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Hundeforum Der Hund
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Kann ein Hund entscheiden wann Fahrbahn gefahrlos überquert werden kann?

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Hallo, hatte heute ein Streitgespräch mit Bekannten. Die meinten der Hund von Bekannten würde immer an der Bordsteinkante stehenbleiben und bevor er die Fahrbahn betritt nach links und rechts schauen ob kein Fahrzeug kommt. Ich bin der Meinung, dass ein Hund das nicht kann. Daraufhin wurde mir gesagt, dass ausgebildete Blindenhunde das ja auch können.

Ich war immer der Meinung, dass der Blindenhund nur die Bordsteinkante anzeigt, aber der Blinde muß entscheiden wann die Straße frei ist.

Was denkt Ihr?

Kennt sich jemand in der Ausbildung von Blindenhunden aus?

Bin gespannt auf Eure Antworten :winken:

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Er zeigt Fahrbahnüberquerungen (oder auch andere Hindernisse auf dem Boden oder in Menschenhöhe) an - durch Stehenbleiben - muss aber den Gehorsam verweigern können, wenn sein Mensch ein "falsches" Vorwärts verlangt, z.B. weil Gefahr oder Hindernis droht und damit dann eigene Entscheidungen treffen können.

Davon abgesehen: wieso sollte ein Hund nicht lernen können oder sogar instinktiv wissen, dass es ziemlich ungesund ist, mit Autos oder Fahrrädern zusammen zu prallen ? Vorausgesetzt, Hund reagiert nicht kopflos, weil andere Reize ihn seine Vorsicht bzw. seinen Selbsterhaltungstrieb vergessen lassen bzw. den überlagern. Was zum Beispiel Katzen als jahrelange Freigänger können, würde ich auch Hunden zutrauen und ich kannte auch einige Streuner, die genau wußten, wann sie Straßen überqueren konnten - nämlich nur, wenn die Autos vorbei und die Straßen frei waren. Das Problem entsteht dann, wenn die Tiere entweder abgelenkt und kopflos sind oder sie sich in der Geschwindigleit der heran nahenden Gefahr = Auto irren oder - im Schreck - einfach mitten auf der Straße stehenbleiben, wenn sie die drohende Gefahr zu spät bemerken.

LG

Marita

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Als ich ein Kind war, gab es in unserer Nachbarschaft einen Pudel (lange Jahre dachte ich, das sei ein Mischling, weil er nicht geschoren war ;) ), der wurde jeden Morgen in der Früh wie eine Katze herausgelassen, stromerte dann bis in den Abend in einem Umkreis von mehreren Kilometern herum und ging abends wieder heim.

"Rocky" hat an jeder Straße, die er überqueren wollte, aufmerksam am Straßenrand gesessen und ist erst losgelaufen, wenn kein Auto kam.

Ich erinnere mich noch, dass ich immer traurig war, weil er sich nie hat ablenken lassen, obwohl ich so gerne mit ihm gespielt und geknuddelt hätte; dieser Hund ist schnurstracks seiner Wege gegangen und hat sich von Fremden weder mit schmeichelnden Worten noch mit Leckerchen locken lassen.

Gut, vor 30 Jahren war der Verkehr noch nicht so gefährlich wie heute, aber er hat definitiv zu allen Seiten geguckt, bevor er los lief!

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Ich bewege mich seit 5 Jahren permanent im Osteuropäischen Raum. Hier beobachte ich täglich wild lebende Straßenhunde. Aufgrund der Beobachtungen der wilden Tiere und dem Verhalten meines eigenen Hundes würde ich diese Frage mit einem ganz klaren JA beantworten. Ein Hund erkennt sehr wohl die Gefahr eines herannahnenden Autos.

Das Problem ist nur das Hunde häufig Instinktgesteurt sind. Wenn das Tier zum Beispiel gerade eine katze jagd, dann folgt es seinem Jagdtrieb, die Katze hingegen folgt ihrem Fluchtinstinkt. keiner von Beiden achtet auf die gefahr und so entehen Unfälle.

Mein eigener Hund jagt keine Katzen (nur Hühner, großes Problem) aber ich muss immer sehr vorsichtig sein wenn sich ein Rudel wildhunde nährt welches laut bellend auf mein Tier zurennt. Dummerweise reagiert mein Hund mit Angst auf diese Situation. (mein alter Hund blieb einfach stehen, stellte die Nackenhare hoch und knurrte. Das klappte viel besser, zu beißereien kam es nie und nach 2 Minuten anknurren waren die Tiere meist die besten Freunde) In seiner Angst versucht er zu flüchten, und zwar zu mir wenn ihm das möglich ist. Liegt dazwischen eine Straße, oder entscheidet das Tier das der "sicherere" Weg hinter den geparkten Autos entlangführt, kann es gefährlich werden. Hier braucht der Halter, also ich, ein wachsammes Auge. (Zur Information: Mein Hund ist niemals an der Leine. Es sei den es sind Hühner in der Nähe)

In der Blindenhundausbildung kenne ich mich nicht aus, aber schon von Natur aus erkennt der Hund die Gefahr duch Autos. (Die sind ja auch viel größer als er) Wenn er sie nicht erkennen würde diese Gefahr, dann gäbe es keine Straßenhunde in diesen Ländern.

Darf ich zum Schluss meiner Worte noch auf meinen Bericht Tierheim Rumänien aufmerksamm machen? Ich habe in dem Verein einige Zeit lang ehrenamtlich gearbeitet und möchte gerne sein "deutsches Sprachrohr" sein.

