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Hundeforum Der Hund
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Das Wesen des Hundes

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Ich sehe in meinen Hund einfach nur Freude.

Ich bin kein Biologe,kein Verhaltensforscher und nehme Abstand von Fragen wie:"Was wäre wenn...".

Ich habe kein russischen Straßenhund und auch keinen Wolf-weswegen ich andere Perspektiven nicht erfahren würde wollen aber es spielt für mich und mein Leben mit meinen Hund eher eine untergeordnete Rolle.

Ob mein Hund mir treu ist?? Ja-zu 100% ob er treu wäre wenn ich nicht mehr da bin-wäre mir doch egal!! Ob er glücklich ohne mich sein könnte?-Wäre schön und würd ich mir wünschen aber wozu sollte ich mir da im Augenblick Gedanken machen??

Ob er der "bessere Mensch" ist?--manchmal denke ich schon-nicht das ich den Hund über meine Familie stell-aber ich nutze Ihn um mich manchmal von meiner Familie zu erholen ;) um mich auf andere Gedanken zu bringen und auch um ungezwungen lachen zu können ohne das nur ein Wort fällt.

Sowas schaffen Menschen nur selten-ich genieße einfach unsre Zeit und das mit meiner Familie-die zu meinen Hund stehen und es genau so empfinden.

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Hab da gerade noch mal was rausgesucht.

Wir hatten Moskaus Straßenhunde irgendwie als das eine Extrem (aggressiver Straßenhund; oder zumindest in jedem Fall geringe Hemmschwelle dem Menschen gegenüber)

Hier nun vlt das andere Extrem (absolut friedliche Hunde, auch keine Übergriffe, die aus unserer Sicht verständlich wären)

Jetzt ist das für unsere Augen natürlich bissl arg ungewohnt, wie die Kinder da an den Hunden rumzerren. Auf der anderen Seite: Die Hunde sehen in keinster Weise gestresst aus. Die kennen das irgendwie, scheint es.

Ich will aber gar keine Diskussion darüber, ob das nun gemein und grob ist.

Es geht darum: Hunde die dort auffällig gegenüber dem Menschen werden, landen sicher ganz fix in der Wurst.

Was übrigbleibt sind also Hunde die eine extrem hohe Toleranzschwelle haben und sich ohne Murren ihrem Schicksal "ergeben". Die haben aber wohl auch Annehmlichkeiten und ein entspanntes Leben bei ihren Menschen, sonst würden sie evt abhauen und woanders ihr Glück versuchen.

So anpassungsfähig und BUNT sind Hunde. Spannend.

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Es geht darum: Hunde die dort auffällig gegenüber dem Menschen werden, landen sicher ganz fix in der Wurst.

Was übrigbleibt sind also Hunde die eine extrem hohe Toleranzschwelle haben und sich ohne Murren ihrem Schicksal "ergeben".

Ist zwar völlig OT:

Ganz besonders spannend finde ich (wie genau dein Beispiel zeigt), wie sehr Aggressionsbereitschaft genetisch verankert und folglich auch selektierbar ist.

Und oft denke ich auch, dass "Bindungsbereitschaft" (an den Menschen) in den Hunde-Populationen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Wohl auch genetisch verankert, je nach Herkunft und Lebensweise.

LG

Antonia

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War das nicht bei der Kangal'zucht' so ? Das die Hunde frei im Dorf rumlaufen durften , wilde Tiere abwehren aber wenn sie an Menschen gingen sie auch ganz fix kaputt waren?

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Originalbeitrag

Aber es ist doch schon auffällig, dass solche aggressiven Hunderudel wie in Russland (vor allem da) nicht in allen Ländern auftreten, in denen die Hunde verwildern.

Dazu mal das hier...... so von wegen aggressiv

Straßenhunde in Moskow

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Zu dem Video aus Kambodscha.

Ohne die Umstände sowie das Lebensumfeld genau zu kennen mal die Vermutung, dass sich besonders anpassungsfähiges, kooperatives und "soziales" Verhalten insofern bewährt hat, als dass es den Hunden ein Leben mit ausreichend Nahrung ermöglicht. Vielleicht auch etwas Sicherheit bietet.

