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polar-chat.de  Der Hund
Mark

Anderer Mensch - anderer Hund

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(bearbeitet)

Liebe Hundefreunde,

nun sind über 2 Monate bereits seit Raspus schwerer Erkrankung vergangen und er ist immer noch nicht genesen. Starke Antibiotika begleiten ihn nun schon seit 6 Wochen nach der OP und noch für mindestens weitere 2 Wochen um Spätschäden der Operation gänzlich auszuschließen. Ebenso stehen in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen und Röntgenaufnahmen an.

Wie sehr man sich doch in dieser Zeit verändert hat. Ja, diese Erkenntnis fällt zwar schwer, aber entspricht leider den Tatsachen. Der Umgang mit Raspu, insbesondere bei den kleinen Spaziergängen, ist nun von ständigem Aufpassen geprägt. Jede auch nur ansatzweise zu lange Schnüffelei wird hektisch unterbunden. Die Nervosität ist uns beiden anzumerken. Alles was er auch nur versucht in den Mund zu nehmen wird von einem "Aus" begleitet. Hinzu kommt, dass wir jegliche Zeckenmittel nicht auftragen dürfen, da der Organismus selbst das noch nicht richtig verkraften würde.

Auch habe ich mich völlig in Raspu getäuscht, da ich immer davon ausging, dass er ganz auf sich allein gestellt mehr leiden würde als andere Hunde. So haben wir immer wieder überlegt, dass wenn er mal in eine Tierpension müsste, er es nicht gut verkraften und z.B. das Futter verweigern würde.

Alles Blödsinn. Er war 2 Wochen im Zustand größter Schmerzen völlig auf sich allein gestellt. Mustte zudem eine Operation von 4,5 Stunden über sich ergehen lassen. Wurde an 3 Seiten komplett aufgeschnitten. Wir durften ihn noch nicht einmal besuchen. Er lässt das Röntgen ohne Beruhigungsspritze oder Narkose locker über sich ergehen. Ich bin erstaunt.

Dann wird einem immer und immer wieder seitens der Klinik gesagt, dass es der schwerste Fall seit über 10 Jahren war.

Hinzu kommen Kommentare vieler Hundebesitzer, die einem versichern, dass sie bei der Prognose einen Hund hätten einschläfern lassen. Aber ein Hund ist doch keine Sache, die man wegwirft oder aufgibt? Nein, aus meiner Sicht waren wir ihm schuldig uns für ihn einzusetzen, alles zu tun, dass er seine Chance bekommt. Ich habe in jeder Sekunde an ihn geglaubt. Ich wusste, dass wir die Grundlage durch unseren Umgang mit ihm, durch seine Fitness, geschaffen haben, dass wenn es einer übersteht, dann Raspu.

Und trotzdem wird einem erst jetzt bewusst, dass man wirklich jede Sekunde genießen sollte ... sie kommt nie wieder. Die Augen öffnen sich nach Wochen des Horrors und man ist einfach nur zufrieden, dass man diese schwere Zeit einigermaßen über die Runden gebracht hat.

Ob man jemals wieder so gelassen spazieren gehen wird, wie vorher, vermag ich gar nicht zu sagen. Man ist übervorsichtig geworden. Die Anspannung überträgt sich natürlich auch auf den Hund. Aber das ist alles zunächst zweitrangig. Ich sehne die Zeit herbei, wenn Raspu die letzte dieser dieser Tabletten nimmt.

Mein Gott, was eine Zeit ...

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Hallo Mark,

ich kann es Euch ein wenig nachempfinden. Man ist übervorsichtig und nervös, aber das legt sich wieder. So geht es - glaube ich - jedem, der eine schwere Erkrankung mit seinem Hund durchgemacht hat.

Raspu ist auf einem guten Weg und ich wünsche ihm weiterhin gute Genesung. Lasst Euch alle Zeit der Welt und genießt die Tage intensiv.

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Ich wünsche Rasputin weiter gute Besserung!!!

Dass er sich bald wieder ganz erholt

und Ihr beide wieder unbeschwert das Leben miteinander genießen könnt!!!

:sun:clown

Alles Gute!

Rike mit Meggie.

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Hallo Mark,

auch von mir gute Besserung für Rasputin und das ihr diese schwere Zeit übersteht.

Über die Kommentare von Menschen, die ihren Hund bei der Diagnose hätten einschläfern lassen, kann ich nur den Kopf schütteln ?!? . Das ist eine traurige Einstellung. Sicher tut man alles in seiner Macht stehende um seinem Hund zu helfen, jedenfalls wenn man ihn wirklich liebt.

Ich würde bei meinem Hund auch davon ausgehen das er mich jede Sekunde braucht wenn er in einer Klinik ist und operiert werden müsste. Aber vielleicht ist es eher so das man selber besser mit der Situation zurechtkäme wenn man immer bei seinem Hund wäre.

Wie auch immer, gute Besserung nochmal :) .

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Ich freue mich das es Raspu so langsam aber sicher besser geht und nachdem was du schilderst und erlebt hast war es wirklich die Hölle um so mehr könnt ihr sehen was euer Bursche für ein Willen hat.

