Jump to content
Hundeforum Der Hund
Zatopek

Kastrieren, Tipps & Infos

Empfohlene Beiträge

Kastration? Ja! Aber nur wenn medizinisch notwendig - sei es wegen körperlicher oder psychischer Probleme/Krankheiten, die anders nicht in den Griff zu bekommen sind.

Ansonsten: wir hatten insg. 8 Hündinnen und 4 Rüden in meiner Familie (Eltern), z.T. lebten auch gegengeschlechtliche Hunde zusammen im Haushalt.

Keiner der Hunde war kastriert.

Keiner hat sich "vermehrt".

Keiner ist an Krebs gestorben - außer einer Griffonhündin - sie erkrankte im Alter von 13 Jahren an Gebärmutterkrebs, wurde operiert und lebte daraufhin noch über 1 Jahr munter und fit....

Weder die Rüden noch die Hündinnen haben "gelitten" - auch hier eine einzige Ausnahme: ein Foxl-Rüde - er wurde im Alter von jenseits der 10 Jahre extrem wenn eine Hündin läufig wurde (heißt: er jaulte ununterbrochen).

Hier hatten wir die Möglichkeit, ihn in diesen insg. 4 schlimmen Wochen im Jahr zu meiner Tante zu bringen, die er gut kannte und mochte - also auch kein Problem mehr.

Wenn wir diese Möglichkeit nicht gehabt hätten, hätten wir vielleicht über eine Kastra nachgedacht (zu der Zeit gab es noch keine THP und Globulis ;) - heute würde ich es damit versuchen :) ).

Meine Jala hat in ihrer ersten Läufigkeit extrem gelitten - da habe sogar ich über eine Kastra nachgedacht.... :Oo . Allerdings beruhigte mich meine THP und meinte, oft sind die erste und vielleicht die zweite Läufigkeit extrem weil sich der Körper umstellen muß (gerade stark vereinfacht erklärt zu dieser späten Stunde ;) ). Sie wurde homöop. unterstützt aber es waren keine schönen 3 Wochen und auch die Scheinträchtigkeit danach war irgendwie doof...

Heute, fast 8 Wochen nach ihrer 3. Läufigkeit muß ich sagen: SUPI - keine nennenswerten Probleme mehr weder mit Läufigkeit noch mit Scheinträchtigkeit - gut so 2, 3 Sachen die nicht sooooooo doll sind, aber weitab von Quälerei für sie oder für mich!

So, ein ganzer Roman ist entstanden ;) - nochmal zum Abschluß: Wenn med. nötig, ja, aber wenn es irgendwie vermeidbar ist, dann würde ich weder eine Hündin noch einen Rüden kastrieren!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich glaube in der Tat, dass leider vielen (für meinen Geschmack ZU vielen) Hundehaltern mangels Information und Aufklärung nicht wirklich bewusst ist, welch tiefgreifender Einschnitt in den Hormonhaushalt - und damit in die gesamte Physiologie des Organismus - eine Kastration darstellt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Was hier ja immer im Raum steht ist der ewige Vorwurf, man würde sich die Erziehungsarbeit sparen wollen durch eine Kastra.

Das ist in bestimmt ganz, ganz vielen Fällen sogar der Fall (und nach einer Kastra merkt man dann häufig: hoppla, Hund hört ja immer noch nicht... wieso denn nur?).

Aber es gibt doch auch Situationen die für einen Hund selber so stressig sind, dass ich mich frage: muss das sein?

Kann ich meinem Rüden tatsächlich durch Erziehung den Stress nehmen? Oder schaffe ich es im besten Falle nur dem zu sagen, dass er sich halt ruhig zu verhalten hat, aber innerlich platzt der immer noch aus allen Nähten..?

Ich halte die pauschale Kastration von Tierheimhunden für bedenklich! Und was PETA da fordert (typisch muss man ja sagen) ist natürlich total bekloppt. Aber zu sagen: "nie kastrieren, nur wenns medizinisch notwendig ist" würd ich eben auch nicht.

