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Hundeforum Der Hund
lol

Habe ich Lolita zu früh erlöst?

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...wißt ihr, ich möchte nicht mit selbstmitleid das andenken an lolita "beschmutzen".

es ist das entsetzen, daß ich um meiner selbst willen sie aufgegeben habe.

es ist ja nicht so, daß ich meine augen vor ihrem zustand verschlossen habe.

drum auch das tägliche beobachten, ob sie ihr verhalten mir "zeichen" gibt, daß für sie die

zeit gekommen ist.

ich habe meine tierärztinnen ja informiert, daß sie in nächster zeit bitte kurzfristig für uns bereit stehen sollten. das pü und ich nicht mehr viel zeit miteinander haben.

es erschüttert mich täglich mehr, daß ich bei aller zuneigung lolita gegenüber mich in MEINEM Sinne entschieden habe und nicht, ob sie noch (normal/alltägliche) Freude am leben hat.

Sie lag nie apathisch/lustlos in der ecke.

ja,jetzt wo ich alles hier niederschreibe ist mir definitiv bewußt,daß letztendlich meine eigensucht meine entscheidung sie gehen ließ. also an einem zeitpunkt, wo ICH ihr tatkräftig beiseite stehen

sollte. nicht die tierärzte oder andere, sondern ICH zuständig gewesen wäre, ihre letzte zeit so leicht und umsorgt wie möglich zu übernehmen. und ich bin entsetzt über mich, den für mich weniger aufwendigeren weg gegangen zu sein.

wenn ich dann ständig lese, wieviele den letzten weg so aufopfernd mit ihrem vierbeinigen gefährten gehen, trotz des unkenrufens um sie herum, dann bin ich so so so so beschämt meiner püppi gegenüber. das ich nur für sie da war, als sie noch nicht sooo pflegebedürftig war.

sicher hätte sich ihr zustand verschlimmert und da ist doch eigentlich der zeitpunkt, wo man von erlösung spricht und nicht der, wenn der zustand sich verschlimmern KÖNNTE. dann müßte man ja alle seine tiere bei ernstem krankheitsBEGINN erlösen, nicht? weil - der zustand WÜRDE sich ja verschlimmern.

seid nicht böse oder frustriert,daß ich euren tröstenden worten kaum entgegen komme.

zumindest weiß ich nun,daß ein größerer persönlicher pflegeaufwand kein grund ist, meinen vierbeinigen gefährten den letzten weg gehen zu lassen.

nur das ich grad bei meiner großen vierbeinigen liebe lolita der unerschütterliche beistand meinerseits versagte...

bei vielen anderen und auch bei mir bei meinen letzten drei lieben empfand ich DIE entscheidung richtig.

nur bei pü empfinde ich es täglich mehr als verrat aus persönlicher eigensucht.

ach mensch..sie haben doch auch nur ein leben...das ich es so unnötig verkürzt habe...es war doch schon verkürzt bedingt ihrer krankheit wegen.

bitte versteht mich nicht falsch...ich will mich nicht bewußt selbstzerfleischen und in selbstmitleid suhlen oder jammernd um aufmerksamkeit heischen. oder - vielleicht doch??? gott, bin ich arm...

durch das schreiben hier habe ich ja nun erkannt, warum ich tat, was ich tat. überforderung wo ich für püppi hätte stark sein müssen. als dankeschön und wirklicher liebe ihr gegenüber für alles, was sie war. und das gefühl des versagens aus dem schnöden grund der überforderung und hilflosigkeit ist fies. nun,es ist zu spät für all die reue. und ich habe es nicht anders verdient das ich das durchmache, was ich grad durchmache.

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Bitte als kleiner Hinweis:

Lange Texte sind einfach viel leserlicher, wenn ihr richtige Absätze einbaut. Ansonsten bekommt man ja Kopfschmerzen beim Lesen und so mancher liest einfach gar nicht weiter.