Auf die Kommentare der anderen Leute solltest du pfeifen denn ich bin sicher alle die hier im Forum vertreten sind, ihre Hunde als Familiemitglied, Freund ansehen würden ihr letztes Hemd für ihre Vierbeiner geben und um sie kämpfen.

Das ihr jetzt um ihn Angst habt und ihn genau beobachtet damit sowas nie wieder passiert kann ich sehr gut nachvollziehen aber ich hoffe für euch das du bald wieder entspannter bist auch wenn es sicher noch dauern wird.

Ich wünsche deiner Fellnase und dir weiterhin alles Gute !!!

Lg Birgit

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Hallo Mark,

zu manchen Ereignissen fehlen einem die Worte und dieses ist ein solches.

Aus deinen Schilderungen kann man nachfühlen welche tiefe Beziehung euch verbindet, deshalb hoffe ich, dass deine wünsche für Raspu schnellstens in Erfüllung gehen. Ich bin von euch echt beeindruckt.

LG Hans Georg

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Hallo Mark,

vielleicht kann man dieses schlimme Ereignis das du mit Raspu erlebt hast, nicht wirklich nachvollziehen, wenn man selbst noch nie in so einer Situation gewesen ist.

Daß du jetzt übervorsichtig bist kann ich sehr gut verstehen, das ist man schon wenn Dinge passieren die bei weitem nicht so heftig sind wie sie euch passiert sind.

Das Schlimmste hat Raspu nun überstanden, die Tablettengabe wird auch bald vorbei sein, sobald der Alltag wieder mehr und mehr zurückkehrt kommt auch deine Sicherheit wieder. Daß es in diesem Fall natürlich lange dauert ist doch ganz normal.

Das Sprichwort: "Die Zeit heilt Wunden" trifft auch hierbei sehr gut zu, auch deine psychischen *Wunden*, deine Unsicherheit wenn Raspu irgendwas beschnüffeln oder fressen will, wird sich nach und nach abbauen. :Oo

Meine Beverly ist in unserer ersten Wohnung einmal vom Balkon gesprungen, etwa 4 1/2 Meter, zur anderen Seite wären es etwa

7 Meter gewesen. Es ist ihr GsD nichts passiert, hat verdammt viel Glück gehabt. Anschließend habe ich sie wochenlang nicht mehr alleine auf den Balkon gelassen und als ich wieder *lockerer* wurde bin ich noch eine lange Zeit ständig hinter ihr her gegangen und habe mich versichert daß sie noch da ist.

Dieser Fall ist natürlich nicht mit dem von Raspu zu vergleichen, aber ich habe sehr lange dafür gebraucht meine Unsicherheit abzubauen. Denke das ist ganz normal.

Alles Gute noch für Raspu, daß er schnell wieder der alte wird.

LG Elke ;)

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Hallo Mark

Ich habe die letzte Zeit nicht so viel mitbekommen, was hier so passiert ist und ich wollte dich fragen, ob du hier den Link zu deinem Beitrag reinstellen kannst, wo ich nach lesen kann was Raspu den hat.

Es hört sich sehr schlimm an doch leider ist nichts bis zu mir durch gedrungen...

Aller beste gesundheits wünsche für Raspu...

Ich hoffe ihr bekommt alles wieder hin..

Ich gebe dir völlig Recht das man jede sekunde geniesen sollte.

Lg Jacky und Sunny

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Ich glaube sehr wohl, dass ein solches Ereignis bzw. die Kette solcher Ereignisse ein Leben und auch eine Lebenseinstellung von Grund auf ändern kann. Vieles, was vorher selbstverständlich war, ist es plötzlich nicht mehr. Dinge, die vorher nicht bedacht werden mussten, stehen plötzlich als Angst im Raum, egal wo man geht und steht.

Dass dieses Leben gerettet werden konnte, ist phantastisch. Dass Ihr alles Menschen mögliche dafür getan habt, finde ich grandios. Bitte zeigt trotzdem nicht auf andere, denen es vielleicht nicht möglich wäre, so etwas durch zu ziehen und durch zu stehen. Sei es nun finanziell oder von der Persönlichkeit her. An dem Punkt, an dem Ihr gestanden seid, muss der Halter eines Hundes eine schwere Entscheidung treffen. Ich würde persönlich jede Entscheidung respektieren, aus welchen Gründen auch immer.

Jedenfalls wünsche ich Euch, dass Ihr trotz aller Ängste und nahezu schon traumatischen Erlebnissen, unter dem Strich eine Bilanz ziehen könnt, die Euch mit etwas Abstand nicht mehr nur negativ erscheint.

Liebe Grüße

Anja

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Hallo Mark,

dass mit dem Übervorsichtig sein, ist denke ich normal, in solch einer Situation, dass wird sich mit der Zeit gewiss wieder etwas legen!

Ich drücke euch weiter hin alle Daumen und Pfoten und wünsche eine gute Besserung an deinen Raspu. :)

P.s. Das regelrechte Geschwätz anderer Hundebesitzer, ist völlig indiskutabel, daran sieht man, wie weit sie im ernstfall mit/für ihren Hund und seiner Genesung gehen würden, nämlich GARNICHT!

Lg sarah

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