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Leinenaggression clickern?

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Hmm...wieder so eine Diskussion :D

vielleicht schreibe ich später mehr dazu....

aber so in der Art :

Ich/Wir arbeiten so in der Art (CumCane like), sehr erfolgreich, zu dem Video speziell : es ist ziemlich alt, die können mittlerweile doch mehr!Die Klicks sind auch nicht immer so 100% super gesetzt - Timing oft schlecht - lest mal ihren Blog.

Clickerfeuerwerk/Dauerklick benötigt keine Bestätigung,sondern zielt auf die Umorientierung des Hundes in hohen Erregungszuständen ab. Klick heisst nicht immer : Futterbelohnung (sondern eine Belohnung die für den Hund in dem Moment verwertbar und angemessen ist : Scannen,rennen,buddeln,schnuffeln etc.). Der Clicker ist wie alles ein Hilfsmittel. Zusätzlich wird da auch mit Zeigen und Benennen gearbeitet.

Man kann in solchen Situationen reinclicken, bewirkt das die Stimmung beim Hund nicht kippt und die Emotion "hochgehalten" wird. Ein Click verstärkt keine Aggression, wurde früher oft gedacht....

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Ich kann mich ja mal an einer Erklärung versuchen. Ich habe allerdings nur das Video im ersten Link gesehen.

Das "wilde Rumgeklickere" ist wohl "Click für Blick". Nach der reinen Lehre folgt beim sauber konditionierten Hund auf das Clickgeräusch ein Serotoninausstoß. Wohlgemerkt, schon auf den Click, nicht erst auf die Futtergabe. Dem folgend ist es auch egal, wie der Hund sich daraufhin gebärdet und ob er stressbedingt überhaupt zur Futteraufnahme in der Lage ist. Click - Serotonin. Viel Click - mehr Serotonin. Insofern wird bei Click für Blick überhaupt nichts bestätigt, da man wiederum nach der reinen Lehre Angst und/oder Aggression überhaupt nicht bestärken kann, indem man über den Serotoninschub positive Emotionen schafft. Click für Blick ist aber nur ein Anfang, einen leinenaggressiven Hund aus seiner Drohkaskade (will ich mal sagen) herauszuholen.

Es folgt ja dann auch die Arbeit "Hundebegegnungen mit einem guten Gefühl belegen" (sag ich jetzt mal ein bißchen flapsig). Im folgenden sieht man ja ganz schön, wie früh eingegriffen wird, und schon die Aufmerksamkeit des RR (ohne das der fixieren oder drohen zeigt) in ein kurzes Rennspiel umgeleitet wird. Und so geht das Training ja dann weiter, Stufe für Stufe, bis der Hund sogar bei Annäherung des anderen auf wenige Meter soweit entspannt, dass er in der Lage ist Futter vom Boden aufzunehmen. Das Programm würde ich mal nennen "Da vorne ist ein Hund - nun wird etwas Gutes geschehen". Es soll den Hund eben davon abhalten, sich in Droheskalation hineinzusteigern, sich auf seinen Menschen beziehen, ansprechbar und lenkbar bleiben und Hundebegegnungen als grundsätzlich positiv zu begreifen, sozusagen über Clicker und Schaffen einer angenehmen Situation als Hilfsmittel in einem Lernprozeß(!!).

"Führen" im Sinne von Gehorsam abrufen ist natürlich möglich, um einen (unsicheren) leinenaggressiven Hund an einem anderen vorbeizubringen. Es holt den unsicheren Hund aber nicht aus dem Stress des Moments der Hundebegegnung, und setzt die Anwesenheit eines jederzeit führen könnenden (und wollenden!) Besitzers mit viel Hundeverstand voraus. Und ein gewisses Gehorsamslevel, dass auch erst mal trainiert sein will.

Ich selber bin auch noch dabei, über die Methoden nachzudenken. Ich finde aber den Ansatz in dem Video nicht uninteressant. Also die Denke, die dahinter steht.

Gruß

Petra

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Hallo

Dank an Petra für dei gute Erklärung.

Nun, ich habe meine 2 DSH problemlos an andere Hunde vorbeiführen können. Der andere Hund konnte sie anpöbeln, die haben den nicht mit dem Ar... angeschaut.

Jetzt habe ich eine Hündin der im Video gezeigten Rasse. Ich dachte, das geht genauso wie mit den Vorgängern. Ich muss nur souverän führen, Sicherheit ausstrahlen und den Hund gut im Grundgehorsam aufbauen. Clicker war absolut kein Thema für mich.

