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Hundeforum Der Hund
pesu

Hunde spielen nicht

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Die meisten Leinenpöbler tun das, wie der Name schon sagt, nur an der Leine.

Leinepöbeln aht andere Ursachen

Wieso ?

Hunde die mit dem "Spielen" nicht so klar kommen, haben Probleme, die sich auch im "Leinenpöbeln" ausdrücken.

Deshalb finde ich den Rat, Hunde nicht einfach spielen zu lassen sehr hintergründig und

gut.

Da stimm ich vollkommen mit dir überein, Pesu!

Das Julchen wollte von Anfang an in der Hundeschule nicht mit anderen Hunden spielen, sie lief immer wieder zu mir. Und mir wurde gesagt, dass ich weggehen soll oder sie wegschicken. Ende vom Lied, Julchen saß in den Spielpausen immer irgendwo in einem Busch oder unter einem Tisch. Sie wollte nichts mit dne anderen Hunden machen. Sie hat immer noch Probleme mit anderen Hunden, aber sie muss ja nicht hin zu denen.

Ich spiele mit meinen Hunden zusammen zuhause, im Garten oder auch unterwegs. Da brauchen wir keine Hundewiese.

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Ich finde es immer wieder interessant, wie alle (oder fast alle ;) ) immer von ihrem Hund auf die Allgemeinheit schließen. Mein Hund spielt nicht, also spielen Hunde generell nicht......

Es gibt sicher sogar Hunde, die mit jedem Fremden "spielen" wollen. Nur sind die dem anderen genauso fremd und der sieht das dann anders und zeigt dem "aufdringlichen, unhöflichen Rüpel" mal deutlicher seine Meinung und gilt dann als aggressiv :Oo

Mein Thommy pöpelt gerne mal an der Leine. Nicht, weil er aggressiv ist (auch wenn es dann gerne mal so aussieht) sondern, weil er zu dem anderen hin möchte und nicht darf und frustriert ist. (Ja ich bin böse, ich lasse zu, dass meine Hunde auch mal Frust schieben müssen ;) )

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Meine Hündin spielt mit gleichgroßen, mit größeren nie. Aber bei gleichgroßen wird sie immer sehr respektlos, achtet auf die Menschen drumherum nicht mehr und springt und tobt den anderen hund an das ich ziemlich oft eingreifen muss...

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Ich schieb das mal hoch, weil es neulich diese (nun leider geschlossene) Diskussion gab zum Thema "Spielen Hunde/Wölfe?"

Für mich: NATÜRLICH spielen die.

Und das sagt auch JN (Natural Dogmanship - schreibe ich jetzt nur, weil es in dem anderen Thema angesprochen wurde), so wie ich es bisher verstanden habe.

Nur definieren die Spielen nicht als sinnfreies Rumgekasper (auch wenn das so aussieht), sondern als "Üben/Lernen für den Ernstfall".

Wurde ja hier auch schon geschrieben im Thema ua von Charlies Tante und Soja.

Menschen (ob Kind od Erwachsener) machen nichts anderes.

Hunde die spielen kommunizieren miteinander. Hätte ich 5 Hunde bei mir zuhause, die nicht miteinander spielen würden, wäre das für mich ein Grund mal genauer hinzugucken. Kommunizieren die Hunde überhaupt MITeinander, oder ignorieren die sich einfach? Letzteres wäre für mich nicht erstrebenswert.

Also,

Richtig ist: Spielen ist Kommunikation.

Richtig ist: Hunde kommunizieren NICHT NUR über Spiel ;) Geht auch ohne.

Richtig ist aber auch: einiges von dem, was man unter Hunden beobachten kann ist nicht "Spiel im Sinne von: Spaß".

Gehe ich von meinem eigenen Hund aus, so spielt der sehr selten. Das was ich sehe, wenn er mit fremden Hunden zu spielen scheint, ist vielfach Stressabbau bzw rauslassen der Anspannung.

Bsp: Hunde begegnen sich. Beide eher unsicher, daher auch teilweise stacksiger oder zögerlicher Gang. Beide Hunde fangen dann nach gegenseitiger Kontrolle ein kurzes "Rennspiel" an --> Anspannung rausgelaufen und jeder geht seiner Wege.

Der Punkt den ich hierbei stets im Auge habe: so eine Situation KANN auch völlig anders ausgehen, nämlich in einer Reiberei enden.

