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Nur kurz: Hunde sind keine Wölfe.

Gerade in Bezug auf Sexualtrieb, "Läufigkeit" und co gibst da doch enorme Unterschiede.

Auch leben Wölfe in Deutschland auch nicht derart dich zusammen, dass da einer permanent ne Wölfin vor der Nase hat die gut riecht.

In der Welt der Hunde sehen diese Dinge anders aus. Also sollte man da bei seiner Argumentation auch berücksichtigen.

Mehr sag ich dazu einfach nicht mehr. Steht schon alles geschrieben.

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Originalbeitrag

Auch leben Wölfe in Deutschland auch nicht derart dich zusammen, dass da einer permanent ne Wölfin vor der Nase hat die gut riecht.

In der Welt der Hunde sehen diese Dinge anders aus. Also sollte man da bei seiner Argumentation auch berücksichtigen.

Liebelein, dann sei aber auch der Einwand erlaubt, dass nicht alle Hundehalter in dichtbesiedelten Wohngebieten leben und/oder ihre Hunde permanent läufigen Hündinnen ausgesetzt sein müssen ;)

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@Lemmi: Mal ganz kurz zu dem Punkt Kater und Stress. Ich züchte ja und da hilft mir ein unkastrierter Kater ehrlich gesagt wenig. Ich halte es aber deswegen so, dass wenn ich meine Kater nicht lange potent halte. Momentan sitze ich da zwar in einer bösen Zwickmühle und habe auch ein extem schlechtes Gewissen, aber das ist wirklich ein anderes Thema und gehört wahrscheinlich wirklich in ein Katzenforum :D .

Wobei ich vielleicht auch sagen muss, dass meine zwei potenten Jungs ( von denen demnächst definitiv einer seine Juwelen verlieren wird) sich immer gut vertragen hatten. Beide hatten je eine Kätzin hier gedeckt, gut der eine sogar zwei. Alles war friedlich und harmonisch. Die beiden kuschelten den ganzen Tag zusammen und hatten in meinen Augen auch keinen Stress. Tja, bis eben der eine Fremddecken durfte. Seit dem kann ich beide nicht zusammen lassen und muss nun einen von beiden kastrieren und abgeben. Vielleicht habe ich dadurch ja wirklich ne kleinen Denkblockade drin, weil ich eben die Situation bei potenten Kater immer wieder live erlebe. Und für mich machte Sam mit knapp zwei Jahren eben einen ähnlichen Eindruck.

@Mo: Ich komme übrigens auch aus der Humanmedizin und ich denke, wir liegen da auch in der Ansicht nicht weit auseinander. Klar ist Stress nicht gleichbedeutend mit ungesund... zumindest nicht in jeder Form. Die Frage ist eben nur, was liegt noch im gesunden Bereich und wo fängt er an krankmachend zu wirken. Das geht beim Menschen los und hört beim Tier auf. Gut, wenn man jetzt ganz konsequent das zu Ende denkt und danach handelt, dürfte man auch kein Fleisch aus Massentierhaltung essen/kaufen, denn diese Tiere leiden definitiv auch unter ungesundem Stress!

Was den Stress beim Rüden angeht liegen wir wahrscheinlich nicht so weit auseinander. Was die Prohylaxe in Bezug auf verschiedene Krankheiten angeht vielleicht auch nicht. Nur ist es leider so, dass das wohl von einigen so aufgeführt wird und ich frage mich eben wieso. Bitte nicht falsch verstehen, das geht ja nicht an Dich oder Mo, aber es wird immer so gerne argumentiert, dass die Katze ja eben Probleme mit der Gebärmutter bekommen kann und deswegen vorsorglich kastriert werden sollte. Aber in meinen Augen trifft das auch auf Hündinnen zu. Und ich verstehe nicht, warum da von vielen dann mit zweierlei Maß gemessen wird. Die eine Spezies wird vorsorglich kastriert und die andere erst wenn sie erkrankt. Das ist das was ich nicht verstehe.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ja oft davon gesprochen wird, dass Katzen Einzelgänger wären. Meine sind dies ganz und gar nicht. Ich vermittel auch nicht in Einzelhaltung weil meine da eingehen würden. Ok, es gibt auch da immer Ausnahmen, aber die Regel ist eben anders. Wie ich in einem meiner vorherigen Posts schon schrieb, gibt es auch bei den Katzen eine Rangordnung in der Gruppe. Mädels die tragen stehen dabei zum Beispiel meist über den anderen. Ist aber vielleicht nicht unbedingt mit einem Hunderudel zu vergleichen.

