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Hundeforum Der Hund
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Habe ich Lolita zu früh erlöst?

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Wir verbringen viele Jahre mit unseren vierbeinigen Weggefährten. Auf einmal bemerken wir, dass sie alt werden, alt sind und die Zeit, die uns noch bleib kurz, viel zu kurz ist. Jeder von uns hofft, dass der treue Freund sanft hinübergleitet, uns die Entscheidung sein Leben zu beenden abgenommen wird. Die Angst davor ihn zu früh oder zu spät zu erlösen begleitet uns wohl alle. Jeder Tag ist ein Tag zu früh, jede Stunde ist eine Stunde zu früh, jede Minute ist eine Minute zu früh. Etwas was man sehr liebt loszulassen ist unermesslich schwer. Dass Du Dir Gedanken machst über den Zeitpunkt find ich vollkommen verständlich, normal. Wir bekommen darauf keine genaue Antwort, weil Hunde nicht sprechen können, zumindest nich in unserer Sprache.

Wenn wir es aus hündischer Sicht betrachten, was wäre dem Hund wohl lieber? Einen Tag, eine Woche oder auch einen Monat zu früh oder lieber zu spät? Ich denke, die Antwort ist klar. Erlösen, bevor das richtige leiden beginnt ist eine Gnade, der letzte Dienst, den man einem geliebten Freund erweisen kann. Dein Hund hätte sich - da bin ich mir sicher - für den selben Zeitpunkt entschieden wie Du es getan hast.

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ich danke euch allen für eure mitfühlenden und auch "wachrüttelnden" beiträge.

so richtig bekomme ich mein schuldgefühl nicht los. heute wieder sher verstärkt vorhanden.

besonders dann, wenn ich erfahrungsberichte über hunderollis lese.

wieviel zeit den hunden noch geschenkt wurden...lolita hätte einer dieser hunde sein können. :-(

dachte aber leider VOR püppis tod, daß die nur für

gänzlich hinten gelähmte hunde gebaut sind.

NACH ihrem tod weiß ich es nun besser. und schon erwacht wieder die fiese reue.

ps :lolita ging noch alleine in den garten. sie kam nur oft nicht mehr alleine hoch. danach

konnte sie aber alleine stehen und in den garten hoppeln. Sie konnte sich auch alleine lösen. DAS macht es mir ja so schwer loszulassen. :-(((

Mein bauchgefühl sagte ja nein, aber alle um mich herum gaben mir zu verstehen, ich würde

sie quälen. dabei konnte sie doch nur schlecht mit den hinterbeinen laufen.

das hecheln und zittern war nicht schmerzbedingt, sondern stressbedingt.

an diesen tagen ging ich nach 4 wochen urlaub das erste mal wieder zur arbeit.

meine schwiegereltern passten da bei uns im haus auf sie auf.

in meiner anwesenheit hatte sie das nicht mehr.

ehrlich, ich werde nie mehr einen hund dermaßen auf mich allein fixieren lassen.

pü war 9 jahre, als wir sie adoptierten. kam gleich nach der ersten eingewöhnungsphase

mit zur arbeit. schlief im bett wie ein baby in meinen armen (schnäuzchen auf meinem

hals, die langen beine auf meinem oberkörper...ein 65cm großer hund...).

der nachteil bei so einer engen bindung: jammern und unruhe, sobald ich nicht in ihrer

nähe war, was meinen schwiegereltern oder meinem mann natürlich an die substanz ging.

mir auch - mehr als 2 stunden ging ich dann auch nicht mehr aus dem haus, außer ich konnte

sie mitnehmen.

habt ihr davon auch schon mal gehört: sie bekam nach der wirbelsäulen-op in lüneburg ein paar wochen später eine epiduralspritze im lendenwirbelbereich.

direkt am nächsten morgen hatte sie die teillähmung beider hinterbeine. sonst nie,nie,nie davor.

mit dem essen habe ich ehrlich gesagt noch probleme. 10 kg habe ich schon abgenommen.

nicht gut, weil kreislauf spinnt, aber es schnürt mir wirklich noch alles zu. :-(

gell, ich mache es euch nicht leicht, aber bei gott...ich wünschte mir selbst so sehr, das alles

aus dem kopf zu bekommen, um mich damit abzufinden.

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Deine Worte verursachen bei mir eine Gänsehaut und Trauer. Allerdings nicht wegen Püppi, sie wurde erlöst und Du kannst nicht mit Sicherheit sagen, dass das hecheln nur stressbedingt war und nicht schmerzverursacht.

Diese Gefühle werden in mir wegen Dir wachgerufen.... Du zerfleischst Dich so sehr, dass Deine Gesundheit schon drunter leidet und auch Deine Seele, Dein "DU".

Geh nicht so hart mit Dir ins Gericht, ich habe schon von Hunden gehört, die schwerkrank waren und die trotzdem noch ihren Besitzern zu gefallen versucht haben, sogar beschwichtigt haben, so ist das eben mit Hunden!!

Du kannst es nicht rückgängig machen, Spritze hin oder her, alleine lösen hin oder her, aber ein Hund der schwer von allein aufsteht, der nur noch "hoppelt" wie Du es beschreibst, sieh den Tatsachen ins Auge: Du hast sie erlöst, Du hast Deine Verantwortung ernst genommen, nun musst Du an Dich denken und sie im Herzen behalten.

Meine Gedanken sind bei Dir, ich wünsche Dir die Kraft dazu!!

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Habe grade erst alles gelesen

die Antwort von Joss the Dog hat mir sehr imponiert,wirklich wahr!

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Du hast nach bestem Wissen und Gewissen FÜR Dein Tier gehandelt!!!

