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Hundeforum Der Hund
Schlüppi

"Hundbettdepression"?

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Annette, um so stolzer koennt ihr auf Euch sein... Ihr habt ihn gerettet! Wer haette es sonst geschafft???

Das mit dem Anstarren nachts... hihi unheimlich!

Ich erinnere mich, dass ich nachts mich nicht getraut hab aufs Klo zu gehen weil ich den Gedanken unheimlich fande dem mir noch "fremden" Hund zu begegenen... Ich hab auch meine Schlafzimmertuer zugemacht. Tja und heute - will ich dass sie bei mir im Bett schlaeft und bin ganz enttaeuscht, wenn sie ihr eigenes Bett bevorzugt ;)

Ich kann dir noch 2 Dinge sagen, die einem helfen.

1. Du bekommst nicht den Hund, den du willst, sondern den, den du BRAUCHST!

2. Es stimmt, gerade die mit dem schlechten Start haben spaeter eine besonders innige Beziehung zueinander.

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puuuuh...danke für eure Antworten...ihr macht mir echt Mut :knuddel

Und ich freu mich riesig, dass ihr das so gut überstanden habt und nun so tolle Hunde habt/hattet, die euer Herz erobert haben =)

Ich hätte wirklich nie im Leben gedacht, dass mir quasi schon "Popelkram" so schwer zu schaffen macht und mich einfach verzweifeln lässt. Und erst diese Panikvorstellungen, was alles im schlimmstenFall in x Jahren passieren könnte.

Und ich schäme mich auch wirklich dafür, weil ich doch vorher alles genaustens überlegt habe und eigentlich jeden Hund auf seine Art toll finde...und dann passiert ausgerechnet mir das, dass ich Freser dauernd mit unserer Hündin vergleiche und dann irgendwie enttäuscht bin, dass er nicht ihre knuffigen Eigenheiten hat und eben auch nicht so ein niedliches Schnäuzer-Näschen. Und dafür fühle ich mich schlecht. Ich bin doch gar nicht so oberflächlich. Aber da es euch auch nicht viel anders ging und viele schrieben, dass es nachher noch für sie der tollste Hund geworden ist, bin ich nicht mehr nur noch am zweifeln ;)

Und in einigen Augenblicken knorkelt er sich auch an mich und will einfach nur gekrault werden und da guck ich in sein eines Äuglein und denke, dass wir das alles hinbekommen werden.

Auch wenn ich immer noch diese schlimmen Heulphasen habe und alles einfach "Kacke" ist.

Aber wenigstens habe ich wieder Appetit und mir ist nicht dauernd schlecht, aber müde bin ich dafür ungemein. Hatte sonst nie den ganzen Tag über solch ein Verlangen, mich einfach nur ins Bettchen zu mümmeln und zu schlafen.

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Du, als ich Fricka bekam, mochte ich sie nichtmal sonderlich. Es hat unheimlich mit Berta gerappelt, sie hat meine "arme kleine Maus" an die Wand gestellt und angeknurrt. Sie hat auch ein paar Mal nach uns geschnappt.

Ich war sooooo froh, dass sie nur Pflegehund war und wieder ausziehen würde. Ich erinnere mich sogar daran, mit der Vermittlerin gesprochen zu haben, die mir sagte, wenn es gar nicht mehr gehe, müssten wir eben einen anderen Pflegeplatz für sie finden.

Ich mach´s kurz: Nach zwei Wochen was das alles Schnee von gestern, und nach drei Monaten habe ich gezweifelt, ob wir es ihr überhaupt antun können, nochmal umzuziehen - und als wir sie nach einem halben Jahr adoptiert haben, war es für uns unvorstellbar, sie jemals jemand anderem gegeben zu haben wollen (Grammatik 6 - bin gerade etwas überarbeitet).

Was habe ich diesen Hund geliebt - vielleicht gerade weil sie anfangs so misstrauisch war? Weil sie sich irgendwann hat fallenlassen und die liebe Seele zum Vorschein kam, die sie eigentlich war? Weil sie uns schließlich unendlich vertraut hat und wir vermutlich die ersten Menschen waren, denen sie überhaupt vertrauen konnte?

Wenn du magst, kannst du ja zur Ablenkung mal ihre Geschichte nachlesen: http://www.polar-chat.de/topic.php?id=62136&page=3#1283214

Schieb die Panikvorstellungen beiseite, das sind katastrophisierende Gedanken, die nichts mit der Realität zu tun haben. :)

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Die Frage ist auch WARUM ist das so???

Ich glaube ein Teil davon kann sein, dass dieser Hund etwas in deinem Inneren beruehrt, was man nicht so will.

Ich fande es total gruselig, dass dieser Hund mich SOFORT geliebt hat wie ich war und ich den Hund aber natuerlich erstmal nicht geliebt hatte... sowas muss sich ja entwickeln.

Im Grunde macht das uns Menschen vielleicht auch ein bissl Angst :D Diese Grosszuegigkeit von vielen Hunden...

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Also das kann ich auch nur bestätigen! Dany hat sich innerhalb von drei Tagen derart auf mich fixiert, dass es mir a)zuerst irgendwie unangenehm war - als wäre eine Glasscheibe zwischen uns, ich hatte ja noch keine Beziehung zu ihm und b)ich permanent mit einem schlechten Gewissen herumlief, weil ich das Gefühl hatte, ihm nicht gerecht zu werden und zu wenig an Zuneigung zurückzugeben. Verrückt! e040.gif

Mensch, was mich dieser Thread erleichtert...hört ihr es plumpsen? Und ich habe mich so blöd gefühlt, nie im Leben wäre ich drauf gekommen, dass es anderen auch so gehen könnte!