Wie Yatzy aber auch schreibt, denke ich, kann man das Leben der Hunde auch nicht unbedingt mit den Wölfen vergleichen. Unsere Hunde müssen oft viel enger zusammen leben, obwohl sie nicht zusammen in einem intakten Rudel sind. Wölfe die zusammen umherziehen befinden sich in einem Rudel. Bei uns hat jeder Hund sein eigenes kleines, manchmal auch etwas größeres Rudel. Und ist es nicht so, dass es auf ein Revier eigentlich nur ein Alphatier geben sollte? KOmmt es nicht auch in Wolfsrudeln zu Problemen, wenn der Jungwolf nach Höherem strebt, aber nicht damit durchkommt? Wird da nicht auch verbannt? Ist keine rhetorische sondern ernst gemeinte Frage.

Nur, wenn ich da nicht so falsch liege, ist dieser Stress, nach klären der Verhältnisse dann wieder vorbei. Beim Stadthund, der begegnet jeden Tag aufs Neue seinem Rivalen und wird damit konfrontiert. Erhöht das nicht auch im gewissen Sinne die Frustration und erzeugt somit ungesunden Stress?

Ich finde es immer wieder schön, wenn mit "in der Natur" argumentiert wird. Das Problem ist nur, dass der Mensch sich da schon zu sehr eingemischt hat und ein Hund kein Tier ist, was es in diesem Sinne geben würde, hätte der Mensch nicht seine Finger drin gehabt.

Um vielleicht mal zu einem Punkt zu kommen. Es ist auch für mich ok, wenn da unterschiedliche Ansichten existieren, ich habe auch kein Problem, wenn jemand Kastrationen ablehnt. Aber ich möchte da auch meine Entscheidung treffen dürfen ohne attackiert zu werden. Und das ist sowohl hier als auch in anderen Foren sehr schwer. Wie gesagt, mir wurde sogar von Kastrationsgegner bei Sam zur Kastra geraten. Dennoch habe ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht getraut hier Fragen dazu einzustellen, weil es doch immer wieder einige gibt, die egal wie die Situation ist, einfach erstmal drauf hauen. Ich verstehe da einfach diese Aggresivität teilweise nicht. Und wie es hier ja schon so oft gesagt wurde, es sei reine Erziehungssache. Ich bin einfach der Meinung, dass man es sich mit dieser Aussage, dann doch teils auch recht einfach macht, vor allem wenn derjenige, der das Problem hat, den Hund nicht schon im Welpenalter bekommen hat, sondern erst einiges später.

Ich denke, auch wenn man vielleicht nicht in allen Punkten auf einen Nenner kommt. So wäre es doch schön, wenn man das Motto Leben und Leben lassen, öfter mal greifen lässt. Am Ende ist man dann vielleicht viel näher beisammen, als man es zunächst dachte. Vor allem erstmal zu hören bzw in Ruhe lesen, bevor mal verurteilt ;).

Liebe Grüße

Katharina

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Katharina,

ich sehe, wir sind wirklich nicht sehr weit auseinander ;)

Zum Thema "Katzen sind Einzelgänger": Da bin ich auch ganz bei dir, das sehe ich ebenfalls nicht so. Individuelle Ausnahmen (vor allem bei Freigängern, aber auch bei manchen Wohnungskatzen), wie immer, ausgenommen. Grundsätzlich: Nein.

Fleisch aus Massentierhaltung ... meide ich, so gut es geht (kaufe selber keins) und ich Einfluss darauf habe (Restaurantbesuche z.B. meide ich inkonsequenterweise nicht).

Stressdefinition: Schön, dann weisst du ja, wovon ich rede. Ob ein Hund Stress komplett verbergen kann (bezüglich "nach äußerlichen Anzeichen richten"), vermag ich nicht zu beurteilen, dafür fehlen mir die entsprechend detaillierten Fachkenntnisse der Verhaltensforschung. Ich bezweifle das aber.

