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Hundeforum Der Hund
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Das Wesen des Hundes

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Und die Pizza-Hunde wurden teilweise gefüttert.

Hunger und Kälte sind große Faktoren denke ich. Und Stadthunde anders als Landhunde.

Wie schon gesagt wurde, Hunde passen sich großartig an und "lesen" uns Menschen.

Ich finde Hunde so faszinierend, weil sie sich als einziges Haustier so bedingungslos dem Menschen zugewandt haben.

Das Problem ist nur, dass sie nicht mehr ganz mitkommen, genauso wie wir in dieser schnelllebigen Zeit mit Veränderungen innerhalb kurzer Zeit, die früher Jahre dauerten.

Anpassen hat seine Grenzen und in einer Zeit, wo der Mensch jeder für sich seine Individualität ausleben möchte :Oo wird es immer schwerer, einen Hund zu halten ohne anzuecken oder aufzufallen.

Das so meine Gedanken dazu ;)

LG

Birgit

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Ein sehr interessantes Thema.

Für mich ist ein Hund mein Familienmitglied.Da unser Zusammenleben harmonisch verlaufen soll,gibt es bestimmte klare Regeln.

Wir lernen gegenseitig unsere Stärken und Schwächen kennen.

Vertrauen baut sich langsam auf.

Bei einem Welpen habe ich zwar keinen Einfluß auf seine Wesenanlagen,aber den kann ich als Mensch formen.Besser gesagt Anpaßen.

Nehm ich allerdings ein ausgewachsenes fremdes Tier ,zeigen sich diese Wesenszüge erst im laufe der Zeit.

Zu den Straßenhunden habe ich ein gemischtes Gefühl.

Diese leben in ihren vertrauten Rudeln und solllten nicht als Haushunde angesehen werden.

Ich bin der Meinung man sollte sie dort belaßen und Hilfe vor Ort leisten.

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Originalbeitrag

Ich finde Hunde so faszinierend, weil sie sich als einziges Haustier so bedingungslos dem Menschen zugewandt haben.

Das so meine Gedanken dazu ;)

LG

Birgit

Ich möchte jetzt nicht wieder den alten Spruch ausgraben, das sei sehr menschlich von dir interpretiert, denn dafür sind wir nun mal Menschen.

Was ich aber sagen möchte, ist, dass Hunde sich genauso wenig bedingungslos anschließen, wie alle anderen Haustiere, auch wenn wir das gerne so sehen wollen.

Entweder begann es mit der Zweckgemeinschaft von Menschen und Hunden, oder sie wurden gezähmt und man stellte fest, welchen Nutzen das bringen kann, oder beides.

Hilfreich war dabei sicherlich dass Hunde, ähnlich wie Wölfe sozial organisiert waren und so beste Voraussetzungen gegeben waren, artübergreifend eine Gemeinschaft, eine Symbiose oder Mutualismus mit uns Menschen einzugehen.

Mit anderen Worten sie sind bindungsfähig über ihre eigene Art hinaus, z. B. mit uns Menschen, das liegt also salopp ausgedrückt in ihrer evolutiven Natur begründet.

Verständlich das der Wunsch, sie würden uns meinen, sehr groß ist, aber sie wären/sind auch anderen Lebewesen gegenüber bindungsfähig, so wie sie sind, wie z. B. mit unseren Katzen, Kaninchen usw.

Der wahre Egoist kooperiert.

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HansGeorg, kannst du etwas zu den Straßenhunden sagen?

Über die Übergriffe auf Menschen?

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Es passt jetzt gar nicht so sehr zum Thema; aber zur Äußerung "Zweckgemeinschaft". Warum lassen sich z.B. Elefanten - die uns Menschen körperlich so überlegen sind - gängeln, dressieren und körperlich aktivieren?

Die müssten doch eigentlich wissen/merken, dass wir ihnen körperlich gar nichts antun können?

Warum ordnen die sich so "kleinen Portionen" einfach unter?

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Originalbeitrag

Die Straßenhunde, die nach Deutschland vermittelt werden, sind oftmals keine. Oft sind es ausgesetzte Familienhunde. Oder es sind die, die mit dem Straßenleben nicht zurecht kamen und daher leicht abgefangen werden konnten.

Genau so ist das. Viele laufen den Tierschützern sogar freiwillig in die Arme oder steigen freiwillig ins Auto ein.

Die Pizzahunde kann man nun wirklich nicht als Paradebeispiel für wild lebende Haushunde nehmen. Sie werden TÄGLICH gefüttert mit Abfällen aus einer Großküche (Nudeln, Pizza). Sie leben in der Toskana im Waldgebiet. Sie jagen so gut wie nie, und wenn doch, dann meist erfolglos. Ohne Fütterung würden die sofort eingehen - oder vielleicht auch aggressiv gegen Menschen vorgehen, wer weiß.

"Immer treu" und "immer friedlich" ist Quatsch. Natürlich möchte ein Hund in seiner Gruppe bleiben, wenn er sich dort wohl fühlt. Aber was, wenn nicht? Warum sollte er dann treu sein? Außerdem ist das auch rassebedingt sehr unterschiedlich.