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Grundsätzlich kann ein Hund das mit Sicherheit lernen, siehe Straßenhunde, Streuner, Freigängertiere.

Meiner respektiert Autos nicht... der würde einfach so über die Straße laufen, wenn er nicht gelernt hätte, dass die Bordsteinkante niemals alleine überschritten werden darf.

Zu 90% hält er sich auch daran. Deshalb ist er an Straßen (an vielbefahrenen sowieso) immer angeleint.

Er ist nicht soof, er kennt rechts und links, aber ein herannahendes Auto wird ignoriert. Da sind die Menschen (ich) in der Verantwortung.

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Wir hatten einen Zirkus in der Stadt, der anscheinend seine Winterquartier hier aufgeschlagen hatte.

Vor kurzem hab ich dann einen Berner Sennen vor unserem Haus ein paar mal auf und ab laufen sehen, den ich nicht kannte. Weit und breit war kein Besitzer zu sehen. Als ich auf die Strasse runter bin, war der Hund aber leider schon wieder verschwunden. Habe dann die Polizei informiert, dass hier ein herrenloser Hund durch die Gegend rennt und die kamen sogar auch gleich zum suchen.

Ein Nachbar meinte, dass der Hund wohl zu dem Zirkus gehört, sie hätte ihn dort auch schon frei herumlaufen gesehen und waren echt erstaunt wie souverän er das mit dem Verkehr gemacht hat. Dort führt eine stark befahrene Strasse direkt dran vorbei und der Hund hatte die Autos erst vom Gehsteig aus beobachtet und ist dann losgelaufen wenn eine Lücke war.

Scheinbar war das den Zirkusleuten egal und der Hund hat gelernt damit umzugehen.

Meins wärs jetzt gerade mal nicht.... :kaffee:

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Ich würde mal behaupten - in das Hirn kann ich ja leider nicht schauen - das mein Hund das auch gut unterscheiden kann wann was gefährlich ist und wann nicht.

Ich habe meinem Hund auch beigebracht, dass an jedem Bordstein sich hingesetzt wird und erst losgelaufen wird wenn ich ihm das sage.

Letztens hat er aber was gebracht, da war ich super Happy über meinen Hund.

Straßenübergang - Bordstein er sitzt - ich schau mich um und sag na lauf und was macht er schaut mich total deppert an. Bei mir große ???, da er sonst immer super rasch rüber rennt (Da fängt das Feld an). Und was kommt um die Ecke geschoßen. Ein Elektro PKW - in der 30er Zone mit Locker 60 und ich habe es echt nicht gehört.

Erst nachdem das Auto weg war hörte er wieder auf das Kommando Lauf ;)

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Also ich dene auch, dass Hunde das können.

Ich wohnte mal in nem Haus von nem Bauern. Er gegenüber auf der anderen Straßenseite, unser Haus stand auf dem Gelände wo auch sein Stall und die Scheunen stehen.

Sie hatten auch ne Hofhündin. Die lief imemr frei umher.

Wechselte auch sehr souverän die STraßenseite und schaute immer ob was kommt oder nicht. Es gab nie ne Situation wo ein Auto hatte stark abbremsen müssen.

Und zwar war das ein kleines Dorf, aber eben mit einer stärker befahrenen Ortsdurchfahrtsstraße die der Hund eben wechselte

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Ja,

ich würde aufgrund meiner Beobachtungen für mich sagen, sie können das lernen.

Ich hab freilebende Strassenhunde wochenlang beobachten können,

die sehr souverän vierspurige vielbefahrene Strasse überquerten.

(schrecklich war es trotzdem,. sie zu sehen.naja.)

und hier bei uns gibt es mehrere Hunde,

die unabhängig voneinander alleine spazieren gehen/streunen gehen;

ein BernerSennenHund, ein Labrador, ein griechischer StrassenMix, ein kleiner weißer Wuschelmix, ein riesiger SetterMix,...

sie alle gehen unbeeindruckt von allem um sie herum durch die Gegend, und kehren dann wieder nach Hause zurück.

Der Ortsbekannteste ist ein älterer Labrador-Herr,

der jede Metzgerei ausgekundschaftet hat,

auch andere Lebensmittelgeschäfte kennt er genau.

Außerdem weiß er, wo Leute ihre Biomüllreste hinwerfen und wo es sich lohnt,

mal vorbeizuschauen.

Er geht durch die kleine Stadt spazieren, überquert dabei viele Strassen,

und macht das,

als hätte man jahrelang mit ihm trainiert.

Haben die Besitzer aber nicht.

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Ich glaube schon, dass ein Hund denken kann, dass ein großer lauter Gegenstand, der mit Affengeschwindigkeit auf ihn zukommt, etwas ist, womit man sich lieber nicht anlegt ;) und Hunde lernen auch, dass dieser Gegenstand verschwindet, wenn man ihn vorbeiläßt.

Dass Autos und damit verbundene Unfälle unter Umständen tödlich sein können, wissen sie nicht. Meine Indja wurde mit 7 Monaten überfahren, deswegen hatte sie keine Angst vor Autos. Sie hat die Schmerzen und die Folgen des Unfalls nicht mit dem Auto verknüpft. Aber dass große laute schnelle Gegenstände eher gemieden werden, ist doch normal.

Trotzdem lasse ich meine Hunde nicht unbeaufsichtigt an Straßen, es kann immer etwas da sein, was die Aufmerksamkeit auf sich zieht und ein nahendes Auto wird nicht mehr wahrgenommen.

Schließlich gibt es ja immer wieder verunfallte Hunde...

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