Es "lohnt" sich also, sich kooperativ zu verhalten und natürlich wird sich solch ein bewährtes Verhalten dann auch langfristig genetisch verankern.

Dass das geht zeigt auch Beljajews Experiment mit den Silberfüchsen.

Auch können besonders aggressive Hunde zu Hundekampfzwecke verpaart werden.

Dass das allein nicht ausschlaggebend ist, ist klar- aber es ist ein wesentlicher Teil eines Ganzen.

Nicht umsonst wird bei der Zucht das Wesen der Elterntiere bedacht.

Nun sind das trotzdem Eingriffe des Menschen (Zucht) zu seinen Zwecken und keine "Idee" der Evolution. Es wäre vermutlich auch für so manche Tierart nicht ratsam, besonders zahm zu sein.

Nun wurden Hunde aber mal zur Arbeit mit dem Menschen gezüchtet und besitzen daher natürlich schon mal eine ganz andere Fähigkeit.

Ich schätze einfach mal, dass es Habitat abhängig ist und sich Hunde entsprechend ihrer Umwelt verhalten und entwickeln.

Kann sich immer nur der scheueste und "aggressivste" durchsetzen oder der anpassungsfähigste.

Je nachdem wird vermutlich die Entwicklung eine spezielle Richtung einschlagen.

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Hey

Originalbeitrag

Zu dem Video aus Kambodscha.

Ohne die Umstände sowie das Lebensumfeld genau zu kennen mal die Vermutung, dass sich besonders anpassungsfähiges, kooperatives und "soziales" Verhalten insofern bewährt hat, als dass es den Hunden ein Leben mit ausreichend Nahrung ermöglicht. Vielleicht auch etwas Sicherheit bietet.

Es "lohnt" sich also, sich kooperativ zu verhalten und natürlich wird sich solch ein bewährtes Verhalten dann auch langfristig genetisch verankern.

Nun wurden Hunde aber mal zur Arbeit mit dem Menschen gezüchtet und besitzen daher natürlich schon mal eine ganz andere Fähigkeit.

Ich schätze einfach mal, dass es Habitat abhängig ist und sich Hunde entsprechend ihrer Umwelt verhalten und entwickeln.

Kann sich immer nur der scheueste und "aggressivste" durchsetzen oder der anpassungsfähigste.

Je nachdem wird vermutlich die Entwicklung eine spezielle Richtung einschlagen.

So einfach ist das nicht.

Warum?

Die Silberfüchse wurden von den Menschen so selektiert, dass nur die Zahmen ausgewählt und uns als Modell vorgeführt werden.

D. h., durch die künstliche Selektion, gibt es beides, die Zahmen und die Verteidigungsscheuen, wenn wir mal das, was dazwischen hervorgebracht wird, unberücksichtigt lassen.

Das hat erst einmal nichts mit dem kooperativen und/oder sozialen Verhalten zu tun.

Denn Hunde bleiben untereinander, ob Zahme (domestizierte) oder Wildformen auch kooperativ und sozial, das alleine kann nicht das Kriterium sein.

Außerdem wurde bei den Silberfüchsen nicht der Einfluss durch die Elterntiere untersucht.

Man weiß aus Fremdaufzuchtexperimenten, dass ein wesentlicher Faktor für späteres Verhalten, die Fürsorge der Mütter war, die einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Verhalten (Charakter) ausüben.

So muss man also mehrere Faktoren berücksichtigen, bei der Beurteilung dessen, was wir hier nur ganz kurz sehen.

Wenn wir z. B. einfach mal willkürlich annehmen, es würden 30% aggressiv gegen den Menschen agierende Hunde geboren, die, wenn sie diese Tendenz zeigen, sofort ausgemerzt würden.

Dann sind die zahmen 70% Hunde die 100% die wir erleben sehen können und entspricht somit nicht den tatsächlichen Verhältnissen.

Das führt dann unweigerlich zu einer falschen Schlussfolgerung.

Mit anderen Worten, für uns sieht das oberflächlich (subjektiv) so aus, als würden überwiegend, oder fasst nur zahme Hunde geboren, was ja nicht zutrifft.

Von den Inuit weiß man, dass sie auch so verfahren sind, Hunde, die gegen Menschen aggressiv waren, wurden kurzerhand selektiert.

