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Hundeforum Der Hund
kelpju

Freiverweis - Abbau Zwischenbelohnung & mehr

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Hallo alle zusammen, :winken:

derzeit mache ich mir einige Gedanken zur Ausbildung des Freiverweisers- im speziellen natürlich meiner Hündin :-)

würde mich sehr freuen, wenn ihr zu folgenden Ansätzen eure Meinung, Einstellung, Ideen, etc. schreiben würdet. Bin mir da mit manchen Dingen nicht so sicher und würde einfach gerne ein paar andere Sichtweisen erfahren von jenen, die schon mit Freiverweisern gearbeitet haben, es tun, tun wollen oder auch sonst irgendwie eine Idee dazu haben :-)

1)

Zum einen der Punkt Zwischenbelohnung abbauen: Tut ihr das? Gibt es eine Stelle in der Ausbildung, der sich dazu besonders gut eignet? Baut ihr sie wirklich ganz ab oder lasst ihr es doch noch ab und an stehen -insbesondere für kniffelige Aufgaben- auch bei einsatzfähigen Hunden? Ists erfahrungsgemäss Nachteilhaft, wenn es die lange gibt?

2) Ist es möglich, dass ein Hund, der anstelle der Suche eher einen Spaziergang macht und seine Kette erst motiviert abspult, wenn er zufällig drüber stolpert, das Prinzip "suchen, um anzuzeigen" noch nicht verstanden hat? Im Falle meiner Maus ist es so, das sie Suchen (ich sag mal bis 5 minütchen) machte, inzwischen aber ohne optischen Anreiz echt verhungert. Der Versuch die Zwischenbelohnung an der Versteckperson zu erhöhen führte nicht zum Erfolg- sie musste dann mehrmals weggeschickt werden. Wenn sie es sieht oder hat weggehen sehen, ist sie Feuer und Flamme für die Sache.

Mir ist natürlich klar, dass keiner einen 100% igen Tip geben kann, dennoch würde ich mich über Ideen und Einschätzungen freuen, vielleicht machts in meinem Kopf dann "klick" und ich sehe endlich den Wald vor lauter Bäumen wieder :-)

Wünsche euch allen einen schönen Abend!

Grüße

esther

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Zu 1) ich würde die Zwischenbestätigung erst sehr spät abbauen und dann variabel belohnen (mal gibt es was beim Helfer, mal beim HF, mal bei beiden, mal nix).

Zu 2) meinst du, das deine Hündin ohne optischen Anreiz nicht arbeitet? Und ja, man kann einen solchen Spaziergang machen. Kann man Witterungsspaziergang nennen.

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Hey, danke für deine Antwort.

zu1) wenn man damit eher spät beginnt kann es für den Hund dann nicht zurKette gehören, das da quasi was kommen muss, bevor er seine kette abspult?

zu 2) witterungsspaziergänge kenne ich. das meine ich aber nicht. Vom Bauchgefühl her würde ich das nur in Einzelfällen machen.

Denke meine Formulierung führte zum Missverständnis.

Meine Hündin zeigt keine Suchverhalten mehr (!!!!!) und schon gar kein drangvolles. das hat sie aber mal getan und derzeit dümpelt sie im Wald rum, als hätte sie den noch niiiie gesehen.

Sie sucht inzwischen nur dann ordentlich, wenn sie gesehen hat, dass einer weggegangen ist oder direkt sieht wo er ist.

Deshalb schrieb ich "sie geht spazieren".

Normalerweise würd ich sagen, der Hund muss erst lernen, das er seine nase benutzen soll, wenns ein "Anfänger" ist. Aber sie hat schon gesucht- ganz normal wie hunde das so tun :-)

Weisst was ich eigentlich meine?

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Huhu,

Meine Hündin zeigt keine Suchverhalten mehr (!!!!!) und schon gar kein drangvolles. das hat sie aber mal getan und derzeit dümpelt sie im Wald rum, als hätte sie den noch niiiie gesehen.

Sie sucht inzwischen nur dann ordentlich, wenn sie gesehen hat, dass einer weggegangen ist oder direkt sieht wo er ist.

Deshalb schrieb ich "sie geht spazieren".

Jep, genau das KANN passieren, wenn man "mit Opferreizen" arbeitet.

Ich schrieb ja schon mehrfach, daß wir unsere Hunde so nicht aufbauen.

Das hat nichts mit der Anzeigeform zu tun.

Aber vielleicht, weiß ja jemand hier Rat, der so arbeitet und dafür dann eine Lösung hat. ;)

LG

Tanja

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Wie zeigt sie sich denn im fremden Gelände,sprich Acker oder hohes Gras?

Oftmals liegt es auch am Ablauf.Erschwer es ihr,wenn sie suchen kann.

Duck und weg

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@jule26: was meinst du mit erschwer es ihr?

Geländemässig macht es keinen Unterschied, ob fremd oder Gras o.ä.

@Elmhexe: Viele Wege führen nach Rom :-)

Aber wie "erklärst du", das sie ohne anreizen schön suchte und es nun nicht mehr tut? Wäre das Problem aufgetreten bei der Umstellung von Sicht- Anreizen- ausser Sicht (vereinfacht geschrieben) okay. aber ein hund der ohne verbale oder optische reize/ hilfe seinen job macht und es nun nicht mehr tut?

das bekomm ich im kopf nicht klar.