Dieses "Rennspiel" ist im Grunde die Deeskalation einer undurchsichtigen bzw angespannten Lage.

Und das ist ja per se ne Prima Sache: "deeskalierende" Verhaltensweisen abspulen, die Hunde im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal lernen --> nämlich im "richtigen Spiel", mit befreundeten/bekannten Hunden.

Heißt aber nicht automatisch, dass Hunde die nie spielen nicht deeskalierend kommunizieren könnten.

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Hey

Meine ACD-Hündin will von anderen Hunden nichts wissen, spielt nicht usw., das führt dazu, das ich sie vor anderen Hunden abschirme.

Kann ich daraus schließen, dass Hunde nicht spielen? Nein sicherlich nicht.

Wenn vehement gesagt wird, dass erwachsene Hunde, nicht spielen würden (darum geht es ja meist), Welpen es aber schon zugestanden wird, möglicherweise noch mit dem Hinweis, erwachsene Wölfe täten das ja auch nicht, muss man die Frage stellen dürfen, wie diese Menschen darauf kommen.

Eine der meistgehörten Argumente ist, das Spielen dem Ernstfall diene und Welpen/Junghunde das halt brauchten, um zu lernen.

Soweit ist das sicherlich richtig, aber …

Spielen ist noch viel mehr und sollte deshalb auch viel differenzierter untersucht werden.

Was die Forschung auch tut, daraus ergeben sich Erkenntnisse, die aber kaum bekannt sind.

So gibt es eine Untersuchung an Katzenwelpen, ich kürze etwas, die von einem Geschwisterchen in einem Wägelchen herumgezogen wurden, ohne das sie sich selbst bewegen konnten. Das alleine war ausreichend, dass das passive Katzenkind sich nicht normal entwickeln konnte und massiv in seiner Hirnentwicklung, die sich auf alles andere ausgewirkt hatte.

Das hatte noch nicht einmal mit spielen, sondern nur mit sich selbst nicht bewegen zu dürfen/können zu tun.

Das Beispiel soll aufzeigen, das Spielen mehr ist als nur lernen für den Ernstfall.

Auch ist Spielen mehr, als in einer kurzen Lebensspanne, zum Beispiel als Welpe/Junghund zu spielen und danach nicht mehr.

Man könnte es kurz so fassen, man lernt nie aus.

Was heißt das?

Spielen wird wie vieles andere an Verhalten von Motivationen geleitet und es gibt auch nicht das Spielen schlechthin, denn Spielen ist mehr als wir uns gemeinhin vorstellen können.

Warum sollte also Spielen für erwachsene Hunde (Tiere) nicht mehr wichtig sein?

Ich nehme mal den Kommentkampf, wie schon richtig von einigen angemerkt wurde, ist es ein ritualisierter (regeln) Kampf, mit ernstem Hintergrund. Aber in dem Moment situationsbedingt ist er ohne Ernstbezug, er vollzieht sich ohne Verletzungsabsicht der beteiligten. Die Teilnehmer eines solchen Kommentkampfes (Kampfspieles) können so ihre stärken und schwächen ausloten, das wurde auch schon genannt, das wirkt deeskalierend und verhindert so, einen Ernstkampf mit Beschädigungsabsichten.

Niemand würde ernsthaft bezweifeln wollen, dass ein Kommentkampf/Kampfspiel einem Ernstkampf mit Verletzungsabsicht vorzuziehen ist.

Wo das eigentliche Problem liegt, ist schnell ausgemacht, es sind wir Menschen (Hundehalter) da wir oftmals nicht in der Lage sind unsere eigenen Hunde geschweige denn, die uns fremden Hunde richtig einzuschätzen.

Könnten die Hundehalter dies besser leisten, gebe es für die Hunde nicht solche Probleme.

Wenn ich einen Hund habe, von dem ich weiß, das er ein Raufer ist, oder ein Sensibelchen usw., dann kann ich den Problemen vorherkommen und sie schon im Vorfeld lösen.

Nicht das Spielen oder das nicht Spielen, oder spielen erwachsene Hunde überhaupt ist hier das Problem, sondern der Hundehalter, der sich falsch verhält und oftmals überfordert ist.

Warum für erwachsene Hunde das Spielen, besonders im fortgeschrittenen alter, wenn sie das noch mögen, wichtig sein kann, ist, die Tatsache das sie so ihre Fitness überprüfen können, um so selbst zu wissen, wo sie stehen.

