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Hundeforum Der Hund
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Tagebuch eines Krankheitsverlaufes - Epilepsie bei Jacki

Empfohlene Beiträge

Das sowieso nicht, aber Helena kennt so einen Schmarren ja auch. Von daher war das zu erwarten.

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Ich habe da auch Erfahrungen und möchte Dir gern ein wenig Mut machen. Am 26. Juni letzten Jahres hatte Fee mit 8, 5 Jahren an einem Tag 3 Anfälle (den ersten ca 5 Minuten nach Aufregung durch einen anderen Hund). Sie wurde sofort auf Luminal eingestellt. Natürlich wurden auch Blutbilder gemacht, am nächsten Tag und auch nach 4 Wochen, um den Phenobarbituralspiegel zu prüfen. Alles gut. Sie ist seither anfallsfrei. Zu Anfang war sie sehr träge, hatte eine Ataxie auf der Hinterhand und grenzenlosen Appetit. Nur das letzte ist geblieben. Mit ihren jetzt 9,5 Jahren ist sie ja für einen großen Hund schon eine alte Dame und hat mal gute, mal nicht so gute Tage, aber sie spielt, wie ein junger Hund und macht die Rüden an. Das Wesen ist unverändert.Sie bekommt früh und abends 3/4 Tablette, das ist für das Gewicht am unteren Rand der Dosierung.

Sicherheitshalber nehme ich bei jedem Spaziergang Diazepam mit, als Spritze, weil das im Falle eines Falles einfacher ist als Zäpfchen. Ich fühle mich damit sicherer.

Pass bitte auf, dass Du keinen Kontrollzwang entwickelst. Das war beim mir zum Anfang so.

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Kontrollzwang - jap, da erkenne ich Ansätze bei mir... :(

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Vom Umgang mit einem epileptischen Hund

1. Das Allerwichtigste:

Auch ein Hund der an Epilepsie leidet, ist ein Hund und will als solcher behandelt werden.

2. Die Diagnose:

Der Schock der Diagnose muß verarbeitet werden - sowas ist und bleibt einfach Scheiße. Niemand hat das verdient, weder Halter/in noch der Hund selber.

3. Die Medikation:

Wenn der Entschluß/Notwendigkeit steht, daß medikamentös behandelt werden muß, dann möge man sich in der ersten Phase einen Hund vorstellen, der quasi aus der Narkose nach einer OP erwacht. (Das ist aber vermutlich von Tier zu Tier unterschiedlich.) Dieser Anblick ist allerdings sehr gewöhnungsbedürftig, weil sich das Tier ziemlich stark verändern kann: Torkeln, evtl. Verlust der Stubenreinheit, "nicht klar im Kopf sein" (Konzentrationsprobleme), erhebliche Konditionsschwäche, Koordinationsprobleme, ...

4. Der Alltag:

Der Hund möchte aber auch unter Medikamenteneinfluß Hund sein - neben den Grundbedürfnissen wie fressen und schlafen möchte er auch spielen, laufen, kuscheln, usw. Man passt sich vorübergehend dem an, was der Hund anbietet und versucht ihn zu schonen, aber nicht in Watte zu packen.

Wenn mir danach ist, werde ich das mal ergänzen...

Edit: Wie ihr euch denken könnt, ist für mich Aufschreiben eine Art, mit dem Mist klarzukommen...

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Ab heute wird die Dosis plangemäß reduziert:

Statt 3mal eine halbe Tablette nun nur noch 2mal eine halbe. Wie schnell 5 Tage doch um sind...

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siehste 5 Tage sind schon geschafft!

und das ohne einen Anfall oder? ;)

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Richtig. :klatsch:

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siehste....auch das ist doch schonmal eine Verbesserung!!! :)

da freu ich mich mit Euch drüber!

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Auweia, ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst. Diese Diagnose ist erstmal ein Schreck ohnegleichen.

Ich weiss wovon ich spreche.

Mein vorheriger Hund, Nugget (PON) hatte Adam-Stokes Anfälle. Beim ersten Anfall bin ich fast mit umgefallen. Obwohl ich selbst aus dem medizinischen Bereich bin und viel Erfahrung habe, hat mich das fast umgehauen. Mein Kleiner!

Aber er wurde 15 Jahre alt und hatte dennoch ein wunderschönes Leben.

Und nun Mabel. Sie ist sieben Jahre alt und hat seit 3 Jahren epileptische Anfälle.

Letztes Jahr während unseres Umzugs so häufig, dass ich sie mit Luminal einstellen hab lassen. Anfangs bin ich auch nur mit Diazepam aus dem Haus.

Die Anfälle wurden unter Luminaletten zwar etwas weniger und kürzer, gingen aber nie ganz weg.

Mittlerweile kann ich ganz gelassen damit umgehen. Jahrelange Erfahrung würd ich sagen.

Ich nehm sie dann in den Arm, tu sie nicht streicheln um keine äusseren Reize zusetzen und sing ihr was vor. So kommen wir ganz gut zurecht.

Ich habe das Luminal abgesetzt, denn Mabel war mir zu ruhig, zu weit weg und Anfälle hatte sie ja trotzdem. Wir achten auf einen ruhigen Umgang und Harmonie in der Erziehung unserer Racker. Ich habe bemerkt dass Unruhe, Nervosität usw.... bei ihr eher Anfälle auslösen.

Sie bekommt jetzt ein homöopathisches Mittel Epileptyl und hatte ihren letzten Anfall vor 2 Monaten.

Ich drück dich ganz fest und schick dir ein Bündel Kraft.

Aber auch ihr schafft das!

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Originalbeitrag

Wie schnell 5 Tage doch um sind...

Und morgen sind es 6....7...8... bald sind ganz viele rum,alle anfallsfrei und wenn das Medikament erstmal eingeschlichen ist, wird es viel ruhiger für euch beide :kuss:

Edit : Wegen dummer Sprüche : Noch nicht mal ignorieren! :)

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