Jump to content
Hundeforum Der Hund
gast

Das Wesen des Hundes

Empfohlene Beiträge

Nee, sagt ja niemand, dass Straßenhunde immer "nett" sind- sowieso ein Attribut, dass im Kontext mit Tieren immer so eine Sache ist.

Interessant wäre, wie und wieso so etwas passiert.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hatte ich vergessen...

Mein Schwager war bis vor kurzem für 2 Jahre beruflich in Rumänien und ist nun in Moskau.

In Rumänien gibt es viele Straßenhunde. Er hat gesagt, man darf ihnen wirklich nicht in die Augen schauen, da sie sich ansonsten eben bedroht fühlen und angreifen könnten.

Dort bilden sich richtige Rudel, die wirklich gefährlich für den Menschen werden.

Bei aller Liebe zum Tierschutz, solchen Hunden ist nicht damit geholfen sie nach Deutschland zu holen und zu vermitteln. Dem wird man doch nicht gerecht. Und ich denke auch, dass es nicht ganz ungefährlich ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich finde halt, das ist eine Seite von Hunden, die so gut wie nie seriös thematisiert wird.

Wenn, dann nur von absoluten "Hundegegnern", die jenseits von gut und böse "argumentieren".

Und von Tierschützern... na mal ehrlich: da lese und höre ich immer nur wie toll und lieb all diese Hunde sind. Und genau sowas wird dem Hund nicht gerecht. Man darf ihn nämlich durchaus ernst nehmen (was nicht bedeutet, dass man Angst haben muss).

Rumänien. Spät abends mit zwei Studienkollegen zurück ins Hostel gelaufen. Drehen uns nach einer Weile um, SCHLEICHEN drei Hunde hinter uns her. Die haben sich wirklich angepirscht, kann ich nicht anders sagen. Das sind Dinge, die man hier so nicht erlebt und damit entgeht einem eine Facette im hündischen Verhalten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Die Straßenhunde, die nach Deutschland vermittelt werden, sind oftmals keine. Oft sind es ausgesetzte Familienhunde. Oder es sind die, die mit dem Straßenleben nicht zurecht kamen und daher leicht abgefangen werden konnten.

Die "richtigen" Straßenhunde, solche, die wirklich gefährlich werden können, die erwischt idR niemand. Nicht lebend.

Sie haben gelernt, sich potentielle Bedrohungen vom Leib zu halten - im Zweifel, indem sie selbst zur größeren Bedrohung werden. Ihre Gruppe macht sie stark. Das ist gut für diese Hunde - es ist ihre Überlebensstrategie - aber es ist schlecht für jeden, der ihnen im falschen Moment über den Weg läuft.

Aber ganz ehrlich: Einer Gruppe perspektivloser, gelangweilter junger Menschen mag man ja auch nicht über den Weg laufen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Spannendes Thema, bei dem man wahrlich lange überlegen muss.

Mein Hund ... was er für mich ist!? Ein Teamgefährte, ein hoch soziales Wesen mit Sinnen, die ich gern mal für 24 Std. nachempfinden würde!! Mit einer für mich hochinteressanten Ausdrucksweise.

Tequila ist für mich mein Hobby, dem ich die meiste Zeit widme und das sehr, sehr gern tue.

Er sorgt für neue Kontakte, viel Bewegung an der frischen Luft (bei Wind & Wetter), ruft auf zu sportlichen Aktivitäten ... ich liebe es mit Tequila zu arbeiten oder ihn auch einfach nur zu beobachten ... was macht er gerade, was bezweckt er damit, was denkt oder fühlt er gerade ...

Er ist mein Wegbegleiter, nimmt an unserem Familienleben aktiv teil (er ist aber auch während meiner Arbeit stundenweise allein mit seinem Kumpel zu Hause).

Es gibt jeden Tag spannendes zu erleben, zu entdecken, man geht anders durch die Welt, ich habe durch meinen Hund mehr Menschenkenntnis gewonnen!

Aggressives Verhalten ist für mich nicht angeboren - ja, manches resultiert tatsächlich aus mangelnden sozialen Kontakten oder wurde so vom Menschen gemacht, aber nicht alles!!

Aggressives Verhalten ist bei Hunden normal - daher arbeite ich nun auch anders mit Tequila.

Komplett menschliches Verhalten in den Hund zu interpretieren finde ich fehl am Platze - aber man kann sicherlich einiges aus unserem Verhalten auf ihn ableiten, ansatzweise.

