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Hundeforum Der Hund
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Wie Welpen erziehen bei Vollzeit-Job?

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Hallo Ihr Lieben,

ich möchte mal hier nachfragen:

Wie erzieht man einen Welpen wenn man mehrere Stunden( 6 bis 9 ) am Tag arbeiten geht ?

Ich meine so mit Grundgehorsam, Sauberkeitserziehung und Sozialisation ? Wie funktioniert das mit dem Füttern ? Nur zweimal am Tag? Vertragen das die Welpen?

Ich habe selber einen Welpen erzogen war aber nicht berufstätig und fand die Sauberkeitserziehung "am anstrengensten", da man irgendwie immer den richtigen Zeitpunkt abpassen musste. Trotzdem habe ich ohne Stress gut 6 Monate gebraucht **schäm*

Grundgehorsam stelle ich mir schwierig vor wenn man nur abends eine Runde mit dem Althund und befreundeten Hunden zusammen dreht, also keine Zeit hat noch mal extra Runden zu drehen um gewisse Sachen zu üben.

Ich möchte niemanden verurteilen oder kritisieren , ich weiß es ist ein kontroverses und heikles Thema Berufstätigkeit und Hunde und würde mich daher freuen wenn andere User, die es vielleicht auch so handhaben- von ihren Erfahrungen und Erlebnissen erzählen.

Danke Euch :winken:

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Hallo,

meiner Meinung nach ist ein Welpe und ein Vollzeit-Job nicht wirklich machbar.

Für mich stellt sich als aller erstes mal die Frage:

Welcher Welpe kann 6-9 Stunden alleine bleibe?

Man bekommt das nur hin wenn man noch jemanden hat, wo der Welpe tagsüber bleiben kann und der jenige müsste dann auch mittags füttern und an der Stubenreinheit und Erziehung arbeiten.

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Hallo Andrea,

danke für Deine Antwort.

Ich gehe jetzt mal davon aus das der Welpe alleine mit dem Althund bleibt und das da keiner zusätzlich kommt und den Welpen betreut/erzieht.

Da stellt sich bei mir die Frage : Was macht der Welpe den ganzen Tag ? Nur schlafen ? Ist das wirklich so oder nur ein Wunschgedanke ?

Weiterhin : Der Hund - der kleine Welpi - hat ja rein theoretisch die Möglichkeit "jederzeit laufen zu lassen" , schleicht sich da nicht beim Welpen was ein was man unter Umständen nicht mehr "herausbekommt"- versteht ihr was ich meine ?

Oder ist das wie bei vielen anderen Sachen auch eine Sache des Charakters des Hundes ?

Tut mir leid wegen so vielen Fragen aber die beschäftigen mich schon lange :???

Danke :winken:

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Welpe und Vollzeitjob? Ich finde das ist nicht zu vereinbaren.

Wie soll das gehen?

8 Stunden Arbeit + Pausen + Hin- und Rückweg? Das sind schnell 9-10 Stunden!

Man kann ein Hundebaby doch nicht den ganzen Tag alleine lassen... auch nicht mit einem Althund... ich würds nicht tun.

Es fehlt der soziale Kontakt zum Menschen, der Berufstätige hat nur kleine Zeitfenster für die Bindungs- und Vertrauensarbeit, keiner ist da, der dem Welp erklärt, dass man keine Schuhe anfrißt, nicht an der Tapete knibbelt, den Althund nicht tyrannisieren soll, die Vorhänge nicht für Zerrspiele gedacht sind und dass Pipi und Kacka nach draußen gehören... und vieles anderes mehr.

Würdest du ein 4 jähriges Kind alleine zu Hause lassen? Nein?

Siehste!

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Hallo Monika,

den Aspekt mit dem vierjährigen Kind finde ich sehr interessant, aus der Sicht heraus habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht.

