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Hundeforum Der Hund
Südamerika

Kinder und Hunde, eure Meinung zu meiner Überlegung

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Originalbeitrag

Ich schrieb nicht von "ordentlich drangsalieren", sondern von ganz normalen Alltagssituationen. Also Hund pennt auf seinem Platz und kein Lilly steichelt ihn und weckt ihn auf oder Wautz frißt und Sohnemann streichelt ihn oder greift auch mal in den Freßnapf oder findet den Kauknochen auch grad megaspannend.

Solche Situationen - ganz normaler Familienalltag.

Gruß

Also ich empfinde das nicht als normalen Familienalltag. Kommt sowas vermehrt vor, sehe ich das schon als drangsalieren des Hundes.

Man darf wohl nicht vergessen, dass Therapiehunde auch irgendwann Feierabend haben. Familienhunde, die sich dieselbe Behandlung gefallen lassen sollen, sind dann quasi 24h im Dienst.

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naja "drangsalieren" : für ich klingt das nach dem normalen Veralten von Kleinkindern, die noch lernen müssen und sind "normalerweise" Dinge die mal passieren und nicht 24 Stunden lang. ;)

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Hi,

sicher, wenn diese Situationen die Regel wären, so im 10 Minutentakt, dann wäre das auch in meinen Augen Drangsalieren und sicher nichts, was ich mit einer normalen Familiensituation meine.

Es heißt meist: Kinder müssen lernen, wie man mit dem Hund umgeht - stimmt. ABER Hunde müssen auch lernen, dass sie manchmal gestört werden.

Man macht ja auch Antijaddtraining, obwohl sicherlich nicht ständig ein Reh über den Weg hoppelt.

Gruß

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ich hab nochmal kurz drüber nachgedacht was ich den Kids ud dem Hund gegenseitig erlaube bzw. toleriere:

wenn ein junger Hund z.B. die Kinder aus versehen kratzt weil er zu wild spielt, dann bekommt der Hund keinen Ärger sondern ich tröste das Kind und erklär ihm was es tun kann. Wenn der Hund aber aggressiv beisst und schnappt sieht das anders aus.

Genauso anders herum: wenn ein Kind tollpatschig ist, helfe ich dem Hund seine Ruhezone zu haben, aber das Kind ist eben weiter tolpatschig. Wenn ein Kind den Hund absichtlich schlagen oder anschreien würde, gäbe es einen Riesen Einlauf.

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Originalbeitrag

Ich glaube, normal sozialisierte Hunde können das schon von selbst, oder?

Das denke ich auch.....

Irgendwie bin ich froh, dass ich noch nicht im Forum war als Nelly zu uns kam und mein Sohn "erst" 8 Jahre alt.

Ich habe mir nie wirklich Gedanken gemacht, auch nicht wenn Freunde von ihm kamen. Habe auch ohne Sorge das Haus verlassen und Kind(er) mit Hund zurück gelassen.

Nelly hat mir aber auch niemals einen Grund zur Sorge gegeben. Wenn mein Sohn ihr mal versehentlich auf die Rute getreten ist, stand sie auf und suchte Kuschelkontakt.

Natürlich gibt es Hunde bei denen mal wirklich vorsichtig sein muss/sollte, aber den eigenen Hund kann man denke ich schon einschätzen.

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Meine KInder und mein Hund (Abby) lernen all das im Spiel. Da wird gemeinsam mit Spielzeugen gespielt (genommen, geworfen, zurückgegeben, wieder genommen) oder es wird gerauft. Dabei bekommt der Hund Grenzen im Sinne von: Ab dem Pinkt wird es zu bunt - lass es; und die Kinder lernen Respekt vor der Hundekraft und seinen Zähnen, die auch im harmlosen Spiel mal unangenehm über die haut schaben.

Mit Selma (die in diesem Sinne noch nicht spielt) ist das deutlich schwieriger.

Wir hatten da ja bereits einen Beißvorfall und üben nun sehr bewusst das Wegnehmen und Wiedergeben von Spielzeug und Kausachen.

Stören beim Schlafen, Finger in die Ohren stecken oder sonstiges Ärgern muss sich hier kein Hund ungestraft gefallen lassen. Ein Knurren würde ich da jederzeit akzeptieren, ebenso ein Abschnappen (in die Luft).

Ein Biss wäre unverhältismäßig und würde von mir abgestraft werden.