Die Krankheitsprophylaxe (beim bisher gesunden Tier) sehe ich ebenfalls nicht als Kastrationsgrund, ganz und gar nicht!

Das wäre für mich der aller-allerletzte Grund, zu kastrieren.

Scheint, wir sind lediglich unterschiedlicher Ansicht in der Bewertung einer Kastrationsdringlichkeit bezogen auf unterschiedliche Tierarten, oder?

Wie auch immer: Wie du selber sagst, es muss sich jeder seine eigene Meinung bilden, und ich habe ja schon an anderer Stelle geschrieben: Ich bin nicht da, um zu überzeugen, sondern um anzuregen, zu erwägen und auch selber zu neuen Erkenntnissen undd Ansichten zu gelangen.

Um auf den Hund zurückzukommen: Kastration grundsätzlich nein, aber individuell u.U. ja.

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Charlie: es geht darum, dass Hunde völlig anders leben als Wölfe. Das hat Auswirkungen auf das Sexualverhalten.

Wölfinnen werden in der Regel erst sehr viel später geschlechtsreif und auch nicht zweimal im Jahr läufig. Männliche Wölfe sind sexuell nur während der Ranzzeit aktiv.

Nicht jeder Wolf darf auf jede Wölfin - das ist völlig korrekt. Aber diese Tiere leben auch innerhalb eines Familienverbandes, wo die Strukturen völlig andere sind. Bloch drückte das (so meine ich) mit "Sittenregeln" aus, die es bei Hunden so nicht gibt (siehe Pizzahunde).

Das ist völlig anders zu werten als das Leben unserer Hunde. Ob die nun in der Stadt leben oder aufm Dorf. Und wenn einer so abseits lebt, dass er keinerlei Hündinnen vor der Nase hat: ja, wieso sollte man da überhaupt auf die Idee kommen, den kastrieren zu müssen, weil er rumjammert. Die Frage stellt sich ja dann gar nicht.

So ist das, Liebchen ;)

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Ich hab das schon verstanden (Schätzchen :D ).

Hier ging es aber eben auch darum, ob, wie oft und wieviel Stress durch läufige Hündinnen ein Rüde aushalten muss. Das hat nichts damit zu tun, dass es zu GAR keinen Kontakten kommt, weil man in der Pampa lebt.

Zwischen GAR KEINE und STÄNDIGE KONTAKTE (guckstu Gesprächsverlauf) liegt ja nun für einen - auch durch Verlockungen läufiger Hündinnen gestressten - Rüden noch etwas dazwischen.

So, und nu muss ich leider weiter putzen, obwohl ich gar keine kleinen Hände habe ... *gg*

Aber schönes Gespräch hier, finde ich! mx24.gif

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...und kommst damit auch nich besser in die Ecken zum Putzen... *helgesing*

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Umpf...

naja, KLAR sind Hunde keine Wölfe mehr. Und Katzen sind auch keine kompletten Einzelgänger.

Ich schrieb auch, dass sie von Einzelgängern ABSTAMMEN - und daher eventuell noch Rest-Verhaltensweisen drin stecken könnten - was ich schlicht nicht weiß. Ich habe auch keine Ahnung, wie sehr sich die Hauskatzen von der Ursprungskatze gelöst haben - weiß aber definitiv, dass sie sich erfolgreich und fortpflanzungsfähig mit der Europäischen Wildkatze (Einzelgänger/evtl Paar-Lebensgemeinschaft) paaren.

Ebenso wie Wölfe mit Hunde sich erfolgreich und fortpflanzungsfähig paaren.

Yatzy: ich streite ja überhaupt nicht ab, dass es einzelne Hunde gibt, die den Stress nicht aushalten, oder die in Gegenden leben, wo jeden zweiten Tag die Hündinnen läufig sind. Dass man da doch kastriert oder chipt ist in meinen Augen nur sinnvoll.

Das zählt ja für mich aber nicht in "unüberlegtes" Kastrieren. Solange sich der Halter gut überlegt hat, warum er kastriert und sehen konnte ob der Leidensdruck des Hundes so hoch ist (oder auch der des Halters, meinetwegen), dass das Kastrieren einfach für alle Beteiligten besser wäre - ja, dann ist in meinen Augen komplett okay.

