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Hundeforum Der Hund
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Das Wesen des Hundes

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Hier im Forum wurde gerade/vor kurzem ein Video vom Rütter bei TV Total gepostet. Nur so 10 min Gesabbel, nix aufregendes, aber ganz nett ;)

Da erzählte der Rütter sinngemäß, dass die Leute ihre Hunde oft nicht nur vermenschlichen, sondern sogar noch überhöhen - also höher als den Menschen machen in vielen kleinen Dingen.

Das bestätigt auch meine Gedanken dazu - und da das hier in diesem Thema schon angerissen wurde, passt es ganz gut rein. ;)

Sind wir also mal ein bissl flapsig und spinnen rum:

Frau (nennen wir sie Ilse) läuft mit ihrem Ehemann (Horst) samstags durch die Gegend - händchenhaltend Spazierengehen, bummeln, einfach eine nette Zeit zusammen verbringen.

Sie unterhalten sich und plötzlich zerrt Horst ohne Rücksicht auf Verluste zur nächsten Dönerbude und schaut, wie viel die kosten. Nachdem er seinen Hunger gestillt hat (Ilse hat er nicht gefragt, ob sie auch was essen will) gehen die beiden weiter.

Schon kurz darauf erzählt Ilse ihrem Mann vom nächsten Urlaub, den sie schon so lange geplant haben, als Horst plötzlich losbrüllt "Was machst du denn da vorne, du Vollidiot!!" und sich wutschnaubend mit einem anderen Spaziergänger anlegen will. Er zerrt Ilse am Patschehändchen mit sich, so dass die Gute mit ihren Stöckelschuhen fast das Gleichgewicht verliert.

Ilse hat alle Mühe ihren Horst zu bändigen und zückt schließlich die Geheimwaffe "Schatz, willst du eine rauchen? Du hast zwar aufgehört, aber ich finde, du hast dir nun ein Zigarettchen verdient" und es klappt. Horst spitzt die Ohren, bemerkt dass da ja noch ne Ehefrau an seiner Hand festgeschweißt ist und zündet sich ne Fluppe an.

Wieder kehrt für einen Moment Ruhe ein.

Ilse hat sich mit der Zeit mit so einigem abgefunden; auch damit, dass Horst ein Schürzenjäger ist, der egal was sie für Gespräche führen, ständig Joggerinnen angafft, anflirtet und denen hinterherglotzt.

Naja, er guckt ja nur. Das darf er - immerhin ist er nicht kastriert.

Wieder vom Spaziergang zu Hause gibt es Abendbrot *g* - das erwartet Horst. Sonst wird er unleidlich. Ilse muss jetzt eigentlich noch ein wenig was fürs Büro tun, aber Horst braucht jetzt ihre ganze Aufmerksamkeit.... er will unterhalten werden, weil nix im Fernsehen läuft.

Wenn ihr Ilses Freundin wärt, was würdet ihr zu ihr sagen? Na? Hat sie einen tollen Ehemann? Wie würden die Ratschläge wohl aussehen? *smile*

Tauscht man die Rollen aus, und Horst ist kein Ehemann, sondern ein kleiner Dackelmix (zB) hat man ein sehr alltägliches Bild. Und statt dem Hund mal ein bissl abzuverlangen an Aufmerksamkeit - also etwas zu erwarten und daran zu arbeiten - finden viele daran kein Problem (zumindest sehe ich jeden Tag extrem viele HuHa die sich von ihrem Hund uneingeschränkt irgendwo durch die Gegend zerren lassen).

Frage ist also: wieso lassen wir Hunden sowas durchgehen, der Ehemann/Partner bekommt aber nen deftigen Einlauf, wenn er sich benimmt wie ne ignorante Pottsau?

Weil: egal, wie die Kindheit meines Mannes war und egal, ob er im Kindergarten vlt mal im Sandkasten verhauen wurde, erwarte ich ein Mindestmaß an Respekt. ;)

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Wird Horst denn nicht roh gefüttert!?!?! :o

Ist denn die Schilddrüse untersucht??

Ansonsten Trainer ins Haus, Dominanz-Spiele (Resourcenverteidigung, aufreiten....) rigoros verweigern, Sofa und Bett sind tabu, Klare Kommunikation, deutliche Führung....

Dann wird das auch wieder mit Horst! Ganz sicher!!! :knuddel

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;o)

Ich würde ja als Fazit aus meiner kleinen Story ziehen, dass man von Menschen eine grundsätzliche Gesprächsbereitschaft erwartet bzw diese selbstbewusst einfordert. Beim Hund macht man da aber halt und macht sich selbst gelegentlich zum Affen in dem Bemühen bemerkt zu werden.

Das ist bescheuert!

Aber ja, der Hinweis sich nicht von Horst besteigen zu lassen, ist ganz besonders wichtig :D *lach* (wenn er aufreiten will, einmal mit dem Gartenschlauch abspritzen. fertig.)

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Und wenn er dann Sitz macht: Click und Keks! :D :D :D

(Sorry hab grad ´nen albernen ;) )

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Oh Mann...KOPFKINO!!! :klatsch:

Sorry Yatzy, Du hast natürlich Recht mit dem, was Du sagen willst, und die Geschichte ist schon recht treffend. :)

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Dem Kopfkino schließ ich mich an :klatsch:

Schöner Text und meine flache Antwort, als relativer Hundeneuling wäre ganz platt... mein Hund darf Dinge, die mein Mann nicht darf, weil er eben ein Tier ist. Mein Mann darf nicht ins Gras pinkeln, da er eine Toilette benutzen kann, der Hund bekommt Futter von mir, weil ich nicht möchte, das er es sich selbst besorgt, was mein Mann aber auch gerne mal machen könnte.

Und wie sagte mein Mann letztens so schön zu Liam, als der von mir durchgeknuddelt wurde, nachdem er angeschmust kam "Eigentlich müsst ich eifersüchtig sein, so wie er geschmust wird und ich nicht... aber... dann denke ich immer dran, das ICH nicht kastriert bin"

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Ephe, damit hast Du ziemlich genau die Worte gefunden, nach denen ich gesucht hatte! :yes:

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