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Hundeforum Der Hund
Südamerika

Kinder und Hunde, eure Meinung zu meiner Überlegung

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Ich wiederhole nochmal meine Frage:

Originalbeitrag

Wie will man das denn üben?

Man kann ja schlecht das Kind dazu auffordern, nun mal den Hund ordentlich zu drangsalieren, damit der sich dazu veranlasst sieht, zu schnappen, damit man ihm das dann verbieten kann? :???

Wie konkret würde so eine Übung mit dem Ziel "Hund soll weggehen, statt zu schnappen, wenn Kind ihm weh tut" denn aussehen?

Wobei es unerheblich ist, ob der Hund sich bereits drangsaliert fühlt, wenn das Kind ihn ständig auf seinem Schlafplatz stört, oder erst wenn es ihn heftig am Schwanz zieht.

Angenommen, der Hund entpuppt sich eben nicht als "gut sozialisiert mit Kindern" - wie soll man das trainieren? Ganz konkret?

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Die Frage ist halt, was "tollpatschig" für einen Hund heißt. Was Menschen noch niedlich finden, kann ein ängstlicher, unsicherer Hund schon komplett fehlinterpretieren. Ob ich den Hund maßregeln würde, müßte ich aus der direkten Situation heraus entscheiden. Im Zweifelsfalle würde ich nicht maßregeln, sondern trennen.

Ich habe einen sehr selbstbewußten Senior, der mit einem Kleinkind aufgewachsen ist. Die meisten Jahre waren beide nie ohne Aufsicht, obwohl es außer blauen Flecken im Eifer des Spiels keinerlei Probleme gab. Kind und Hund brachten sich die Grenzen wechselseitig bei. Es hat gereicht, hin und wieder zügelnd einzugreifen. Mein Junghund hat bereits soviel Vertrauen, sich vom jetzigen Teenie auch eingrenzen zu lassen. Beide spielen wild und völlig hingebungsvoll miteinander. Mein verstorbener Rüde lernte das damalige Kleinkind erst als älterer Hund kennen und ist über Duldung und beiläufige Sympathie nie hinausgekommen. Wilde Spiele hätte ich nie mit ihm erlaubt, ist von beiden aber auch nicht probiert worden.

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Ich wiederhole nochmal meine Frage:

Originalbeitrag

Wie will man das denn üben?

Man kann ja schlecht das Kind dazu auffordern, nun mal den Hund ordentlich zu drangsalieren, damit der sich dazu veranlasst sieht, zu schnappen, damit man ihm das dann verbieten kann? :???

Wie konkret würde so eine Übung mit dem Ziel "Hund soll weggehen, statt zu schnappen, wenn Kind ihm weh tut" denn aussehen?

Wobei es unerheblich ist, ob der Hund sich bereits drangsaliert fühlt, wenn das Kind ihn ständig auf seinem Schlafplatz stört, oder erst wenn es ihn heftig am Schwanz zieht.

Wie gesagt "trainiert" sich sowas am besten im Spiel.

Angenommen, der Hund entpuppt sich eben nicht als "gut sozialisiert mit Kindern" - wie soll man das trainieren? Ganz konkret?

Situationsabhängig.

Kommt eben darauf an, wo die Probleme sitzen und was jeder einzelne (Hund und Kind) zu leisten imstande ist.

Wir hatten folgende Situation: Kind nähert sich neuem Beagle, Beagle hat ein Spielzeug, an dem ihr Herz hängt, unter sich versteckt, sieht dieses in Gefahr und schnappt präventiv.

Da der Beagle aus Überforderung mit der Situation geschnappt hat, wäre jegliches Abstrafen kontraproduktiv. Wir haben sie schlicht weggeschickt.

Um die Situation zu vermeiden, üben wir die Annäherung, wenn ein Spielzeug/ Kau im Spiel ist. Knurren wird ernstgenommen und als "lass mich bitte" akzeptiert - besser, der HUnd knurrt, als dass er beißt. Ich nehme das Spielzeug, gebe es an die Kinder weiter, sie geben es dem Hund oder um den Umweg (mich) zurück. Nächster Schritt wäre: Kinder nehmen das Spielzeug - ich bin dabei.

Bei anderen Hunden wäre es sinnvoller, Spielzeuge komplett wegzuräumen und bei einigen Hunden kann es nötig werden, dass die Kinder Jahre lang einen Bogen darum machen und sich ihm nur direkter Aufsicht nähern können.

Auch das kann passieren, ob nun in der Vorgeschichte des Hundes begründet liegt, in seinem Wesen, in Erziehungsfehlern oder in einer Situation, die sich aus Pech oder Gedankenlosigkeit entwickelt.

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Gewünschtes Trainingsziel war laut Eingangspost aber: Kind nervt Hund (auf welche Art und Weise auch immer) und Hund wählt als Verhaltensstrategie nicht das Knurren/Schnappen, sondern das Weggehen. Das klingt ja nett und sicherlich wünschenswert, aber ich frage mich nach wie vor, wie man das trainieren will, wenn der Familienhund eher zum Schnappen tendiert. Das Beispiel mit dem Spielzeug-Abnehmen beschreibt ja eine kontrollierte Situation unter Anwesenheit von Erwachsenen, aber wenn ich das Eingangspost richtig verstanden habe, geht es der TE darum nicht, sondern es geht darum, dass der Hund von sich aus (nicht auf Anweisung von Herrchen/Frauchen) eine andere Lösung wählt.

