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Hundeforum Der Hund
Bärenkind

2 Wochen nach der Diagnose - nichts ist mehr wie es war

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Hallo Anja,

tut mir total leid, dass es Euch beiden zur Zeit nicht gut geht.

Ich hab heute auf der Arbeit mal kurz ins Forum geluschert und Deinen Bericht gelesen. Dabei ist mir spontan eingefallen, dass Du beim Spiel mit Sherlock wahrscheinlich einfach Angst haben könntest, er bekommt Schmerzen und verbindet das dann mit Dir. So forderst Du ihn zwar zum Spielen auf, aber tief in Deinem Inneren hast Du vielleicht Bedenken, ob es jetzt grad richtig ist oder ob er nicht doch Schmerzen haben könnte. So merkt Sherlock, dass Du "nur so tust", als wolltest Du mit ihm spielen und er mag dann nicht mehr.

Ist aber echt schwierig, das zu beurteilen, zumal ich selber ja auch keine "Hundeexpertin" bin und selber erst seit kurzem einen Hund habe, aber ich kenne das Verhalten von mir selbst und weiß inzwischen, wie Hanni auf mich und meine ehrlichen (oder manchmal vorgetäuschten) Absichten reagiert. Man soll zwar nicht von sich auf andere schließen, aber ich hab es nun trotzdem gemacht.

Fühl Dich mal geknuddelt unbekannterweise. :knuddel

Und Kopf hoch, es kommen auch wieder schönere Zeiten und noch viele Jahre mit einem fidelen Sherlock!

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Einen hab ich noch.

Heute Abend bot sich mir eine ganz neue Variante. Wollte eine kleine Gebietspatrouille gehen und mein Hund lief nicht mit. Er schlurte hinterher mit einer Körperhaltung, die ein Ableben binnen einer Stunde in Aussicht stellte. Sobald ich mich nach ihm umdrehte, weil Hinterherschleichen KENNE ich einfach nicht von meinem Bären, drehte er ab, den Kopf zur Seite und beschwichtigte mit allem, was ihm einfiel. Ging ich weiter, schlich er auch weiter, aber immer mit diesem Körperausdruck.

Hab dann spontan beschlossen, einen anderen Weg zu gehen, umgekehrt und abgebogen, wir waren gerade vom Haus weg, das straffte sich sein Körper und dipdidip trippelt er in gewohntem Schritt vorneweg.

Der erste gewählte Weg ging in die Richtung, die unsere abendliche "wir arbeiten, spielen und suchen" Tour immer geht. Dort ist das mit den Schmerzen ja auch passiert. Die andere Route nehmen wir, wenn wir einkaufen gehen, Anuschka besuchen, also nicht spielen oder arbeiten... deutlicher geht es doch eigentlich nicht mehr, oder? Seine Kommunikation ist so eindeutig gewesen...

Trotzdem fand ich mich einige Minuten später heulend auf einer Bank sitzend wieder, weil ich es einfach nicht verkrafte, dass wir noch nicht mal mehr normal miteinander GEHEN können. Diesen Teufelskreis zwischen denken, hoffen, wünschen, wissen, fühlen und einfach nur traurig sein zu durchbrechen ist verdammt schwer. Die Hoffnung, morgen aufzuwachen und alles nur geträumt zu haben, wird sich wohl leider auch nicht erfüllen. Ich WEISS, dass diese Diagnose nichts Lebensbedrohliches ist, ich WEISS, dass man damit super alt werden und dabei Spaß haben kann. Irgendwo hockt in meinem Schädel ein Kreisel, der dreht und dreht....

Danke Euch allen immer wieder für Eure Worte, Ideen und Knuddler.

LG Anja

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:knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel :knuddel

Anja das tut mir echt total Leid, wenn ich das hier so lese da fühle ich mich auch schon :(:heul: zwischen den beiden sachen, ich weiß ja das ihr ein Super Team seit, und das ihr es auch wieder hin bekommt, aber ich versteh den Bären zur Zeit auch nicht, ich werd ihn morgen mal ins Gewissen reden, das er das so nicht machen soll mit dir.

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Hei Anja :).

.. deutlicher geht es doch eigentlich nicht mehr, oder? Seine Kommunikation ist so eindeutig gewesen...

Ja.. genau.

KOmmunikation toll.

100 Punkte für Sherlock.

Und damit Ende der Geschichte.