LG Manuela

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Mit der Entscheidung wirst du nun leben müssen, es gibt bei so etwas eben kein Zurück :Oo

Trost wirst du hier sicher auch nicht finden, aber vielleicht hilft es dir das Ganze von der Seele zu schreiben. Der Schmerz und deine Bedenken bleiben sicher noch eine Weile.

Wir hatten das Thema erst hier und diese schwere Entscheidung muß der Hundehalter ganz allein treffen und auch die Verantwortung dafür.

Bei einem Tier wird dieser Schritt dem Menschen eben leichter gemacht, ob es der richtige Schritt war, weißt nur du.

Ich wünsche dir auf jeden Fall Kraft wieder auf die Beine zu kommen, sowohl seelisch wie auch körperlich, denn so etwas kann Kräfte rauben.

Alles Gute!

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Vermutlich wird jeden Hundehalter immer die Frage quälen 'war es zu früh' ?

Hätte und wär man doch...

Ich denke: nein! Es war der richtige Moment. Mein Attila starb so schnell, für mich ein Zeichen, er war reif, er wollte endlich keine Schmerzen mehr haben. Meine Hand lag auf seinem Herzen und ich habe ihm sanft ins Ohr geredet, dass er gehen dürfe. Es war ein unendlich friedlicher Moment.

Auch ich war am Ende 'genervt', der Zustand war unerträglöich: einen Tag besser, dann wieder abends und nachts rapide Verschlechterungen. Ich ging auf dem Zahnfleisch. Ich habe sehr, sehr lange um einen Attila bitterlich geweint, tu es heute noch, obwohl seit dem 02. Februar neben mir Axel sitzt. Ein lustiger und kerngesunder Dobirüde, der nun knappe 7 Monate alt ist. Aber er ist eine ganz neue Geschichte, ein neues Abenteuer. Er lenkt mich ab und macht mir viel Freude, ich liebe auch diesen Hund sehr. Er ist, wie auch mein Attila, einzigartig.

Die Entscheidung, seine Hund gehen zu lassen ist einerseits eine gnadenvolle. Aber es bleibt am Ende immer offen, ob es nicht eben zu früh war.

Sei traurig und weine um Deinen Hund, aber mache Dir keine Vorwürfe mehr. Der Kreis Deiner Maus hat sich geschlossen und sie soll nunauch ihren Frieden finden.

Alles Liebe

bombo mit Attila für immer im Herzen und Axel an meiner Seite

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Hallo lol,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich habe diese Entscheidung schon mehrmals bei meinen Hunden treffen müssen. Und glaub` mir, man denkt jedesmal hinterher, ob man seinen Schatz zu früh hat gehen lassen.

Aber, ich denke Deine Entscheidung war richtig. Allein das zittern und hecheln sagt, das sie wohl Schmerzen hatte. Und grade die möchte man seinem Vierbeiner doch ersparen.

Bei mir war es so, das ich meine Entscheidung als die richtige gesehen habe, als ich eine ganze Weile nachher die letzten Fotos von meinen Lieblingen angesehen habe. Als ich da ihre Augen gesehen habe, war mir erst klar, das es Zeit gewesen ist sie gehen zu lassen.

Es tut jedesmal wieder genauso weh, aber all die schöne Zeit die uns die Vierbeiner geben ist es doch immer wert.

Fühl dich ganz lieb gedrückt und Alles Gute!

Kimimaus

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Hallo lol....

ich glaube, an dieser Stelle sind schon soviele Zusprüche an Dich gegangen, dass ich das alles nicht auch nochmal schreiben muss, es ist schon alles gesagt worden und eigentlich weißt Du es auch....

