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zauberzwirbel

Unsicherheit

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Hallo zusammen!

Wir haben ein Problem. Ich hol mal weit aus:

Meine Laika hab ich ja vom Bauerhof, hier hat sie grösstenteils nur im stall gelebt und hat wenig von der grossen Welt gesehen. Als sie bei mir war, habe ich schnell viel mit ihr unternommen um sie für allerlei Lebenslagen zu wapnen.

Anfangs war alles ok. Sie wollte immer zu Fussgängern. Nicht zu jedem durfte sie natürlich hin. Nun ist es so, das sie ohne Leine gerne zu Fussgängern läuft und sie stürmisch begrüsst. An der Leine allerdings ist sie sehr unsicher gegenüber anderen Menschen. Wenn wir auf sie zugehen und sie kommen uns zu nahe, bellt sie laut und verkricht sich hinter mir. Also sie ist ziemlich unsicher und lässt sich schlecht beruhigen.

Natürlich eine echt doofe Situation. Ich mache es bei Leuten die ich kenne so,m das ich mit ihr stehen bleibe bis sie sich beruhgigt hat. Ich rede mit den Menschen und wenn Laika ruhig ist lobe ich sie und gehe langsam auf die Leute zu, lobe sie weiter solange sie ruhig ist. Das ganze hat heute sehr gut geklappt als wir einen ältern Herrn getroffen haben. Habe ihm erklärt warum sie sich so verhält und nachher konnte er Laika auch streicheln und sie war glücklich.

Kurz darauf haben wir noch eine junge Frau getroffen. Ich kannte sie nicht, Laika ist zu ihr hin, sie ging ganz nah an uns vorbei. Laika hat sich vor sie gesetzt und sich streicheln lassen. Gott sei Dank hatte sie selbst einen Hund. Dann wollte ich weiter, Laika wich von der Frau weg und plötzlich bellte sie sie wie gestochen an. Ich war so verdutzt über diesen wandel, das ich gar nicht wusste was ich sagen sollte und einfach die Flucht ergriff. Die Frau war natürlich auch erschrocken.

Könnt ihr mir mal sagen wie oder was ich anders machen kann? Ich möchte das so schnell es geht in den Griff bekommen. Wie gesagt, sie reagiert so nur an der Leine :????!?

Danke!

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Hallo ... guten Morgen!

Ja, das Problem kenne ich, nur sind es bei uns keine Fußgänger, sondern andere Hunde. Ansonsten ist das Verhalten identisch.

Ohne Leine ist es ok, an der Leine rastet meine Hündin aus.

Wie Du schon vermutest liegt dieses Verhalten in der Unsicherheit des Hundes. Da hilft wirklich nur üben. Carla spielt mit anderen Hunden, rufe ich sie dann ab und leine sie an, wandelt sich ihr Verhalten völlig, plötzlich bekommt sie eine Bürste und benimmt sich wie eine Bestie. Sie verbellt den Hund, mit dem sie gerade eben noch friedlich gespielt hat.

Das Verhalten liegt darin, dass der Hund an der Leine, ja keine Fluchtmöglichkeit hat und in unsicheren Situationen dann die Flucht nach vorne sucht, sprich sich stark macht, schon mal ordentlich pöbelt ... (Angriff ist die beste Verteidigung ... lasst mich bloß in Ruhe, sonst ...) naja und da ich dann am andere Ende hänge, bestärkt sie das natürlich. Sie kann bzw. muss ja nicht das tun, was sie durch ihr Verhalten androht. Das weiß sie ganz genau.

Bei Hunden und Personen, die wir kennen, mache ich es so, dass ich meine Hündin absitzen lasse und sie den Befehl bleib bekommt. Dann gehe ich als erstes auf die Leute und Hunde zu, begrüße sie. Anschließend rufe ich meinen Hund dazu, ist sie brav wird sie überschwenglich gelobt. So zeige ich ihr, dass ich die Situation im Griff habe und selbst bestimme, wer ok ist oder nicht, und dass nicht meinem Hund überlassen will.

Es braucht jede Menge Geduld, es gibt natürlich viele Rückschläge, aber es bessert sich.

Jeden Morgen müssen wir an einem Grundstück vorbei, wo ein Schäfer dann schon über'm Zaun hängt und uns heftig kläffend begrüßt. Das ist für meine Hündin eine sehr schwierige Situation. Bekomme ich sie gar nicht in den Griff, lasse ich die Leine einfach fallen, und gehe zügig weiter. Wenn sie sieht, dass ich mit unserem Rüden dann ruhig aber schnell weitergehe ... ist jeglicher Grimm bei ihr verflogen und sie folgt uns. Des Rätsels Lösung ... in dem Moment wo der Leinenkontakt zu mir unterbrochen ist, fühlt sie sich gar nicht mehr stark und müsste dann ja auch für das was sie dem Schäfer "androht", alleine einstehen. Da sie ja aber eigentlich ein Feigling ist, gibt sie dann Versengeld. Mittlerweile können wir recht zivilisiert an diesem Grundstück vorbei. Bis auf ein leises jaulen (ich würde ja gerne ...), worauf von mir ein deutliches Aus folgt, geht sie jetzt auch an der Leine ruhig dort vorbei.

Das mit dem "Leine fallen lassen" geht natürlich nur in Situationen, wo nichts weiter passieren kann.

Ach ja, auch ist es wichtig, in solchen Situationen nicht zu schreien oder laut zu schimpfen, das bezieht der Hund in dem Moment nicht auf sich, sondern auf den vermeindlichen Feind: Herrchen/Frauchen macht ja mit, also ist es ok, wir sind stark!

