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Hundeforum Der Hund
Jutta 2

Panik bei Gewitter

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hallöchen!

Brauch mal euren Rat. Meine Goldihündin Amie ist drei und eigentlich nicht sonderlich ängstlich.Dann ist folgendes passiert:

Letzten Samstag war Training auf dem Hundeplatz. Es kam ein Gewitter auf so mit Platzregen und allem, was da zu gehört. Auf dem Platz ist so ein kleiner Unterstand, dort haben wir uns untergestellt und gewartet, bis das Gewitter vorbei war.Amie saß neben mir und mir ist nichts besonderes aufgefallen, weil ich mich mit den Anderen unterhalten habe.

Vor drei Tagen saßen wir nachmittags im Wohnzimmer und hörten ein Grollen- ein Gewitter zog auf. Amie wurde unruhig. ich hab das absolut ignoriert . Als das Gewitter näher kam, fing sie wie wild an zu zittern und atmete immer schneller, die Zunge hing weit raus.

Sie verkroch sich hinter meinen Beinen. Ich hab sie gelassen, aber nicht mit ihr gesprochen oder gestreichelt. Ich in die Küche, sie hinter mir her. So ging das den ganzen Abend- das Gewitter war schon lange weg aber sie zitterte immer noch!

Wie soll ich beim nächsten Gewitter reagieren?

Wäre für jeden Tip dankbar.

Gruß Jutta

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Hallo Jutta,

erstmal finde ich es gut, dass du auf ihr Verhalten nicht weiter eingegangen bist um dieses nicht noch zu verstärken!

War das Gewitter auf dem Platz ihr erstes Gewitter was sie an der freien Luft erlebt hat? Wie hat sie denn früher auf Gewitter reagiert?

Ich würde mich wohl beim nächsten Gewitter wieder so verhalten...ihr einfach signalisieren, dass alles wie immer ist in dem du dich verhältst wie immer.

Frag mich jetzt bitte nicht wo, aber es gibt eine CD mit den unterschiedlichsten Geräuschen und eben auch Gewitter, die viel für Hunde eingesetzt werden...vielleicht wäre das mal eine Überlegung!

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Draußen war Amie bei Gewitter noch nicht, jedenfalls nicht, wenn es direkt über uns ist. Wir waren dann immer zu hause. Dann hat sie sich unter den Wohnzimmertisch gelegt . Das wars, kein Zittern oder keine Panik. Klar, angenehm war ihr das noch nie, aber sie hat noch nie so überreagiert.

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Hi,

ich hab ähnliches bei meinem älteren Rüden beobachtet. Viele Jahre hatte er gar keine Angst bei Gewitter, dann von einem auf den anderen Tag fing er an sich mega aufzuregen. Er zeigt dann genau das Verhalten, das du auch beschreibst: mega schnelles hecheln und zittern am ganzen Körper...!

Ich habe ihn auch immer ignoriert- hat allerdings null bewirkt. Auch die anderen Hunde ignorieren sein Verhalten. Seit einem halben Jahr bekommt er, immer wenn ich sehe das ein Gewitter droht -nicht wenn es schon da ist- ein paar Bachblüten, etwas besser ist es damit aufjedenfall, natürlich nicht ganz weg!

Außerdem ist mir aufgefallen, dass er dieses extreme Verhalten nur zeigt, wenn er bei Gewitter im Haus ist, gestern waren wir draußen und es ging ihm komischerweise besser?! Erklären kann ich mir das allerdings nicht.

Irgendetwas passiert ist ja nicht, als ihr auf dem Hundeplatz wart, oder? Z.b. das du dich mega erschrocken hast bei einem lauten Donner oder jemand in deiner Nähe?

Bekommt deine Maus irgendwelche Medikamente? Mein Rüde bekommt nämlich Betablocker (wg.dem Herzfehler) und der Tierarzt meinte, dann würden sie zu Überreaktionen neigen.

Viele Grüsse

Jessy

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Danke für deine Antwort. Passiert ist auf dem Platz nichts besonderes und Medikamente bekommt sie auch nicht.

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Ich kenne es von meiner alten Hündin. Neben ihr ging mal eine Rakete hoch, die das Ganze ausgelöst hat. Jeanny hat sich dann immer gerne in den begehbaren Kleiderschrank ohne Fenster gelegt, da fühlte sie sich sicher und hörte auf zu zittern.