Also von Treue kann ich kurz eine kleine Story berichten :D : ich hatte beide Hunde mit mir mit, habe Pizza geholt und während ich so mit 2 Hunden und 3 Pizzen in der Hand die Straße entlangmarschiere, stolpere ich und fliege natürlich hin :klatsch: Glaubt ihr, meine Hunde haben danebengestanden und mir durchs Gesicht geschleckt, so a la "Ist ja nix passiert, Frauchen, alles gut!" ????? ;) Nööö, die Pizzen wurden Opfer meiner Hunde :winken:

Ich würde niemals meine Hand ins Feuer legen, dass nicht einer unserer Hunde doch mal ausflippt und aus irgendwelchen Gründen zupackt. Sorry - da bin ich realistisch.

Ich bin auch diejenige, die genau abschätzt, wann einer meiner Hunde beim Tierarzt den Maulkorb braucht oder nicht - zum Schutz der anderen!!!

Wenn zuviel Trouble bei uns im Haus ist, kommen die Hunde auch mal in ihre Faltboxen: a) damit sie ihre Ruhe haben und B) damit der viele Besuch geschützt ist - nur zur VORSICHT!!!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Originalbeitrag

Rumänien. Spät abends mit zwei Studienkollegen zurück ins Hostel gelaufen. Drehen uns nach einer Weile um, SCHLEICHEN drei Hunde hinter uns her. Die haben sich wirklich angepirscht, kann ich nicht anders sagen. Das sind Dinge, die man hier so nicht erlebt und damit entgeht einem eine Facette im hündischen Verhalten.

Uah.... Das klingt ausgesprochen gruselig! a030.gif

Ich denke, grade in den Osteuropäischen Staaten, und da wohl ganz besonders Russland, ist das Leben härter für die Hunde als in den südeuropäischen oder südlichen Ländern. Ich meine, wenn ein Hund in Russland auf der Straße lieb und nett ist, wird der nicht lange leben - und das nicht, weil andere Hunde ihn fressen (ok, das auch... ;) )

Aber das wird wohl in einigen Ländern der Grund sein, warum solche Hundehorden wie Yatzy beschreibt herumlaufen: nette, kleine, süße Hunde werden eingefangen und entweder behalten, getötet, verkauft oder sonstwas. Einzige was hilft ist, groß und stark und aggressiv zu sein, so dass sich keiner an dich ran traut.

Schlau ;)

Wenn auch nicht das, was der Mensch gerne sehen würde. "Normal" ist das sicher auch nicht - man bedenke, dass die meisten verwilderten Haushunde eher Menschen gegenüber schüchtern oder ängstlich sind.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Naja, man muss das Ganze natürlich auch kontextgebunden betrachten.

Die meisten Straßenhunde leben nun mal mit Menschen auf recht engem Raum und nicht immer werden alle Menschen nett sein.

In der Regel sind sie zusätzlich großem Stress ausgesetzt (Futterbeschaffung/Kälte/Konkurrenz) und leben auch mit ihren Artgenossen meist auf zu engem Raum, sodass es auch zu Inzuchten kommt. Inwieweit da also Veranlagung eine Rolle spielt, ist sicherlich pauschal schlecht zu beurteilen.

Dann mag es vielleicht Menschen geben, die sie ab und an füttern und so werden sie möglicherweise immer distanzloser, woraufhin ihnen auch wieder recht unwirsch entgegen getreten wird usw. usf.

Ich denke es ist eine Spirale und beinhaltet viele Komponenten, weshalb das Leben der Straßenhunde oft nicht friedlich ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Natürlich nicht, und ich will auch nicht sagen, dass die Hunde in anderen Ländern nur super im Hotel Spa leben oder es ihnen nicht auch schlecht geht.

Aber es ist doch schon auffällig, dass solche aggressiven Hunderudel wie in Russland (vor allem da) nicht in allen Ländern auftreten, in denen die Hunde verwildern.

Und das bezieht sich vor allem auf die Aggression gegenüber den Menschen. Sicherlich spielt auch eine Rolle, welche Hunde sich dort verwildert haben - also aus welchen Verhältnissen sie stammen. Wenn in einem Land der Hauptstamm aus Haus- und Jagdhunden besteht, könnte ich mir vorstellen dass einige Exemplare aus der Armee oder aus den Kreisen der Russischen Mafia doch ein ganz anderes Wesen haben. Und andere Lösungswege für Probleme.

Hunde passen sich an. Dass so viele verwilderte Hunde eben NICHT aggressiv sind wird damit zusammenhängen, dass in den meisten Ländern die netten, schüchternen Hunde eine größere Überlebenschance haben. In anderen sind das dann die Verlierer, denn sie werden von denen verdrängt, die stärker und aggressiver sind - solange man sie so sein lässt.

Spannend...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Lebensraum ist auch ein wichtiger Faktor.

Hunde in der Stadt sind zwangsweise nah dran am Menschen - Hemmungen werden abgebaut, Hunde lernen den Menschen zu lesen und merken natürlich auch, ob sie Erfolg haben in ihrem Tun etc pp.