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Hi Kelpju,

Versuche ja gern zu helfen. ;)

Hangel mich mal an Deinen Eckdaten lang.

Also, Grundaufbau war, mit Opferanreiz. Korrekt?

Damit kamt Ihr dann soweit, daß der Hund kleine Mini-Suchen "gut" machte, aber dann? (wann?) anfing in der Handlungskette zu hängen.? Die Suchmotivation ging runter?

Ihr habt dann wiederum versucht (getestet?), woran es liegen könnte und habt die Opfer-Moti wieder mit reingenommen, dann funzte der Ablauf wieder? (Suchen und Fvw-Modus)

Passt das ungefähr so?

Ich kann mir- ohne es genau gesehen zu haben- vorstellen, daß ihr in Eurem Aufbau irgendann zu flott vorangegangen seid.

Der Hund hat seine Grundaufgabe, das Anzeigen der VP noch nicht verinnerlicht.

Zunachst kompensiert der Hund das noch, weil er den Rahmen kennt. Dieser wird aber mit der Zeit "blasser"- der Hund fängt erstmal an kleine Fehler, bzw. Unsicherheiten zu zeigen.

Diese werden oft nicht bemerkt- was den Hund weiter verunsichert.

Erst, wenn es zu sehr deutlichen Fehlern kommt, also das der Hund weder motiviert sucht (weil er ggf nicht mehr assoziiert was/warum) merkt man es.

Das zeigt wiederum, als ihr wieder Angereizt habt, "wußte" Hundi wieder was zu tun ist und die Suchen und Anzeigen klappen. (Auf dem Status, wie zuvor).

Meine Gedanken dazu.

LG

Tanja

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Juhu,

ich merke grad, dass es einfach zu komplex ist, dass hier alles zu schreiben :-)

Nicht zwingend ist in dem Aufbau eines Hundes das Anreizen enthalten (so auch nicht bei meiner Hündin), es kann sich als nützlich ergeben oder auch gar nicht "von nöten" sein- je nach Hund, Entwicklung, usw.

Aber letzlich läuft es in diesem Fall doch darauf hinaus: Zeigt ein Hund an irgendeiner Stelle der Handlungskette Schwächen, hat er etwas nicht verstanden.

Also zurück auf Start und die Übung finden bis zu der es genauso klappt, wie es sein soll. Und dann den Aufbau mit viel Bedacht wiederholen.

Den genauen Fehlerpunkt wird man eh nicht finden :-)

Alles andere führt wohl nur kurzftistig zu einem Erfolg oder wie siehst du/ seht ihr das?

Grüße

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Hund wurde nicht in der Suchleistung schwächer als kein Sichtreiz mehr vorhanden war.

Sondern , sie sucht manchmal echt schön, zügig und mit Spaß und manchmal gammelt sie halt so rum , als hätte sie nix besseres zu tun.

Idee: Hund ohne Sichtreiz oder verbalem Reiz losschicken und wenn sie einigermaßen gut los geht, verbaler Reiz, damit sie mehr Dampf bekommt. Diesen Reiz immer mehr verzögern......

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gammelt sie wirklich nur rum? oder hat sie zwischenzeitlich gelernt, daß es auch mal länger werden kann und sie ihre Kräfte einteilt?

Wenn ich an meine erste Hündin denke - im Alter lief die auch sehr entspannt im Wald, hat aber alles gefunden. Nur für den Menschen sah das nicht mehr "drangvoll" aus.

Ein RH muß nicht wie ein irrer im Galopp durch den ganzen Wald preschen, manche Hunde arbeiten eben langsamer

anderer Ansatzpunkt: dein Lauftempo

ich hab Hunde erlebt die immer langsamer wurden weil der HF zu langsam war, und da Hund das Gebiet abgesucht hatte ging Hund dann Gras fressen, schnüffeln oder pieseln - und Hundeführer ging immer langsamer, "bis Hund wieder motieviert sucht"

andersrum hatten wir das natürlich auch schon - HF war zu schnell, Hund hat weggeschaltet "lass mal den HF suchen"

-> da hilft nur draufschauen und mit dem Tempo spielen

andere Möglichkeit: Aufbau war zu schnell

Wenn du einen motiviert suchenden Hund haben möchtest sollte er im Aufbau immer Erfolg in seiner Motivationsphase haben. D.h. Suchstrecken sehr langsam steigern. Wenn's mal zu viel war und der Hund echt in den Frust gelaufen ist, die nächsten Male wirklich zurückgehen, kurze, einfache Suchen machen.

Also zurück auf Start und die Übung finden bis zu der es genauso klappt, wie es sein soll. Und dann den Aufbau mit viel Bedacht wiederholen.Den genauen Fehlerpunkt wird man eh nicht finden :-)Alles andere führt wohl nur kurzftistig zu einem Erfolg oder wie siehst du/ seht ihr das?Grüßezitieren

seh ich anders. Ihr müsst schon den Fehlerpunkt herausfinden. Wenn ihr nur den Aufbau wiederholt wird sich der gleiche Fehler wieder zeigen - und dann hast du Frust.

der einzige "Fehler" der durch so ein Vorgehen behoben wird liegt im Hund. Wenn der Hund mental noch nicht so weit ist wird ihm diese Wiederholung helfen, da er dadruch auch ein bisschen älter und reifer wird

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