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Cadica

Ben geht gegen Menschen

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Mein Ben hat schon lange Probleme mit großen Hunden vor allem aber mit Rüden. Ich denke das kommt daher, dass er schon als Junghund von einem großen Rüden gebissen wurde. Das habe ich so ziemlich im Griff mittlerweile.

Seit wir aber alleine wohnen (Ben, Gino und ich) verhält er sich auch gegebüber Menschen immer schlimmer. Obwohl er ein sehr menschenfreundlicher Hund ist, der super gerne gestreichelt wird geht er immer öfter gegen fremde Menschen. Egal ob Mann oder Frau - er geht alles an.

Ich nehme die Hunde mit zur Arbeit und da gibt es eine Kollegin die ihm noch nie was getan hat, aber er tickt schon aus wenn er nur ihr Auto sieht. Er bellt und knurrt sie an einem Stück an, klemmt aber den Schwanz ein und wedelt mit der Schwanzspitze - was ja auch eigentlich auf Angst hindeutet...

Gestern sind wir aus dem Auto ausgestiegen und es kommt ein Radler vorbei. Ben hat den beinahe vom Rad geholt. Ich hatte die Leine nicht fest genug in der Hand, da er sowas noch nie gemacht hat.

Es darf mich auch kein Spaziergänger mehr ansprechen, er tickt sofort aus. Kommt aber jemand zu uns in die Wohnung oder ich unterhalte mich länger mit jemandem, dann will er unbedingt gestreichelt werden und *schleimt* richtig die Leute voll.

Er wird auch mir gegenüber immer anhänglicher. Ich kann nicht einmal ohne ihn ins Bad gehen. Es reicht schon wenn ich von der Couch aufstehe - ohne dass er weiß was ich mache, springt er sofort hoch und ist bereit mir hinterherzulaufen.

Gestern bei meinen Eltern bin ich aufgestanden und hab mich zwei Stühle weiter gesetzt. Er steht auch auf und folgt mir die zwei Stühle um sich dann wieder zu mir zu legen.

Ich hab keine Ahnung ob dieses anhänglicher werden und das Verhalten gegenüber Menschen zusammenhängt. Im Chat haben wir ja schonmal kurz darüber gesprochen, aber nach der Aktion mit dem Radler gestern ist mir speiübel wenn ich an unseren nächsten Gassigang denke... :(

Liebe Grüße

Carmen

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Hi Carmen...

seit wann lebst du mit den Hunden alleine? Vielleicht hängt das damit zusammen.

So eine Trennung ist für keinen einfach.

LG Manuela

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Hallo Carmen,

ich kenne Dich nicht und will Dir nicht zu nahe treten. Aber ist es möglich, daß Du seit der Trennung viel Unsicherheit ausstrahlst? Dann kann Ben schlicht überfordert sein, weil er meint Dich verteidigen zu müssen.

Was geschieht, wenn Du das Ruder in die Hand nimmst, aufrecht gehst und ihn klar in die Schranken weist? Leg ihn einfach mal in den Korb und signalisiere, daß die Situation von Dir beherrscht wird. Er soll Dir nicht folgen, sondern am Platz bleiben.

Ist nur so eine Idee, da Ben in ruhigen Situationen ja noch die Nähe anderer Menschen sucht.

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So richtig alleine leben wir seit mitte Februar. Vorher hab ich ein paar Wochen bei meinen Eltern gewohnt bis ich eine Wohnung hatte. Ich dachte eigentlich wenn sich bei mir alles normalisiert (was auch der Fall ist), dann sind die Hunde auch ruhiger weil sie dann wissen wo sie hingehören.

Nur ist das bei Ben leider überhaupt nicht der Fall... :(

Viele Grüße

Carmen

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ich kenne Dich nicht und will Dir nicht zu nahe treten. Aber ist es möglich, daß Du seit der Trennung viel Unsicherheit ausstrahlst? Dann kann Ben schlicht überfordert sein, weil er meint Dich verteidigen zu müssen.

Das war zum Anfang der Trennung so, aber mittlerweile hat sich alles eingespielt und mir geht es richtig gut. Das finde ich ja komisch daran, mit geht es gut und er fängt an zu spinnen...

Viele Grüße

Carmen

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Hallo Carmen, ich denke auch, dass es an euren veränderten Lebensumständen liegt, dass Ben sich so verhält.

Wenn ihr auch seid Februar schon ein eigenes Heim habt, macht sich das viell bei Ben erst jetzt bemerkbar.

Einen Tipp kann und möchte ich dir keinen geben, kenne aber dein Gefühl, Angst vor dem nächsten Spaziergang zu haben.

Habe das ja selbst vor 6 Jahren mit Boomer durchgemacht!

Hast du mit Anita mal darüber gesprochen?

Ich wünsche dir, dass ihr das in den Griff bekommt und drücke ganz fest die Daumen!

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Hallo Carmen,

dann such Dir mal einen erfahrenen Trainer, der Dich auf einem Spaziergang begleitet. Oft senden wir unbewußt Signale aus, die unsere Hunde beeinflussen und die kann ein Trainer Dir aufzeigen.