Das ist wahre Liebe zu dem Tier! Das ist Verantwortung! Deine Entscheidung war richtig, denn nichts ist schlimmer für ein Tier, als zu leiden und nicht zu wissen, warum! Oft scheinen sie am Leben zu hängen. Aber ist es wirklich ihr eigenes klägliches Restchen Leben an dem sie hängen, oder kann es nicht auch sein, dass sie die Verzweifelung ihres Menschen fühlen, ihn in dieser Verzweifelung nicht allein lassen wollen, ohne zu wissen, dass sie selber der Grund dafür sind? Kann es nicht sein, dass wir unsere Hunde auch mental weiter am Leben festhalten lassen trotz aller Schmerzen, allen Leidens?

Dein Weg, loszulassen, war der Richtige! Du hast nicht ein Leben, sondern ein Leiden beendet. Das Leben war schon vorher vorbei!

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Ähnlich wie Joss denke ich auch, dass Du Dich dringend mal um Dich selbst kümmern musst. Du drehst Dich so im Kreise - einem Teufelskreis -, dass Du den Ausgang nicht herausfindest.

Ich rate Dir, dass Du professionelle Hilfe in Anspruch nimmst, um da rauszukommen.

Es ist überhaupt keine Schande, wenn man mal nicht alleine weiterkommt.

Wenn Du es wirklich ernst meinst, dass Du es Dir wünschst, alles aus dem Kopf zu bekommen, such Dir therapeutische Hilfe!

In erster Linie für Dich, aber auch für Deine Angehörigen, die sicherlich auch darunter leiden, Dir nicht aus diesem Teufelskreis heraushelfen zu können.

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Ich frage mich, wovor genau du Angst hast.

Gottgleich deine Entscheidung gefällt zu haben und somit per se schlecht gehandelt zu haben, weil wir Menschen uns nicht auf Gottes Stufe stellen dürfen/sollen? Dass du für deine Anmaßung vom Schicksal, Karma oä bestraft und sozusagen in der Hölle schmoren wirst?

Oder glaubst du, dass Lolita nach deinem Tod direkt hinter der Grenze auf dich wartet und dir Vorwürfe macht?

Empfindest du deine vermeintliche “Dummheit“ als einen Mühlstein um deinen Hals, der dich innerlich ertrinken lässt?

Kannst du benennen, wo genau deine Angst hinter deinen Schuldgefühlen steckt?

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Wie ich shcon einmal geschrieben habe, ist ein Rolli nicht für jeden Hund geeignet.

Gerade bei älteren Tieren werden die öfter nicht angenommen.

Du hast die Verantwortung übernommen, und musst jetzt für Dich sorgen.

Oder meinst Du, sie hätte gewollt, dass Du Dich so sehr quälst?

Sie hat jetzt keine Schmerzen mehr, sie ist nicht mehr absolut abhängig von Dir, sie musste sich ja zum Schluß immer melden, wenn sie nicht mehr liegen konnte.

Ganz ehrlich, dass ist kein hundegerechtes Leben mehr.

Du hast ihr erspart, weiter nur da zu liegen.

Du hast ihr erspart, Geschwüre vom Liegen zu bekommen und und und.

Mara

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Originalbeitrag

Habe grade erst alles gelesen

die Antwort von Joss the Dog hat mir sehr imponiert,wirklich wahr!

Danke Dir. Leider bin ich durch den Tod meines Vaters ( glaube, habe es ja schon geschrieben ) erst an diesen Punkt gekommen, dass mir die Augen in der Hinsicht geöffnet werden... Nunja, aber ohne eine solche Indikation macht man sich auch keine Gedanken. Thema Tod ist und bleibt zeit unser aller Lebens ein schwarzes Loch und man muss einfach lernen, damit klarzukommen....

Ich frage mich, wovor genau du Angst hast.

Gottgleich deine Entscheidung gefällt zu haben und somit per se schlecht gehandelt zu haben, weil wir Menschen uns nicht auf Gottes Stufe stellen dürfen/sollen? Dass du für deine Anmaßung vom Schicksal, Karma oä bestraft und sozusagen in der Hölle schmoren wirst?

Oder glaubst du, dass Lolita nach deinem Tod direkt hinter der Grenze auf dich wartet und dir Vorwürfe macht?

Empfindest du deine vermeintliche Dummheit als einen Mühlstein um deinen Hals, der dich innerlich ertrinken lässt?

Kannst du benennen, wo genau deine Angst hinter deinen Schuldgefühlen steckt?zitieren

Nunja, walhalla, ich glaube, das würde jetzt hier vielleicht doch zu weit führen... Ich verstehe Deine Intention hinter Deinen Worten, und glaube zu wissen, warum Du das fragst, aber vielleicht wühlt das jetzt doch nur zu sehr auf, denn letztendlich hat sie ihre ganzen Ängste und Vorwürfe schon beschrieben, gestellt hat sie sich dem allen schon, leider nur auf dem falschen Weg...

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Das Üble an diesen Entscheidungen ist ja eigentlich immer, daß man im Nachhinein ans Grübeln kommt und sich Vorwürfe macht. Bei Dasty war es wegen der Vergiftung ja so, daß wir ihn eigentlich schon nach dem 2. Kollaps hätten erlösen können - oder müssen? So war aber noch irgendeine verzweifelte Hoffnung, trotz aller negativen Diagnosen. Also kam es zum 3. Kollpas, da haben wir ihn gehen lassen.

Mich hat das auch lange beschäftigt, aber durchaus meinen Frieden gefunden mit der Entscheidung.

Da, wo Medikation, Hilfsmittel usw. erfolgversprechend sind, sollen diese eingesetzt werden. Aber in deinem Fall, lol, war es das Beste für den Hund, ihn gehen zu lassen.

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