So und dann...nix da, das im Video gezeigte Verhalten musste ich sehr gut kennenlernen. Fixieren und Pöbeln an der Leine vom Feinsten, sowie kerzengerade drauf zuschiessen im Freilauf. Mit Einfordern von Grundgehorsam, Konsequenz, Coolbleiben usw. nichts zu erreichen. Der Stress wurde eher immer grösser.

Ich trainiere nun seit ca. 1 Jahr ähnlich wie im Video. Jedes noch so kleine Anzeichen sich auf mich zu beziehen, oder selbstständiges Abwenden wurde geclickt und mit Lob bestätigt. Gutsli konnte sie in diesem Erregungslevel nicht annehmen.

An ruhigen Hunden kann ich mit ihr nun in Bewegung bleiben und mit Blickkontakt zu mir auch nah vorbeilaufen. Pöbelt/glotzt der andere Hund muss der Abstand grösser sein, oder mit dem Sitz und mich ansehen die Situation gelöst werden. Das deeskalierendes Sitzen nimmt sie gut an. Nur lasse ich sie nicht vor mir sitzend den anderen Hund fixieren, sondern leicht versetzt neben/hinter mir. Dabei unterbreche ich fixieren sofort mit "lueg" ( Markerwort für mich ansehen)

Im Freilauf zeigt sie mir nun Hunde an und ich kann sie problemlos rechtzeitig zu mir rufen.

Kimba zeigt dieses Pöbel-Verhalten lediglich bei frontalen Begegnungen mit fremden Hunden. Rede ich mit den anderen Hundehaltern und gehen wir ein paar Meter miteinander, bis sich die Hunde entspannen, ist sie absolut verträglich, kontrollierbar und meist sehr verspielt. Absolut null Aggression mehr da.

Auch für Tali war schon lange klar, dass der andere keine Gefahr ist und zeigte ja eher nur noch Neugierde. Spannend wäre zu sehen, wie stabil dieses Training ist mit neuen fremden Hunden.

Grundsätzlich jedoch finde ich aber den Aufbau für Tali gut, bis aufs Clickbestätigen von Pöbeln und vor den Hundeführer sitzendes Fixieren.

ps. Ich habe das Video bis zu Ende gesehen.

Liebe Grüsse Eva

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Eine Freundin von mir hat durch Z&B mit ihrem Hund tolle Erfolge erzielt. Die Aggressionen hatte sie zu Anfang auch geklickt, den genauen Hintergrund kenne ich jetzt nicht mehr- ehe ich etwas falsches erzähle, lasse ich es lieber.

Fakt ist- das Ihr Hund heute viel lockerer Hundebegegnungen meistert.

Was ich bei dieser Methode sehr schön finde ist, dass sich der Hund auch mit dem reiz auseinandersetzen kann/darf und es sicher zu einem nachhaltigen Lernerfolg kommen kann, solange das Timing stimmt. Außerdem wird die Tabuzone des fremden Hundes eingehalten, sowie des eigenen Hundes.

Im DF gibt es ja einen sehr schönen Fred zum Thema.

Wer Interesse daran hat, sollte ihn sich mal durchlesen. ;)

http://www.dogforum.de/zeigen-und-benennen-t128830.html

Ich stehe Z&B offen gegenüber, auch wenn es persönlich nichts für mich ist.

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:winken:

die Diskussion gibt es hier schon, auch dieses Video kenne ich schon.

Die Erklärung:

Man kann Aggression nicht verstärken. Klickert man einen Hund, der austickt, und der Clicker wurde vorher vom Hund mit etwas Angenehmen verknüpft, findet der Hund sie Situation irgendwann angenehm, wenn der Clicker nur oft genug ertönt. Und schwups findet er Leinenbegegnungen toll und der Mensch musste nichts tun außer dauernd ein Knöpfchen drücken.

Ist nicht meins, aber für jeden Menschen gibt es eine passende Methode in der Hundeerziehung.

Ich suche jetzt mal den Thread ...

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Ein Glück,haben mir schon einige die Worte aus der tastatur genommen ;)

Bei mir wars übriegens ähnlich wie bei Damsini.

Ersthund brauchte nur Führung und Ruhe alles easy.

Dann kam der grosse Braune und ich musste umdenken!

Mit Clicker und Umkonditionierung machen wir grosse Fortschritte und mein Hund will nicht "nur gucken" oder so.

Ich fördere so auch einen Hund,der seine Grundeinstellung ändert.

Heute dreht sich mein Hund fröhlich um,wenn er nen Menschen sieht und freut sich über die Entdeckung,früher hätte er ängstlich und agressiv reagiert.