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Ich sehe das etwas gespalten.

Wenn Hund und Kind sich kennen, sich gegenseitig einschätzen können, ist es okay, wenn das Kind auch versteht, dass der Hund sich nicht alles gefallen lassen muss. Genauso darf der Hund natürlich nicht ausrasten, wenn mal seine Decke / Sicherheitszone verletzt wird.

Bei meinem Patenkind ist das kein Problem, eigene habe ich ja nicht.

Da kennen sich Hund und Kind seit Hund hier einzog, da ist aber auch immer jemand dabei, der ein Auge darauf hat.

Wenn das nicht gewährleistet ist, der kleine Mann ist erst 11/2Jahre alt, muss der Hund eben mit ins Bad, oder eben das Kind mit in die Küche.

Bei einem neu übernommenen Hund sehe ich das etwas anders, denn da ist das Problem, dass der Hund ja erst mal ankommen muss. Da sollte Rücksicht drauf genommen werden, sonst reagiert er schon mal über.

Das würde ich in den ersten Tagen aber nicht zu sehr gewichten, wie gesagt.

Ansosnten denke ich auch, dass ein nicht psychisch geschädigter Hund das schnell lernt, in dem er einfach die Möglichkeit bekommt, sich zurück zu ziehen.

Triezen sollte man ihn nicht, sondern einfach dafür sorgen, dass er dort Ruhe hat.

Wenn es allerdings soweit kommt, das das Kind keine Grenzen des Hundes anerkennt, oder sogar als Kindergartenkind schon die Hunde hochhebt etc. dann liegt das Problem meiner Meinung nach eher in der Erziehung, denn das ist nicht okay.

Ansonsten finde ich, dass Hunde tolle Partner der Kinder sien können, wenn sie beide Grenzen gelernt haben.

Meine geht mit meinem Patenkind ganz vorsichtig um, passt 3mal auf, wo sie lang läuft, und dass sie ihn bloß nicht schubst.

Dagegen erkennt der Kleine auch an, wenn sie weg geht, das haben wir ja von Anfang an konsequent durch gesetzt.

Gruß Mara

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Was sicher jeder Hund, der mit so ner Nerfensäge aufwächst auch machen wird (bis es ihm zu dumm wird). Was aber, wenn der Hund nicht weg gehen kann? Da bringt das beste Training nicht, wenn der Hund keine andere Lösung hat, wird er früher oder später auf das zurückgreifen, was er an sonstigen Möglichkeiten hat.

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Gewünschtes Trainingsziel war laut Eingangspost aber: Kind nervt Hund (auf welche Art und Weise auch immer) und Hund wählt als Verhaltensstrategie nicht das Knurren/Schnappen, sondern das Weggehen. Das klingt ja nett und sicherlich wünschenswert, aber ich frage mich nach wie vor, wie man das trainieren will, wenn der Familienhund eher zum Schnappen tendiert.

Das kann man sicherlich trainieren, indem man den Hund beim kleinsten Anzeichen "Ich mag das nicht" wegschickt (dafür muss man die ersten Anzeichen und die Beschwichtigungsgesten kennen) und ihm gleichzeitig auch einen sicheren Rückzugsort gewährt, den das Kind als solches akzeptiert.

Darauf verlassen, dass beide - Kind und Hund - dann dauerhaft so handeln, kann man sich nie.

Der Hund kann immer mal in sein altes Muster (Schnappen) zurückfallen und ein kleines Kind wird die Grenze "Hundekorb = Tabuzone" in jedem Fall mindestens einmal austesten.

Hunde zu halten, wenn man kleine Kinder hat, bedeutet für mich, es auch zu akzeptieren, dass es mal zu einer Blessur kommen kann.

Wie im übrigen jeder Spielplatzbesuch oder jeder Tag im Kindergarten.

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Das kann man sicherlich trainieren, indem man den Hund beim kleinsten Anzeichen "Ich mag das nicht" wegschickt

Und was lernt der Hund daraus? Er äußert Unwohlsein, weil das Kind ihn (z. B. auf seinem Liegeplatz) belästigt, und wird dann vom Chef weggeschickt? Und da soll er mit dem Kind dann nichts Unangenehmes verbinden? Finde ich schwierig.

Darauf verlassen, dass beide - Kind und Hund - dann dauerhaft so handeln, kann man sich nie.

Erstens das, und außerdem besteht bei jeder Übungseinheit die Gefahr, dass der Hund eben DOCH nach dem Kind schnappen könnte. Er soll das gewünschte Verhalten ja erst lernen.

Hunde zu halten, wenn man kleine Kinder hat, bedeutet für mich, es auch zu akzeptieren, dass es mal zu einer Blessur kommen kann.

Sehe ich auch so, aber offenbar geht es dem TE genau darum, dass dies eben nicht vorkommen darf und der Hund eben ausnashmslos auszuweichen/wegzugehen hat.

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Ich meine: Wenn man nicht mit Hund und Kindern in einem Haushalt klar kommt, dann sollte man sich eben...

...........keine Kinder anschaffen! :D

Tschuldigung, wollte nochmal was Konstruktives beisteuern, bevor ich gleich wegmuss. :D

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Ah, Kerstin, ne, das ist fies. Wollt schon mit "Kastrations-Thema" anfangen, du verleitest mich :D

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