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Hundeforum Der Hund
pesu

Hunde spielen nicht

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Ich habe , als ich Yerom ganz neu bekam, von einer sehr klugen Hundekennerin

gesagt bekommen :

Hunde spielen nicht.

Und den Rat, Yerom ja nicht spielen zu lassen.

Damals konnte ich mit dem Rat nichts anfangen, im Gegenteil, ich fand ihn irgendwie blöd.

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Und heute?

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Heute denke ich immer noch darüber nach.

Ich habe Yerom bei seinen Hundebegegnungen immer im Blick.

Er spielt alle an, verträgt es weggebissen zu werden.

Aber er spielt "Hundekämpfe".

Und er wird bei Rüden immer ruppiger.

Und wenn ich früher auf HUndeplätzen war, musste ich öfter dazwischen gehen, da

es zu ruppig wurde.

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Von meiner Hündin wage ich mal zu behaupten, daß sie ganz selten spielt. Ich denke eher, daß sie versucht was klarzustellen, nämlich die Rangordnung.

Aufmerksam bin ich geworden nach Lesen einer Hovawart-Seite (habe einen Hovawart-Mischling) nach diversen Zusammentreffen, die teilweise recht rabbiat von Seiten meiner Hündin abliefen mit Beschimpfungen der anderen HH mir gegenüber. Vorher habe ich als Ersthundbesitzer naiv gedacht, sie spielt. So einen Tipp wie Dir hat mir nie einer gegeben, da mußte ich selber drauf kommen.

Heute reagiere ich entsprechend. Mein Hund wird aus jeder Situation erstmal rausgenommen, darf eigentlich nur zu Hunden, die wir kennen. Also ist der Tipp gar nicht so doof, den Du bekommen hast. Weil so läuft´s am besten.

Allerdings bin ich auch heute manchmal entspannter und denke, warum soll mein Hund mal nicht Bescheid sagen dürfen, wenn so ein Ich-möchte-immer-nur-spielen-Hund auf uns zugeprescht kommt. Oder ein aufdringlicher Rüde. Ich sehe mich heute nicht immer nur als der Buh-Mann, weil ich denke, sie kommuniziert artgerecht (anderer aktueller Thread)

Ich glaube, der einzige Hund, mit dem meine wirklich spielt, ist ihre Wurfschwester, obwohl die sich auch reichlich anzicken. Aber die vertrauen einander und stehen wie ne Eins zueinander, wenn was von außen kommt. Selbst ihre beste Freundin, mit der sie im Gegenteil zu ihrer Schwester sogar schmust, wird immer wieder zurechtgewiesen und "im Spiel" so dermaßen untergebuttert, daß mir manchmal ganz weich in den Knien wird.

Aber ich glaube, es gibt auch die immer freundlichen Hunde, die nur spielen. Vielleicht Labrador??

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Hm, ich persönlich glaube, das Problem bei diesen Betrachtungen ist die menschliche Definition des Wortes "Spiel".

Für mich ist jedes "Hunde-Spiel" das Ausleben arttypischen Verhaltens (wie es bei den "spielerischen" Lernprozessen von Welpen bereits beginnt), und ich denke, es kommt auf den Charakter und die Lebensumstände des einzelnen Hundes an, in welchem Ausmaß und in welchen "Abwandlungen" der Hund sich mit und im Spiel auslebt.

Ich sehe, es gibt richtige Kasper, die sich offenbar einen echten "Spaß" aus ihrem 'arttypischen' Verhalten machen - sowohl gegenüber anderen Hunden als auch gegenüber Menschen - und ich sehe Hunde, deren "Spiel" sich ausschließlich und zweckgebunden auf absolut arttypisches Verhalten beschränkt.

Nebenbei: "Arttypisches Verhalten" schließt in meiner Betrachtungsweise NICHT aus, dass Hunde "Spaß" haben (können und auch wollen). Da ich daran glaube, dass sie denken, glaube ich auch, dass sie "spielen" wollen. Der eine mehr, der andere weniger, mancher vielleicht auch, einfach nur als ganz ureigene Charaktereigenschaft, gar nicht.

PS:

Ich habe , als ich Yerom ganz neu bekam, von einer sehr klugen Hundekennerin gesagt bekommen: Hunde spielen nicht.

Und den Rat, Yerom ja nicht spielen zu lassen.

Ich sehe da einen Widerspruch in sich, denn wenn Hunde grundsätzlich "nicht spielen", käme man zwangsläufig auch nicht in die Situation, das zulassen oder nicht zulassen zu müssen :??? Oder meinte sie damit, dass das "Spiel" von Hunden kein "Spiel" nach menschlicher Definition ist?

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Ich denke, dass sich fremde Hunde nicht miteinander wirklich spielen, das sind eher ritualisierte Kämpfe, gegenseitiges Zeigen der eigenen Stärke und Unverwundbarkeit.

Wenn Hunde sich näher kennen lernen (häufigere gemeinsame Spaziergänge) können diese Schaukämpfe an spielerischer Qualität zunehmen.

Hunde innerhalb einer Lebensgemeinschaft spielen sehr wohl miteinander, teilweise mit ernstem Hintergrund ( Rituale, Lernspiele) teils aus Spaß an der Freude.

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Was ist denn Spiel? Was kennzeichnet es? Meine beiden Hunde spielen miteinander,

es geht da um nichts, es fehlt der Ernstbezug. Die Rollen wechseln während des

Spiels immer wieder. Dabei spielt es keine Rolle wer eigentlich das sagen hat unter

den beiden.

Mit fremden Hunden findet kein Spiel statt, das ist nur in der Welpen. und Junghundzeit

so.

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Ich galube auch nicht, daß Hunde "spielen",

für mich ist das ein stetiges Kräfte messen.

Man braucht sich nur auf vielen "Spielfotos" den Gesichtsausdruck bzw. die Augen anschauen!

Bei meinem Hund stelle ich fest, daß er mit z unehmendem Alter immer weniger Lust darauf hat,

er ist zwar interessiert an anderen Hunden,

aber spielen, mag er nicht mehr so gerne!

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Ich sehe es auch so wie Skita.

Meine Hunde spielen vor allem miteinander, als Lindo noch alleine war, ''spielte'' er auch mit anderen, aber es ist kein Vergleich zum Spiel das die beiden jetzt zeigen.

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Hunde spielen meiner Meinung nach aus denselben Gründen, wie Kinder auch: Sie erproben verschiedene Rollen,lernen so die eigenen Grenzen kennen und eignen sich wichtige Kulturtechniken an, auch wenn diese für Mensch und Hund völlig unterschiedlich ausfallen ;) . Je gefestigter also die Identität des Hundes ist, umso weniger benötigt er die spielerische Interaktion.

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