Nehmen wir jetzt mal die dussligen Pizza-Hunde. Die leben doch dort am Ar*** der Welt in ihrem Wald, wo sie kaum Menschen treffen. Und wenn sie mal auf welche treffen (so Bloch), bellen sie putzig vor sich hin, sind aber auch in der Gruppe stets defensiv.

Denen fehlt also vlt einfach die bloße Erfahrung, es mit dem Menschen aufnehmen zu können?

In der Lage zu sein, Menschen einzuschüchtern?

Wären die Pizza-Hunde mitten im Stadtgebiet (wie Moskau, Bukarest und co) - vlt wären die da auch um einiges "aggressiver", und weniger "wölfisch"?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das Problem wird wohl eher sein das diese Hunde, da sie nicht mit dem Menschen leben, einfach ihr Territorium verteidigen. Sie werden, gut genährt wenn es aus der Entfernung nicht täuscht, ihre Ressourcen verteidigen. Ihr Futter und vielleicht die Menschen von denen sie ihr Futter erhalten?

In Moskau gibt es auch noch andere Bilder, gab es den Link nicht auch hier irgendwo? Hunde die mitten in Moskau leben, mit den U-Bahnen mitfahren und von den meisten Menschen geschätzt/akzeptiert/toleriert werden. Diese benehmen sich wohl "gesittet". Drängen sich nicht auf, freuen sich wenn sie gestreichelt werden.

Wenn Hunde ihr eigenes Leben führen müssen, werden sie es so führen, wie es ihnen als Hunde möglich ist. Hier sind nicht Menschen der Mittelpunkt sondern andere Hunde. Und somit leben sie in ihrer Hundewelt unter Menschen. Dass das nicht gut gehen kann, wenn der Mensch vielleicht sogar unwissentlich Ressourcen durch Futterstellen schafft, ist verständlich.

Hunde sind für mich Tiere, wie der Mensch letztendlich auch. Trotzdem ist der Hund kein Mensch und der Mensch kein Hund. Da aber der Mensch der intellektuellere von beiden ist, und auch sein Geld mit Tieren macht, sollte wohl der Mensch sich endlich mal überlegen, warum etwas ist wie es ist, und wie viel der Mensch ändern muss um dem Hund gerecht zu werden. Damit würden Übergriffe von Hunden wohl eher selten vorkommen und wirklich Unfälle sein.

Und da der Hund kein Mensch ist, werden wir viele Eigenschaften an ihm finden, die wir bei manchen/vielen unserer Artgenossen vermissen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

  • Das könnte Dich auch interessieren

    • Welches Verhalten Eures Hundes......

      ......würde andere Hundehalter eher abschrecken, wenn sie Euren Hund nehmen müssten?   Äußerst hypothetisch, aber auch äußerst spannend, finde ich.

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Anschaffung eines"gebrauchten" älteren Hundes.

      Hallo liebe Gemeinde, ich würde gerne folgende Situation schildern. Meine liebe Altdeutsche Schäferhündin musste ich schweren Herzens, letzten Mai 2018 nach wunderbaren gemeinsamen 11 Jahren, schmerzlos von der Tierärztin einschläfern lassen.  Es wäre ein einfaches zum Züchter seiner Wahl, und einen Welpen zu holen, aber, selber auch nicht mehr auf der Höhe seines Schaffens, stellt sich alternativ die Frage nach einen "gebrauchten" älteren Hund. So und jetzt mein Anliegen, worum e

      in Hunde im Alter

    • Zugkraft eines Hundes

      In einem anderen Thread entstand eine Diskussion darüber: Die ersten paar Posts dazu kopier ich mal hier rein:     Es gibt übrigens keine wirklich passende Kategorie für dieses Thema @Mark, sowas wie "Hunde allgemein" oder so, in die Plauderecke reinstellen wollt ich's nämlich nicht. Hier noch eine ganz interessante Diskussion zum Thema, da ist u.a. die Rede von einem 25kg-Hund der beim weight-pulling 1400kg gezogen hat:https://forum.hundund.

      in Hundeerziehung & Probleme

    • Wie gewinne ich das Vertrauen meines Hundes?

      Aus gegebenem Anlass fiel mir dieses Thema ein. Wenn man voraussetzt, dass Vertrauen die unerlässliche Basis jeglicher guter (nicht nur Hunde-) erziehung darstellt, sollte man vlt. mal über Details und Erfahrungen auf diesem Gebiet reden. Vermutlich ist diese Überlegung alles andere als neu, sollte ich mit dieser Frage Altbekanntes wiederholen, bitte schreibt es. Ansonsten....freue ich mich über Beiträge.

      in Hundeerziehung & Probleme

×
×
  • Neu erstellen...

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.