Grundsätzlich wissen meine Kinder, dass Hunde beißen können und dass man sich *nie* darauf verlassen kann, dass sie es nicht tun.

Nein, beißen ist nicht erstrebenswert, aber es kann passieren.

Deutlich kleinere Kinder würde ich nicht allein mit Hund in Kontakt kommen lassen, dafür sind sowohl Kleinkinder als auch - gut erzogene - Hunde nicht berechnenbar genug.

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Bei vielen Hunden wird mit zunehmendem Vertrauen in ihr stabiles, berechenbares Umfeld die Reizschwelle sowieso soweit steigen, auch kleine "Zwischenfälle" nicht mit Schreck- oder Abwehrreaktionen zu beantworten. Ich weiß aber nicht, wie man "Vertrauen" bewußt trainieren kann, es ist eine Grundeinstellung, die langsam aus vielen kleinen Erfahrungen und über einen längeren Zeitraum wachsen muß.

Eine "Desensibilisierung" in Bezug auf unberechenbares Kinderverhalten durch gezieltes "Drangsalieren" halte ich für gefährlich, da es eine Gradwanderung zwischen Duldung und Abwehr ist und eine Fehlverknüpfung nicht ausgeschlossen werden kann. Dann ist das Kind in Gefahr, und der Hund hat eine extrem unerwünschte Problembewältigungsstrategie erlernt (z.B. Schnappen).

Ich glaube aber auch, daß manche Hunde langfristig nie völlig zuverlässig im Kindern sein werden. Weil sie Kinder möglicherweise erst spät kennenlernten und kein Vertrauen zu ihnen erwerben, oder weil ihr Charakter zu überschiessenden, unangemessenen Reaktionen neigt.

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Hi,

dass absichtliches Schlagen oder so ein "no go" ist - sicher! Da käme eine laute Ansage in Richtung des Kindes, aber hallo!

Was aber, wenn ein pubertierender Hund ein tollpatschiges Kind anknurrt oder zwickt. Wer bekommt dann den Einlauf?

In diesem Fall würde ich den Hund maßregeln und zwar in der gleichen Heftigkeit, wie in oben genanntem Beispiel das Kind.

Gruß

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Sicher sind gut sozialisierte erwachsene Tiere generell geduldig mit tollpatschigen Kleinkindern. Das meine ich gar nicht. Wir haben allerdings immer von klein auf gelernt, dass der Hundenapf absolut Tabu ist, und die Hunde haben nie unbeaufsichtigt ihr Futter bekommen, wenn kleine Kinder in der Nähe waren.

Vielleicht ja auch ein Unterschied, ob Rudelhaltung oder nicht, und welche Rasse Hund.

Vielleicht komme ich ja auch einfach aus einer anderen Zeit. Wo Kinder noch vermehrt im Lauftstall waren, wenn denn keiner schauen konnte. Heute sind die Hunde in der Box ;)

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Entweder bin ich eine schlechte Mutter oder eine schlechte Hundehalterin (wobei ich persönlich zu beiden Beispielen "Nein." sagen würde), aber ich erwarte weder von meinen Hunden stoisches Erdulden vom Knirps (6 Jahre), noch sprerre ich den Knirbs in sein Zimmer.

Das Kind hat nicht an das Fressen der Hunde zu gehen, ebenso wenig wie die Hunde dem Kind die Stulle aus der Hand klauen dürfen. Ebenso hat das Kind den Hunden nicht einfach so Spielzeug oder Knochen wegzunehmen und die Hunde dürfen im Gegenzug nicht die unmengen vom Spielzeug des Kindes kaputt machen.

Die Hunde haben ihre absoluten Ruheplätze, das Kind hat seinen hundefreien Raum. Die Plätze, wo sie sich "teilen" sagt Kind entweder zu mir, ich soll die Hunde wegschicken oder sie gehen freiwillig. Oder ich bitte Ama darum, ob er nicht diesen Platz dem Hund jetzt mal lassen kann, weil er ja nicht stört.

Anbei ist das selten, denn im normalen Familienalltag kommen die Damen und der Herr gut miteinander klar bzw. leben in der Wohnung schon eher aneinander vorbei. Vielleicht auch, weil die Hunde keine Familienhunde sind, sondern mir (Helena) bzw. meinem Mann (Samson) gehören.

Samson, muss man dazu sagen, mag Kinder nicht unbedingt. Helena ist da schon lockerer und Ama und Helena lieben sich. Da wird draussen auch getobt und Dummheiten angestellt.

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