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Hundeforum Der Hund
Juline

"Rangordnung" zwischen zwei sich fremden Hunden

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Originalbeitrag

Bei Nelly kommt es auf das "Gegenüber" an.

Katja kannst du ein Schema erkennen bei den Gegenübern?

Jein ...... Es gibt Hunde da weiß ich "vorher" der bekommt jetzt von Nelly einen auf den Deckel, weil sie so hippelig sind. Ruhige Hunde werden von Nelly meist gar nicht beachtet, bei Hunden die einen auf Gockel machen zeigt Nelly auch mal wer sie ist.

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Soviele Faktoren kommen spielen da mit, aber es ist ein interessantes Thema.

Anbei drei Fotos einer solchen Situation (da Samson da grad mit den Jungs unterwegs war, fehlt der "Rudelzwang"). Der Herr hies übrigens "Terry" und sein Herrchen stand mit Rad etwas abseits.

Leider hat die Kamera nicht so richtig mitgespielt, denn nach Bild 1 war von Seiten des Herrn wundervoll zu sehen, wie er den Blick abwendet und über die Schnauze schleckt.

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Schön zu sehen, wie sich geduckt angeschlichen wird und dann die hoch erhobenen Ruten.

Haben die Beiden sich dann auch noch stacksig umkreist?

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Ja, leider war ich etwas zu sehr bedacht, das jetzt nix eskaliert (hätten ja Sams und die Jungs aus den Büschen hüpfen können :so ).

Interessant ist, das der Rüde Terry (dessen Schwanz angespannt wedelte, sieht man auf Fotos leider nicht so gut), Blick abgewendet hatte und über die Schnauze schleckte, bevor er auf Hele zu ging. Als der Herr (und die Dame) die Rufe des jeweiligen Herrchen/Frauchen endlich ernst nahmen, hat er nochmal kurz an einem Busch makiert, bevor er ab ist.

Schön war, da wir beide viel Abstand hatten, das es dadurch "ruhig" abging.

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Oh, schöne Bilderreihe!

So sieht Lemmy auch aus wenn er einen anderen Hunde genauer betrachten will - und so wie Terry sieht Butch aus, wenn er einen fremden Hund kennenlernt :D

Zum Thema:

Hm.

Rangordnung oder sozialer Status... doch, ich denke dass Hunde so etwas auch bei nicht-rudeleigenen Hunden untersuchen. Nicht im Sinne von dauerhaft feststecken, aber doch so, dass sie sich erstmal genau anschauen, wer das da eigentlich ist :)

Lemmy stakst viel auf fremde Hunde zu - grundstätzlich eher mißtrauisch-vorsichtig, kann auch in Bruchteilen von Sekunden entscheiden, dass DIESER Hund eine Packung verdient (und das ist halt mein Problem - ich kann nicht sicher erkennen wann er einen Hund nur umprollt, und wann er richtig agiert)

Aber: hat er einmal einen Hund erfolgreich eingeteilt in seinen eigenen Schubkasten "langweilig", dann ist dieser Hund für den Rest des Lebens (sofern der Hund schon ausgewachsen ist) nur noch am Rande interessant.

Jegliche zukünftige Begegnung wird dann ein Spaß, denn er geht meist nichtmal mehr zum Hund direkt hin sondern nur so weit, bis er erkennt (Geruch? Optik?) wer das ist.

Es gibt so ein paar Hunde, da scheint er immer Klärungsbedarf zu sehen, nach dem Prinzip "Du erinnerst dich schon noch, dass ich hier Chef bin, ja?", aber das sind die Hunde, von denen ich ihn und uns doch lieber fernhalte. Eben weil anscheinend noch nicht alles geklärt war. Einer von denen war ein RIESEN-Labrador, schwarz. Den hat Lemmy IMMER angeprollt, obwohl (oder vielleicht auch weil?) der Labbi ihn komplett uninteressant fand.

Ach so, ich rede nur von Rüden. Hündinnen fallen bis auf eine Ausnahme hier unter "komplett uninteressant"

Auch Butch guckt sich jeden Hund genau an - leider :Oo (der Depp ist scheinbar taub zur Zeit...). Nur ist er an sich defensiver als Lemmy, das heißt einen Rüden der mehr "nach vorne geht" oder der mehr prollig daher kommt erkennt er schnell und beschwichtigt (wie eben dieser Terry auf den Bildern), zwar mit hoher Rute (und teilweise Bürste) aber doch klar mit der Tendenz zu gehen bevor es ernst wird. Lemmy würde da eher Paroli bieten.

Ich denke schon, dass alle Hunde die nicht komplett gaga sind im Hirn solche Einschätzungen vornehmen. Dabei ist die Intensität und das Interesse am anderen Hund natürlich variabel - einige Hunde finden Bälle, Stöcke, Mauselöcher etc tausend mal spannender als Artgenossen. Und die gaga-Hunde... naja.

Ist ja doch bei uns Menschen auch so, denke ich. Automatisch wird ein Fremder, den wir sehen kategorisiert: wie groß, Mann/Frau, Bart/Haare, dick/dünn, Alter... Gefahreneinschätzung läuft im Hintergrund ab, dabei kommen dann so Dinge wie "steht unheimlich im Wald - ah, Kamera dabei = Fotograf=vermutlich harmlos" oder "sitzt auf Parkbank mit Kapuze, murmelt vor sich hin - ah, Handy am Ohr = ungefährlich" etc durch die grauen Zellen.