Muss ja nicht jedermanns Methode sein,aber bei manchen Hunden wird man anders nicht weiterkommen,oder nur mit vielen Nebenwirkungen.

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Ich schreibs lieber vorher, damit es auch ja nicht untergeht:

Nur meine Meinung zu dem Thema und eine persönliche Begründung, weshalb die Methode nicht die meine ist.

Ich möchte niemanden diffamieren, der sie anwendet und damit gute Erfolge erzielt.

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Wenn ich mir dieses Video anschaue, dann finde ich sehr schade, dass offenbar gar nicht darauf eingegangen wird, was der Hund da eigentlich gerade kommuniziert.

Er hat ja einen Grund für sein Verhalten, es ist nur eines, was der Mensch nicht auf Anhieb versteht.

Aber nur weil er es nicht sofort begreift, muss er den Hund nicht behandeln wie einen Vollidioten.

(Nein ich möchte damit nicht sagen, dass alle die klickern, ihren Hund absichtlich wie Vollidioten behandeln).

Man muss sich mal vorstellen, was sich der Mensch (kein bestimmter Mensch) da eigentlich einbildet. Wir verstehen nicht mal einen kleinen Teil des Großen Ganzen und möchten Hunde belehren, wie sie sich besser hündisch verhalten sollen- wir als Menschen.

Zwei Hunde kommunizieren miteinander und der Mensch steht dahinter, drückt ununterbrochen auf einen Knackfrosch und macht "huihuihuihuihui", wenn der Hund sich kurz umdreht, um zu schauen, was sein Mensch eigentlich von der Situation hält.

Ich als Hund würde an seinem Verstand zweifeln.

Aber das ist nur meine Meinung.

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Ich fürchte,diese Art der agressiven Kommunikation kann man leider nicht einfach laufen lassen.

Wir können nicht einen Hund in eine unnatürliche Umwelt setzen und ihn dann einfach imStich lassen.

Ich denke ,es ist nur gerecht,wenn wir ihm zeigen,wie er damit umgehen kann.

Allen Beteiligten wird wohl klar sein,was da kommuniziert wird,aber es geht ja auch und vor allem darum,die Einstellung des Hundes zu ändern und ihn sozialkompatiebel zu machen.

Was würdest du denn machen?

Leine ab und die Hunde kommunizieren lassen???

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@ Mialour

Was würdest du den machen in einer solchen situation ? Und wäre das dann hündisch gedacht ?

Die Hunde haben oft keine andere Wahl als sich anzupassen auch wenn es nicht mehr ihrem Ursprung entspricht und das Problem ist ja nicht nur an meiner Leine, sondern auch an der anderen, die vielleicht nicht als Testobjekt herhalten will und oder seinen Hund so auch noch zu einem nicht hündischen verhalten bringt.

Wir sind leider öfter gezwungen dem Hund befehle zu erteilen die er nicht kapiert oder grade für nicht sinnvoll als Hund erachtete. Wir müssen dafür sorgen das der Hund es tut, ob es nun hündisch ist oder eben nicht.

Ich glaube auch nicht das mein Hund es aus Hundesicht "normal" findet das er zum beispiel Platz machen muss wenn andere Hunde kommen, oder eben nicht an jedem Popo schnuppern darf.

Vielleicht findet der Hund es auch sinnlos Fuß zu laufen, wo er doch grade lieber etwas schnuppern will oder dich beschützen will.

Es ist in einer Welt die von Menschen überbefölkert ist nun mal schlicht weg nicht möglich den Hund immer Hund sein zu lassen.

Vorallem was ist wenn ein Hund krank ist und andere Hund jetzt normal den Hund beißen vielleicht sogar tot beißen würden weil es grad so seine natur ist ?

Geht nicht!

Also müssen wir den Hund eben irgendwie und am besten mit netter art und weise klar machen, das er sich eben nicht immer hündisch verhalten kann!

Wie ein jeder das macht ist sein Problem, aber der Hund darf eben nicht zum Problem für andere werden auch wenn es normals hundeverhalten wäre.

Ich bringe meinen Hunden ja eigentlich nur bei, mach das was ich will und du wirst belohnt.

Ich denke die meisten komandos die wir dem Hund in bestimmt situationen geben sind für den Hund sinnlos, er macht es aber weil er weiß das er dann ein Lob bekommt oder eben ein Donnerwetter!

Daher finde ich wer sich das zutraut und es konsequent durch zieht und dahinter steht, für den ist es sicher ein guter weg.

Andere wählen eben einen anderen weg.

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