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Dann haben wir hiermit die erste Hundeblues-Selbsthilfegruppe gegründet! :klatsch:

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Haette ich das damals schon gewusst... oder waere im Polar-Chat gewesen... :D Dann waeren die ersten 4 Wochen nicht so verdammt hart gewesen! :kuss:

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Ohja, ich kenne es auch.

Ich war zwar vom ersten Augenblick überzeugt, dass sie die Richtige ist, udn sie hatte mich auch von Anfang an angenommen, aber....

Sie ist der erste Hund, den ich alleine habe, dazu noch der erste Hund, den ich im Rolli erlebe.

Ich hatte 2 Jahre überlegt, hin und her, vor und zurück.

Bis zur Entscheidung, für diesen einen Hund.

Danach vergingen auch noch mal 7 Wochen, bis zum Transport.

Obwohl die ersten Tage gut liefen, war ich teilweise total verunsichert, denn sie sollte es ja möglichst gut haben.

Damit habe ich mich selber so sehr unter Druck gesetzt, dass ich gar kaum Freude am Hund hatte.

Dazu kamen andere HH, die ständig über diesen unerzogenen Hund meckerten, aber woher sollte sie denn auf der Straße etwas Erziehung haben?

Es wurde bemängelt, dass sie so hibbelig war, so unruhig und und und.

Nach fast 9 Monaten habe ich hier den tollsten Hund der Welt, der mich zwar öfter den letzten Nerv kostet, abe rmich auch immer wieder zum Lachen bringt.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich sie verstand, und ise mich verstehen konnte.

Dabei ging es natürlich nicht um die SPrache, sondern um Kleinigkeiten.

Wieso reagiert sie so, warum will sie jetzt weg, warum warum warum.

Nun haben wir uns kennen gelernt und zeigen vielen, die anfangs nur meckern konnten die lange Nase.

Ich bin unheimlich stolz auf alles, was wir zusammen erreicht haben, und freue mich jedes Mal, wenn wir beim Hundesport gelobt werden, weil ja so tolle Fortschritte zu sehen sind.

Es hat aber eine Weile gedauert, und ich musste lernen, dass sie nun mal nicht wie alle anderen ist.

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Das erste Jahr mit Finja bestand aus Hochs und Tiefs, mir kam es so vor, als waren es überwiegend Tiefs. Ich war mit meiner Krawallbürste, die nur Mist im Sinn hatte, als Ersthundebesitzer vollkommen überfordert. Mir war so oft zum Heulen zumute, hatte keine Lust mehr auf Spaziergänge, teilweise sogar Angst davor wieder mit ihr raus zu müssen. Ich hatte mir alles ganz anders vorgestellt.

Aber das ging auch wieder vorbei. Ich habe mich teilweise über Kleinigkeiten gefreut, wie ein Schneekönig. Jeder Fortschritt hat mich motiviert, war stolz wieder eine Baustelle abgebaut zu haben, um ein paar Tage später die nächste festzustellen und haareraufend wieder von vorne anzufangen.

Ständige Übermüdung und Gereizheit haben die Sache nicht gerade erleichtert.

Heute kann ich eigentlich drüber lachen, wie unentspannt ich war. So oft habe ich gedacht, ich bekomm das nicht hin mit ihr. Und ich habe sehr viel über mich und Hunde gelernt.

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Wirklich einen blues hatte ich bei meinen beiden Hunden nicht.

Bei Lindo klappte mehr oder weniger alles von Anfang an, ich war da einfach nur glücklich, mir ging es bevor er kam nicht so gut, er hat mich aus dem Tief gerettet.

Von Anfang an war da diese Bindung, ich hätte ihn nach ner Minute für nix mehr hergegeben, er kam sofort zu mir und setzte sich neben mich, schlief in der Ersten nach neben mir auf dem Kopfkissen und weckte mich mit nem Stups, er war und ist mein Engel auf 4 Pfoten, er ist mein Seelenhund :)

Bei Liam wusste ich, das er nicht einfach ist, das er ne schlimme Vergangenheit hatte, nicht sozialisiert war und zum hibbeln und schnappen neigte.

Es war wie bei Lindo Liebe auf den ersten Blick und ich habe es keine Sekunde bereut ihn adoptiert zu haben, obwohl ich ihn am 4. Tag an der Hand hängen hatte und er mich bei diversen Gelegenheiten angeknurrt hat.

Aber ich liebte diesen Hund vom ersten Augenblick an abgöttisch.

Aber ich hatte etwas, das wohl auch mit Neueltern zu vergleichen ist: Nach ein paar Wochen war ich extrem übermüdet, denn bei Liam musste ich mit Stubenreinheit von null Anfangen, dazu kam, das er nachts nicht schlafen wollte und mich alle halbe Stunde weckte, weil er auf mir rumturnte, etwas zerriss oder bellte.

Ja nach ein paar Wochen hatte ich keine Augenringe sondern Gesichtsschatten, schlief fast im Stehen ein, lief ständig irgentwo rein oder stolperte über meine Füsse, weil ich immer müde war.

Tagsüber schlief er dann meist ein wenig, dann wenn ich es nicht konnte :D

War eine intensive Zeit, die ich nie vergessen werde :)

Ich finde es aber auch net tragisch, wenn man nen blues hat, meine Mama hatte das bei Vagabondo auch, das erste Jahr war sehr hart für die beiden.

Manchmal dauerts halt bis die Chemie stimmt.

Das wird bestimmt auch bei dir so sein, lass euch Zeit, dat wird schon :)

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