Also doch gut das ich nachfrage. Die Sachen die Du angesprochen hast gehen mir auch im Kopf herum. Wie und wann lernt der Welpe was er nicht tun darf ?

Unser Welpe hat damals mangels Alternativen ( er hatte eine Futtermittelunverträglichkeit und durfte keine Knochen etc. ) an den Türen gekaut. Mit einer Engelsgeduld haben wir versucht ihm das abzugewöhnen. Wer hätte das getan wenn ich arbeiten gegangen wäre ?

Lernen Tiere respektive Welpen das irgendwann von alleine ? Weil schimpfen wenn man nach Hause kommt bringt doch nichts mehr ( so habe ich es gelernt :??? ) .

Ich erlebe so eine Situation gerade in meinem näheren Umfeld und obwohl es mich nichts anzugehen hat stelle ich mir doch immer wieder diese Fragen. Ich weiß eigentlich blöd aber so ist der Mensch nunmal :Oo

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Guten Morgen,

diese Frage geht mir auch seit einiger Zeit durch den Kopf. Ich denke, dass ich noch nicht 80% oder 50% arbeiten kann, wenn diese Frage ansteht.

Schön wäre es, wenn ich den Welpen mit ins Office nehmen dürfte ... das wird aber immer ein Wunschtraum bleiben, weil Cheffe das nicht möchte.

9 Stunden alleine? Abolutes "no go!!"

Mir kam meine Freundin und Hundegassie-Geherin irgendwan zu Hilfe :D

Als wir zusammen mit den Wautzies unterwegs waren, kam von ihrer Seite die Frage, was denn ist, wenn einer der beiden nicht mehr da ist ... wir sprachen lange darüber, welche Möglichkeiten es geben könnte ... sie würde, falls es denn dann einen Welpen geben würde, diesen tagsüber komplett betreuen (mit zu ihr nach Hause nehmen und ich hole ihn abends dann ab)

Wenn Hundie dann erwachsen ist, würde sie ihn (langsam daran gewöhnen) immer ein bisschen früher (also vor mir) nach Hause bringen, dass er sich langsam umgewöhnt.

... muss noch dazu sagen, dass ich keine "aktive Hunderasse" habe, sondern eine die eh 20 Stunden am Tag schläft.

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Ich finde auch nicht, dass das richtig ist - außer man arbeitete von zu Hause aus oder kann den Hund mit zur Arbeit nehmen.

Aber regelmäßiges Alleinsein über Stunden ist bei einem Welpen kaum zu verantworten. Man muss sich immer klar machen, dass es für einen Welpen in freier Wildbahn den Tod bedeutet, vom Rudel zurückgelassen zu werden. Jeder Hund mit einem Rest Instinkt, wird Angst bekommen. Und der Welpe muss ja erstmal Bindung aufbauen, um darauf vertrauen zu können, dass man zurückkommt. Das dauert Wochen und länger.

Wir haben das bei Abby stark gemerkt: Mit drei Monaten kam das langsame "Alleinebleiben-Training" immer sehr schnell an einen Punkt, an dem sie so unglücklich wurde, dass sie uns dies zeigte, indem sie ins Bett oder auf unsere Sachen pinkelte. Hat sie sonst nie gemacht.

Wir haben es dann erstmal gelassen, haben das Vertrauen zu uns wachsen lassen, und siehe da: Mit fünf Monaten hat sie das Alleinbleiben in kurzer Zeit super gelernt ohne sich in irgendeiner Weise aufzuregen, wenn wir kommen oder gehen.

Dazu kommt, dass man bei einem Welpen nie weiß, auf welche Ideen er kommt. Er kennt ja noch keine Regeln. Schnell passiert etwas gefährliches, zb. dass Stromkabel angefressen werden. Dagegen hilft dann nur, den Welpen über Stunden in die Box zu setzen :???