Das sie sie immer wieder mal selektieren mussten, zeigt, dass es sie trotz Selektion auch weiterhin gab.

Es gab also nur eine statistische Verschiebung.

Warum ist das so?

Wenn eine Tierart, nicht individuell durch Erbgut auf Umweltveränderungen reagieren kann, sondern auf evolutive Anpassung, mehrere Generationen lang warten müsste, dann wäre sie ganz schnell ausgestorben.

D. h., es muss im Erbgut eine größere Variabilität vorhanden sein, um kurzfristig auf die Umweltveränderungen reagieren zu können. Das wird auf Unterschiedliche weise, und ganz besonders durch die geschlechtliche Vermehrung (Durchmischung der Gene/Allele, Mutationen, Aufzucht, Selektion usw.) hervorgebracht.

Fazit:

Auch hier zeigt sich nicht die Anpassungsfähigkeit der Hunde als Automatismus, sondern wird immer wieder von den Menschen stark beeinflusst, oder anders ausgedrückt, die Hunde unterliegen auch hier nicht den freien Kräften der Evolution, sondern der vom Menschen kontrollierten künstlichen Zuchtwahl.

Würde man die Hunde lassen wie es die freien Kräfte der Evolution hervorbringen, würde es im Großen und Ganzen, wie man weiß, sich zu einem mehr oder weniger selektiven Mittelwert verscheiben und einpendeln.

Als grobe Faustregel kann gelten:

Den Körper bestimmt der Primat der Anlagen über die Umwelt; Psyche und Sozialverhalten bestimmt der Primat der Umwelt über die Anlage (U. Erckenbrecht).

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Dazu mal das hier...... so von wegen aggressiv

Straßenhunde in Moskow

Die Bilder und Videos sind klasse ;)

Dass diese Hunde intelligent (smart) sind, war irgendwo klar. Sieht alles extrem entspannt aus.

Ich denke aber es gibt große Unterschiede, ob diese Hunde "solo" unterwegs sind, oder in einer Meute/Gruppe.

Auch verhalten sich die Menschen um diese Metro-Hunde herum, unglaublich zurückhaltend. Da geht keiner hin und knuddelt oder nervt die in irgendeiner Form (zumindest nicht auf diesen Bildern/Videos). Sicher trägt das auch dazu bei, dass die entsprechend entspannt sind.

Ich hab damas in Moskau leider keinen in der Metro getroffen ;)

Nur auf der Straße eine ganze Horde (die lebten/lagen auf ner Verkehrsinsel) und denen wäre ich nicht gern im Dunkeln zusammen begegnet.

Irgendwer hatte das hier schon geschrieben (Mulle?): in der Gruppe sind die stark, Rudel-/Gruppendynamik verändert einiges am Verhalten.

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Ganz ehrlich,aus meiner Sicht.

Ich mag es nicht wenn wir immer schürfen,suchen und erklären wollen aber im Hier und jetzt gibt es andere Probleme.

Wir haben keine Strassenhunde aus Moskau,Sofia und auch nicht aus Soul-wir haben Fiffis die ausser Rant und Band sind.

Ich bin eben kein Freund von solchen Geschichten-wir suchen im Universum Dinge und kennen nicht mal die Erde.

Das Wesen unserer Hunde ist nicht das derer wie beschrieben. Warum halten wir uns nicht an den Tatsachen? Ich versteh das ganze nicht.

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Wenn dich diese Dinge nicht interessieren, dann brauchst du ja nichts darüber zu lesen. Zwingt dich ja niemand, dich in dieser Richtung weiter zu bilden. Wenn dir dein "lokales" Verständnis vom Wesen Hund ausreicht (welches du als "Tatsachen" betitelst), dann ist das ja ok.

Ich hingegen beschäftige mich gerne mit diesen Dingen, weil mich alles im "Universum Hund" interessiert, nicht nur das, was ich hier direkt vor mir habe.

Ich suche auch nicht nach diesen Dingen, weil ich im "Hier und Jetzt" Probleme habe, sondern weil mich die ganze Bandbreite an Canidenverhalten interessiert.

Wer dieses Wissen, oder zumindest die Diskussion darum, nicht braucht - bitte, sein Ding.

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