Was ich persönlich nicht schön finde sind diese "oh, ich mach das mal, der Tierarzt sagt ich soll das tun"-Kastrationen. Oder auch "Die Nachbarn fragen ständig ob er kastriert ist".

Wenn das der EINZIGE Grund ist, dann finde ich, dass der Umgang mit einem Organ des Tieres zu salopp ist.

Gründliches Überlegen und dann Entscheiden - und nicht prophylaktisch einfach mal etwas entfernen was eventuell später mal krank werden könnte - wäre mir persönlich ja schon komplett ausreichend.

(und ja, ich weiß dass meine persönliche Meinung nicht auf jeden zutreffen muss :) )

@Kräuterhexe:

Ok, wenn du züchtest ist es natürlich eine ganz andere Sache, mit den Herrn Katern :)

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dann oute ich mich mal als "oh, ich mach das mal,der Tierarzt sagt, ich soll es tun"-Mensch:

unser erster Hund (Socke, ein Golden Retriever) war immer seeehr nervös und

hibbelig, immer untergewichtig, weil nie ruhig :)

Unser Tierarzt riet uns damals zu der Kastration und wir haben zugestimmt.

Es war wie gesagt unser erster Hund und gross drüber informiert, was denn dagegen

gesprochen hätte haben wir uns ehrlich gesagt nicht.

Bereut haben wir es allerdings auch nie: Socke wurde wesentlich ruhiger, bekam auch

endlich was auf die Rippen, wurde aber nie übergewichtig. Vor einem halben Jahr ist

er nun leider verstorben. Ich hatte nie den Eindruck, dass ihm die Kastration geschadet hätte.

Nun haben wir seit kanpp 5 Wochen wieder einen Hund. Jasper kommt aus schlechten

Verhältnissen, ist ein Border Mix, Alter nicht ganz klar (irgendwo zwischen 3 und 8) und

ist noch nicht kastriert.

Jetzt fragen wir uns natürlich...sollen wir, sollen wir nicht? Warum ja? Warum nein?

Wir haben hier in der Nachbarschaft eine Menge Hündinnen drumrum und auch einige

ganz gut befahrene Strassen, ausserdem könnte Jasper sicher unseren Zaun überspringen,

wenn er wollte....

Wir sind uns also noch nicht ganz schlüssig, die Klärung dieser Frage steht allerdings

momentan auch noch nicht weit oben auf unserer Liste, da haben wir wichtigere Dinge,

die die Eingewöhnung betreffen....

aber wie gesagt, wir haben damit keine schlechten Erfahrungen gemacht.

lg

Conny

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Ich muss gestehen, ich halte das "der Tierarzt hat das gesagt" für eine respektable "Entschuldigung".

Ich kann von einem Neuling in Sachen Tierhaltung, noch dazu von einem medizinischen Laien, nicht grundsätzlich erwarten, dass er so reflektiert und informiert ist, die Kastration in ihren gesamten Auswirkungen beurteilen zu können.

Wessen Urteil soll ein Tierhalter vertrauen, wenn nicht dem seines Tierarztes?

(Ja ich weiss, dass es auch hier solche und solche Kompetenzen gibt ...)

Was mich stört ist, wenn nicht spätestens von Seiten der TÄ hinterfragt wird und/oder sie selber der Ansicht sind, allein das RISIKO der Fortpflanzung sei derart hochwertig, dass man eine Kastration gar nicht erst diskutiert.

Darum freue ich mich immer über jeden Tierhalter, der solche Gespräche sucht, ob nun "in freier Wildbahn" oder wie hier in einem Forum.

Ich wundere mich auch immer wieder, dass inzwischen das Kastrieren von der Gesellschaft offenbar als völlig normale, geradezu zur Tierhaltung dazugehörende Maßnahme betrachtet wird. Als ich jung war, hiess es auf die Aussage "der ist kastriert" noch: "Echt? Warum?"

Da war das überhaupt nicht selbstverständlich und eher die Ausnahme als die Regel.

Heute heisst es dagegen mal grundsätzlich "Wie, nicht kastriert??"

:Oo

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