Ich bin fast sicher, dass es Hunde gibt, mit denen man das machen kann. Aber das weiß man ja vorher nicht. Wenn es nicht klappt und der Hund die Wohnung auseinandernimmt bleibt nur weggeben oder stundenlanger Kennelarrest: Und dann muss man sich über einen verhaltensgestörten Hund echt nicht mehr wundern :(

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Also ich bin ja eigentlich der Meinung Hund und Vollzeitjob ist möglich.

(Wenn man trotzdem 3 x am Tag rausgeht, also Mittags heim geht um mit dem Hund zu laufen und am Abend nur für den Hund da ist)

ABER bei einem Welpen würde ich sagen -NEIN-

Das Würmchen verliert grade seine Eltern. Ist grade erst dabei sich abzukapseln, weil der Mensch ihn aus dem Rudel zieht. Muss also in kürzester Zeit eine neue Umgebung kennenlernen (neue Gerüche, neue Geräusche, etc.) und dann muss er das ganz alleine tun? Würde für mich nicht in Frage kommen!

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Ich denke, unter Umständen ist es machbar.

Wenn man den Welpen erst mit 16 Wochen vom Züchter übernimmt, seinen Jahresurlaub in die ersten Wochen investiert und ihm in der Zeit schon vieles beibringt (auch, dass der Mensch nicht immer und ständig am Hund ist), wäre es schon möglich.

Nicht optimal, aber möglich.

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Ich hab's gemacht und geschafft :winken:

Und ich war sogar inkl hin und Rückweg 13std von Zuhause weg.

aber ich hatte auch eine wichtige Vorraussetzung: Hilfe innerhalb der Familie :)

Dazu sollte ich die Geschichte vllt von vorne erzählen.

Ich war verheiratet. Mein Mann war anfangs auch vollzeit arbeiten. Mein Schwiegervater auch. Meine Schwiegermutter war auf 3/4 stelle und (das war das wichtigste) außschließlich im Nachtdienst.

Meine Schwiegereltern hatten schon einen Hund. Tommy, lt Tierheim ein JRT-Mix, war zu dem Zeitpunkt ca. 2. In einer Stadt in unserer Nähe brannte eine JRT "Züchterin" wg drohender Zwangsversteigerung ihr Haus nieder, mitsamt den Hunden.

Die Feuerwehr konnte noch 42 Hunde retten, 10 sind an Rauchvergiftung gestorben. Die Hunde wurden auf die TH in der Umgebung verteilt. 4 Hündinnen waren tragend. Diese kamen in PS.

So war auch eine Hündin in einem Stadtteil bei uns untergebracht. Die bekam 11 Welpen.

Meine Schwiegereltern wollten sich einen von den Welpen nach Hause holen.

Mein Mann und ich konnten das mit unserem gewissen nicht vereinbaren. Um Tommy wurde sich schon kaum gekümmert. 3x15 Minuten gassi war alles. Der JRT hätte auch nicht mehr bekommen. Da wir selbst den Wunsch nach einem eigenen Hund hatten redeten wir ihnen.

Deal war: mein Mann und ich bekommen einen Hund. Wärend wir arbeiten kommt er zu ihnen und sie kümmern sich. (bis hier war ich auch nur 10std tägl. Unterwegs wg Arbeit)

Dann kam noch dazu, dass mein Mann eine neue Ausbildung anfing, als Suki 2 Monate bei uns war und dann nurnoch am Wochenende Zuhause war. Aber wir sind mit Schwiegereltern zusammen in ein Haus gezogen, wodurch es für uns einfacher war.

Aber was die Erziehung von Suki angeht... Das war trotz allem allein meine Sache, dabei hatte ich keine Hilfe. (mein Mann hat ihr Pfötchen geben beigebracht, das war allen :Oo )

Ohne den Deal mit meinen schwiegereltern hätten wir uns aber nie einen Hund angeschafft.

Edit:

noch ne kurze Anmerkung: wir haben Suki mit 9 Wochen geholt und ich hatte anfangs 4 Wochen Urlaub.

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