Deshalb an dieser Stelle von mir mal ein paar "harte" Worte, die vielleicht eine Flut von bösen Kommentaren auslösen werden, deshalb von mir im Anschluss eine kurze Erklärung, warum ich so schreibe:

lol, ich glaube, Du hast Dich an einen Punkt reingesteigert, an dem Du nicht mehr weiterkommst und damit nimmst Du Dir und allen anderen in Deinem Umfeld ein Stück Lebensqualität :( Der Tod ist ein unumstößliches Thema, ein Ende ohne Wiederkehr, zumindest für die Lebenden und man muss lernen, die Tatsache Tod auch in solchen Umständen zu akzeptieren und damit umzugehen, denn Du kannst nichts rückgängig machen, schon gar nicht, wenn Du richtig gehandelt hast und sowieso nicht, wenn Du falsch gehandelt hast.

Schau nach vorne und zieh Dich - wenn nötig auch mithilfe anderer Familienmitglieder oder neutraler Peronen - aus diesem Loch heraus, denn es bringt Dir nix. Du hast gar keinen Blick mehr auf diese schönen Zeiten, sondern zerfleischst Dich nur noch aus mMn falschen Gründen!! Für mich hört es sich so an, dass Du alles bedacht hast, Dir Meinungein eingeholt hast, es auch noch über einen gewissen Zeitraum hinweg versucht hast und trotzdem - sie war 13!! Wieviel mehr hättest Du ihr noch zumuten wollen? Lass sie gehen, gib ihr und Dir den Frieden, um in Ruhe und Liebe und auch in Glück an sie denken zu können!!

So, bevor hier eine empörte Welle kommt: Mein Vater ist morgen vor 4 Jahren gestorben, ich empfand mich als zu jung mit 30, um den Vater so unerwartet an plötzlichem Herztod nicht mehr um sich zu haben. Da ich aber aus oben genannten Gründen einen Weg finden musste, zu akzeptieren, habe ich diesen doch recht harten Weg auf mich genommen. Meine Mutter redet bis heute genauso wie Du: warum war ich nicht im Krankenhaus? Warum war er nicht bei mir? Ich hätte ihn am Leben erhalten können usw usw und nimmt sich selbst die Lust am Leben! Und nicht nur sich, sondern auch mir erschwert sie damit meinen Alltag gewaltig ( mehrfaches Telefonieren täglich, wenn sie das heulende Elend überkommt ).

Und weißt Du, warum? Weil sie sich reingesteigert hat und sich nicht halt helfen lassen WOLLEN. Weil sie sich reingesteigert hat und leiden will. Es ist einfacher zu leiden und traurig zu sein, als doch wieder die schönen Aspekte zu finden auch ohne den Verstorbenen. Egal ob Mensch oder Tier... Manche lieben ihre Tiere mehr als Menschen, das verstehe ich auch und kanns nachvollziehen :) Es ist einfacher für meine Mutter zusagen, sie sieht nix Schönes mehr im Leben, weil sie Schuld ist am Tod meines Vaters *kopfschüttel*

So, deshalb diese harten Worte, vielleicht rütteln sie Dich ein wenig auf, denn es macht mir Sorgen, Deine Texte zu lesen, auch, wenn ich Dich nicht kenne..... Sei stark!

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Hallo Lol,

sei mal ganz ehrlidh zu Dir selber.

Findest Du es für den Hund lebenswert, wenn er komplett auf fremde Hilfe angewiesen ist, also schon für das Aufstehen oder anders lagern um Hilfe rufen muss?

Einen Hund, der ein langes Leben hatte, und gerne gelaufen ist.

Deine Hündin konnte nicht mehr selbstständig aufstehen, auch wenn sie das nicht so zeigte, ist das kein Zustand, der über längere Zeit zumutbar ist.

Auch wenn sie noch gefressen hat, und am Alltag teilnahm, selbst entscheidem, ob sie mit in den Garten wollte, oder raus gehen konnte sie ja nicht mehr.

Bitte mach Dich nicht selber fertig, das bringt niemandem etwsa, auch Lol hätte das nicht gewollt.