Das kann man aber aus der Distanz nicht beurteilen.

Ich wünsche Dir eine schnelle Änderung der Situation, damit ihr wieder entspannt spazieren gehen könnt.

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Hallo Carmen,

erst dachte ich ja, aufgrund des Gespräches im Chat, dass er ein Problem mit dem Pferdegeruch der Kollegin hat, seine Aversion gegen sie mag auch damit zusammen hängen.

Aber, wie Du das Problem jetzt aber schilderst, hat Ben aus meiner Sicht die Kontrolle über Eure kleine Familie übernommen und meint, dass Du ohne ihn besser keinen Schritt gehst. Er scheint durch Dein Verhalten den Eindruck gewonnen zu haben, dass er sich besser kümmern kann/sollte, die Gruppe zu schützen.

Sicher ist die veränderte Situation, Umzug, Trennung etc. ein Grund für diese Entwicklung. Doch was tun?

Als allererstes würde ich IM HAUS/BEI DER ARBEIT/BEIM KLAFFETRINKEN etc. Ben klipp und klar einen Platz/Bettchen zuweisen und ihn ab sofort sehr deutlich daran hindern, Dir auf Schritt und Tritt zu folgen. Ganz wichtig finde ich, dass ihm der Druck genommen wird, dich kontrollieren/schützen zu müssen, denn das wird ihn krank machen, da er dieser Aufgabe nicht gewachsen sein KANN. Wann immer er klettet, würde ich ihn auf diesen Platz schicken. Eine Decke kannst Du überall mit hin nehmen.

Draußen wird es schwieriger. Bevor er sich aufbaut, bevor er die Kollegin auch nur anschaut, würde ich ihn ins Platz legen und ihm klar machen, dass er sich nicht darum zu kümmern hat, wer sich Dir nähert und wer nicht. Üben würde ich das aber nicht vor der Arbeit mit dieser Person, sondern ohne Zeitdruck mit Menschen, auf die er nicht so extrem reagiert. Dass er definitiv ins Platz geht, dort bleibt und dass Du im Hof vor der Arbeit problemlos und ruhig handeln kannst. Hektik und Stress würde dazu führen, dass er sicher alles macht nur kein Platz. Mein Tipp, überall, wo Du mit ihnen hin fährst, aus dem Auto aussteigen lassen, Platz. Egal wo. Du kontrollierst. Fertig. Wenn das ohne Ablenkung läuft, dann läuft es auch, wenn die Kollegin kommt.

Es tut mir sehr leid, dass sich das mit ihm so entwickelt hat, und drücke Dir die Daumen für schnelle Verbesserung. Du solltest aber wirklich SOFORT damit beginnen, einzuschreiten, damit sich nichts verfestigt und womöglich selbst bestätigt.

LG Anja

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Als allererstes würde ich IM HAUS/BEI DER ARBEIT/BEIM KLAFFETRINKEN etc. Ben klipp und klar einen Platz/Bettchen zuweisen und ihn ab sofort sehr deutlich daran hindern, Dir auf Schritt und Tritt zu folgen. Ganz wichtig finde ich, dass ihm der Druck genommen wird, dich kontrollieren/schützen zu müssen, denn das wird ihn krank machen, da er dieser Aufgabe nicht gewachsen sein KANN. Wann immer er klettet, würde ich ihn auf diesen Platz schicken. Eine Decke kannst Du überall mit hin nehmen.

Dazu müßte ich ihn an der Heizung anbinden. Solange ich ihn im Blick habe bleibt er liegen, wenn ich z.B. mal alleine ins Bad will und sag ihm er soll bleiben, dann bleibt er bis zu dem Moment wo ich ihn nicht mehr sehen kann. Mache ich die Badtür wieder auf,liegt er press davor...

Üben würde ich das aber nicht vor der Arbeit mit dieser Person, sondern ohne Zeitdruck mit Menschen, auf die er nicht so extrem reagiert.

Das Problem ist dass ich hier niemanden kenne und da er selbst auf meinen Vermieter samt Familie heftig reagiert wüßte ich nicht wie ich das machen soll. Bei den Leuten die ich kenne (also von früher) macht er das auch nicht...

Viele Grüße

Carmen

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Hat Ben eine Box? Dann könnte man diese ja einsetzen. Festbinden würde ich ihn nicht.

Mach doch mal Unterordnungstraining verstärkt in der Wohnung, dann kannst Du das BLEIB oder PLATZ entsprechend festigen. Im Moment scheint er diese Kommandos ja selbstständig aufzuheben. Ich denke, daß der arme Kerl im Moment wirklich vollständig überfordert ist, da er die Führungsrolle übernehmen mußte ( seiner Meinung nach!) Weise ihm klare Grenzen auf und übernimm die Rolle iweder selbst.

Wie gesagt, ein Trainer vor Ort könnte die bestehenden Kommunikationsprobleme erkennen und erläutern. Such Dir etwas Hilfe von außen.

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