Wenn man einen Hund zu sehr reizt, warum sollte er dann friedlich bleiben?

"Nie von Natur aus böse" - das glaube ich schon. Was ist "böse"? Aggressiv ohne erkennbaren Grund? Es muss aber nicht immer der Mensch sein, der einen Hund böse macht, es können auch andere widrige Umstände sein, die den Hund so werden lassen.

"Straßenhunde aus dem Ausland sind sehr sozial und umgänglich und vor allem DANKBAR nun hier zu sein, beim Menschen der sich sorgt und kümmert". Das gibt es tatsächlich, und zwar gar nicht so selten. Es gibt aber auch die extrem misstrauischen ehemaligen Straßenhunde, die wenig gute Erfahrungen mit Menschen und anderen Hunden gemacht haben.

Dann kommt kein Hund dabei heraus, der zu jedem lieb und nett ist, womit ich wieder bei den widrigen Umständen und schlechten Erfahrungen wäre.

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Hey

Originalbeitrag

HansGeorg, kannst du etwas zu den Straßenhunden sagen?

Über die Übergriffe auf Menschen?

Ohne entsprechendes Hintergrundwissen lässt sich nur spekulieren und da gab es schon Denkansätze als mögliche Erklärungen, aber wie geschrieben, das ist Spekulation.

Was man grundsätzlich sagen kann, ist das mit dem Verlust der Scheue vor den Menschen, natürlich auch andere Verhaltensmotivationen zu erwarten sind.

Mit der Zahmheit (Domestikation) wird den Hunden ja nicht jegliche Aggressionsfähigkeit genommen.

Deshalb kann ihr Verhalten zu uns Menschen mit der ganzen potenziellen Bandbreite, genauso wie anderen Hunden gegenüber erfolgen.

Salopp ausgedrückt ist ihnen mit dem Entfallen der Scheue, auch die Überschreitung dieser möglichen Hemmschwelle genommen, oder zumindest sehr stark gesenkt worden, die bei Wild-Kaniden noch funktioniert.

Der wahre Egoist kooperiert.

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Die Pizzahunde kann man nun wirklich nicht als Paradebeispiel für wild lebende Haushunde nehmen. Sie werden TÄGLICH gefüttert mit Abfällen aus einer Großküche (Nudeln, Pizza). Sie leben in der Toskana im Waldgebiet. Sie jagen so gut wie nie, und wenn doch, dann meist erfolglos.

Wer hat das denn getan?

Ohne Fütterung würden die sofort eingehen - oder vielleicht auch aggressiv gegen Menschen vorgehen, wer weiß.

Genau darum ging es ja in dem Vergleich Pizza-Hunde --> Straßenhunde in der Stadt. Städtische Umgebung (menschennah) + angespannte Futtersituation = ?

Ich glaube nicht, dass Hunde dankbar sind.

Die Leben in den Tag, freuen sich über annehmliches Leben über einen fairen und sozialen "Führer" an ihrer Seite der sie füttert und beschützt, Dinge mit ihm unternimmt etc.

Aber dankbar im Sinne von Reflektion der Situation vor und nach dem Leben beim Menschen? Daran glaube ich nicht.

Warum greifen die Menschen an?

Warum greifen die manchmal andere Hunde an? Vielfältige Möglichkeiten.

--------------------

Zu den Elefanten - ich würde sagen auch die haben ja gewisse Annehmlichkeiten. Tägliches Futter u Wasser. Wie sieht deren Leben in der Wildnis aus? Und zähmen muss man die bestimmt auch, im Rahmen der Möglichkeiten. Glaube nicht, dass die erwachsene Elefanten fangen und die einfach so für ihre Zwecke nutzen können, oder? Da müssten wohl schon kleinere Exemplare "angelernt" und bissl dressiert werden, könnte ich mir vorstellen.

Und ab und an platzt wohl dann auch doch der "Elefant in ihnen raus" - zumindest liest und hört man ja gelegentlich von Exemplaren, die "ausrasten" und Leute platt trampeln.

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Was ich aber sagen möchte' ist, dass Hunde sich genauso wenig bedingungslos anschließen, wie alle anderen Haustiere, auch wenn wir das gerne so sehen wollen.
Mit anderen Worten sie sind bindungsfähig über ihre eigene Art hinaus, z. B. mit uns Menschen, das liegt also salopp ausgedrückt in ihrer evolutiven Natur begründet.

OK, dann sind sie bindungsfähiger als ein Kaninchen oder ein Hamster.

Aber genau das meinte ich doch auch.

Ausnahmen bestätigen die Regel!

Zu den Straßenhunden, die Menschen angreifen glaube ich, dass sie einfach Hunger haben.

Dann dazu noch eine gewisse Erfolgsquote und schon haben wir die angreifende Straßenhundmeute.

Wilde Raubtiere treibt ja auch der Hunger zu Menschensiedlungen, um dort Hühner, Lämmer usw. auf leichte Art und Weise zu erbeuten.

LG

Birgit

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