Vielleicht war es ein unbewußtes Zusammenzucken, ein extrem lautes Geräusch o.ä., was die Angst ausgelöst hat. Die Desensibilisierung per CD hat bei Jeanny 0 gebracht, sie konnte echt und CD sehr wohl unterscheiden.

Bei manchen Hunden helfen Pheromone in Sprayform (gibt es beim TA).

Ich würde auch erstmal einfach so weiter machen, keine Reaktion auf die Panik zeigen und den Geräuschen nicht aus dem Weg gehen. Hoffentlich fängt sie sich wieder..

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Also ich hab das Problem mit meiner 1,5 Jahre alten Hündin auch. Saßen die Tage schön im Garten und so ab und an hörte man ein Gewittergrollen in weiter Ferner. Shiva legte sich unter einen Stuhl, hechelte und zitterte am ganzen Körper. Hab es auch ignoriert und es hat nicht geholfen. Später legte ich eine Wolldecke über ihren Körper, welches dazu führte, dass sie sich ein wenig beruhigte. Als wir dann kurz in die Wohnung gingen, wollte sie nicht mehr mit raus.

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Jaa, das kenne ich auch. Wir waren draußen und dann fing es an zu grummeln und Jackson macht sofort kehrt, sprang wie ein Wilder rum und ich hätte beinahe einen Hasen gefangen, weil alles so schnell ging. Die Panik pur. Endlich zu Hause angekommen, wurde erst einmal alles vollgesabbert und er lief mir andauernd hinterher. Ich beachte ihn da gar nicht mehr, früher habe ich das gemacht, war falsch.

Schlimmer ist es, wenn wir rausgehen wollen und er vor irgendetwas angst hat und ich nicht weiß woher. Dann geht er nicht ein Stück weiter, also ab ins Auto und woanders hinfahren.

Ach so, wenn das Gewitter vorbei ist, geht er dann abends immer noch nicht gerne raus, dann wird alles ganz schnell erledigt. Im Eiltempo sozusagen

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(bearbeitet)

Bei Gewitterangst helfen Geräusch-CDs häufig nicht, weil bei einem echten Gewitter die Luftspannung auch eine andere ist und der Hund dies unterscheiden kann.

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Hallihallo.

Ich halte nichts davon, einen Hund mit großer Angst zu ignorieren.

Ich trainiere darauf, dass meine Hunde mir vertrauen, dazu gehört auch, dass ich bemerke, wenn sie Angst haben und ihnen den größtmöglichen Schutz biete.

Mein Gero hat auch Angst bei Gewitter.

Er braucht einen dunklen, versteckten Ort, wo er sich verkriechen kann, möglichst in meiner Nähe.

Im Moment gibts hier regelmäßig Gewitter, also hab ich an mehreren Stellen im Haus solche Ecken.

Im Wohnzimmer steht eine *Gewitterkiste*.. eine zugehängte Box an einer dem Fenster abgewandten Stelle.

In der Küche hat er in einer Ecke im untersten Regalbrett eine Decke.. wenn ich in der Küche bin wenn ein Gewitter da ist, verkriecht er sich dort.

Im Arbeitszimmer hat er eine Ecke hinterm Schreibtisch.

Je nachdem wo ich beim Beginn des Gewitters bin, verkriecht er sich dann.

Wenn ich ein Gewitter vor ihm bemerke oder weiß, gleich kommt eins, dann zeige ich ihm die Stelle, wo er sich verkriechen kann und er kann sich darauf verlassen, dass ich ihn dann dort nicht allein lasse.

Im letzten Jahr haben wir noch in einem relativ engen Tal gewohnt.

Und selbst da haben wir es zuletzt soweit geschafft, dass er einfach wenn es los geht, in seinem Versteck verschwindet und dort ganz ruhig abwartet.

Kein Zittern mehr, kein schnelles Hecheln und Sabbern.. einfach abwarten.

Und mittlerweile geht er auch relativ zügig NACH einem Gewitter wieder nach draußen um sich zu lösen.. das ging früher auch nicht wirklich.

Meine Hündin sucht bei Gewitter meine Nähe, legt sich auf dem Sofa hinter mich.. und beruhigt sich dann dort.

Ich beachte das sehr wohl... und versuche dennoch, mich ganz normal zu verhalten.

Liebe Grüße

Antje

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