Sie hatte ein schönes Leben, das ja auch recht lang war.

Lass sie nun gehen, auch vom Herzen her.

Denn alles andere zieht Dich irgendwann in eine Depression.

Gruß Mara

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Du hast für deinen Hund entschieden und das ist mitunter nicht der leichteste Weg-glaub mir,ich stecke da auch mit drin.

Ich habe meinen Schäfer nach 12 Jahren gehen lassen-ähnlich wie bei dir, massive Probleme mit Gleichgewicht und den laufen-hinzu kamen noch die epileptischen Anfälle.

Mein Rüde stand sogar auf wenns rein theoretisch nicht mehr möglich war-er hörte ein Kommando und wollte eben mir gefallen-das aber tat noch mehr weh.

Mein Junge war immer ein Kämpfer-aber irgend wann ging es nicht mehr-er konnte mit der Situation nicht mehr umgehen-wir haben Ihn 4 Monate die Treppen hoch getragen und runter-er hat es gehasst.

Als er in meinen Armen lag und ich Ihn ruhig zusprach hatte er losgelassen-es brach uns das Herz-mir vor allem-weil er immer mein Anker war-aber ich habe nach Monaten wieder richtig atmen können-es tut heute noch weh und ich vermisse meinen Stinki unendlich aber ich habe abgeschlossen-weil ich weiß das es Ihn wieder besser geht-weil ich Ihn so im Kopf habe wie er war-im Wasser tobend-auf Heuballen springend und an der Leine bellend.

Du hast alles richtig gemacht-mache dir nicht Gedanken" was wäre wenn" sondern denke:"Was war!!"

Ich empfinde aus tiefsten Herzen mit Dir und hoffe das auch du loslassen kannst und an die schönen Zeiten denkst. Mehr hätte dein Hundi nicht gewollt.

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Liebe Lol,

ich quäle mich jeden tag,

wo habe ich versagt?

wo hat die hilfe gefehlt,

dass sich alles geschehene gedreht?

...aber hier stehen so viele gute beiträge-

einer muss doch helfen...

N&M

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Liebe lol,

ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen.

Auch wir mussten uns vor kurzem von unserer über alles geliebten Hündin trennen. Mich quälen die Gedanken auch,war es der richtige Zeitpunkt.

Ich denke aber schon. Wenn man ganz tief in sich hineinhört und nachdenkt, wie es dem Tier zuletzt ging, dann bekommt man die Bestätigung, das es richtig war.

Natürlich kann man sich mit fragen quälen, "was wäre wenn ... vielleicht hätte sie sich noch einmal berappelt ... hat man die Zeichen falsch gedeutet" ...

Das wird es immer geben. Die Euthanasie bei Tieren ist ein Segen, kann aber auch zum Fluch werden. Alles hat ein Für und Wider.

Mach dich nicht verrückt. Du hast bestimmt im Sinne von deiner Püppi gehandelt. Sie war 13, ein schönes Alter. Du hast sie in Würde gehen lassen.

Hast du dir mal die Frage gestellt, was sie an Lebensqualität gehabt hätte, wenn du sie nicht erlösen ließest? Wielange hätte sie noch Leben wollen. Wäre es ein lebenswürdiges Leben gewesen, oder nur ein dahinsiechen?

Viele zögern den letzten Schritt hinaus, was ich sehr gut verstehe. Aber wozu? Wenn es doch keine Hoffnung auf Heilung oder Linderung gibt? Ist das nicht ein bisschen zu Egoistisch gedacht?

Für einen liebenden Tierbesitzer wird diese Entscheidung wohl immer schwer sein und jeder fragt sich, ist JETZT der richtige Zeitpunkt?

Zur Zeit stehe ich schon wieder vor dieser schweren Entscheidung. Ich glaube es wird nie leicht sein sein Tier gehen zu lassen.

Ich drück dich mal unbekannter Weise und schick dir viel Kraft :kuss:

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