Trotzdem fand ich mich einige Minuten später heulend auf einer Bank sitzend wieder, weil ich es einfach nicht verkrafte, dass wir noch nicht mal mehr normal miteinander GEHEN können.

Ich versteh dich.

Und es ist okeh.

Ich kenn dich mittlerweile aber auch gut genug, dass ich weiß, dass du, wenn diese Phase vorüber ist, die Ärmel hochkrempelst, die die Situation insgesamt aus ein bisi Entfernung anguckst und es angehst.

Also suhl dich noch ein wenig... und dann packs an.

Diesen Teufelskreis zwischen denken, hoffen, wünschen, wissen, fühlen und einfach nur traurig sein zu durchbrechen ist verdammt schwer.

Na nu... Sherlock weiß und fühlt und kommuniziert. Immer ehrlich, immer eindeutig.

Sei doch froh, dass er das tut.

Das ist doch keine Ego-Geschichte... es ist ein Hunde-Seelen-Problem, ein Konflikt... keine persönliche Anklage.

Irgendwo hockt in meinem Schädel ein Kreisel, der dreht und dreht....

Jooo... ist doch auch ganz normal.

Nu musst du das nur noch sortieren für dich.

Schaffstu schon :).

Ich denk an dich!

*drück*

Antje

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Hallo Anja,

deine Situation liest sich sehr traurig, hab das in den vorherigen Gesprächen gar nicht so wahr genommen.

In den Antworten hier im Beitrag und auch deinen Aussagen geht immer wieder hervor, dass du Stimmungen auf den Bären überträgst und es vielleicht darum so sch... läuft.

Ich kann mir das nicht vorstellen- aus nur einem Grund: Wenn ich mit - hier meine Runden drehe habe ich dermaßen Schiss... Wenn er sich danach richten würde, hätten wir nicht schon so tolle Erlebnisse gehabt und Fortschritte gemacht.

Es ist jetzt nicht so, dass ich von diesen Stimmungsübertragungen gar nix halte- eher hab ich da gar keine Meinung zu... kann mich einfach nicht zu einer entschließen.

Du betrauerst jetzt so sehr was du hattest.

Vielleicht solltest du nicht so viel über das Warum nachdenken, das euch in diese Situation gebracht hat, sondern deine Erkenntnisse nutzen.

Ich bin gespannt, wie Sherlock sich in den nächsten Tagen geben wird, und hoffe, dass euch diese paar Tage gut tun werden.

Danach packt ihr alles an und du hast so gute Vorraussetzungen alles gut werden zu lassen!!!

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Ich habe mir nun noch einmal deinen 1. Beitrag als die Diagnose "Spondylose" gestellt wurde durchgelesen. Ist denn wirklich klar, dass es eine "beginnende" Spondylose ist? Muss diese zwangsläufig medikamentös begleitet werden? Verursacht die Spondylose überhaupt Schmerzen?

Mag sein, dass ich mich täusche, aber wenn ich aus der Ferne meinem Bauchgefühl nachgeben würde, dann würde ich die Diagnose generell in absoluten Zweifel ziehen. Wäre ich an deiner Stelle wäre die Diagnose nicht existent. Wie geschrieben, nur Bauchgefühl ... resultierend aus meinen nun wirklich außergewöhnlichen Kontakten in den letzten Wochen und der diagnostischen Leistung einiger Tierärzte.

Auch bei Raspu wurde die Diagnose gestellt, die ich als Unsinn abgetan habe und die sich letztlich auch beim 3. Tierarzt als Unsinn heraus gestellt hat.

Manchmal gewinne ich den Eindruck, dass das Wort "Spondylose" so toll zu sein scheint, dass viele Halbwissende in Hundevereinen und Tierärzte darauf richtig abfahren. Wenn man nix kennt, aber Spondylose kennt jeder ...

Ich persönlich würde das jedenfalls nochmal von einem anderen Arzt checken lassen und zwar mit der Maßgabe, dass man diesem erzählt es sei alles in Ordnung, Sherlock bewege sich super, aber man wolle mal routinemäßig die Wirbelsäule überprüfen lassen.

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Hm. Mark. Man kann sie sehen, die Spondylose. Sogar ich. Und es ist ja momentan so, dass der Bär definitiv keine Schmerzen HAT. Er erinnert nur die Schmerzen und meidet die Orte, an denen sie statt gefunden haben. Der Auslöser für die Untersuchungen war ja sozusagen eine Art Unfall. Also ein heftiger Sprung mit blöder Landung und Aua. Das war wohl aber schon spondylosebedingt.