Ich denke, dass Deine Ansätze, das Verhalten mit Deinem Hund zu üben, schon ganz gut sind. Ich wünsche Dir viel Geduld und Erfolg.

LG

Cindy

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Danke!

Während sie bellt, beachte ich sie gar nicht, sonst denkt sie wirklich noch das sie sich gut verhält! Werde weiter Menschen suchen und üben üben üben, egal wie blöd die mich dann halten. Die Leute die keine Ahnung von Hunden haben, meinen bei so einem Verhalten ja " Kann die ihren Hund nicht abstellen?". Sowas macht mich dann immer stinksauer!

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Hallo,

für mich zäumst du das Pferd von hinten auf. Dein Hund ist unsicher und du gehst hin und widmest dem , worauf sie unsicher reagiert auch noch besondere Aufmerksamkeit. Du bleibst stehen und schenkst den Menschen schon dadurch besondere Beachtung. Was dein Hund in dieser Situation zur Kenntniss nimmt ist "Hoppla, da stimmt etwas nicht, Frauchen benimmt sich seltsam."

Nimm erst einmal die Spannung aus den Hund, in dem du dich nicht anders verhältst als sonst auch. Also in einer Fußgängerzone einfach voran gehst. Und nicht einzelnen Menschen besondere Beachtung schenkst. Wenn sie dann soweit ist, das sie dir dort locker folgt, dann könntest du dich mit jemandem verabreden. Auf diesen gehst du dann ohne zu zögern zu, so als wie du es eben im normal Fall auch tun würdest, begrüßt ihn kurz und gehst dann einfach weiter. Nur dem Hund keine besondere Aufmerksamkeit schenken und es ist sicher auch besser, wenn dein Bekannter das erst einmal nicht tut. Und nach und nach das ganze langsam steigern, erst einmal das der Hund nur kurz angesprochen wird und je nachdem wie er reagiert später auch angefasst.

Das sie die Passantin dann später doch noch angekläfft hat, liegt einfach daran, das der Hund überfordert war und sich nicht anders zu helfen wusste. Du hast zuviel auf einmal von ihm erwartet.

Gruß Iris

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jo ... das kenne ich ...

Über so etwas rege ich mich heute schon gar nicht mehr auf. Und was die anderen über mich denken ... auch egal. Hauptsache ist doch, ich bekomme meinen Hund irgendwann in den Griff und wenn es in den Augen der anderen noch so dämlich aussieht.

Du machst Dir doch wenigstens Gedanken über Deinen Hund und willst die Situation meistern. Finde ich persönlich besser, als diejenigen, die gar nicht erst versuchen etwas zu ändern.

So könnt ihr beide nur gewinnen. Im anderen Falle würde nur der Hund irgendwann verlieren!

Gruß

Cindy

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@chubais: aber ich sehe doch das sie entspannter auf die leute zugeht, wenn ich es langsam mache und sie erst mal auf abstand absitzen lasse und beruhige. wenn ich einfach auf die leute zurenne mache ich sie nur noch unsicherer. ich will ihr langsam die angst nehmen.

überfordert habe ich sie meiner meinung nach nicht. sie geht gelassen durch die stadt, es sind nur einelne menschen die uns auf normalen spaziergängen begegnen. dieses verhalten kam auch von heute auf morgen,. vorher wollte sie zwar hin, aber dabei war sie ruhig und liess sich nach gewisser übungszeit auch schon ganz gut bei fuss halten.

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Hallo,

ich sehe es so:

sie möchte ohne Leine alle Leute nett begrüßen und hat damit Erfolg. Also kein Problem.

Das geht natürlich nicht.

Nicht jeder will von fremden Hunden nett begrüßt werden.

Angeleint hast du auf sie eingewirkt und ich denke, sie hat deine Motivation, sie nicht hin zu lassen, mißverstanden.

Sie weiß nun nicht, wie sie die Fußgänger einschätzen kann, aber wenn du erst mal das ganze absicherst, ist es wieder in Ordnung?

Nur ´ne Vermutung.

Gruß Tina

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Ich hab ja ncht eingewirkt, ich bin anfangs meinen Weg gegangen. Also ganz cool dran vorbei, Hallo zum Fussgänger und hinter mit schleifte ich einen kläffenden Hund mit.Jetzt lass ich sie sich auf Distanz beruhigen und das zeigt scheinbar Wirkung. Eben stand unser Nachbar drausse und sie ist neben mir dran vorbei. Natürlich hab ich dann ganz doll gelobt.

Mir ist da nch was eingefalloen. Das erste Mal hat sie einen Jogger anebellt, den sie sonst immer begrüssen durfte. Na der sprach sie in der "oh, warum bellst du feine Maus mich denn an" Tonlage an. Ob er sie in dem Verhalten so bestärkt hat und sie deshalb jetzt bellt?

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Hallole,

wieder einmal ein interessantes Thema. Generell würde mich aber mal interessieren, was macht ihr wenn ihr wollt, daß euer Hund etwas nicht macht?

Gruß

Thomas

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Hallole,

wieder einmal ein interessantes Thema. Generell würde mich aber mal interessieren, was macht ihr wenn ihr wollt, daß euer Hund etwas nicht macht?

Gruß

Thomas

Ich ignorier so ein Verhalten, oder ich sag klar "Aus". Das kommt ganz drauf an um was es sich handelt. Z.B. Dreh ich mich weg wenn ein Hund mich anspringen will, lobe es dann wenn er mich beispielsweise im sitzen begrüsst. Wühlt mein Hund im Mülleimer gibts nen "Aus".

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