Denke, bei Hunden ist das nicht sooo anders. Und je nach eigenem Charakter wird dann auf diese "Person" reagiert.

Einer wohlgekleideten, adretten Person würden die meisten Menschen ja zB auch eher respektvoll begegnen, während ein junger Mensch in Schlabberhosen weniger Respekt einflößt (unter Umständen allerdings Angst)

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Jacky ist ein zimlicher draufgänger - alles muss gecheckt werden.

Nur wenn dann ein Rüde mit erhobenm Schwanz und Bürste da steht dreht er einige Meter vorher ab und geht Schnüffeln :)

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Gefahreneinschätzung

Das ist ganz bestimmt ein wichtiger Aspekt, seh ich genauso. Wer bist du, wie bist du drauf, geht von dir Gefahr aus.

Mich interessiert aber, was danach kommt, oder ich frag mal präziser:

Warum meinen manche Hunde, sie müssten bei fast jedem fremden Hund beweisen /klären, dass sie "über ihm stehen" und wenn das nicht klappt (weil der andere nicht einverstanden ist), zu aggressivem Verhalten neigen, wenn man sie nicht beizeiten bremst?

Mir kommt das vor wie jugendlicher Größenwahn, gepaart mit (überspielter) Unsicherheit.

Mein Satansbraten ist leider immer noch so drauf, obwohl schon 3,5, deshalb das Thema hier.

Ist das soziale Inkompetenz, dieses Dominanzgehabe, diese Unfähigkeit, mal die zweite Geige zu spielen?

Es ist irre anstrengend und ich hab keine Ahnung, wie ich da einwirken oder wo ich ansetzen kann.

LG

Antonia

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Mein verstorbener Rüde legte bei solch Begenungen nur den Kopf leicht auf den Rücken des anderen Rüden.

Es gab nie in seinem Leben eine Rauferei . Allerdings spielte er auch nicht mit Rüden.

Entweder er ignorierte sie oder er machte sich steif.

Hündinnen hatten immer Narrenfreiheit.Bei Welpen mochte er nicht,zeigten sie sich unterwürfig.Dies zeigte er mit einem leichten Brummen an.

Bei uns im Haus wohnt ein Junghund.Sehr verspielt und absolut verträglich mit allem.Diesen hielt er sich wirklich nur mit Blicken fern. Ohne knurren oder pöbeln.

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Zu deiner letzten Frage:

Hier spielen Sozialisierung, Erfahrung, Charakter eine große Rolle.

Bsp. aus meinem Rudel bei Erstbegegnungen.

Goofy..5 jähriger unkastrierter Rüde.

steht bei allen Begegnungen über allen und würde sich nie auf einen Konflikt lassen, weil er den gegenüber schlichtweg nicht ernst nimmt.

Cacko, 9jähriger unkastrierter Rüde

Er klärt direkt und erwartet auch eine vollständige und höfliche Antwort.

Ist das nicht der Fall, wird der gegenüber direkt korrigiert

Festo, 8jähriger kastrierter Rüde

Ignoriert grundsätzlich erste Begegnungen und sucht erst Kontakt wenn er Lust drauf hat

Arwen, 5 jährige Hündin

Macht grundsätzlich erstmal einen auf laut.

Entweder lässt sich der gegenüber direkt dadurch einschüchtern und der Platz ist geklärt oder der gegenüber sagt ihr ganz klar dass das unpassend war und alles ist geritzt.

Du siehst.. vier Hunde und alle gehen unterschiedlich dran

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Was ich jetzt bei den Beschreibungen so interessant finde ist, das jeder in seinen Hunden ein Muster zu sehen scheint.

Samson handelt auch oft nach Muster. Hele nach Tagesform und Ortsbegebenheit.

An dem Tag, an welchem die Fotos entstanden hatten wir mehrere Zusammentreffen. Und Hele hat jedesmal anders gehandelt (Samson mit leichten Abweichungen). Ausschlaggebend war neben dem anderen Hund auch der Ort und Handlung/Nähe von uns usw.

Dafür hat zb. Samson zwei Tage davor, als ich nur mit Kind, einer Freundin und ihren Hunden unterwegs war gemeint, den Schnauzer (Beschützer) raushängen zu lassen. Was sie zb. mit Herrchen bzw. mit mir ohne Kind nicht macht.

Hele ist ja in der berliner Punkszene aufgewachsen. Vor jetzt knapp 10 Jahren war die auch etwas anders drauf. Sie hatte immer irgendwie Hunde um sich rum und schnell gelernt, was sie sich erlauben darf, hat abgeschaut und hat auch mal eins auf den Deckel bekommen, wenn sie zu weit ging. Und hatte selbst auch die Rechte.

Es war sicher vom Vorteil, das es da Althunde gab, Junghunde, verschiedene Charaktere. So konnte sie ihren Charakter ausbilden.

In Berlin gibt es viele Hunde, die dieses Glück hatten. Aber genau so viele, die von ihren Besitzern geradezu verhunzt werden. Ein Junghund zum Beispiel, der die ganze Zeit gleichaltrige Mobben darf, ohne das ein Althund oder der Besitzer eingreift, der den Zambalo machen darf, kann nicht in sich ruhen.

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