Momentan bin ich nicht in der Verfassung, meinen Hund noch mal irgendwo diese Röntgentortur durchziehen zu lassen, womöglich wieder Narkose. Nein. Das packen wir beide nicht. IHM geht es ja nicht schlecht, Er macht ja alles freudig, nur eben nicht mit MIR, nur mit allen anderen.

Siehe der heutige Abendspaziergang. Gleiche Richtung wie die vorher beschriebene, die so gemieden wurde. JoJo war dabei, es wurde freudig vorneweg getippelt, kein Problem.

LG Anja

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Wollte mal wieder einen kleinen Zwischenbericht abgeben.

5 Tage weg von zuhause, nur Sherlock und ich, hat unsem Team-Gefühl echt gut getan. Es war zwar vieles sehr aufregend und wir hatten einiges an Stress zu bewältigen, aber das Feeling ist wieder deutlich besser.

Die Tablettenbatterie in meinem Hotelzimmer ist zwar gigantisch, ich kann mich auch nach wie vor nicht dafür begeistern, aber es hat sich eine gewisse Routine eingespielt. Sherlock schummelt ab und an mal eine Pille wieder raus aus dem Mäulchen, aber das nehmen wir mit Humor und schummeln sie halt wieder rein.

Das Pulverisieren der homöopathischen Tabletten klappt inzwischen richtig gut. Wenn ich mit dem Löffel ankomme, dann brauche ich nur "Seite lieg" sagen, dann lässt er sich umkippen und wir basteln das Pulver in die Lefzen. Danach wird dann immer ne Runde geschmust. Inzwischen kriege ich auch den Bauch wieder präsentiert. Das hatte er nämlich auch eingestellt.

Was nun das Spielen und gehen anbetrifft, ist eine leichte Verbesserung zu merken. In Bad Nauheim hab ich ein Spielzeug benutzt, hauptsächlich, um ihn in den Pausen des Seminars etwas auszulasten. Hab ihn dann suchen lassen und mich schon über Kleinigkeiten gefreut. Alles, was weh tun könnte, haben wir einfach gelassen. Er bietet schon wieder etwas mehr an, darauf gehe ich ein, wenn mir danach ist.

Trotzdem habe ich wieder begonnen, Unerwünschtes mit Konsequenz zu ahnden, weil ich schon merkte, dass ich abglitsche in die Mitleids-Schiene und Bär damit gar nicht umgehen konnte.

Gestern war Agility-Training, das ich ja nun als Trainerin nicht umgehen kann, hab ihn versuchsweise mehr selbstverständlich behandelt und dann aber beim Laufen sehr stark motiviert. Es sprang wieder ein Funke über und dabei hätte ich vor Freude heulen können.

Ich glaube, so langsam finden wir wieder zu dem "WIR" zurück, das wir mal hatten und ausgehend davon werden wir neue Wege beschreiten.

@ Sabine... danke noch mal für den Tipp mit der Leine. Ich glaube, das war ein Volltreffer. Genau DEN Hinweis habe ich gebraucht. So blöd es klingt, es hat mir zum ersten Mal im Leben Spaß gemacht, meinen Hund an der Leine zu führen. Hatte fast den Eindruck, er war dankbar dafür. Über dieses Phänomen denke ich noch nach und werde das weiter ausbauen.

Danke noch mal an alle, die für mich da waren, als es sich so schrecklich anfühlte!

LG Anja

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Hallo Anja,

es ist schön zu lesen, dass es bei euch beiden wieder bergauf geht und ihr einen Schritt aufeinander zu gemacht habt!

Und den Rest schafft ihr auch noch - da bin ich mir sicher!

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:klatsch: Klasse, Anja, hört sich doch wieder so an, als würdet ihr beiden ganz schnell wieder zum *Dream-Team* zusammenwachsen! :D

@ Sabine... danke noch mal für den Tipp mit der Leine. Ich glaube, das war ein Volltreffer. Genau DEN Hinweis habe ich gebraucht. So blöd es klingt, es hat mir zum ersten Mal im Leben Spaß gemacht, meinen Hund an der Leine zu führen. Hatte fast den Eindruck, er war dankbar dafür. Über dieses Phänomen denke ich noch nach und werde das weiter ausbauen.

Magst du etwas mehr über diesen *Tipp* erzählen? ;):P

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