Soll jeder machen, wie er meint, dass es nötig ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Yatzi, hast du dir mal die offizielle Definition von "Gesundheit" der WHO angeschaut?

Definition "Gesundheit" nach WHO (World Health Organisation):

Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Freisein von Krankheit und Gebrechen

Quelle hier (weil WHO-Seiten grad nicht parat): Uni-Bielefeld.de

Kommt (hier) aus der Humanmedizin, dürfte sinngemäß aber bezüglich der Begrifflichkeit von Gesundheit auch auf die Veterinärmedizin anwendbar sein.

Somit würde das, was du, Yatzi, beschreibst, durchaus u.U. unter die "medizinische Indikation" fallen.

So weit weg wärst du mit deiner Meinung also nicht von manchen, die eine Kastration (nur) unter medizinischer Indikation befürworten.

Edit hat mal ein bisschen sortiert ... ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ja - aber um das extreme Sexualverhalten auszubilden muss ein Hund etwas älter sein.

Ich bin gegen Frühkastration. Späteres (ab. 1,5j) ist bedingt OK.

Jacky ist ja auch so ein grenzfall - sehr hinter läufigen Weibern her. Liegt aber teils auch an meiner mangelhaften Führung. Ich werd ihn aber ganz lassen - wir kommen so auch klar, wofür gibts denn für die kritischen paar Tage im Jahr dann Flexis...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Anderes Beispiel: Ein Hund ist kaum abrufbar, oder nur schlecht, leckt überall Urin auf, klappert mit den Zähnen. Eben normal würden einige sagen.

Diesem Hund wurde ein Chip gesetzt und nach einigen Wochen: Hund ist abrufbar, weil ihn diese Aussenreize nicht mehr ablenken. Folglich kann der überall ohne Leine laufen und hat Freiheiten, die der sonst nie gehabt hätte.

Das dürfte sich sehr auf sein Wohlbefinden ausgewirkt haben.

Jetzt sagen die Profis: Hätte man mit Erziehung auch hinbekommen. Stimmt vermutlich. Aber wie siehts denn aus in den Hundehaushalten? Die Realität? Das ist doch alles eher suboptimal...

Kastration erserzt keine Erziehung. Das ist mal klar. Aber in manchen Fällen, kann es doch sehr helfen....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Yazy - seh ich auch so.

Ich hab hier Befehle wie "weiter" und "da bleiben" einführen müssen damit ich das Schnüffeln, klappern und pipifressen eindämmen kann. Seither ist der Hund auch entspannter. Ich kann mir aber gut vorstellen das das durch eine Kastra viel einfacher wäre - und damit auch für HH realisierbar die sich bei so einem Problem nicht so dahinter klemmen wollen.

Edit - wir übern immernoch abrufen von Pissflecken, ohne Schlepp darf ich noch immer warten bis er fertig ist.... :motz:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
und damit auch für HH realisierbar die sich bei so einem Problem nicht so dahinter klemmen wollen.

vlt wollen die ja sogar.

Nur wissen nicht wie.

Oder kriegen es einfach nicht hin.

Sind halt alles Menschen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
:whistle

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

Kastration erserzt keine Erziehung. Das ist mal klar. Aber in manchen Fällen, kann es doch sehr helfen....

Wovon reden wir denn jetzt hier (ernstgemeinte Frage!) ?

Von übersteigerter Triebigkeit, bei der auch eine korrekte, sinnvolle Erziehung keine Linderung verschafft oder von der Kastration, die "bei der Erziehung helfen kann" ... :???

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ganz einfach ein Benutzerkonto

Du musst ein Benutzerkonto haben, um Beiträge verfassen zu können

Registrieren

Deine Hunde Community

Benutzerkonto erstellen

Du hast ein Benutzerkonto?

Melde Dich an

Anmelden

×
×
  • Neu erstellen...