Fazit:

Meist sind nicht die Hunde das Problem, sondern der Mensch.

Erfahrung speist die Intuition (B. Greene)

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Der Vollständigkeit halber:

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Nur definieren die Spielen nicht als sinnfreies Rumgekasper (auch wenn das so aussieht), sondern als "Üben/Lernen für den Ernstfall".

Wurde ja hier auch schon geschrieben im Thema ua von Charlies Tante und Soja.

Von "Ernstfall" schrieb ich nicht; für mich ist jedes Hunde"spiel" hündische Kommunikation von A-Z, in jeder Lebenslage und ganz besonders untereinander, also in der Begegnung mit anderen Hunden.

Wenn ein Hund mit mir als Mensch "spielen" will im Sinne dessen, was wir als "spaßiges Spielen" empfinden, sucht er nach meinem Verständnis nach Beschäftigung (andere nennen das "Arbeit") und Ausleben seines Bedürfnisses nach Bewegung.

Vielleicht ist das meinerseits eine manchmal zu romantische Vorstellung vom Wesen des Hundes, aber das erklärt zumindest, warum ich Arbeitshunde so mag ;)

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...für mich ist jedes Hunde"spiel" hündische Kommunikation von A-Z, in jeder Lebenslage und ganz besonders untereinander, also in der Begegnung mit anderen Hunden...

Jap, das ist auch meine Meinung.

Traurig finde ich, dass der Großteil der Hundehalter (ich rede nicht von hier vom Forum, sondern draußen), der Meinung ist, dass alle Hunde immer und überall miteinander spielen. Gerade zwischen 2 sich fremden Hunden ist das oft alles andere als Spiel sondern ernstes austesten.

Jedoch finde ich, dass auch sich fremde Hunde beim ersten Treffen miteinander spielen. Je nach Charakter. Wenn sich 2 lustige gefunden haben, warum sollten die nicht nach kurzem Abchecken miteinander spielen?

Gerade am Wochenende traf ich jemand mit einer Hündin. Die haben wir das letzte Mal vor über nem Jahr getroffen, da war die Hündin noch nicht mal 1 Jahr alt. Ich hatte die beiden (also Hund + Halter) eigentlich positiv in Erinnerung.

Durch falsche Bestätigung der Halterin, ist die Hündin einfach nur noch respektlos geworden. Rennt kläffend um die Hunde rum, und rempelt ohne Pause an, akzeptiert Null Ansagen des anderen Hundes. Was macht die Halterin? "Ja fein wie du spielst, klasse machst du das, na du bist aber gut gelaunt heute".

So erzieht man sich einen distanzlosen Hund und wundert sich, wenn der mal von nem falschen eine klare und deutliche Ansage bekommt ...

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Mit "Ernstfall" meine ich gar nicht nur unschöne Auseinandersetzungen zwischen zwei Hunden, sondern ganz allgemein soziales Miteinander; leben innerhalb eines Verbandes mit Regeln und Freiheiten etc pp. Also Hundeverhalten von A-Z.

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Dachte ich mir schon, dass wir das Gleiche meinen.

Ich wollte aber vorsichtshalber noch einmal genauer darauf eingehen, weil

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Eine der meistgehörten Argumente ist, das Spielen dem Ernstfall diene und Welpen/Junghunde das halt brauchten, um zu lernen.

Soweit ist das sicherlich richtig, aber …

Spielen ist noch viel mehr

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Hi,

Manche erwachsene Menschen kaspern gerne rum (gib mal zwei gleichgesinnten Männern Plastikschwerter in die Hand), setzten sich in die Achterbahn oder sonst was Zielfreies - der Sinn ist einfach Spaß.

Dann gibt es die Fraktion Pokerrunde, Brettspiel oder Computerspiel - auch Spiel und Spaß aber mit dem klaren Ziel zu gewinnen.

Ich denke, bei Hunden ist das nicht anders.

Mein Wautz hat seine Spielkumpels (zielfreies rumkaspern) und auch Hundekumpels, bei denen es eher darum geht, wer der schnellere ist.

Die Aussage "Hunden spielen nie" finde ich Schwachsinn und die Hundetrainer, die mir mit dieser Aussage kamen, waren selber keine Menschen, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie selber mal zielfrei rumkaspern.

Gruß

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