach alles wieder normal werden, wenn sich alles wieder eingependelt hat.

3. Schmerzen auf dem Platz/beim Spiel:

Es kann natürlich sein, wie Du vermutest, dass Sherlock in den Situationen auf dem HuPla bzw. beim Spielen mit Dir, Schmerzen hatte. Ich halte es auch für möglich, dass er das dann irgendwie mit Dir in Verbindung gebracht haben könnte und dann jetzt erst mal sein Vertrauen wieder finden muss. Möglich. Wissen kann es vermutlich niemand außer Sherlock.

Das wäre natürlich keine schöne Erklärung, aber ich bin mir sicher, selbst wenn es so sein sollte, bekommt Ihr das auch wieder hin!

Ich persönlich würde jetzt auch bewusst einfach mal gar nix mit ihm machen. Solange Du Dir da so viele Gedanken drum machst und es so schwer nimmst (was ich naklar verstehen kann), wirst Du möglicherweise selbst einiges blockieren. Sowas in der Art vermutest Du ja auch selbst.

Und die Diagnosen an sich machen Dir sicher auch noch irgendwie zu schaffen, noch dazu dann die tägliche Tablettengabe, die Du als Quälerei empfindest, dann das Leberwurstbrötchen, mit dem Du als Frühstück unzufrieden bist...all das sind Dinge, die Du erst mal mit Dir auf die Reihe kriegen musst. *denk*

Laß Dir und Euch doch einfach mal Zeit, geh es ruhig an, erwarte nichts, verlange nichts. Wenn Du so verzweifelt bist, dass Du in sein Fell weinst, ich könnt mir vorstellen, dass das den Bären auch irgendwie irritiert...

Verarbeite das alles erst mal für Dich, die Diagnose ist doch wirklich noch nicht lange her, und dann fang langsam wieder an, Ihr habt doch noch so viel Zeit miteinander!

Und dann würd ich ganz klein anfangen und erst mal nicht auf dem Hundeplatz. Und erst dann, wenn Du den Kopf und das Herz dazu frei hast.

So, is nun auch lang geworden und irgendwie ziemlich wirr, ich hoffe, Du verstehst, wie ich es meine.

Ich wünsch Euch das Allerbeste! :knuddel

LG!

Anja und Hundis

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